Archiv für » Oktober, 2013 «

The Linear Calendar ist ein Kickstarter Projekt für Freunde analoger Wandkalender. Zum Zeitpunkt der Artikelerstellung ist das Finanzierungsziel von 1000 USD mehr als 14-fach übertroffen. Um was geht es?

[…] The Linear Calendar defies conventional calendar design in order to conform to our natural perception of time. Instead of breaking time into a grid format and separating it into multiple pages, we’ve created the Linear Calendar to portray an entire year on a single, uninterrupted timeline.
This creates a wonderfully natural sense of time, clearly and visually communicating how many days, weeks, or months between any given dates. Weekends are shaded in light grey and months are separated by a thin black line, transforming breaks in time from mere data to spatial information. The calendar is roughly 6’6″ x 8″ and will be printed on gloss poster-stock with a matte finish by a fantastic local printer. […]

Der Kalender wird also fast zwei Meter breit und ca. 20 cm hoch sein. Eine schöne Idee, die Zeit als Zeitstrahl (linear!) darzustellen. Das ist eine schöne Darstellung für laufende Dinge oder eine Darstellung von Zeitpunkten auf einer Zeitachse, die nicht durch Monate oder Wochen gerastert ist.

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Das Buch Warum Bücher? (Werbelink) war ein Spontankauf in der Stephanus Buchhandlung in Karlsruhe. V.a. der Untertitel „Buchkultur in Zeiten der Digitalkultur“ sprach mich an und versprach spannende Lektüre. Ich wurde nicht enttäuscht: das Buch hat mir einige Anregungen gegeben. Autor Michael Schikowski (sein Blog: immer-schoen-sachlich.de) ist ein Freund der analogen Bücherwelt und sein Buch ist ein Plädoyer dafür, diese Welt zu erhalten. Er ist sich der Vorteile der digitalen Welt vollends bewusst, aber er möchte nicht den Fehler begehen und die E-Books, die er „Digitalisate“ nennt, mit echten Büchern vergleichen (s. 54):

[…] Nur weil Autos Pferde ersetzt haben, sind Autos nicht zugleich auch Pferde. In Analogie dazu ist es falsch, Digitalisate als Bücher zu bezeichnen. […]

Und weiter:

[…] Haptik und typografische Gestaltung machen beim Buch gegenüber Digitalisaten einen Mehrwert aus. Vom Wegfall des Trägermaterials Papier ist dann oft die Rede und dass die äußere Form des Buches sich verändert habe. Darin ist der nicht ganz kleine Irrtum verborgen, dass Haptik und typografische Gestaltung zum Buch noch hinzukämen. Sie machen aber das Buch wesentlich aus, […]

Solche Argumente gibt es viele in seinem Buch. Er glaubt, dass das haptische Erlebnis sowie das auditive Erlebnis des Raschelns/Knackens eine „unsentimentale Wertschöpfung“ (S. 60) sind. Und denjenigen, die das nicht wert zu schätzen wissen und anderen versichern wollen, dass die digitale Repräsentation des Textes das Non-Plus-Ultra des Vertriebes ist, denen wirft er „Wahrnehmungsdefizite“ vor (S. 60).

Ich mag das Widerspenstige des Buches, diese notorisch analoge Grundhaltung. Es ist viel Wahres in dem Buch, auch wenn man nicht alle Argumente mit der gleichen Vehemenz teilen muss.

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Kerstin von Ein Zweiter Blick hat mir ein paar Fragen zum Notizbuchblog gestellt und daraus ein kurzes Interview in ihrem Blog veröffentlicht: Blogvorstellung – der Notizbuchblog.de.

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Normalerweise werden bei Kickstarter Projekte beworben, bei denen etwas hergestellt oder entwickelt wird. Das Projekt Draft – A Physical Notebook That Syncs To The Cloud. beschreibt eher eine Dienstleistung denn ein physisches Produkt. Die Idee ist frappierend einfach:

[…]
1. Each month we will send you a new, beautiful notebook.

2. You ship your old notebook back to us using the pre-paid postage included.

3. Within 5 days your notebook is scanned, synced and uploaded to the Draft Cloud, Evernote and Dropbox. […]

Also: man schließt ein Abo ab und erhält regelmäßig ein Notizbuch. Das schickt man zurück, wenn das neue Buch kommt oder wenn es voll ist. Der Dienstleister scannt das Buch für euch ein und macht es digital über einen Cloud-Speicher für euch verfügbar.
Also ich glaube, ich würde kaum meine Ideen, Tagebucheinträge und Gedanken einem solchen Dienst anvertrauen. Was meint ihr? Würdet ihr einen solchen Dienst nutzen? Bisher scheinen noch nicht so Notizbuchfans den Dienst spannend zu finden, denn das Finanzierungsziel ist noch nicht erreicht. Hier noch ein weitere Link zum Buch aus der deutschen Blogosphäre: Dein Notizbuch einfach digitalisieren mit “Draft”.

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Bei mein-taschenkalender.com gibt es neue Formate! Stephy von mein-taschenkalender schrieb mir:

[…] Neben dem quadratischen Taschenkalender gibt es nun auch die Formate DIN A5 und DIN A6. Natürlich können die Inhalte den persönlichen Wünschen nach individuell mit vielen Modulen und Anhängen zusammengestellt werden. Eine praktische Einstecktasche im hinteren Teil der Kalender dient zum Sammeln von Fotos und sonstigen wichtigen Dokumenten. Das Cover ist bei allen drei Formaten aus hochwertigem Lederfasermaterial in Dunkelgrau, das direkt bedruckt wird. […]

Die neuen Kalender gibt es schon für knapp unter 18 EUR.

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Das ausgefallene japanische Notizbuch Storage.IT ist den Lesern des Notizbuchblogs schon länger bekannt. Ich hatte es in den Artikeln Das Notizbuch mit Reißverschluss und Bilder vom Notizbuch mit Reißverschluss vorgestellt. Jetzt erreiche mich eine Pressemeldung, dass die Notizbuchreihe einen Designpreis gewonnen hat:

[…] Die Notizbuchreihe Storage.it® des japanischen Marktführers für „Designed Stationery“ MARK´S, wurdeaktuell mit dem renommierten „German Design Award 2014“ ausgezeichnet. Die hochkarätige Experten-Jury hat die innovativen Notizbücher aus 1.900 Nominierungen, in zehn Kategorien, in der Kategorie Working Spaces als einen von 10 Gewinnern ausgewählt. […] Die offizielle Preisverleihung findet am 07. Februar 2014 im Rahmen der Ambiente in Frankfurt am Main statt […]

Übrigens: von Mark’s stammen auch die Notizbücher mit Silikoneinband.


© Mit freundlicher Genehmigung , Mark’s


© Mit freundlicher Genehmigung , Mark’s

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Zur Zeit ist es unmöglich, an den vielen Meldungen im Netz zur Überwachung von Angela Merkel vorbeizugehen. Die NSA hat ganze Arbeit geleistet. So langsam beginnt mich dieser Überwachungswahnsinn zu nerven. Wenn jemand seine Daten und sein Leben öffentlich in Facebook und Twitter preisgibt, dann ist das eine Sache. Da muss jeder selbst wissen, was er von sich preisgibt. Aber das Verhalten der NSA ist völlig inakzeptabel, wenn sie ohne unser Wissen Informationen aller Art sammelt, die wir nicht geteilt wissen möchten.

Was hat das mit dem Notizbuchblog zu tun? Sehr viel. Wenn sogar Angela Merkel abgehört wird, dann sind all die praktischen digitalen Helfer zum „Notieren“ ein öffentliches Buch – für wen auch immer. Evernote, Notizbuch-Apps auf Tablets, digitale Kalender, Tagebuch-Apps und pseudo-nicht-öffentliche Dienste zum Teilen von Fotos. Ich selbst nutze Evernote, Twitter und digitale Kalender. Bis auf meinen Kalender findet sich darin nichts Vertrauliches. Aber meine Ideen, Gedanken, Träume – die bleiben geheim, weil sie ausschließlich analog existieren. Mit allen Risiken, Einschränkungen und: Vorteilen!

  1. keine Kopien (Nachteil: Vergänglichkeit) ohne mein Wissen (Vorteil: Kontrolle meiner Daten)
  2. keine einfache Durchsuchbarkeit (Nachteil: langes Suchen. Vorteil: Sicherheit durch Unklarheit und ein längerer Suchvorgang unterstützt zufälliges Finden = Serendipität)
  3. Normalerweise wüsste auch niemand von der Existenz meiner Notizbücher (Vorteil: Verstecktheit), wenn ich nicht zufällig über dieses Thema bloggen würde
  4. und niemand kennt den Inhalt (Vorteil: Vertraulichkeit)
  5. ich kann entscheiden, wann ich Bücher vernichte (Vorteil: Selbstbestimmtheit)
  6. und ich ob ich die Daten ändere (Vorteil: Interpretationshoheit)

Es gibt also gute Gründe, in Notizbücher zu schreiben. Natürlich kann die jemand klauen und natürlich kann ein Geheimdienst mit entsprechender Motivation auch an diese Daten kommen. Aber welchen Aufwand müsste er dann treiben, um das in dem Ausmaß zu tun, in dem er es jetzt tut? Heute steht jeder unter Generalverdacht: „wir scannen euch mal auf Vorrat, mal schauen, ob ihr verdächtig seid oder werdet“.
Ich bin ein großer Freund des Digitalen im Allgemeinen und des Internets im Speziellen, wie sollte das als gebürtiger Informatiker auch anders sein? Aber ich will selbst bestimmen, wer wann wo wie meine Daten nutzt. So geht es nicht.

Notizbuchschreiber sind die wahren Revolutionäre, die mit ihrer analogen Privatheit dem grellen Licht des Digitalen entkommen können.

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Gifpop! ist ein sehr ungewöhnliches Kickstarter Projekt. Es geht darum, animierte GIFs auf Postkarten zu drucken. Wenn ich es richtig verstanden habe, wird dazu ein Linsenrasterbild gedruckt:

[…] We’ve been working over the past several months on a way to print animated gifs onto lenticular cards. Each sheet of lenticular film has many tiny lenses, which allow us to print around ten frames of animation onto small cards. It’s been around since the 1940s, but has mostly been used for children’s toys. But we think that gifs and lenticular printing are two simple, lo-fi technologies that were made for each other. […]

Ihren Wunschbetrag haben die beiden bereits mehrfach überschritten und es sind noch über drei Wochen bis das Projekt zu Ende ist! Ihr dürft also noch mitmachen.
Ich kenne mich mit dem Druckverfahren nicht so aus, aber das wäre doch sicher auch eine interessante Variante für einen Notizbucheinband …

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Die Firma Devaldes ist den Lesern des Blogs ein Begriff, v.a. für Lederwaren. Vor einiger Zeit stellte mir Devaldes ein Rezensionsexemplar des neuen ledernen Letris Lesezeichens zur Verfügung – und dann passierte etwas Peinliches: ich habe es verlegt (oder meine Kleinen) und jetzt finde ich es nicht mehr. Immerhin hatte ich es in der Hand und damit experimentiert. Allerdings hatte ich noch keine Fotos davon gemacht und nun muss ich die Rezension ohne das Lesezeichen schreiben.
Das kleine rote Lesezeichen ist an der oberen Stelle gefaltet und rechts dann zugenäht. Dabei wird die Ecke offengelassen, so dass man es über die Buchecke ziehen kann. Die Naht an der rechten Seite ist so angebracht, dass beim Zuschlagen des Buches ein Stück des Lesezeichens weiter herausschaut, so dass man direkten Zugriff auf die richtige Seite hat. Der Kauf der handgemachten Lesezeichen hat sogar noch einen guten Zusatzzweck:

[…] Letris ist ein Lesezeichen für analoge Bücher, das den Tastsinn einlädt, Neues zu entdecken. Die perfekte Kombination aus Leder, Papier, Farbe und geprägten Buchstaben, die an Musiknoten erinnern. Ein Lesezeichen, das auch mit geschlossenen Augen betrachtet werden kann. Beim Kauf von Letris unterstützen Sie ein soziales Frauenprojekt in Kolumbien. Wir arbeiten mit Frauen und alleinstehenden Müttern, die so für ihre Familien sorgen können. Letris wird zu 100% handgefertigt. Das Leder ist ökologisch hergestellt, das Papier aus Zuckerrohrfasern recycelt. […]

Das Lesezeichen kostet weniger als 6 EUR und eignet sich hervorragend als Geschenk für Bücherfreunde. Und wenn ihr selbst die haptische Bekanntschaft mit dem Lesezeichen machen wollt, dann dürft ihr euch jetzt freuen, denn Devaldes hat fünf Lesezeichen für eine Verlosung zur Verfügung gestellt!

  • Die Verlosung startet 26. Oktober 2013 und endet am 28. Oktober 2013 um 18 h
  • Wer teilnehmen möchte, muss hier einen Kommentar mit einer gültigen E-Mail Adresse hinterlassen (wird nicht angezeigt und nur für die Verlosung verwendet)
  • Am Ende werden alle Kommentare durchnummeriert und die Gewinner per Zufallsgenerator ermittelt
  • Ich schreibe die Gewinner dann an und erfrage die Postanschrift, die ich an Devaldes für den Versand weitergebe!
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Viel Erfolg!


© Mit freundlicher Genehmigung, Devaldes


© Mit freundlicher Genehmigung, Devaldes

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Bei Kings of Sweden gibt es ein nettes Regal für die Freunde des nordischen Geschmacks, das Deer Regal:

[…] Bücherregal von BEdesign in der Form eines Hirschgeweihs, inspiriert die Neugier und wird zu einem Blickfang in Deiner Wohnung. Dank seiner luftigen Regale ist es ideal für Bücher, Zeitschriften oder andere Gegenstände, so kannst Du Dein eigenes Kunstwerk erschaffen. […]

Beim Preis bin ich mir nicht sicher, ob da irgendwo ein Komma fehlt.

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