Leserin Martine twitterte mir den Link auf den Artikel 99 Prozent Öffnungsrate: Warum ein handgeschriebener Brief jeden E-Mail-Newsletter alt aussehen lässt. Darin wird die Handschrift aus ganz anderer Perspektive beleuchtet. Bisher fand ich meist Artikel, die eher den persönlichen Charakter anpriesen, die Kulturtechnik vergötterten oder von positiven psychologischen Vorteilen berichteten. Wen das alles nicht überzeugt hat: jetzt geht es ums Geld, nämlich im Marketing. Verknappt: Handschrift hilft, mehr Geld zu verdienen. Nämlich im Umweg über das Marketing:

[…] Aus Sicht von Maclean und Stallard macht aber vor allem ein Kriterium die Handschrift zur ultimativen Marketing-Waffe: Ihre im Vergleich zum E-Mail-Newsletter deutlich höhere Öffnungsrate. Diese liege bei sagenhaften 99 Prozent, wie beide mit Verweis auf mehrere unabhängige Studien berichten. Kaum ein von Hand geschriebener Brief werde ungelesen in den Papierkorb geworfen. […]

Der Abschnitt verlinkt den Artikel Don’t Let Your Direct Mail be Mistaken for Junk Mail: Use Postmark Perfect, wo diese Studie zitiert wird: DMA: Direct mail response rates beat digital. Na ja, die ist von 2012, aber immerhin.

Eine Bank hat dank der Handschrift angeblich 27 Mio. Dollar gespart. Und wer jetzt denkt: was eine Marktlücke, dem seien diese Dienste genannt:

[…] Der Einstieg ist dabei leichter als gedacht: Online-Dienste wie ScribbleMail , MailLift , Inkpact oder Wunderpen und Pensaki aus Deutschland helfen bei der Durchführung einer solchen Kampagne. Die Anbieter übernehmen etwa die lästige Schreibarbeit und kümmern sich auch um den Versand der Botschaften. […]

Mindestens über Pensaki hatte ich ja schon berichtet.

Hoffentlich werden wir nun nicht mit pseudo-handschriftlichen Marketingmaterial überflutet.

t3n_handschrift

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2 Antworten
  1. Sabine sagt:

    Danke für Deinen Post Christian.
    Ich persönlich glaube, dass diese „Überflutung“ so nicht kommen wird. Einfach weil hochwertige handschriftliche Schriftstücke selbst bei einem Roboter noch zigfach mehr als „kostenlose“ Emails bzw. billige Postwurfsendungen kosten, mal ganz abgesehen vom sowieso teuren Porto. Wer also so etwas im Briefkasten findet, kennt zumindest mal seinen „Wert“ für den Absender und kann sich darüber freuen. Zumindest sofern der Inhalt für mich relevant ist. 😉

  2. Martine sagt:

    In der Tat erfordert es ein wenig Zeit und Geduld, und gerade große Unternehmen werden sich kaum damit beschäftigen wollen. Ich praktiziere das handschrifliche Adressieren im Mailing schon seit 3 Jahren und muss sagen, dass es zu ganz erstaunlichen Konversionsquoten führt. Bei Mailing-Aktionen, die sich an eine begrenzte Zielgruppe wenden (30 bis 50 Adressaten je Mailing, ca. 250 im Jahr) ist es durchaus machbar.

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