Archiv für » April 24th, 2012«

Sieht aus wie ein Schlüsselkasten oder Briefkasten – praktisch, handlich und gut?  Ist aber tatsächlich etwas völlig anderes:

 

Bei Solutions gefunden.

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„Für mögliche Leser will ich nicht schreiben. Das ist schliesslich mein privatester Privatkram.“

„… Also bleibts für mich allein Nicht mal mein Mann darf da ein bis zwei Augen reinwerfen “

So beschreiben Blogleserinnen ihr Verhältnis zum Tagebuch. Aber es gibt auch die anderen. Menschen, die ein Tagebuch öffentlich führen, z.B. weil andere Menschen (Redakteure, Verlagsmitarbeiter) sie darum bitten. In letzter Zeit begegnet mir mmer häufiger in Zeitschriften oder sogar als Buch (vielleicht habe ich auch einen gewissen Tunnelblick entwickelt) das Tagebuch als Format. Offensichtlich gibt es einen Bedarf bei Lesern auf Blicke durchs Schlüsselloch, auf das ungestrafte Spinksen ins Leben der anderen.

So führt die schwedische Fotografin Lina Scheynius in diesem Jahr das „Tagebuch einer jungen Frau“ (es schäme sich, wer Schlechtes dabei denkt) und lässt die ZEIT-Magazin-Leser an Momenten ihres Lebens in Paris und London, wo sie für internationale Magazine arbeitet, teilhaben, z.B. in Nr. 16/2012: „Ich wollte nicht nach London zurückfliegen. Ich wollte in Marokko bleiben und noch ein wenig länger von Dingen umgeben sein, die ich nicht kenne. Ich wollte in der Sonne liegen und den Muezzins zuhören und den Vögeln und dabei den süßesten Tee trinken, den ich je getrunken hatte, und Bücher lesen, für die ich mir zu Hause keine Zeit genommen hatte. Ich wollte …“ usw. usf. Manchmal ist es besser, wenn Tagebücher privat bleiben.
Interessanter scheint mir das Buch von Patricia Görg, Handbuch der Erfolglosen (Werbelink) : „Aufgefordert dazu, ein Tagebuch zu schreiben, notierte Patricia Görg wöchentlich die hereinflutenden Medialitäten, ergänzte sie aber um Erlebnisse mit Künsten und Wissenschaften sowie mit fast erfundenen Fallgeschichten, deren Helden, wie wir alle, letztlich erfolglos bleiben müssen. Entstanden ist nicht nur die Chronik eines bewegten Jahres, sondern auch ein lehrreiches Brevier des Normalen, in dem sich Revolutionen, Rücktritte, Unfälle und Finanzmarktpaniken abwechseln.“ (amazon)


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Ob die Idee für ein ganzes Buch trägt, weiß ich nicht, ich habe es nicht erworben. Falls jemand von Euch das Buch kennt, bitte unbedingt kommentieren!

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