Zur Zeit integriere ich gerade die Aufgabenregeln aus dem Blog in das E-Book mit den Notizbuchregeln. Für Aufgaben, bei denen ich eine termingerechte Erinnerung brauche, verwende ich zusätzlich eine App namens Any.DO. Der Name der pp fiel mir gleich ins Auge, als ich bei TechCrunch durch die letzten Artikel wanderte: Any.DO Integrates Kiip’s Reward System To Make Completing To-Do Lists A Daily, And Fun, Habit. Die Aufgaben-GTD-App will ihre Benutzer jetzt durch Integration eines (Werbe-)Dienstes für die Erledigung von Aufgaben belohnen:

[…] One of the things that Any.DO has done to keep its approach fresh is integrate Kiip’s reward platform, which will give you stuff when you complete a to-do list. […]

Ich frage mich, ob das wirkt? Jeder ist natürlich begeistert, wenn er für die Erledigung seiner Aufgaben belohnt wird, aber es gibt doch einige Punkte, die die Geschichte ins Gegenteil kippen lassen könnten:

  • Es könnte sein, dass man sich an die Belohnungen gewöhnt und nur noch Aufgaben erledigt, wenn es eine Belohnung gibt. Es geht dann nicht mehr um das Ziel, die Aufgaben sinnvoll zu erledigen, sondern darum, eine Belohnung zu erhalten.
  • Die Belohnungen sind nichts anderes als Werbung. Und die will ich persönlich in einer Aufgabenliste ehrlich gesagt nicht haben. Außerdem muss man etwaige Gutscheine etc. erst einmal einlösen, was wieder Zeit kostet und von der Erledigung weiterer Aufgaben abhält.

Ich persönlich belohne mich lieber selbst, wenn ich meine Aufgaben erledigt habe. Dazu brauche ich keine Gutscheine und keine werbebasierte Motivation. Wie seht ihr das? Würden euch die oben beschriebenen Belohnungsmechanismen motivieren?

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2 Antworten
  1. Stefanie sagt:

    nicht wirklich, das ganze erinnert schon an die pavlov’sche essensglocke für den hund, der dann das sabbern anfängt … ich halte es ähnlich wie christian. also sprich bei aufgaben, die besonders lästig/ermüdend/langandauernd/doof sind belohne ich mich selbst manchmal mit kleinigkeiten. generell sollte aber die befriedigung, eine ungeliebte aufgabe erledigt zu haben, ausreichen.

  2. Hallo Christian,

    Gutscheine brauche ich auch nicht. Aber für Dein E-Book hätte ich zwei Ergänzungen, über deren Aufnahme für eine Neuauflage ich mich sehr freuen würde:

    1) Als Ergänzung zu Regel 23: Alternativ kann man auch über den Bruch eine Doppelseite als eine einzige Seite nutzen, wenn man beispielsweise für Mindmaps mehr Platz braucht. Das spart auch das Drehen des Buches.

    2) Mein persönlicher Hack für Notizbücher, der immer bewundert wird, schafft es vielleicht sogar zu einer eigenen Regel?! 🙂 In jedes neue Notizbuch klebe ich auf die vorletzte Seite (also gegenüber der meist üblichen Froschtasche) eine Auswahl verschiedenster Haftnotizzettel. Wenn man so um die 8 Blatt pro Block einklebt, trägt das auch nicht zu sehr auf. So habe ich immer die Formate 9″x5″, 5″x5″ und die 2,5″x1,5″ sowie einige kleinere Formate dort auf Vorrat. Schnell ist ein Zettelchen oder ein Lesezeichen zur Hand. Ich kann gern ein Foto mailen. 🙂

    Danke für den tollen Blog, ich lese hier immer wieder gern mit.

    Birgit

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