Bei Twitter schrieb @stirboderlebe diesen interessanten Tweet:

Da ist was Wahres dran. Ich schreibe fast nichts über meine Kinder digital, aber dafür viel analog. In meinem Tagebuch und teilweise in ein spezielles Tagebuch. Aber viele andere Eltern schreiben und zeigen viel online über und von ihren Kindern. Vielleicht ist mein Gefühl altmodisch, aber wenn die Kinder irgendwann ein digital durchdrungenes Leben führen, freuen sie sich vielleicht darüber, auf romantisch-antiquierte Art meine alten Notizbücher zu lesen. Wenn ihnen die Notizen nicht gefallen, können sie die Bücher verbrennen. Das geht nicht, wenn sie alte Tweets, Babyfotos oder Videos finden, von denen Sie vielleicht gar nicht wollen, dass die seit Jahren über sie im Netz „kursieren“. Vielleicht wollen sie irgendwann gar nicht, dass sie als Kinder bereits im Netz existierten.

Hoffentlich wird nicht jeder alles über seine Kinde twittern, sondern wie ich bei den guten alten Notizbüchern bleiben.

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Du kannst den Kommentaren zu diesem Artikel folgen, wenn du den entsprechenden RSS 2.0 Feed abonnierst. Du kannst eine Antwort schreiben, oder einen Trackback von deiner Seite setzen.
3 Antworten
  1. Silke sagt:

    Da ist was wahres dran, momentan kann man sich noch garnicht ausmalen was der öffentliche Striptease mancher Eltern bedeuten kann die alles online stellen. Ein wenig Zurückhaltun wäre da schon angebracht, man muss sich mal überlegen ob es für einen selber so toll ist wenn die halbe Welt einen als Baby sieht, so süß sie auch sein mögen die Bilder. A ber etwas privates sollte man seinen Kindern erhalten und sich ebenso.

  2. Mac sagt:

    Ich habe da auch überhaupt kein Verständnis für.

    Die Kinder werden ohne zu fragen öffentlich bloßgestellt. Die haben auch ein Recht am eigene Bild und Privatsphäre. Aber manche Mutter/Vater hat das offenbar nicht kapiert.

    Hätte ich Kinder würde ich Ihnen das ersparen. Und heute noch lese ich sehr gerne in den handgeschriebenen Notizen meiner Großeltern und Eltern.

  3. bea sagt:

    ganz ehrlich? Was wissen wir denn, wie in 20 Jahren Daten gespeichert werden? Und was ist, wenn es die Seite im Netz nicht mehr gibt und es mir die Festplatte und den Server zerschossen hat? Dann sind die Bilder weg und die Erinnerungen?
    Ich bin zwar im Internet zu Hause, aber solche Sachen schreibe ich analog in Kladden und auch nicht in irgendwelche, sondern in schöne. Meine Tagebücher verbrenne ich irgendwann, aber diese bebilderten Bücher, in die ich auch so kleine Zettelchen einklebe, die ich zuweilen bekomme und andere Erinnerungen, die gebe ich an die Kinder weiter. Ist doch viel schöner. 🙂

Schreibe eine Antwort

XHTML: Du kannst diese HTML Tags verwenden: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>