Archiv für » Mai, 2009 «

Aktuell findet die My Moleskine 2.0 Competition statt. Ein Wettbewerb des Herstellers der Moleskine Taschenbücher in den Kategorien:

  • Creativity and imagination
  • Organisation and productivity
  • Archive and memory
  • Fun and innovative hack

Dort kann jeder seine Ideen zur Nutzung von Moleskine Notizbüchern einreichen. Der erste Preis ist durchaus Motiviation: eine lebenslange kostenlose Versorgung mit Moleskine Notizbüchern (max. 50 Jahre à 5 Bücher pro Jahr). Weitere Infos bei moleskineasia.com. Einsendeschluss ist morgen:

Send us your idea on how to make and do things better, faster, more creative and innovative, for both work and leisure with your Moleskine notebook! [...] Eintrants: This competition is open to all regardless of age, nationality, sex and location. There is no application fee. Selected entrants will have to purchase the Moleskine and prepare the hack for the exhibition, but will receive 3 Moleskine notebooks as a prize once their work is received. [...] Selection Criteria: The best entries will be selected according to their originality, creativity, usefulness, feasibility and design.

Die Bewerbungsunterlagen kommen als PDF, sind aber etwas seltsam: man kann zwar das PDF ausfüllen, aber nicht speichern! Wenn man es an die angegebene E-Mail Adresse schicken möchte, muss man es wohl erst ausdrucken und dann wieder einscannen?

Bin gespannt, welche Ideen gewinnen.

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Bei lifehack.org bin ich über den Artikel 10 Great Notebooks Productive People Love gestolpert. Dort wird eine interessante Liste von Notizbüchern vorgestellt, die allerdings primär auf dem US-amerikanischen Markt zu finden sind. Interessant finde ich die latent militaristische Ausrichtung zweier Bücher: Field Notes und Green Tactical.
Die Kommentare unter der Seite geben einen Hinweis auf viele weitere Notizbuchhersteller! Der Artikel ist mit all seinen Kommentaren und Links ein echtes Fundstück.

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Gestern bin ich in der Innenstadt von Karlsruhe über KUNSTtransit gestolpert. Eine der Ideen des Vereins ist es, leere halb-öffentliche Räume (etwa leer stehende Ladengeschäfte) temporär anzumieten und als Galerie zu benutzen. Dort wurden neben großformatigen Bildern und Fotografien auch handgemachte Notizbücher angeboten. Der Besitzer der Manufaktur c-art-a, Peter Amend, hat zusammen mit Christiane Lober auch eine Schmuckmanufaktur don – design ohne Norm. Die beiden erklärten mir, dass sie die Bücher eigentlich nur nebenbei herstellen und primär Schmuck machen. Sie verkaufen lieber auf Märkten als im Internet, das sei viel zu aufwendig. Die beiden waren sehr freundlich und haben mir noch einiges zur Herstellung der Bücher erklärt.

Ihre Notizbücher gibt es in verschiedenen Farben und Mustern, in verschiedenen Größen und mit verschiedenem Papier. Eine große etwa DIN A4 große 200 Seiten dicke Kladde kostet etwa 120 EUR, aber auch kleine Exemplare für ca. 15 EUR sind dabei. Der Buchrücken war in Leder gebunden, der Buchdeckel hatte ein wunderschön griffiges Muster. Wer die Bücher sehen will, kann in Karlsruhe in der Herrenstraße vorbeischauen (neben der alten Bank) oder sich auf der Internetseite von c-art-a informieren, wo sie auf dem nächsten Markt ausgestellt sind.

Leider hatte ich keinen Kamera dabei, so dass ich leider nicht mit einem Bild dienen kann. Bei dawanda.de habe ich aber ein Notizbuch gefunden, das in Zusammenarbeit mit c-art-a entstanden ist. Vermutlich hat der Anbieter den Buchdeckel gestaltet.

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In brandeins gab es letzte Jahr eine Geschichte zur Geschichte der kleinen Moleskine Notizbücher: Das ungeschriebene Buch. Dort wird erzählt, wie die Firma Modo&Modo in Mailand mit einer erfundenen Geschichte ein perfektes Marketing betrieb und die Marke “Moleskine” innerhalb von zehn Jahren zu einem weltweiten Bestseller machte. Maria Sebregondi, eine Mitarbeiterin von Modo&Modo recherchierte in Paris, fand aber keine Bestätigung für die Geschichte. Chatwin hatte zwar viele schwarze Notizbücher beschrieben, aber:

Sie suchte nach der von Chatwin beschriebenen Papeterie in der Rue de l’Ancienne Comédie. In Bibliotheken recherchierte sie nach Quellen über das legendäre Moleskine. Und sie rief in Tours an, um den ursprünglichen Lieferanten aufzutreiben. Sie fand – rein gar nichts. Keinen einzigen Anhaltspunkt, dass es jemals ein Notizbuch gegeben hatte, welches bei den Franzosen “carnet moleskine” hieß; keinen Eintrag im Handelsregister; keine unter dem Namen Moleskine eingetragene Marke

Nachdem Sie aber herausfand, dass andere Berühmtheiten ebenfalls wie Chatwin Notizbücher geführt hatte,

… kam [ihr] der Gedanke, dass es vielleicht unerheblich sei, ob Chatwins Beschreibung den historischen Tatsachen entsprach. Wichtiger waren die Geschichte und die Verknüpfung mit den berühmten Namen, um aus einem alltäglichen Notizbuch ein begehrenswertes Produkt zu machen.

So war die Marketingidee geboren und das Büchlein trat seinen Siegeszug an. Mittlerweile hat die Marke so viele Anhänger, dass diese Community sogar die Marke gegen Anfeindungen verteidigt – ohne dass der Hersteller selbst aktiv werden muss.

Der Artikel Das ungeschriebene Buch bei brandeins ist unbedingt lesenswert und ein Muss für Moleskine Fans.

Ein Moleskine-Fan Blog gibt es unter http://www.moleskinerie.com/. Wer den Text von brandeins lieber hören als lesen will, findet bei audible.de eine kostenpflichtige Audiovariante.

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Wer Notibücher mag, der verwendet häufig auch Bleistifte. Normalerweise hat man seine bevorzugte Marke, wer aber mal eine andere Marke ausprobieren will und nicht weiß, was es so am Markt gibt, der sollte mal einen Blick auf diese englischsprachige Seite werfen: Unter brandnamepencils.com gibt es eine umfangreiche Liste von Bleistiftmarken. Die Liste ist alphabetisch geordnet, eine Sortierung nach Land ist leider nicht möglich.
Wer Bob Truby bei seiner Seite unterstützen möchte, kann findet auf der Seite Most Wanted eine iIste von Stiften, die ihm noch in seiner Sammlung fehlen. Wichtig: sie dürfen noch nicht angespitzt sein!

brandnamepencils.com

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Eben bin ich über die Seite re-cover.de gestolpert, ein Paradebeispiel für ein Projekt der Marke Eigenbau. re-cover recycelt T-Shirts und macht daraus Einbände für Notizbücher. Als Notizbuchfan bin ich natürlich von der Idee begeistert! Wie funktioniert es?

Such’ Dein (altes) Lieblings-Shirt*, entscheide Dich für Dein Lieblings-Format, finde und markiere anhand des Schnitt-Musters den Ausschnitt, der Dein Buch zieren soll, schick’ uns zunächst eine e-mail und dann das Shirt. *geeignet ist jedes Kleidungsstück aus Jersey, T-Shirt- oder Sweatshirt-Stoff

Und die Webseite sieht auch super aus:

Re-Cover Seite

Da kann man re-cover nur viel Erfolg wünschen!

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In 15 Ideen zur Nutzung von Notizbüchern habe ich meine Gedanken zum Führen von Notizbüchern aufgeschrieben und ein paar Tipps gegeben. Dort habe ich allerdings nicht die Bücher erwähnt, die ich verwende. Hier also meine subjektive Erfahrungen mit verschiedenen Notizbuch Herstellern.

  • Das Moleskine Notizbuch ist ein Klassiker und man hat fast keine Chance ihm auszuweichen. Diese Notizbücher gibt es praktisch in jeder Buchhandlung und in jedem Schreibwarengeschäft, in verschiedenen Farben und Ausführungen oder in Online Shops wie etwa dem Online Shop von R.S.V.P. – Papier in Berlin (moleskine.de) – Nachschub für Fans ist also kein Problem. Das von mir verwendete Buch ist ca. 9 cm breit, ca. 14 cm hoch und ca. 1,5 cm dick, also ca. ein DIN A6 Format. Es besitzt ein Lesebändchen, eine kleine Tasche im hinteren Buchdeckel und Blankoseiten. Auf der ersten Seite (Vorsatz) gibt es ein englisch beschriftetes Feld zur Angabe der Adresse und – kurios – zum prophylaktischen Eintragen eines Finderlohns. Die Ecken der Seiten sind abgerundet, die Seiten ohne Seitenzahlen (ca. 90 Blatt). Es gibt kein Kapitalband für Seiten, aber ein Lesebändchen, das allerdings recht kurz ist. Ein verlässliches Büchlein, das stabil und ansehnlich ist. Der glatte schwarz-Leder-artige Einband wird von einem Gummiband zusammengehalten. Der Preis bewegt sich um 12 EUR
  • Das conceptum Notizbuch der Firma Sigel scheint mir neu auf dem Markt zu sein, jedenfalls habe ich es erst vor fünf Monaten entdeckt. Ich verwende es im DIN A6 Format und im DIN A5 Format. DIN A6: Breite ca. 11 cm, Höche ca. 15 cm, Dicke ca. 1,9 cm; insgesamt also etwas größer als das Moleskine Buch. Auch hier gibt es eine kleine Tasche. Ich besitze die Blanko Variante mit vornummerierten Seiten. Das Buch wird mit einer Reihe von Aufklebern und Einlegeblättern geliefert, die ich allerdings noch nie verwendet habe. Im Vorsatz befindet sich eine mehrsprachige Beschriftung für ein Inhaltsverzeichnis, das ich sonst bisher noch bei keinem der kleinen Bücher gesehen habe. Die Ecken der Seiten sind ebenfalls abgerundet. Das schwarze Lesebändchen sieht in Kombination mit dem Kapitalband prima aus; zusammen mit dem experimentierfreudigen und griffigen gummiartigen Einband macht es einen sehr hochwertigen Eindruck und ist sehr robust. Im hinteren Buchdeckel ist zudem ein Gummibändchen angebracht, in das ein Stift gesteckt werden kann, der dann automatisch immer am Notizbuch mit dabei ist. Diese Option nutze ich allerdings praktisch nicht, sehr wohl aber das Gummiband, das das Buch zusammenhält. Das conceptum ist das kompletteste und am besten ausgestatteste Notizbuch, das ich bisher verwendet habe. Besonders begeistert mich die etwas größeren Seiten im Vergleich zum Moleskine und zum V-book. Der Preis beträgt wie beim Moleskine ca. 12 EUR
  • Von BSB stammt das V-book, das in Größe und Ausstattung dem Moleskine entspricht. Der Einband ist schwarzer Stoff, der eine etwas edlere Anmutung als der Einband des Moleskine besitzt, aber auch empfindlicher ist. Seiten sind abgerundet und nicht nummeriert. Auch hier gibt es ein Einlegeblatt und eine Tasche im hinteren Buchdeckel, sowie ein Gummiband für das Zusammenhalten der Seiten. Wer bisher Moleskine Fan war und auch das kleine Format mag, sollte unbedingt einmal dieses Notizbuch ausprobieren: es kostet die Hälfte (!) eines Moleskine, nämlich ca. 6 EUR.
  • Das Notizbuch der Firma semikolon war jahrelang mein Favorit für DIN A5 – artige Notizbücher. Das Buch gab es in einer Größe, die leicht über DIN A5, aber weit unter DIN A4 lag, und in der fast 150 Blätter waren. Leider lief dieses Mdell aus und man hat dann nur noch Standardformate in DIN A5 und mit weniger Seiten hergestellt. Sehr schön bis heute ist der Einband in Stoff mit Kapital- und Leseband. In Schwarz ist das Buch ein Hingucker. In DIN A6 habe ich bisher kein semikolon-Buch probiert, weil mir der Einband zu dick und der Inhalt zu dünn ist: es sieht zwar gut aus, aber der Einband erscheint mir zu wuchtig für die wenigen Seiten. Außerdem besitzt es weder ein Gummiband noch eine Tasche im hinteren Buchdeckel. Der Preis war mit 15-20 EUR auch sehr hoch. Wenn es das alte DIN A5 Übergrößenformat noch gäbe, würde ich nur dieses Buch kaufen, weil es einfach super in der Hand liegt, sehr schönes Papier hat und das Buch edel aussieht. Sehr nervig: die Firma semikolon schafft es seit Jahren nicht, eine deutsche Webseite mit einem Online Shop einzurichten. Es gibt keine vernünftige Möglichkeit online durch das Sortiment zu schauen – man muss sich auf jeden Fall in einem Schreibwarengeschäft beraten lassen.

Mein Favorit für DIN A5 Bücher ist zur Zeit das conceptum Notizbuch. Wer sich mit der gummartigen Oberfläche anfreunden kann, wird kein besser ausgestattetes Buch zu diesem Preis finden. Bei DIN A6 Büchern arbeite ich aktuell auch mit einem conceptum Notizbuch, wobei ich dort abwechselnd auch auf Moleskine und das V-book gehen werde, wenn ich gerade kein conceptum in meinem Laden bekomme.

Es gibt auch durchaus Hersteller, die ich noch nie ausprobiert habe, wie etwa die Classic Collection von Herlitz. Im Laden standen einfach immer in meinen Augen schönere und stabiler aussehende Bücher daneben. Kennen Sie weitere Hersteller, die ich mal ausprobieren sollte? Danke für einen entsprechenden Kommentar zum Artikel.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei lesereins.de

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Kategorie: Test  5 Kommentare

Der Zambon Verlag ist für den Vertrieb der Moleskine Notizbücher in Deutschland zuständig. Dort habe ich auch gerade einen schönen Katalog aller Moleskine Produkte (PDF) gefunden. via boersenblatt.net

Moleskine Bücher

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Ich bin immer noch auf der Suche nach dem richtigen Theme für das Notizbuchblog. Das CoffeeDesk Theme gefällt mir schon prima, allerdings sind noch ein paar Anpassungen notwendig, etwa eine Übersetzung ins Deutsche.

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Kategorie: Allgemein  Tags: ,  2 Kommentare

Als Notizbuch Fetischist habe ich mir über die letzten Jahre ein paar Grundregeln angewöhnt, nach denen ich meine Einträge organisiere. Dabei gab es immer mal wieder Regeln, die ich wieder habe fallen lassen – wie etwa das fortlaufende Schreiben ohne Zwischenräume bzw. das Gegenteil von Regel 7 unten. Hier also die paar Regeln, die die Jahre überdauert und sich seitdem bewährt haben. Einen Teil der Regeln ist im Bild unten auch visualisiert.

  1. Themenkasten links oben – In der linken oberen Ecke sollten immer ein oder zwei Stichworte stehen, die durch einen Kasten eingerahmt sind. Das hilft beim späteren Durchblättern und schnellen Auffinden von Einträgen. Der Themenkasten enthält das Thema der Seite in einem prägnanten Begriff, kann aber auch bei einer losen Sammlung von Aufgaben “Notizen” heißen oder ähnliches. Wichtig für den Kasten sind auch Regel 6 und 7 unten.
  2. Datum neben Themenkasten – das Datum ist sehr wichtig, was man aber erst nach Wochen merkt, wenn man zurückblättert oder gar in alten Notizbüchern blättert. Zum einen wird so eine Chronologie hergestellt, zum anderen erhält man etwa bei Tagebucheinträgen (wenn man sie denn in einem Notizbuch einträgt) den Datumsbezug.
  3. Erledigungszeichen – dies ist eine ganz spezielle Regel, da sie viele Variationen zulässt. Grundsätzlich sollten alle Einträge im Notizbuch mit einem “-” Minuszeichen vermerkt werden, wie etwa bei Spiegelstrichen einer Aufzählung. Wenn man den Eintrag dann “bearbeitet” oder “erledigt” hat, kann man durch Hinzufügen eines vertikalen Strichs “|” ein “+” Pluszeichen draus machen und damit kennzeichnen, dass der Punkt erledigt ist. Durch diese Vorgehensweise hat man beim Durchblättern schnell den Überblick, welche Punkte schon “bearbeitet” wurden und welche noch nicht. Es empfiehlt sich beim Start eines neuen Buches alte offene Punkte entweder abzuhaken oder zu übertragen. Erledigungszeichen können auch Variationen von “+” und “-” sein, etwa Kreise und ausgekreuzte Kreise zum Kennzeichnen von Aufgabenlisten oder Ideen.
  4. Verweise auf andere Seiten – ein Notizbuch muss keine Seitenzahlen haben, sie sind schlicht nicht notwendig. Wenn sie da sind und man Seiten “verlinken” möchte, kann dies durch eine eingekringelte Seitenzahl erfolgen.
  5. Verbindungslinien – für Schönschreibpuristen und Ordnungsfanatiker sind sie nix: die Verbindungslinien quer über den Text. Gerade beim schnellen Erfassen von Notizen fällt einem beim linearen Listen häufig noch ein Punkt ein, der zu einem Eintrag auf der gleichen Seite weiter oben gehört. Dann kann man die beiden Punkte einfach mit einer Linie verbinden. Beim späteren Durchlesen erleichtert das die Zusammenhänge enorm. Linien können auch zwischen Doppelseiten hin- und herlaufen.
  6. Kategorien in Themenkasten – Regel 1 ist eine Kennzeichnungsregel, die das Notizbuch schnell durchsuchbar macht. Kategorien helfen bei der Benennung, etwa indem man das Wort “Idee” voranstellt, “Idee: Notizbucheintrag” oder “Idee: Neuer Eintrag”. Dann sind die Themenkästen nicht nur mit den Stichworten markiert, sondern die Stichworte sind auch kategorisiert. Typische Kategorien sind “Idee”, “TB” (für Tagebuch), “Verein” (für Einträge bzgl. eines Vereins z.B. während einer Sitzung), etc.
  7. Foto Notizbuch

  8. Neues Thema = neue Seite – Mut zur Lücke und zu freiem Platz. Jedes neue Thema sollte auf einer neuen Seite starten. Natürlich beschreibt man nicht jede Seite vollständig und so bleibt leere Fläche übrig. Das hat aber tatsächlich Vorteile, auch wenn es dem ein oder anderen als Platzverschwendung erscheint: a) es lockert das Buch auf und macht es lesbarer, b) nachträgliche EInträge auf der Seite sind problemlos möglich, c) Abschlussbemerkungen haben einen prominenten Platz (wie etwa “Protokoll hierzu verschickt am 09.09.99″.
  9. Werfe nie ein Notizbuch weg – Notizbücher sind (je nach Inhalt) eine Art analoger Livestream. Sie erzählen das eigene Leben nach und erinnern an Details, die man längst vergessen hatte. Sie sind ein Tagebuch, auch wenn sie gar nicht als solches gedacht sind.
  10. Zeichnungen sind erwünscht – ich verwende meist DIN A6 oder DIN A5 Notizbücher. Da bleibt Platz für Zeichnungen, aber nicht für flächige Diagramme wie Mindmaps – mit denen stößt man schnell an Grenzen. Zeichnungen machen das Notizbuch lesbar, lockern auf und geben dem ganzen einen etwas abenteuerlichen Charme.
  11. Wichtige Schlagworte einkringeln – neben den Themenkästen sind direkt im Text eingekringelte Schlagworte ein wichtiges Hilfsmittel zum Schnellen Überfliegen von Notizbucheinträgen. Mit Maßen eingesetzt erlauben sie auch ein rasches Durchblättern und Suchen.
  12. Kritzeln ist erlaubt – Notizbücher leben und sie müssen nicht perfekt sein. Kritzeln, Rechtschreibefehler und andere Dinge, die in Prosatexten tabu sind, sind hier erlaubt. Wenn man sich diese Inkorrektheiten nicht erlaubt, ist man mehr mit der Form als mit dem Inhalt beschäftigt. Die Form kommt beim regelmäßigen Schreiben von selbst. Man sollt es hier mit Ovid halten: Video meliora proboque deterioria sequor.
  13. Jedes Notizbuch sollte nummeriert sein – das hilft später beim Auffinden eines Buches. Sehr hilfreich ist dazu ein Eintrag unter der Nummer, der das Datum des ersten und das Datum des letzten Eintrages zeigt. Die Nummer mit den Daten sollte direkt auf der Rückseite des Buchdecks stehen, zusammen mit der Adresse
  14. Adresse eintragen – immer vollständige Adresse, E-Mail und Telefonnummer vorne ins Buch schreiben. Wenn es verloren geht, kann es ein ehrlicher Finder zurückschicken oder sich melden.
  15. Position des Lesebändchens – fast alle Notizbücher haben Lesebändchen. Wenn man das Lesebändchen immer auf der nächsten freien Seite positioniert, kann man mit einem Griff die nächste freie Seite aufschlagen und gleich losschreiben.
  16. Hersteller variieren – es lohnt sich, ab und an den Notizbuchhersteller zu variieren. Man kommt so auf neue Ideen und findet auf diese Weise irgendwann den eigenen Favoriten.

Übrigens: Wer ein gutes digitales Notizbuch sucht, sollte sich Evernote anschauen. Meiner Meinung nach das beste digitale Notizbuch derzeit.

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