Leser Michael hat wieder eine schöne Rezension geschrieben, dieses Mal rund um den Stempel, den er über ein Kickstarter Projekt erworben hat

[…] Hin und wieder schafft es eine Idee auf Kickstarter mich genug zu begeistern, dass ich das Projekt unterstütze. Selten sind das technische Geräte, sondern eher Dinge wie Bücher oder analoge Gerätschaften. Der Kickstarter zu GutenTag war ein solches Crowdfunding-Projekt, dessen Ergebnis – der GutenTag-Stempel – nun auch bei mir angekommen ist.

Das System der GutenTag-Methode erinnert etwas an die Chronodox-Methode, zumal es bei beiden darum geht, die zur Verfügung stehende Zeit – bei Chronodox etwa Monate – besser einteilen zu können. Planung und Zeitmanagement für optische Typen also. Bei dem Kickstarter zu GutenTag ging es nicht um die Methode selbst, sondern vielmehr das Werkzeug dazu, ein ‚simpler‘ Stempel aus Holz.
Dieser bildet einen Tag ab, der – je nach Gusto – in 24 Stunden oder in AM/PM eingeteilt ist. Das Besondere dabei ist, dass die Stunden nicht wie zB bei einer Uhr mit gleichen Abständen versehen sind, sondern vielmehr so ausgelegt sind, dass jene Stunden, die typischerweise in Nachtruhe fallen de facto fast keinen Platz in Anspruch nehmen. Dieser Ansatz hat klar etwas für sich, zumal der Großteil der Nutzer der Methode einen ähnlichen Tagesablauf haben werden, den es einzuteilen gilt.

Der Stempel selbst schlug sich bei Kickstarter mit $ 30,- zuzüglich $ 15,- für den Versand nach Österreich zu Buche. Dafür habe ich die 24-Stunden-Version mit einem Stempelkissen erhalten. Ärgerlich war allerdings, dass die Anbieter das Paket, in welchem der Stempel ankam falsch verzollt hatten und ich somit nochmal an die € 18,- löhnen durfte, was dann insgesamt doch etwas teuer ist für meinen Geschmack. Laut der Homepage des Anbieters ist das genannte Paket nun für $ 35,- (ohne Versand) erhältlich.

Doch was bekommt man eigentlich für diesen Betrag? Der Stempel und das Stempelkissen kommen in einem kleinen Karton daher, in welchem sich – neben einem Sticker (Apple lässt grüßen) – noch eine Bedienungsanleitung und eine Art runder Button finden lassen. Die Bedienungsanleitung beschreibt in erster Linie, wie man die besten Stempelergebnisse erhält, während sich der runde Button als Albstellfläche für den Stempel entpuppt.

Die Fertigung des Stempels ist eindeutig von hoher Qualität und schön anzusehen, die ersten Versuche zu stempeln haben sofort ganz gute Ergebnisse geliefert. Das Stempelkissen wirkt ebenfalls qualitativ hochwertig, wenngleich nichts Besonders. Ob es übrigens gerechtfertigt ist, für das separate Kissen ohne Stempel $ 8,- zu verlangen, mag an dieser Stelle einmal dahingestellt bleiben.
Etwas enttäuscht es, dass der Stempel trotz des stolzen Preises nicht mit einer Kappe versehen wurde, um ihn besser abstellen zu können. Der Button erfüllt zwar seinen Zweck, wirkt aber eher als Billiglösung.

Zusammengefasst ist die Idee hinter der GutenTag-Methode nicht nur originell, sondern auch durchaus brauchbar, wenn man mit einem sehr optischen Zeit-Management etwas anfangen kann. Dann ist auch der Stempel eine gute Anschaffung, der genau das tut was er soll, nicht mehr und nicht weniger. […]

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4 Antworten
  1. Matthias Büttner sagt:

    Man könnte auch einfache die „Zeitkreise“ von X17 oder X47 kaufen. gibt es seit 2006.

  2. Benjamin Marciniak sagt:

    Ich weiss ja nicht, auf einem der Bilder sieht der Abdruck ziemlich schmierig aus. Und für einen schmierenden Stempel soviel zu bezahlen *grübel*.

    Nicht falsch verstehen, ich mag Stempel und habe selbst viele davon und kaufe jeden der mir gefällt und mit dem ich meine Moleskine und „Idena“ Notizbücher verzieren kann (Innen und Aussen).

  3. Suse Meyer sagt:

    Ach herrje… Ich schließe mich mal meinem Vorschreiber an, was den unsauberen Abdruck angeht. Auf dem Bild etwas schwer zu erkennen, aber kann es sein, dass das Gummi dort, wo es eigentlich nicht abdrucken sollte, zu hoch ist? Schade, dass man deshalb die schmale Linie über „Guten Tag“ nicht zum Beschriften nutzen kann….
    Eine Möglichkeit wäre nun, die zu erhabenen Stellen mit einem Cutter / Skalpell o.ä. Werkzeug rauszuschneiden. Dann sieht der Stempel zwar nicht mehr – perfekt aus, aber das Ergebnis sollte besser sein.
    Dieser Abdruck wäre für mich immer ein Grund zur Reklamation.
    Ausprobieren sollte man beim Stempeln auch einen leicht federnden Untergrund, also nicht direkt das Papier auf die harte Tischplatte legen. Ein Block oder eine Schreibtischunterlage reichen oftmals schon aus.

    Zum Stempelkissen:
    Bei den StazOn-Kissen handelt es sich um schnelltrocknende, permanente Tinte. Diese hält auch auf sehr glatten Oberflächen wie Plastik, Glas, Porzellan – und ist wie der Name schon sagt: permanent. Also aufpassen, wenn es um Kleidung geht.
    Meiner Erfahrung nach trocknen die sehr schnell aus, dafür kann man aber spezielle Nachfüller kaufen.

    Ich bevorzuge für das Stempeln auf Papier zu dem o.g. Zweck die Stempelkissen namens „versafine“, ebenfalls schnell trocknend und wasserfest, allerdings nicht auf glatten Oberflächen wie s.o.. Die halten auch ohne Nachfüller fast ewig und geben eine guten, detaillierten Abdruck. Die Stempel selbst kann man nach Gebrauch gut mit Wasser oder einem feuchten Tuch reinigen. StazOn lässt sich nur mit einem speziellen Reiniger vom Gummi entfernen (StazOn Cleaner).

  4. Sonja sagt:

    Abgesehen davon, dass ich mit den runden Timetrackern nicht klarkomme und einfach eine horizontale Zeitlinie verwende, frag ich mich, wie und wo ich bei diesem Stempel Termine/Zeiteinheiten eintragen soll. Das geht hier doch zwingend nur außerhalb des Abdrucks und dafür benötige ich lediglich einen Kreis oder Halbkreis, den man auch mit jedem Deckel stempeln kann 😉

    StazOn hätte ich nicht zum Stempel gepackt. Das eignet sich zwar gut für beschichtete Papiere, bei allen anderen kann das Druckbild unschön werden.

    Aber das, was dieser Stempel als Ergebnis liefert, finde ich nicht brauchbar.

    Grße
    Sonja

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