Archiv für » September 11th, 2012«

Ein klassisches Tagebuch kann sich jeder vorstellen. Ein Lektüretagebuch dagegen ist schon schwieriger vorzustellen. Dabei geht es darum, dass man sich regelmäßig nach der Lektüre von Texten aller Art – v.a. Büchern – kurze Notizen zum Gelesenen macht. Diese Vorgehensweise hilft dabei, sich später wesentlich besser an das Gelesene zu erinnern. Das hat auch wieder eine Studie bestätigt, die ich bei bakadesuyo gelesen habe: What’s the best way to learn from a book?:

[…] Research shows that people who (wrote a summary) remember 50 percent more material over the long term than people who follow (repeatedly read). […] closing the book and writing a summary forces you to figure out the key points (one set of reaches), process and organize those ideas so they make sense (more reaches), and write them on the page (still more reaches, along with repetition) […]

Dieser Tipp stammt aus dem Buch The Little Book of Talent: 52 Tips for Improving Your Skills (Werbelink), das es bei amazon für 14 EUR zu kaufen gibt. Also schnappt euch euer Notizbuch und notiert euch ein paar Gedanken zu diesem Artikel. Und zu allen anderen, die ihr sicher im Blog lest …

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Zugegeben: das Thema ist nicht neu und der Impuls zu diesem Text stammt aus dem August. Wir haben schon September!!! Die Augustausgabe der brandeins fiel mir jedoch erst gestern in die Hände, sie hat das wunderbare Sommerthema „Nichtstun“. Tenor des Heftes: ganz schön schwer, nichts zu tun bzw. nicht das zu tun, was man muss, sondern was man will.

Fängt schon damit an, dass wir frühzeitig verlernen, was wir wollen, was uns beflügelt, was die Augen zum Glänzen bringt. Besser, wir lassen uns die Pflichten diktieren, dann können wir maulen und unser Schicksal bejammern. Müssen wir heute wieder tun, was wir wollen? Nein, zum Glück nicht, der Sommer mit seinen langen planlosen Urlaubstagen ist vorbei, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt. Es gibt einfach Halt, wenn die Tretmühle wieder mahlt!

Manches Tagebuch weiß von der plötzlichen Panik zu berichten, wenn der Druck von außen wegfällt und plötzlich 24 Stunden unstrukturierter Zeit zu füllen sind. Wer keine Arbeit hat, länger krank ist, wer sein Arbeitsleben hinter sich und – mit Chance – dreißig Jahre Rentnerleben vor sich hat, wer sich ein sabbatical nimmt, in Elternzeit geht oder eine lange Sommerpause macht, fällt aus dem Rhythmus, bei dem sonst jeder mit muss. Wer nicht im Takt der meisten unterwegs ist, wer z.B. am Vormittag den Rasen mäht, mittwochs ins Museum geht oder am Montag im Café frühstückt, schwimmt gegen den Strom der Leistungsträger. Das will ausgehalten sein, das verlangt nach einem stabilen eigenen Takt.

Gut, dass es auch dafür Berater gibt! Die Autoren Kitz und Tusch (z.B. in Die 365-Tage-Freiheit: Ihr Leben ist zu wertvoll, um es mit Arbeit zu verbringen (Werbelink)) haben sich darauf spezialisiert, in ihren Ratgebern, Vorträgen und Workshops Mut zu machen für ein Leben neben der Arbeit.

„Müßiggang braucht einen Plan. Man muss Stück für Stück rausgehen, immen einen Schritt, nicht einfach mit allem brechen – das klappt nicht und macht nur noch frustrierter.“

(Interview brandeins, 08,2012, S. 42)

An dieser Stelle die Empfehlung zum Tagebuchdienstag: wie wäre es mit einer Zeitreise zum eigenen 90. Geburtstag. Du schaust zurück auf dein Leben und stellst zufrieden fest: einverstanden damit, gut hingekriegt! Dann schreibst du auf, auf welche Entscheidungen und Maßnahmen du besonders stolz bist, wofür sich der Aufwand an Zeit und Energie gelohnt haben und was du genau so wieder oder vielleicht im nächsten Leben anders machen würdest.

PS: mein Lieblingsplatz zum Tagebuchschreiben und zum Schreiben überhaupt siehe Foto!


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