Archiv für » August, 2011 «

heise.de berichtete in Studie untersucht Zusammenhang zwischen Internet und Gedächtnis über Forschungen darüber, wie sich Menschen Dinge merken und sich beim Merken organisieren:

[...] Dass sich Informationen jederzeit im Internet finden lassen, verändert die Art und Weise, in der Menschen sich Dinge merken. So lautet das Ergebnis einer psychologischen Studie, die jetzt im US-amerikanischen Wissenschaftsmagazin Science online veröffentlicht wurde [...] Eines der Ergebnisse: Wo das Gelernte später wieder abrufbar ist, merkten sich die Probanden besser als den eigentlichen Inhalt der Information. [...]

Neben den Ergebnissen der Studien fand ich aber auch den Transactive Memory Effekt sehr interessant:

[...] Seine Arbeit beschrieb das System sozialer Gruppen, in denen Informationen gemeinschaftlich gespeichert und wieder abgerufen werden. Als Beispiel nannte er Eheleute, bei denen sich ein Partner darauf verlässt, dass der andere stets über bestimmte Informationen verfügt, oder Gruppen von Berufskollegen, in denen Einzelne für ein bestimmtes Spezialwissen zuständig sind [...] Das Internet scheint inzwischen für viele Menschen die Rolle eines solchen verlässlichen Partners übernommen zu haben, so einer der Schlüsse, die die Psychologen aus ihren Forschungsergebnissen ziehen [...]

So hatte ich das bisher noch gar nicht gesehen, aber wenn man darüber nachdenkt, dann hört sich das plausibel an. Dann kam mir der Gedanke, dass ja auch das Notizbuch die Funktion eines “verlässlichen Partners” haben könnte. Und siehe da, in den Kommentaren findet sich dann diese Anmerkung (nur leider ohne Quellenangabe):

[...] Studie untersucht Zusammenhang zwischen Notizblock und Gedächtnis – Probanten, welche Ihre Informationen in sog. Notizblöcken – manchmal sogar nach Tagen sortiert in “Kalendern” ablegen könnten sich die ursprüngliche Information schlechter merken, als Leute, die auf “Kalender” verzichten. [...]

Das ist interessant. Schreiben wir denn nicht deshalb alles auf, weil wir uns nicht alles merken können? Oder können wir uns nicht alles merken, weil wir es aufschreiben? Also ich kann mir definitiv nicht alles behalten und wäre ohne Notizbuch (analog und digital) aufgeschmissen. Wie ergeht es euch? Ist das Notizbuch für euch ein “verlässlicher Partner”? Stärkt das Notizbuch euer Erinnerungsvermögen oder schwächt es das Erinnern eher?

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Via notcot fand ich die wunderbaren Pocket Dept. Notizbücher, “a notebook for your pocket” schreibt über sich selbst:

[...] Pocket Dept is a line of handy notebooks inspired by vintage stationary and designed to suit every pocket. Each Pocket Dept book is made from the finest writing papers and perfect bound for strength and durability. Designed and manufactured with recycled materials by Art House Co-op in Brooklyn, NY – from our workshop to your pocket. [...]

Die Bücher gibt es in vielen Farben und Formen ab einem Preis von 8 US $. Neben dem klassischen englischsprachigen Aufdruck gibt es auch eine vornehme französischsprachige Variante “Dépt. de poche”. Für die Freunde minimalistischer Notizbücher, die Kultcharakter bekommen könnten, ist der Besuch der Pocket Dept. Seite ein Muss!


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Auf den ersten Blick erinnert mich der BRASS Pencil von Midori aus Japan an die Faber-Castell Bleistiftverlängerer. Aber bei genauerem Hinsehen, handelt es sich hier eher um eine Art Minibleistift, den man zusammenstecken kann:

[...] Brass Pencil by Midori is one of those desktop tools that you want to keep on your side. Each pencil comes in two parts. Top part as a handle with an eraser and the bottom part as a refillable pencil (HB). When you are not using the pencil, you can insert bottom part inside of the top part to save some space [...]

Die Brass-Collection (Brass = Messing) umfasst noch einige andere schöne Produkte wie ausgefallene Clips / Reiter und eine Stiftdose. Die Preise sind nicht gerade ein Schnäppchen, aber die Produkte haben das gewisse Extra. (via notcot)


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Der folgende Artikel stammt von Angelika von Aufseß, von der in Zukunft vielleicht öfter im Notizbuchblog zu lesen ist. Sie ist Tagebuchfan und erzählt uns heute etwas dazu, was Menschen treibt, Tagebücher zu führen.

„Warum besitze ich überhaupt ein Notizbuch? Es ist leicht, sich in jedem dieser Punkte etwas vorzumachen. Der Impuls, etwas aufzuschreiben, ist merkwürdig zwanghaft, nicht zu erklären für die, die ihn nicht verspüren (…). Vermutlich beginnt es schon in der Wiege oder eben nicht.“ So sinniert die amerikanische Autorin Joan Didion schon in den sechziger Jahren über ihren Drang, Beobachtungen schriftlich festzuhalten, Erlebtes zu dokumentieren und zu reflektieren.

Tagebuchschreiber haben dieses unlogische, schwer zu begündende Verlangen nach Verschriftlichung, nach dem Übersetzen vom eigenen Leben in Sprache, in Stichworte oder Skizzen, einfach weil es beglückend ist, den Stift über die Seiten zu führen und sich so seiner selbst zu vergewissern.
„Gott will nicht, dass ich Tagebuch schreibe, ich aber, ich muss“, schreibt Franz Kafka zu Beginn des vorigen Jahrhunderts in sein Tagebuch. Er zählt damit zu den üblichen Süchtigen, die immer und überall ihr Heft mitschleppen, weil sie ja dringend den Wunsch verspüren könnten, etwas hinein zu schreiben.
Und warum? Weil Kafka, Didion & Co. sich ernst genug nehmen, um im turbulenten oder tristen Alltag schriftliche Zwiesprache zu halten, Ideen oder literarische Skizzen zu notieren, sich selbst Anekdoten zu erzählen; weil sie Spaß daran haben, ihren Kummer ins Tagebuch zu kotzen, ihren Chef als Zombie zu karikieren oder die Magie eines Momentes ins Heft zu bannen, um es in mageren Zeiten hervorholen zu können.
Wir Tagebuch- und Notizbuchbesitzer sind (laut Joan Didion, und ich glaube, ich stimme ihr weitgehend zu) „ein anderer Menschenschlag (…), Kinder, die anscheinend schon bei ihrer Geburt eine Vorahnung von Verlust befallen hat“.
Da man mit so illustren Gestalten wie Franz Kafka, Virginia Woolf, Max Frisch, Peter Rühmkorf oder auch Andy Warhol, Keith Haring oder Anais Nin unterwegs ist, kann das so verkehrt nicht sein!

Tipp zum Weiterlesen

Wir erzählen uns Geschichten, um zu leben: Mit einem Nachwort von Antje Ravic Strubel von Joan Didion – 304 Seiten – List Taschenbuch (1. April 2009)

© des Bucheinbandes bei amazon.de im Rahmen des Partnerprogramms

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Fast sieht sie aus, als könne man darauf zeichnen und Notizen machen: die Blaupausentischdecke Blueprint Dinner Textiles (via notcot). Die Tischdecken scheinen mir nicht aus Papier zu sein. Aber Tischdecken aus Papier für Freunde von Notizbüchernwären doch eine witzige Idee, oder? Dann würde man abends beim Abendessen mit Freunden neben Gabel und Messer noch Stifte legen und alle dürften auf die Tischdecke kritzeln und Kommentare hinterlassen. Kennt einer von euch interessante Papiertischdecken (neben den klassischen weißen Papiertischdecken), die man als Abendunterhaltung einsetzen kann?
Bilder der Tischdecke findet ihr bei abitare.it:


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Julia hatte Anfang August über die comPENion Notizbücher berichtet. Wenige Zeit später erhielt ich ein dickes Paket mit einer großen Auswahl an comPENion Büchern direkt vom Verlag zur Ansicht.
Wie das Name com-pen-ion schon sagt, sind die Bücher “ein Begleiter mit Stift”. Der Buchblock ist nicht wie bei anderen Büchern klassisch mit dem Buchrücken verbunden, sondern am hinteren Buchdeckel / Vorsatzblatt angeklebt. Der Grund ist aber nicht eine neuartige Bindetechnik, sondern die Ausfräsung im Buchblock, die den Stift enthält, der jedem Notizbuch beigefügt ist. Neben einfachen Plastikkugelschreiben gibt es auch höherwertige Kugelschreiber und sogar ein Buch mit einem USB Stick ist dabei.
Die meisten Bücher, die ich bekommen habe, wurden für Firmen angefertigt (ADAC, Philips, monopage, vodafone, …). Sie haben eine spezielle Klebebindung und ein Softcover bzw. einen biegsamen Pappeeinband. Alle Bücher besitzen auch einen Haltegummi.
Die Bücher gibt es in vielen Größen – dabei variieren die Buchbreiten je nachdem, ob die eigentlichen Seiten ein Normalformat haben oder ein schmaleres Format (denn innen ist ja immer der Stifthalter mit Stift!). Aber fast alle Bücher haben außen ein unscheinbares Format und innen sehr schmale Seiten. Alles in allem ein tolles Werbegeschenk! Und auch ein Geschenk an euch: in einer Verlosung möchte ich zwei Bücher an euch weitergeben:

  1. Die Verlosung startet am 29. August 2011 und endet am 05. September 2011 um 18 h
  2. Wer teilnehmen möchte, muss hier einen Kommentar mit einer gültigen E-Mail Adresse hinterlassen (wird nicht angezeigt und nur für die Verlosung verwendet).
  3. Interessant: Bitte sagt mir, was euch an der Idee mit den Stiften im Buch besonders gut gefällt.
  4. Am Ende werden alle Kommentare durchnummeriert und die Gewinner per Zufallsgenerator ermittelt
  5. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Und hier ein paar Fotos der Bücher


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Zettelchaos?  Kein Lesebändchen?  Wer kennt das nicht. Manche Notizbuchmarken haben immer noch keine Lesebändchen. Um wichtige Seiten zu markieren, präsentieren wir hier im Notizbuchblog immer wieder verschiedene Möglichkeiten, mit welchen man wichtige Seiten markieren kann. I-clips in allen möglichen Farben und Variationen sind eine tolle Art, um Seiten zu markieren. Die kleinen Metallreiter können oben an die Seite angebracht werden, um eine Seite zu markieren. Durch witzige und flippige Designs, fallen die Markierungen besonders auf.  Hergestellt werden die Clips von Peter Pauper Press aus England.

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Vor einigen Tagen endete die Verlosung zu den spanischen Notizbüchern von L’espiral del paper. Es haben 20 Kommentare teilgenommen, eine eher geringe Zahl im Vergleich zu anderen Verlosungen. Gewonnen hat Kommentar Nr. 19 von Marion. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinnerin!

Und an alle, die leer ausgegangen sind: die nächsten Verlosungen folgen sicher!

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Paper Jam Press bietet online Poster an, die kurze Sprüche (in Englisch) abbilden. Wenn ihr uf eines der Poster klickt, sehr ihr auch ein Beispiel für eine Rahmung von drei Postern nebeneinander. Das Poster gibt es für knapp 35 $ (plus Versand) und es sind 20 verschiedene Variationen erhältlich. (via swissmiss).
Das könnte man doch als Online Dienst anbieten, wo man ein privates Zitat – etwa aus dem eigenen Tagebuch – als Poster drucken lassen kann.


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Ein fast komplett weißes Notizbuch  habe ich auf der Seite Brigada Creative entdeckt. Das Notizbuch heißt “Icon Notizbuch”  und ist für kreative Köpfe gedacht.Das Notizbuch im DinA5 Format ist komplett leer und enthält 80 Seiten. Kaufen kann man es bei Etsy.

 

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