Archiv für » Januar, 2012 «

Neulich blieb ich im aktuellen Magazin des Stern „Gesund leben“ an den Gedanken von Prof. Harald Walach, mit dem Titel „Zähneputzen fürs Gehirn“, hängen.
Er wundert sich, warum wir so viel Zeit auf die Körperhygiene verwenden, unseren Geist aber verlottern lassen. Wir würden wie im Mittelalter stinkend und mit fauligem mentalem Gebiss unterwegs sein, dabei wäre Gedankenhygiene ebenso sinnvoll wie machbar.
Ich wundere mich mit ihm und stimme ihm zu: bestenfalls ein wenig Puder aufsprühen, ein paar Tropfen Eau de BrainGym aber keine ernsthafte Hirnhygiene – so behandeln wir unser bestes, zumindest sehr kostbares, Stück. Wie die meisten Menschen habe auch ich keine tägliche Routine für den Kopf. Nur dann, wenn die Zeit reicht, kümmere ich mich bewusst um meinen Geist. So eine Art Badetag am Sonnabend, oder die gelegentliche Kurpackung. Aber tägliche Mentalhygiene? Soll ich jetzt auch noch das Gedankenzwischenraumbürstchen für meine Gehirnzellen benutzen? Dann komme ich morgens gar nicht mehr aus dem Haus oder abends gar nicht mehr ins Bett. Wir sollten, so verstehe ich den Professor, jeden Morgen unsere Gedankenwelt reinigen, pflegen und schützen und abends die Wahrnehmungs- und Erlebnisreste aus den Gedächtnisregionen schrubben, um Fäulnisprozesse zu verhindern. Tipps dafür gibt es an jeder Ecke, Buchläden und Zeitschriften sind voll davon.

Ich bin hin und her gerissen. Recht hat der Professor, sagt mein vernünftiger Kopf, ich bin keine Selbstoptimierungsmaschine, sagt mein rebellisches Selbst. Oder, – da leuchtet ein Hoffnungslämpchen in mir auf- , oder könnte ich einfach das Tagebuchschreiben zur ausreichenden Gedankenhygiene erklären? Dann wäre ich jetzt fein raus. Ich würde die Nase rümpfen über die müffelnden Nicht-Schreiber, die nicht einmal gelegentlich ihren Seelenhaushalt aufräumen oder die Fenster putzen. Dann würde es jetzt Zeit werden für die unter euch, die nur über Notizbücher lesen oder sie besitzen aber nicht für gedankenhygienische Zwecke benutzen: ein bisschen sauber muss schon sein!

Noch sind wir im Januar, noch ist Platz für einen guten Vorsatz.

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Leser Thorsten von pixelaffe.de schickte mir ein schönes Notizbuch vom Duden Verlag, von dem ich bereits über Twitter bzw. instagram zwei Fotos gepostet hatte. Das Duden – Kreatives Schreiben Blank Book (Werbelink) ist ein Blankonotizbuch, das in die Reihe Kreatives Schreiben (Werbelink) des Duden Verlages gehört, was auch optisch im Vergleich zu den Büchern der Reihe auffällt. Julia hatte bereits über eines der Bücher berichtet: Schreiben – Tag für Tag.
Die 160 Seiten des Notizbuchs stecken in einem festen Einband mit Kapitalbändchen und Lesezeichen. Der Stifthalter ist auf dem hinteren Deckel mit einem gelben Aufkleber befestigt, was – innen – etwas seltsam aussieht. Das Buch wird von einem schwarzen Gummiband gehalten. Auf den hinteren Seiten findet sich das kurze Essay “Weiße Blätter, leere Seiten – Das Schreiben vor dem Schreiben” von Hanns-Josef Ortheil, der auch an den anderen Büchern der Reihe als Autor beteiligt ist.

Duden – Kreatives Schreiben Blank Book (Werbelink) gibt es für knapp 10 EUR bei amazon. Auch die anderen Bücher der Reihe “Kreatives Schreiben” sind bei amazon (Werbelink) zu finden.


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Ciak ist euch wohlbekannt. Inzwischen hat die Firma Firenzi ein weiteres Ciak-Produkt auf den Markt gebracht – ein spezielles Travel-Journal.  Eine gute Rezension (englisch) findet ihr bei Biffy Beans  . Kaufen könnt ihr es bei Journaling Arts.

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Herr Tepe von linobooks schickte mir diese Woche den interessanten Link auf den Artikel Heute ein Schriftsteller. Es geht um den “Trend zum Selberschreiben”, nicht in erster Linie um analoges Schreiben, sondern das Schreiben im Allgemeinen. Professor Stephan Porombka sei der Meinung, dass auch Schreiben im Netz eine “literarische Spielwiese” sei.

Aber natürlich wird auch auf das Schreiben in Notizbücher eingegangen und den neuen Trend hin zum privaten Schreiben – im Gegensatz zum öffentlichen Schreiben im Web 2.0. Und dabei wird dem analogen Schreiben in analoge Bücher eine große Zukunft vorausgesagt:

[...] Christian Schärf, ein Kollege Porombkas in Hildesheim, prophezeit im Duden-Ratgeber „Schreiben für den Tag“ frohgemut: „Die Kultur einer neuen Intimität, die sich unter der Oberfläche der digitalen Vermassung entfaltet, wird auf das Tagebuch zurückgreifen, wird es als die ursächliche Quelle von Intimität und Selbstreflexion entdecken.“ [...]

Interessanter Artikel. Allerdings sind auch ein par Ungereimtheiten darin. Das Buch, das oben erwähnt wird, heißt meines Wissens nach Schreiben – Tag für Tag (Julia berichtete) und nicht “Schreiben für den Tag”. Und am Ende des Artikels wird behauptet: “In einer Münsteraner Kneipe fand jetzt die erste Tagebuchlesung statt” – also da gab es mindestens mal den Diary Slam in Hamburg (Angelika berichtete, s. auch Diary Slam im ZDF).

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Mein ehemaliger Kollege David ist seit Monaten in China unterwegs. In der letzten Zeit schickte er mir ein paar Fotos von Notizbüchern, die er auf chinesischen Märkten oder in chinesischen Notizbuchläden gemacht hat. Diese Fundstücke möchte ich euch nicht vorenthalten:


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Mit freundlicher Genehmigung, © David C. Luna


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Mit freundlicher Genehmigung, © David C. Luna


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Mit freundlicher Genehmigung, © David C. Luna

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Kategorie: Fundstücke  Tags: , ,  10 Kommentare

 

R&L Goods bietet Umschläge für Notizbücher, überwiegend für Moleskines an. Außergewöhnlich an diesen Einbänden ist der Stifthalter, der nicht mittels Schlaufe angebracht ist. Stattdessen steckt man den Stift, wie ihr auf den Bildern erkennen könnt, direkt in den Einband. Es gibt alle Moleskine-Größen. Außerdem hat R&LGoods selbst kleinere Notizbücher im Angebot sowie Geldbörsen, Tücher und andere Accessoires.

 

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Immer wieder finden wir Notizbuchmarken, über die wir noch gar nicht berichtet haben. Rubberband ist eine solche Marke.  Das könnte daran liegen, dass Rubberband eine indische Notizbuchmarke ist, die es leider bisher nur in Indien und Japan zu kaufen gibt. Eigentlich schade, denn die Notizbücher – die es in verschiedenen Größen und Farbkombinationen gibt – sehen interessant aus.

Auf Facebook ist Rubberband inzwischen auch vertreten. Neben Notizbücher gibts Mousepads, Terminkalender und andere Schreibwarenprodukte oder Büroartikel im Sortiment.

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Leser Marvin schrieb mir schon vor über einer Woche eine Mail, um mich auf den tollen Notizbuchladen brevi manu in Bielefeld aufmerksam zu machen. Der Laden hat unter brevimanu.de eine eigene Homepage mit Blog.
Er führt verschiedene Herstellern (sogar das Midori Travelers Notebook), aber auch Notizbücher aus eigener Herstellung:

[...] BREVI MANU sucht nicht nur Besonderes bei Künstlern und Manufakturen – wir sorgen auch für eigene Produkte, die den Wünschen und Vorstellungen unserer Kundinnen und Kunden entsprechen. Dies sind: handgefertigte Briefpapierboxen, Dokumentenmappen, Kalender-, Notiz- und Telefonbücher, Stempel- und Schreibgeräteboxen und natürlich Gästebücher und Fotoalben. Für Sie gestalten wir besondere Einladungen für jeden Anlass, aber auch Ihr persönliches Briefpapier und Visitenkarten. [...]

Bilder davon findet ihr auf der Homepage. Auf der paperworld findet ihr Brevi Manu in Halle 6.1. Stand C41.


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Kategorie: brevi manu, Läden  Tags:  3 Kommentare

Screenshot Moleskine

 

Ab 1. März gibt es bei Moleskine eine neue Limited Edition: Dieses Mal gibt es Lego-Notizbücher.

Die Notizbücher gibts in den Varianten Large und Pocket (Din A5/DinA6) liniert und blanko.  Außerdem gibt es spezielle Lego-Sticker und Goodies. Auch der Einband ist speziell auf das Lego-Thema abgestimmt.


 

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Screenshot

 

Langsam kommen mir wirklich Zweifel, ob es beim Thema Notizbuch irgendetwas gibt, was es nicht gibt?! Nein, ich glaube nicht. Jedenfalls könnt ihr jetzt schon euere eigene Notizbuchseite besticken, falls ihr Handarbeit gerne macht, oder euch darin üben wollt.  Bei Leafcutter Designs, kann man sich eine Stickvorlage kaufen, die aussieht wie eine Notizbuchseite. Dazu gibt es gleich das richtige Garn sowie eine Nadel mitgeliefert.

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