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Ostern ist erst ein paar Tage vorbei und ihr seid wahrscheinlich mit Schokoladenhasen und Eiern noch reichlich eingedeckt. Dennoch solltet ihr einen Blick auf die Chocolate Pencils werfen:

[…] Patissier Tsujiguchi Hironobu with his latest collaboration, reached the ultimate confectionary sophistication. Based on his impression of Nendo, he created a desert that comes with its own chocolate pencils and sharpener. […]

Dass das geschmackvolle Arrangement aus Japan kommt, wundert nicht. Auf der Homepage der Designfirma nendo findet ihr schöne Fotos der Bleistifte, die mit einem eigenen Spitzer kommen. Wenn man die Stifte spitzt, dann kann man den Spitzerabfall über einen Kuchen spitzen, so dass dieser mit leckeren Schokoladenraspeln versehen wird.

Bei nendo findet ihr übrigens auch eine interessante stationery collection.

(via trendland)

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Nach der Lektüre von Need to get focused? First go analog habe ich mich in einer Klick-dich-durch-die-Links-Orgie in den Tiefen des Internets verloren, bis ich irgendwann bei der Medienarchäologie kultureller Übertragungstechniken gelandet war, wo der Stift eine “Prothese des Menschen” ist:

[…] Wenn zwischen Hand und Schrift keine bloße Prothese des Menschen mehr tritt, wie es der Stift für die Finger an der Hand ist, sondern eine Appartur dazwischentritt, welche die Handschrift buchstäblich übersetzt, kommt ein distanziertes, insofern medienarchäologisch faßbares Verhältnis zu Buchstaben als diskreten Elementen in all ihrer signifikanten Arbitrarität zustande. Hier findet also das Verhältnis von Medium und Übertragung – das Thema dieser Vorlesung – auf einer mikrophysikalischen Ebene statt. […]

Aber zurück. Wie das Wall Street Journal in How Handwriting Trains the Brain schreibt, belegen mehrere Studien, dass Handschrift großen Einfluss auf das Lernen und andere Gehirnfunktionen hat:

[…] Using advanced tools such as magnetic resonance imaging, researchers are finding that writing by hand is more than just a way to communicate. The practice helps with learning letters and shapes, can improve idea composition and expression, and may aid fine motor-skill development. It’s not just children who benefit. Adults studying new symbols, such as Chinese characters, might enhance recognition by writing the characters by hand […]

Es wirkt also auch bei Erwachsenen und nicht nur bei Kindern! Die Gründe für die positiven Effekte der Handschrift liegen im sequentiellen Charakter des Schreibens – man muss mehrere Linien für einen Buchstaben ziehen, statt ihn nur mit einem Druck auf der Tastatur zum Leben zu erwecken:

[…] Virginia Berninger, a professor of educational psychology at the University of Washington, says handwriting differs from typing because it requires executing sequential strokes to form a letter, whereas keyboarding involves selecting a whole letter by touching a key.
She says pictures of the brain have illustrated that sequential finger movements activated massive regions involved in thinking, language and working memory—the system for temporarily storing and managing information. […]

Am Ende des Artikels werden auch noch “Apps” erwähnt, bei denen man die Buchstaben mit dem Finger “malen” muss. Auch so kann man lernen. Aber ganz ehrlich: warum digital, wenn analog viel einfacher und günstiger möglich ist? Wegen des “Gamificiation” Effekts: die Kinder meinen, das Schreiben ist ein Spiel und lernen dann angeblich lieber schreiben als bei der scheinbaren Pflichtveranstaltung “Schreiben auf Papier”.

Das Schreiben und Kritzeln von Hand wirkt auch bei mir immer wieder sehr positiv: ich werde ruhiger, konzentriere mich besser, strukturiere mich besser selbst und zwinge mich, klarer und präziser zu sein. Aber das funktioniert nicht bei jedem, wie man etwa in Why I’m Eschewing the Analog Workflow lesen kann (eschew = scheuen / meiden).

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(via mashable) – Häufig liest man in Ratgebern zur Selbstorganisation, dass man sich selbst Fristen zur Erledigung von Aufgaben setzen soll. Damit soll man eine Eigenverpflichtung für die Erledigung der eigenen Aufgabe eingehen und diese so eher erledigen. So soll die Prokrastination, das Aufschieben von Aufgaben, unterbunden werden. In der Studie Present-Bias, Procrastination and Deadlines in a Field Experiment glauben die verantwortlichen Wissenschaftler festgestellt zu haben, dass selbstgesetzte Fristen für die eigenen Aufgaben nicht wirken:

[…] Students display a strong demand for commitment in the form of self-imposed deadlines. However, deadlines appear not to increase task completion rates. Students who report themselves as being more disorganized delay task completion significantly more. […]

Studenten, die sich selbst als unorganisiert bezeichnen, schieben die eignen Fristen zur Erledigung von Aufgaben weiter in die Zukunft als andere. Eine anderes Papier Procrastination, Deadlines, and Performance: Self-Control by Precommitment stellte ähnliche Fragen:

[…] (a) Are people willing to self-impose meaningful (i.e., costly) deadlines to overcome procrastination? (b) Are self-imposed deadlines effective in improving task performance? (c) When self-imposing deadlines, do people set them optimally, for maximum performance enhancement? […]

Die Fragen a) und b) muss man laut Forschungen wohl mit “ja”, die Frage c) mit “nein”. Das Papier sagt nun, dass selbstgesetzte Fristen nicht wirken, wie die erste oben erwähnte Studie:

[…] People have self-control problems, they recognize them, and they try to control them by self-imposing costly deadlines. These deadlines help people control procrastination, but they are not as effective as some externally imposed deadlines in improving task performance. […]

Und es gibt einen Tipp, wie man Fristen setzt, die wirken: man muss jemand anderen in die Lage versetzen, einem Fristen zu setzen, denn im Gegensatz zu “selbstgesetzten Fristen” sollen diese “extern gesetzten Fristen” wirken.
Wenn ihr also das nächste Mal eine Aufgabe habt, die unbedingt erledigt werden muss und zu der ihr euch selbst zwingen wollt, dann sorgt dafür, dass jemand anderer dafür sorgt, dass ihr eure Fristen einhaltet: euer Chef, euren Freund, euren Liebsten, …

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Auf der paperworld 2012 wurde ich zum ersten Mal auf Ogami aufmerksam, die mit grafisch schön gestalteten Notizbüchern auffielen. Das Besondere an den Büchern war aber das Papier: das war nämlich aus Stein! Steinpapier (Wikipedia) ist keine Erfindung von Ogami und so wundert es nicht, dass es auch in anderen Notizbüchern zum Einsatz kommt. Unter anderem auch in den Notizbüchern des Kickstarter-Projektes Da Vinci Notebook:

[…] Revolutionary new, eco-friendly notebooks & sketchbooks made from stone! Tree-free, bleach-free, and no water used in production! […] And in the spirit of incorporating true innovation like Da Vinci, the paper used in this amazing notebook does not use a single tree in its production! It uses no bleach, no toxic chemicals, and no water! It is essentially made from rocks! The paper is inherently water resistant, tear resistant, grease resistant, mold resistant, and acid-free. [...]

Auf der Seite wird das Steinpapier als die ökologischere Papierform angepriesen. Wikipedia meint zur Ökobilanz von Steinpapier:

Obwohl es nicht direkt biologisch abbaubar ist, zersetzt es sich unter UV-Einfluss z. B. durch Sonnenlicht im Laufe der Zeit.[...] Die Ökobilanz wird von verschiedenen Quellen unterschiedlich bewertet; größenordnungsmäßig wird bei der Herstellung von Steinpapier nur die Hälfte an Kohlendioxid freigesetzt und Energie benötigt.[8] Die Produktion von Steinpapier wird als wichtige nachhaltige Innovation in der regionalen Kreislaufwirtschaft angesehen.[9]

Ich fand das Ogami Papier zwar haptisch wirklich neu und interessant, aber die Zähigkeit beim Reißen und die gummiartige Oberflächenstruktur gaben kein gutes Gefühl. Ich habe es noch nie mit Füller beschrieben, was ein Problem sein dürfte, da es ja wasserresistent ist. Trotzdem spannende Geschichte, die schon dreifach überzeichnet ist – und es sind noch wenige Stunden bis zum Ende, falls ihr teilnehmen wollt.

(via nopenintended)

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Mit dem Kuretake 50 Million Years habe ich die Serie über Stifte von Fudepens.com eröffnet. Nachdem ich eine ganze Kiste voll Stifte erhalten hatte, möchte ich die nach und nach vorstellen.

In meiner ersten Mail an Matthias von Fudepens schrieb ich, dass mich der blaue Minenstift Pilot Color Eno farbiger Druckbleistift – 0.7 mm (Blau) sehr gut gefällt. Ich weiß, dass es im Shop spektakulärere Stifte gibt, aber ein blauer Minenstift – das schien mir sympathisch. Matthias schreibt:

[…] Farbige Druckbleistiftminen sind ein schwieriges Thema – entweder die Minen sind extrem anfällig und brechen leicht ab, die Farben sind nicht schön, oder sie lassen sich nicht radieren. Auf der langen Suche nach der perfekten farbigen Bleistiftmine habe ich viele blaue Druckbleistifte gefunden – aber kaum rote, orange, grüne und gelbe. […]

Es gibt Nachfüllminen für den Stift in verschiedenen Farben.

[…] Die verfügbaren Farben sind: Blau, Hellblau, Grün, Rot, Violett, Gelb, Grün und Orange […]

Der Stift lässt sich auch sehr gut radieren. Diesen Stift werde ich behalten, aber die folgenden beiden werde ich an euch verlosen.
Da wäre zum einen der Uni Alpha Gel HD Shaker – 0.5 mm. Das besondere dieses Minenbleistifts ist die Art und Weise, wie man die Mine weiterschiebt: nicht drehen, nicht drücken, sondern schütteln. Geschüttelt, nicht gedreht, würde James Bond wahrscheinlich sagen. Wobei man auch auf den Kopf drücken kann, um die Mine vorzuschieben, für Leute, die nicht gern schütteln. Der Begriff “Gel” im Namen kommt übrigens nicht vom Schreibmaterial, sondern vom weichen Gelkissen am Stiftkopf. Es reagiert sofort auf Druck der stifthaltenden Finger und gibt ganz elegant nach. Es verführt dazu, permanent damit zu spielen. Ein sehr schöner Stift, der nicht nur wegen seiner japanischsprachigen Aufkleber geheimnisvoll aussieht, sondern auch wegen seiner Dicke auf ein Geheimnis hinzudeuten scheint. Hier zwei Fotos der beiden Stifte:

Als letzten Stift stelle ich heute einen Textmarker vor, dessen Qualität man erst beim Markieren von Textstellen entdeckt, den uni promark. Ich habe einen grüne Variante, die wir die anderen Farbvarianten seine Besonderheit an der Spitze des Stiftes offenbart: ein Sichtfenster! Wenn man also den Text markiert, dann sieht man durch den Stift hindurch, was sich in Markierrichtung befindet (zumindest als Rechtshänder, wenn man mit der rechten Hand von links nach rechts über den Text streicht). Hier zwei Fotos:

Und nun zur Verlosung:

  • Die Verlosung startet 21. April 2014 und endet am 23. April 2014 um 18 h
  • Wer teilnehmen möchte, muss hier einen Kommentar mit einer gültigen E-Mail Adresse hinterlassen (wird nicht angezeigt und nur für die Verlosung verwendet). Sagt mir im Kommentar, was ihr zum zu verlosenden Schüttelminenstift und zum Sichtfenstermarker denkt.
  • Am Ende werden alle Kommentare durchnummeriert und die Gewinner per Zufallsgenerator ermittelt
  • Ich schreibe die Gewinner dann an und erfrage die Postanschrift
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Viel Glück euch allen! Und es werden noch einige weitere Stifte zur Verlosung kommen.

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Ich wünsche euch allen frohe Ostern und ein paar ruhige Tage. Vielleicht habt ihr auch Eier gefärbt oder anderweitig dekoriert. Fast schon Kunstcharakter haben die künstlerisch gestalteten Pysankas (Wikipedia EN). Die Ukraine ist ja zur Zeit eher mit Kriegsgeschehen in den Schlagzeilen, aber mit den Pysankas kommt eine friedliche Nachricht, denn Pysankas sind kunstvoll angemalte ukrainische Ostereier. Im uppercase Magazin findet ihr einen Artikel zu dieser Ostereierkunst: Pysanka: The Eggsquisite Art. Eine Google Bildersuche zeigt sehr schön, was mit dieser Kunst gemeint ist:

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Die farbenfrohen Notizbücher aus dem Korsch-Verlag fanden großen Anklang bei euch. Die vier Exemplare gehen an: Francis, Claudia, baerbel und Ralf.

Danke für eure Teilnahme! Und die nächste Verlosung kommt bestimmt – demnächst gibt es auch Fudepens-Stifte zu gewinnen!

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A Memory Between Us – A postcard kit when you travel ist das richtige Kickstarter-Projekt für euch, wenn ihr mit einer Gefährtin / einem Gefährten auf Reisen seid und eure Eindrücke analog festhalten wollt:

[…] This postcard kit contains two sets of postcards, each of which is composed of 12 postcards with diverse prompts and designs. One set is for you to fill out and the other one is for your travel companion to do the same. The postcards in the two sets have the same template but by recording and capturing what each saw and felt separately, different content is generated, creating a unique opportunity to share both people’s thoughts and perspectives with each other.
In addition, using the advantage of postcards, you can capture what you feel, see, eat, and hear and send them via mail to friends or family. The prompts on each postcard are evocative enough to stir the imagination, but leave plenty of free space for your own interpretation. […]

Beide Reisepartner halten getrennt voneinander auf gleichen Postkartensätzen ihre Eindrücke fest. Die Postkarten werden dann getrennt voneinander nach Hause (also an einen selbst) oder eine dritte Person geschickt. Oder man tauscht sie am Ende der Reise. So entsteht “a memory between us”. Eine sehr romantische und poetische Art, die eigenen Gedanken zu teilen. Offline, analog, asynchron und mit Zeitverzug. Etwas, das bleibt. Kein Wunder, dass das Projekt jetzt schon 10-fach überzeichnet ist.

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paperscreen hat eine tolle neue Individualisierungsmöglichkeit im Angebot: die Little Portraits. Dabei arbeitet paperscreen mit den Potsdamer Zeichnern von Grahic Novel Hemisphere zusammen:

[…] Die Zeichner unterbrechen gerne ihre Arbeit an der Novel und zeichnet extra für Dich Dein Porträt in unsere paperscreen FON Notizhefte. Lade einfach Dein Bild über die Upload-Funktion auf unsere Server und gebe uns ca. 5 Tage Zeit. Fertig ist das extra für Dich in das FON gezeichnete Porträt. Zum selber nutzen oder verschenken. Damit unterstützt Du auch die Entwicklung der Graphic Novel Hemisphere. […]

Ein “little portrait” kostet 20 EUR und ist mir so bisher noch nicht untergekommen. Es ist mal was anderes als Prägung oder Einzeldruck.

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Das Bild im Artikel Giant paper-clip bookmark lockte mich zur Anleitung Giant Paper Clip Bookmark. Die Anleitung ist denkbar einfach und das Lesezeichen kann aus (fast) allem gebastelt werden: buntes Papier, Zeitungen, Müslischachteln, etc. Einfach die Vorlage herunterladen, ausdrucken, ausschneiden, fertig.

Im obigen Blog “onelmon” findet ihr auch eine etwas aufwendigere Anleitung für ein Hercule Poirot’s Moustache Bookmark

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