Fetischismus, das ist die „Verehrung bestimmter Gegenstände im Glauben an übernatürliche Eigenschaften“, sagt Wikipedia. Ein Artikel, den mir @filomaniac zugeschickt hat, versucht zu erklären, warum erwachsene Frauen einen Schreibwarenfetischismus pflegen: Why grown women really fetishise stunning stationery. Der Artikel hat eine psychologische Erklärung für das Phänomen:

[…] The back-to-school feeling we enjoy while shopping for stationery expresses our desires for control and independence, according psychologist Emma Kenny. „As children we have few options for controlling our environment or expressing our individuality. Stationery is a way of doing this,“ she says. […]

Aber auch die gute alte Handschrift ist ein Argument:

[…] „A handwritten invitation can generate anticipation and excitement in a way that text messages, emails and social media cannot,“ says Jones. […]

Und das gute alte Notizbuch mit seiner Ahnung, dass das Schreiben auf ein Blatt Papier dem Geschriebenen mehr Wert gibt:

[…] When it comes to notebooks and journals however we’re often attaching deep meaning to the literal blank sheet of paper. […]

Das hört sich alles logisch an, aber warum soll das in erster Linie auf erwachsene Frauen zutreffen? Warum kaufen denn Männer (und spezielle erwachsene Männer) Notizbücher und schreiben von Hand? Was meint ihr? Freue mich auf eure Kommentare unter dem Artikel.

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3 Antworten
  1. Jorin sagt:

    Netter Erklärungsversuch, aber ich behaupte, dass viele Frauen diesen „Tick“ schon während der Schulzeit hatten. Das habe ich bei mir selbst erlebt, das erlebe ich jetzt bei meinen Schülerinnen, übrigens auch bei manchen Schülern.

  2. Wolf sagt:

    Weil „Mann“ sofort sieht, was „gemacht“ wurde. Arbeiten mit Stift auf Papier ist WYSIWYG in Perfektion!
    Es gibt kaum ein Werkzeug, dass so einfach so schnell so gute Ergebnisse liefert (da kommt der Handwerker durch, eben mit der „Hand werken“).
    Weil „Mann“ mit edlen Utensilien protzen kann. (Ein Eipäd hat ja heutzutage jeder. Oje.) Was dem Hahn sein Kamm, ist dem Bürohengst der vergoldete Edelstift auf handgeschöpften feinsten Fasern in Samteinband mit eigenen Initialien.
    Natürlich darf man das nicht so ernst nehmen, aber Männer lieben nun mal Klischees. 😉

  3. Stefanie sagt:

    Ein sehr interessanter Beitrag. Ich finde die guten, alten Schreibwaren auch super und gerade hochwertiges Material, sei es Notizbücher oder Füller/Kugelschreiber sind mir persönlich sehr wichtig. Aber es als Fetisch anzusehen?

    Ich finde auch die Wikipedia-Definition echt überraschend. Das man an den Gegenständen eine übernatürliche Eigenschaft zu schreibt, ist mir bisher gar nicht bekannt gewesen.

    Wie dem auch sei, ein echt toller Beitrag und Info´s über ein anscheinend bestehendes Phänomen.

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