Archiv für » September, 2009 «

Ein leeres Notizbuch ist erst einmal eine sehr aufgeräumte Sache. Viele fühlen sich dann gehemmt, das Notizbuch frei zu nutzen und in den Kommentaren zu Notizbuchregel 11 – Kritzeln ist erlaubt kann man lesen, dass die pragmatische Nutzung von scheinbar Verbotenem durchaus sinnvoll sein kann. Ähnlich wie mit dem Kritzeln verhält es sich meiner Meinung nach mit Eselsohren. Ein Eselsohr (Wikipedia) ist ein Lesezeichen. Seinen negativen Ruf hat es von Ordnungsfanatikern, die jeden Knick in einem Buch – wie er durch einfach Transport entstehen kann – als Vergehen missdeuten.
Mit diesem Artikel möchte ich den Ruf des Eselsohr wiederherstellen. Nutzt es als Lesezeichen; in Notizbüchern und in anderen Büchern. Es ist aus mehreren Gründen hilfreich:

  • es kann nicht herausfallen wie andere Lesezeichen
  • es ist als Lesezeichen immer verfügbar
  • es kann wiederverwendet werden
  • es ist jedem Blatt Papier immer schon mitgegeben

Das gemeine Lesezeichen ist ein Knick in der oberen Seitenecke und ist in der Regel im zugeklappten Buch auch gar nicht sichtbar, wie die folgenden Bilder zeigen:


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Wie könnten nun ein paar Regeln zur Nutzung von Eselsohren aussehen:

  • Eselsohren können an der oberen oder an der unteren Ecke angebracht werden
  • die Knickfläche ist so klein wie möglich aber so groß wie nötig zu halten. Ein Eselsohr ist dann groß genug gefaltet, wenn es einfach sichtbar wird, sobald man das Buch auf den Buchrücken hält und dann die Seiten leicht durchstreicht.
  • das Eselsohr oben sollte nur einmal im Buch vorkommen. Es markiert die aktuelle Leseposition als Lesezeichen
  • das Eselsohr unten kann in einem Buch mehrfach vorkommen. Es markiert die interessanten Stellen in einem Buch
  • die Faltrichtung ist immer in Richtung der betroffenen Seite, d.h. die Spitze des Ohrs zeigt auf die Seite, die den zu markierenden Inhalt enthält.

Selbst mehrere Lesezeichen in einem Buch sind nicht kritisch, sofern man es nicht übertreibt:


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Ein Eselsohr in der Ecke einer Seite: das leuchtet ein. Etwas rabiater und durchaus nicht immer von Vorteil sind “Schlappohren”, die durch Einreißen der Seiten entstehen, wie auf dem folgenden Bild sichtbar. Dieses Verfahren ist unumkehrbar und sollte nur in Notfällen angewandt werden. Ich rate davon ab, möchte es hier aber dennoch erwähnen – vielleicht fällt einem ja eine sinnvolle Anwendung ein.


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Eselsohren sind so nützlich, dass man sie wahrscheinlich mit viel Aufwand programmiert auch irgendwann in eBook Readern finden wird.

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Viola Voß twitterte heute einen interessanten Link auf ein Notizbuch mit einem Reißverschluss: Storage.it. Leider konnte ich auf die Schnelle den Hersteller nicht ausmachen, deshalb fehlt hier der entsprechende Link. Details zum Buch findet man bei torquato.de:

Notizbücher im Format A 5 mit einem Einband aus einer robusten Kunststofftasche, die mit dem “Slide-Zipper” dicht verschlossen werden kann. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Kopfschmerztabletten, Fahrkarten, Büroklammern, Visitenkarten, Schlüssel, abgerissene Knöpfe… Die Notizbücher dagegen entsprechen dem DIN-Format (geklammert, 64 linierte Seiten), so daß Ersatz für vollgeschriebene Notizbücher problemlos über den Schreibwarenhandel bezogen werden kann. Format 22,5 x 16,3 cm, 1 großes Kartenfach vorne, Stiftschlaufe und 3 kleine Kartenfächer hinten.

Wahrscheinlich ist das Buch damit auch spritzwassergeschützt und sicher vor von Kindern umgeschüttetem Kaffee. Das Buch gibt es in den Farben purple, braun, rot, neon orange und neon pink sowie in schwarz und in weiß. Der Einband ist aus PVC und das Papier laut cedon Museumshop liniert.
Hier ein Bild vom Buch aus dem torquato Onlineshop:


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© torquato.de

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Heute habe ich WP-Polls im Blog installiert. Ich habe schon lange mit diesem Plugin geliebäugelt: es ermöglicht Umfragen direkt im Blog bzw. in der Sidebar. Ihr findet ab heute die aktuelle Umfrage auf der rechten Seite ganz oben im Sidebar.
Alte Umfragen werden dann im Umfragearchiv gesammelt.


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Die erste Umfrage im Notizbuchblog lautet: Welche Notizbuchgröße bevorzugt ihr?

Zur Auswahl stehen die Standardgrößen DIN A4, DIN A5 und DIN A6 – das sollen nur Anhaltspunkte und Ungefährgrößen sein, denn die meisten treffen nicht exakt die Maße. Für anderen Größen gibt es die Option “Sonstiges”. Bin gespannt, wie die erste Umfrage ankommt. Falls ihr Vorschläge zu Umfragen habt, freue ich mich über einen Kommentar.


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Kategorie: Umfrage  Tags: ,  5 Kommentare

Wie mir Michael von brandbook.de eben mailt, stellt brandbook.de seit kurzem Fotos ihrer Notizbuchwerke bei flickr ein. Wer einen Blick in die Vielfalt der Notizbuchgestaltung werfen möchte, sollte also mal einen Blick riskieren.
Wie bereits berichtet, hat brandbook einen Notizbuch Konfigurator, mit dem man bereits vorab sein ideales Notizbuch entwerfen kann.
Zudem gibt es bei flickr nun eine “notizbuch” Gruppe, der jeder beitreten kann.


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Kategorie: Brandbook  Tags: ,  2 Kommentare

In meinem ersten Interview durfte ich Michaela von Aichberger alias @frauenfuss befragen. Dieses Mal ist eine weitere Dame an der Reihe, die Notizbuchfans bei Twitter unter ihrem Pseudonym @journalingarts kennen oder über Ihre Webseite journalingarts.com: Cynthia Niklas.
Das Interview hat sie mir natürlich in Englisch beantwortet, so dass ich zuerst mal die englische Fassung veröffentlichte. Heute nun die deutsche Übersetzung.

The English version was published a few days ago.


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Frage 1: Welche Beziehung hast du zu Notizbüchern?

Ich halte über Notizbücher den Kontakt zu meinem Bedürfnis etwas zu schaffen und sie erlauben mir, Kunst auf kleinem Raum, in kurzer Zeit und mit einem kleinen Budget umzusetzen. Ohne meine Notizbücher würde ich heute keine Kunst schaffen und wäre sehr frustriert.

Frage 2: Du betreibst die Seite journalingarts.com. Wie/wann hast du damit begonnen? Welche Idee steht dahinter?

Ich begann www.journalingarts.com im Sommer 2008 mit dem Wunsch, Notizbücher als Kreativwerkzeuge für Künstler und Schreibende zu bewerben. Unser extrem schnelles Leben lässt uns wenig Zeit künstlerisch aktiv zu sein, aber wenn wir Notizbücher nutzen, können wir wieder Kontakt zu unserer kreativen Ader herstellen; und das den ganzen Tag hindurch, ohne viel Zeit oder Geld für Materialien aufbringen zu müssen

Ich biete schon seit 2005 Notizbücher bei eBay und bei amazon an und in dieser Zeit lernte ich viel über die Wünsche meiner Kunden und über das, was sie nicht so gerne mögen. Dieses Wissen half mir mit www.journalingarts.com und viele Artikel in meinem Shop sind deshalb da drin, weil sie von Kunden angefragt wurden. Die meisten Notizbücher, die ich anbiete, sind in US Läden schwer zu finden und haben nur begrenzte Verfügbarkeit online. Deshalb macht es für mich Sinn, eine Webseite nur für diejenigen zu betreiben, die Notizbücher lieben.

Frage 3: Du hast eine große Auswahl von Büchern verfügbar. Hast du je daran gedacht, ganz spezielle Bücher zu verkaufen, z.B. solche, die man sonst im Handel nicht bekommt?

Da die meisten Notizbücher, die ich anbiete, kaum in US Läden zu bekommen sind, tue ich das in gewisser Weise schon. In Zukunft werde ich ungewöhnlichere und seltenere Bücher anbieten, wenn meine Kunden sie anfragen. Wenn ich eine spezielle Anfrage vorliegen habe, gebe ich mein Bestes, das entsprechende Buch irgendwo zu erwerben; und wenn ich das Buch mag, dann werde ich es in meinem Shop anbieten.

Es gibt einige sehr teure und edle Notizbücher, die ich anbieten könnte. Sie sind sehr schön und aus bestem Material gefertigt, aber der Preis ist so hoch, dass ich damit das Gefühl hätte, den kreativen Prozess zu behindern. Es ist schwer löcker und experimentierfreudig zu bleiben, wenn dein Medium sich zu teuer anfühlt.

Ich bin gerade dabei, ein Notizbuch zu entwerfen, das die von meinen Kunden am meisten nachgefragten Eigenschaften enthält, und ich hoffe, der Preis wird angemessen sein. Ich bin noch in der Entwurfsphase und deshalb wird es wohl noch eine Weile dauern, bis ich es auf den Markt bringen kann; ich hoffe Anfang des nächsten Jahres.

Frage 4: Du schreibst zusätzlich zu deinem Shop ein Blog unter http://journalingarts.wordpress.com/ . Was ist der Inhalt des Blogs?

Mein Blog habe ich ins Leben gerufen, um mit anderen Künstlern und Notizbuch-besessenen Leuten in Kontakt zu treten. Ich schreibe über meine direkten Erfahrungen mit den Notizbüchern und wie ich sie im Kunstprozess nutze. Ich glaube, dass Menschen dadurch Notizbücher besser verstehen und dass sie dadurch ermuntert werden, ihre Notizbücher kreativer zu nutzen – und mit mehr Freiheit. Viele Leute sind zaghaft, wenn sie mit Notizbüchern starten und haben Angst davor Fehler auf den Seiten zu machen. Aber die Schönheit der Notizbuchkunst ist gerade, dass es kein “richtig” und kein “falsch” gibt. Es geht nur darum, in den Prozess des Schaffens zu kommen und erst einmal das Ergebnis zu vergessen.

Mein Blog enthält auch Rezensionen zu Materialien und der Herstellung einer Vielzahl von Notizbüchern und Planern. Ich habe die Hoffnung, dass diese Informationen meinen Lesern bei der Entscheidung vor dem Kauft helfen, welches Notizbuch am besten zu ihnen passt.

Wenn man online bestellt, ist es schwierig festzustellen wie ein Notizbuch aussieht, wenn man nur auf ein oder zwei Bilder schauen kann. Man möchte wissen, wie es aussieht, wie es sich anfühlt und wie es sich verhält. Ein Notizbuch ist ein sehr persönliches Objekt und es kann schwierig sein, das passende zu finden. Ich gebe genaue Beschreibungen und zeige viele Bilder, so dass meine Leser die Bücher so kennenlernen als ob sie sie selbst schon nutzen würden.

Frage 5: Du entwirfst auch Notizbuchkunst. Was sind deine bevorzugten Materialien (Bücher, Stifte, Farben, etc)?

Meine Favoriten ändern sich während ich arbeite, aber zur Zeit sind meine bevorzugten Materialien Wasserfarben und die passenden Notizbücher. Dieses Medium ist ganz neu für mich und ich habe Spaß dabei, es zu erforschen. Ich mag auch Bilder, die mit Stiften und mit Tinte erstellt wurden, da dies der Weg ist wie ich malen lernte. Und es ist etwas Wundervolles, eine schwarze Linie auf einem weißen Blatt Papier zu ziehen.

Kommentar von notizbuchblog: schaut mal auf Journaling Tools

Frage 6: Wozu verwendest du Notizbücher noch? Magst du die sog. “Hacks”?

Ich experimentiere gerne mit meinen Notizbuch, ob sie auch anderweitig nutzbar sind. Ich habe eine Menge unbeendeter und aufgegebener Notizbücher und Planer, die ich als neue funktionale Objekte wiederverwenden möchte. Ein alter, teilweise genutzer Planer eignet sich prima als Einkaufszettel oder Lebensmitteltagebuch.
Wenn man über alte Termine kritzelt und malt, ist das ein schöner Einstieg in die Welt der Notizbuchkunst – und es schließt das Geschriebene in eine Art Kunstwerk mit ein. Es macht Spaß die Form eines Notizbuchs zu ändern, dass es zu einem dekorativen Gegenstand oder einer Skulptur wird. Die Modellierungsmöglichkeiten eines Notizbuchs sind unendlich, wenn man mal kurz darüber nachdenkt.

Ich habe schon viele Moleskine Hacks im Internet ausprobiert, nutze aber nicht so viele von ihnen. Der Hack muss einfach, attraktiv und unkompliziert sein, damit ich ihn nutze. Wenn der Hack das Notizbuch sauber hält und ich ihn in fünf Minuten ausführen kann, dann benutze ich ihn. Ich mag es nicht, wenn Zeug aus meinem Notizbuch hängt oder wenn ich Stunden damit zubringen muss, ein komplexes Planungssystem abzubilden.

Frage 7: Wie sieht für dich das ideale Notizbuch aus?

Mein ideales Notizbuch ist ca. 12 x 17 cm groß und hat eine schön abgenutzte braune Lederhülle. Es sollte einfach gehalten sein, ohne Geschnörkel, und hätte ein horizontales Zugband zum Verschließen und um ein oder zwei Schreibwerkzeuge zu halten. Eine Art Gurtband wäre toll, so dass ich wie eine Geldbörse oder eine Tasche über der Schulter tragen könnte. Das Papier wäre ein 130 gr (oder mehr) Papier, blass-elfenbeinfarben und würde mit einer Menge Medien klarkommen: Wasserfarben, Füllfederhalter und Acrylfarbe. Das Buch müsste flach aufgeschlagen werden können, so dass man einfach darin zeichnen könnte. Ich suche dieses Notizbuch noch … und habe es noch nicht gefunden

Frage 8: Was ist um dich herum,wenn du künstlerisch tätig bist?

Viele Notizbücher, mein Computer und meine zwei kleinen Hunde, Frosti und Tommy. Außerdem halte ich auch eine Tasse Kaffee oder ein Kaltgetränk bereit, wenn ich mal etwas Zerstreuung brauche.

Frage 9: Was würdest du einem Leser empfehlen, der selbst Notizbuchkunst in seinem eigenen Notizbuch schaffen möchte.

Ich würde ihm empfehlen,klein anzufangen und Spaß zu haben. Er sollte hermliegende Notizbücher wiederverwerten und darin schreiben oder Bilder hineinkritzeln. Er kann das Buch als visuelles Tagebuch oder einfach nur für ein paar Worte verwenden – hauptsache er macht etwas Verrücktes damit. Ersollte auch mit anderem Papier oder alten Magazinen experimentieren; worauf auch immer er irgendetwas kleben kann.

Wenn man viele verschiedene Dinge ausprobiert hat, dann wird man einige Kreationen erfüllender finden als andere und einige Vorgehensweisen sind angenehmer als andere. Wenn man das erst einmal gelernt hat, kann man mit dem nächsten Notizbuch schon spezieller an die Sache rangehen. Ganz wichtig: man sollte sich keine Sorgen zum Endprodukt machen oder garüber die Anzahl der Seiten, die man bearbeitet hat. Man sollte es einfach “fließen” lassen – das Geschehen wird am Ende schon seine Geschichte erzählen.

Frage 10: Was gibt es in deinem Leben noch außer Notizbüchern?

Meine Teenager Tochter hält mich ganz schön auf Trab. Sie ist meine Top-Priorität. Zusätzlich betreibe ich die Webseite journalingart.com. Zudem habe habe ich einen eBay Shop (ID beauty-of-art) und verkaufe zusätzlich über amazon.com
All diese Dinge beschäftigen mich normalerweise sieben Tage in der Woche, aber wenn ich mal Freizeit habe, dann arbeite ich gerne im Garten, renoviere mein Heim und spiele mit den Hunden.

Frage 11: Welche Webseiten kannst du Notizbuchfans empfehlen?

Es gibt eine Menge Seiten für Notizbuchfans, aber die folgenden fallen mir als erstes ein:

BiffyBeans.com bietet eine schöne Mischung von Kunst mit Notizbuchrezensionen, Skecthbooks, Füllfederhaltern und Tinte. Die Renzensionen sind gründlich und gewissenhaft und beschreiben die Sicht eines Künstlers auf NOtizbücher und Stifte.
Dieser Blog hat die größte Auswahl an Renzensionen, die ich kenne, und ist eine tolle Quelle für alle, die etwas über Marken von Notizbüchern erfahren wollen.

Wenn sich jemand frisch mit Notizbuchkunst befasst und nach Wegen sucht, wie er starten kann, dann bietet ArtistJournals.com eine riesen Fülle an Tipps. Dort findet man Infos zu Materialien, Grundlagen zum Thema Farbe, Collagen, “Writing Prompts” und Reisenotizbüchern.

Wer sich einen Überblick über den Notizbuchmarkt verschaffeb möchte, wird bei BlackCover.com fündig. Dort lernt man verschiedene Notizbuchtypen kennen und es gibt einige detaillierte Renzensionen. Auch wenn die Seite eine Weile nicht aktualisiert wurde, ist sie doch eine tolle Informationsquelle.

Es gibt auch eine menge sozialer Netzwerke, wo man seine Ideen mit anderen teilen kann. Dort gibt es auch eine Menge wunderschöner Notizbuchkunst und die Leute sind sehr freundlich.

skineart.com: Kunst in Moleskine Notizbüchern.
mmcart.ning.com (Many Maniacs Creating Art): Viele schöne Kunstnotizbücher.
moleskinerie.com: Alles über Moleskine Notizbücher
moleskiners.com: Soziales Netzwerk für die Moleskine Community.

Frage 12: Ich habe eine Menge Leute nur deshalb kennengelernt, weil ich das Notizbuchblog betreibe. Was sind deine Erfahrungen mit der Notizbuch Community?

Die Notizbuch Communnity setzt sich aus vielen kreativen Menschen zusammen, viele von ihnen sind Künstler oder Schriftsteller. Ich habe sie als freundlich und hilfsbereit kennengelernt. Die meisten Leute habe ich über mein Blog, Twitter oder eBay kennengelernt und sie sind alle genau so verrückt nach Notizbüchern wie ich. Ich freue mich immer über Erfahrungsberichte zu Notizbüchern und Stiften. Ich habe viel von diesen Leuten gelernt und sie haben mir viele Ideen für zukünftige Rezensionen und Artikel geliefert.
Dieser Notizbuch Community gib mir ein Gefühl der Zugehörigkeit und es ist gut zu wissen, dass man mit seiner Bessenheit nichtalleine ist.

Cynthia, vielen Dank für das interessante Interview. Ich wünsche dir eine Menge Follower und viel Erfolgmit deinem Shop

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Ich weiß, dass es nicht direkt was mit Notizbüchern zu tun hat, aber die Idee, eine Wand als überdimensionales Notizbuch zu verwenden, hat mir spontan gut gefallen. Deshalb möchte ich euch auch ideapaint nicht vorenthalten. Die Funktionsweise ist simpel: man bekommt eine Art Zwei-Komponenten-Farbe, die man an Ort und Stelle zusammenmischt und dann wie Farbe auf eine Oberfläche pinselt – etwa eine Wand. Nach sieben Tagen kann man dann drauf schreiben und das geschriebene auch wieder abwischen.

IdeaPaint is flexible and easy to install. It can be applied to anything you can paint – drywall, plaster, chalkboard, whiteboard, tables, bikes, garden gnomes, small ceramic cats. Just prep and prime the surface before you start. IdeaPaint will be as smooth as the surface you paint. [...] IdeaPaint is a two-part coating that is mixed right before application. It works like any standard roller-applied paint

Die Webseite unter ideapaint.com erklärt (auf Englisch) ausführlich wie das ganze System funktioniert, welche Stifte man verwenden kann und wie die Oberfläche gepflegt wird. Außerdem gibt es einige Fotos von Anwendungsbeispielen.

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Bisher habe ich nie von Büchern berichtet, die etwas mit Notizbüchern zu tun habe. Da möchte ich heute Abhilfe schaffen. Das Buch, das ich heute vorstelle, heißt Schilfland: Works on Paper und enthält Skizzen des deutschen Malers Neo Rauch. Was hat das Buch mit Notizbüchern zu tun? Drei Gründe:

  • Entstehungsprozess – das Buch ist eine Sammlung von SKizzen, die Neo Rauch in seinem Atelier angefertigt hat. Meist spontan, im Sinne einer Notiz für ein späteres Werk
  • Format – soweit ich das dem Interview und dem Begleittext entnehmen kann, sind alle Skizzen ursprünglich im Format DIN A4 entstanden, einem durchaus üblichen Format für Notizbücher. Das Buch selbst hat ca. DIN A5 Format und ich wette mal, dass DIN A6 auch gut aussehen würde. Rauch selbst gibt aber im Interview zu bedenken, dass die Malfläche eine entscheidende Rolle für den Inhalt spielt – auf kleiner Fläche hängt irgendwie alles zusammen. Auf einer 2×3 m Leinwand entwickeln Elemente in verschiedenen Ecken eine Art Eigenleben
  • Materialien – Rauch verwendete für die Skizzen Bleistift, Buntstift, Kugelschreiber, Tuschestift, Öl und normales Papier; also alles Dinge, die jeder einfach kaufen und einsetzen kann, der Notizbuchkunst schaffen möchte

Die Bilder von Neo Rauch sind nicht Jedermanns Geschmack. Ich mag sie wegen all der unerzählten Geschichten, die sie enthalten. Es ist, als ob jedes Bild etwas sagen möchte – fast liegt es einem auf der Zunge, aber man kann es nicht formulieren. Das Phantastische und Surreale in seinem Werk macht es so großartig.
Wer Anregungen für Motive sucht oder Techniken für Notizbuchkunst studieren möchte, der ist mit diesem Buch auf der richtigen Spur; allerdings hat es mit fast 40 EUR auch seinen Preis.

ISBN: 978-379134369-3 (Partnerlink), © Buchcover: amazon.de
Ein Hinweis noch: wenn jemand über die Links hier das Buch bei amazon bestellt, dann bekommt der Verein Clever Spenden e.V., den ich selbst mal mit ins Leben gerufen habe, Provisionen, die wiederum gespendet werden. Ich verdiene also kein Geld mit diesen Partnerlinks.

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Das bookgirl bloggt seit Juni 2004 über Bücher. Sie ist aber auch den leeren Seiten eines Notizbuchs nicht ganz abgeneigt und schlägt im Artikel Journaling With Images eine Art “visuelles Notizbuchführen” vor. Dazu hat sie buntes Papier ausgeschnitten und dann eine Doppelseite in ihrem Notizbuch gestaltet.


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Letzte Woche stellte ich Notizbuchregel 16 – Marker setzen vor.

Heute: Notizbuchregel 17 – Abkürzungen verwenden

Besonders bei langen Wörtern, die man häufig verwendet, macht es Sinn, sich Abkürzungen zum schnellen Erfassen von Notizen zu überlegen. Dabei sollte die Abkürzung so gewählt werden, dass sie direkt mit einem eigenen Schema interpretiert werden kann. Ich verwende häufig Großbuchstaben für die Anfangsbuchstaben der Wortbestandteile; Beispiel: in meinem Notizbuch kürze ich das Wort “Notizbuchblog” mit dem Kürzel “NBB” ab. Zusätzlich verwende ich Einzelbuchstaben, um etwa Aufgaben (“A”) zu kennzeichnen. Die folgenden Buchstaben könnten als Grundstock für schnelle Erfassung von Notizen dienen, sind aber auch in Kalendern sehr nützlich, wenn man sie einem Eintrag voranstellt (etwa “A:Protokoll”):

  • A – Aufgabe – zur Markierung von Einträgen als Aufgabe
  • I – Idee – hiermit werden unausgegorene spontane Einfälle gekennzeichnet.
  • S – Status – damit werden Aufgaben gekennzeichnet, die ein Nachfassen in einer bestimmten Sache erfordern
  • B – Buch – damit markiere ich manchmal Titel von Büchern, die ich mir merken will. Meist erfasse ich aber tatsächlich ein oder mehr Bücher pro Seite

Wahlweise kann man einzelne Buchstaben einkringeln, umspäter gezielt beim Blättern danach suchen zu können. Dazu muss man sich auf jeden Fall einen eigenen Mechanismus zum Erzeugen eigener Abkürzungen überlegen. Wenn man alte Bücher durchblättert, sind einem alte Abkürzungen vielleicht nicht mehr vertraut – sie erschließen sich dann nur aus dem Kontext oder weil man weiß, wie sie gebildet wurden.
Wer Anregungen dazu sucht, der sollte einen Blick in abkuerzungen.org werfen, wo eine unglaubliche Menge an Abkürzungen alphabetisch geordnet durchstöbert werden können.


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Die täglische italienische Dosis Coolness soll man laut Eigenwerbung auf frizzifrizzi.it bekommen. Dort stieß ich auf den Artikel über Lee Misenheimer. Lee ist ein Notizbuchkünstler und seine Bilder strahlen eine ungewöhnliche Dynamik aus, die dadurch unheimlich wird, dass die Gesichter von Riesen zu stammen scheinen. Wie nicht anders zu erwarten, hat Lee Misenheimer ein flickr Konto, über das man sich seine Kunst im Detail anschauen kann. Seine Homepage enthält zusätzlich noch etwas “Old Shit”.


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© Lee Misenheimer

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