@iris30606 twittert mit den Link auf den Artikel „Schreiben tut der Seele gut“ in der Welt am Sonntag. Der Artikel ist ein Interview mit Dr. Manfred Lamy dem „Schreibgeräteunternehmer“. Auf die Frage, ob digitales Schreiben (Tippen) nicht schneller geht, antwortet er:

[…] Da irren Sie sich! Für kurze Notizen eignet sich ein Handschreibgerät immer noch besser als eine Computer-Tastatur. Deshalb haben kluge Menschen auch heute immer noch einen Kugelschreiber dabei: Er ist sofort schreibbereit und damit das schnellste Schreibgerät überhaupt. […]

Vor ein paar Tagen hatte ich über den Luxus von Notizbüchern geschrieben, wo ich auf die „reinigende Wirkung“ des Schreibens hingewiesen hatte. Dr.Lamy fügt einen weiteren seelischen Aspekt hinzu:

[…] Denn gerade im sogenannten digitalen Zeitalter ist es besonders wichtig, dass der Mensch richtig schreiben lernt. Das ist auch für die seelische Gesundheit wichtig: Menschen müssen schreiben lernen, damit sie lernen, sich auszudrücken. […]

Den ganzen Artikel findet ihr auf der Seite der Welt am Sonntag.

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5 Antworten
  1. Regina sagt:

    Ich weiß gar nicht warum. Aber ich finde den letzten Satz wirklich komisch. Danke für den Lacher am Morgen.

  2. Heike sagt:

    …ich kann mich da auch echt nur (unterstützend) wiederholen….die Handschrift ist ein nicht zu vernachlässigendes Gut, das bei vielen in Vergessenheit zu geraten droht!
    Deshalb: Schreibt doch mal wieder bewusst mit der Hand, bevor Ihr es verlernt!
    Es ist ja schon für viele eine unlösbare Frage geworden: „Wann haben Sie Ihren letzten Brief mit der Hand geschrieben oder bekommen?“ Da hilft auch kein Telefonjoker mehr!!!
    Herzliche Grüße
    Heike
    von Made-by-May

  3. Ich kann mich dem nur anschließen – das Schreiben mit der Hand geht zumindest beim Brainstorming oder beim „Kritzeln“ deutlich flotter und ist effektiver… man/ich reduziert/e automatisch auf deutlich weniger „Worte“.
    Obwohl ich bspw. sehr schnell Tippen kann, denke ich immer noch gerne mit Papier und (Blei-)stift, weil das bei mir deutlich ergebnisorientierter funktioniert.
    Wenn es aber um Dinge wie Tagebuch, Berichte oder eben allgemein Journalführung geht, tippe ich lieber auf einer Tastatur. Weil ich damit besser korrigieren kann und meine Tipp-Geschwindigkeit deutlich über Handschrift-Niveau liegt.

  4. Iris sagt:

    Ich erlebe das immer wieder im Verwandten- u. Bekanntenkreis: die Leute brechen sich schier einen ab, wenn sie nur einen Einkaufszettel – oder die Adresse auf einen Briefumschlag -schreiben sollen. (Nicht, dass sie deshalb besser tippen könnten.) Schreiben kann man tatsächlich „verlernen“.

  5. Christian sagt:

    @Regina: 🙂

    @Heike: gute Frage. Das wäre doch mal was, um meine vernachlässigten Umfragen neu zu bestücken.

    @Mirko: wenn man am Rechner sitzt, stimmt das sicher. Unterwegs finde ich einen Stift und ein Blatt Papier am schnellsten.

    @Iris: möglich, dass es nicht nur der Handschrift so geht, sondern dem Schreiben allgemein. Dagegen spricht allerdings die Vielzahl an Mails, SMS und Tweets, die man so schreibt. Oder?

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