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Leser Gerd, eine zuverlässige Quelle für tolle Linktipps rund um das Thema “Schreiben”, hat mich auf den interessanten Artikel Leere beim Schreiben: Das weiße Blatt aufmerksam gemacht. Der Autor denkt darüber nach, wie sich die Gedanken beim Schreiben formen. Er sieht Analogien bei der freien Reden, wo sich die Gedanken oft auch nach und nach formen und “ein Wort das andere gibt”. Natürlich ist das Schreiben nicht so spontan und kann auch wieder korrigiert werden, gerade in Zeiten des digitalen Schreibens.
Dennoch ist das Dahinfließen der Handschrift ein Prozess, an dessen Anfang das Ende nicht immer ganz klar ist:

Es gibt – nach wie vor – ein Schreiben, durch das sich die Gedanken überhaupt erst im Prozess des Schreibens entwickeln.

Dabei spielt im Gegensatz zur Rede der Klang der Worte nur beim Stillen lesen eine Rolle, ansonsten aber auch die Worte, die als Schrift visualisiert sind:

Wenn der Prozess des Schreibens selbst kreativ ist, dann weiß man in dem Moment, in dem man den ersten Satz formuliert, nicht,wie der letzte Satz lauten könnte. Schreiben in diesem avancierten Sinn heißt nicht, Gedanken, Argumente, Überlegungen, Theorien in eine angemessene sprachliche Form zu bringen, sondern im Vertrauen auf die mögliche Eigendynamikdes Schreibens darauf zu bauen, dass aus dem Fortschreiben der Wörter die Gedanken und Ideen überhaupt erst entstehen

Er schließt den Text mit der Betrachtung, dass Schreiben heute eher unter ökonomischen Gesichtspunkten betrachtet wird und nicht mehr so sehr als linearen Prozess. Er wünscht sich, dass diese Form des kreativen Schreibens, die zusehends in Vergessenheit gerät, nicht verlernt wird.

Ein interessanter Text, in dem man sich häufig wiederkennt und der viele Aspekte des eigenen Schreiberlebnisses treffend formuliert.

schreiben_gedanken

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Leserin Judith hat meine Anleitung: Weihnachtsbäume aus alten Buchseiten falten ausprobiert und mir ein Foto geschickt. Sehr hübsches Arrangement.


© mit freundlicher Genehmigung, Leserin Judith

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Bei Pencil Revolution las ich über “The Divide”, einen Stift- und Notizhefthalter:

Now, a solution to allow your pens and pencils to live in harmony on your desk. The Divide can hold up to 6 pencils, 6 pens, or a combination of other items including three pocket notebooks. Handmade from solid walnut and finished with a smooth satin poly finish.

Schönes Schreibtischaccessoire, aber 60 USD + Versand sind allerdings ein Wort.

the_divide

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The Meeting Notebook ist ein Kickstarter-Projekt, das ein spezielles Notizbuch für Besprechungen finanzieren will:

[…] A functional notebook designed to help you maximise your meetings, take effective notes & execute your action points more efficiently. […]

Bisher ist der “Ansturm” eher begrenzt.

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Leserin Pia schrieb mir eine Mail und erzählte mir von ihrer Webseite, auf dem sie einen minimalistischen Kalender zum Selberausdrucken zum Download anbietet. Sie schreibt:

Neues Jahr, neuer Jahresplaner, dachte ich mir also, und habe selber einen gestaltet. Mit Tages-, Wochen- und Monatsübersichten im minimalistischen Design, dazu Listen. Etwa die „100 Dinge, dich ich tun will“- Liste, meine Wunschliste für Dinge, die ich nicht sofort kaufen möchte, sowie eine Liste der Dinge, für die ich dankbar bin.

Im Artikel Der Minimalismus Kalender 2015 zum Drucken ist da! findet ihr Fotos und weitere Infos zum Kalender.

minimalismus_kalender

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Der Artikel Anleitung: Weihnachtsbaum in die Seiten eines Buches falten ist seit mindestens sechs Wochen (mal wieder) der Renner im Notizbuchblog und führt die Statistik der meistgelesenen Artikel im Blog mit weitem Abstand an.
Das Basteln und Falten dieses Baumes in einen Buchblock erfordert einiges an Geduld und teilweise auch Kraft. Für alle, die eine weniger anstrengende Bastelanleitung suchen oder gar mit Kindern basteln wollen, habe ich heute eine neue Anleitung.
Ich weiß nicht mehr, wo ich die Bäume gesehen hatte, aber es ist mir schnell gelungen, sie zu kopieren. Hier meine Anleitung. Das Endergebnis seht ihr am Ende des Artikels (letztes Bild).

Man nehme also ein altes Buch, das mindestens A5 groß ist und aus dem man einzelne Seiten heraustrennen kann.

Idealerweise nimmt man Seiten mit viel Text, der ohne große Lücken auskommt. Das Ziel ist nun, einen Halbkreis aus der Seite zu schneiden. Dazu kann man einen Teller als Schablone verwenden, sofern dieser im Halbkreis gut über den mit Text bedeckten Teil der Seite reicht. Etwa wie im Bild gezeigt;

Man markiert also mit der Schablone einen Halbkreis mit einem Stift …

… und schneidet den Halbkreis anschließend aus. Das sieht dann so aus:

Nun kommt der Teil mit dem Falten. Das Falten erfordert etwas Experimentieren. Seid nicht enttäuscht, wenn ihr nicht gleich die richtige Falttechnik beherrscht – ich brauchte auch etwas, bis ich den Dreh raus hatte.
Also: ihr merkt euch etwa den Punkt, an dem die gerade Kante des Halbkreises im Verhältnis 4:1 geteilt wird. Dort faltet ihr die eine Seite des Halbkreises um. Im Bild habe ich den umgefalteten Teil mit rot markiert:

Nun dreht ihr das Blatt einmal um und faltet es noch einmal entlang der im vorigen Bild mit “Kante 1″ gekennzeichneten Kante.

Das wiederholt ihr wieder …

… und wieder, bis keine Faltung mehr möglich ist. Das sieht dann so aus:

Da der Baum jetzt noch dazu tendiert, aufzublättern, klebt ihr die aufeinander liegenden Ebenen leicht zusammen. Danach sieht er eher flach aus:

Und am Ende nehmt ihr euch ein grünes Stück Papier und schneidet den Stamm aus (ich weiß, dass Stämme nicht grün sind, aber das gibt einen schönen Kontrast …). Und fertig ist der Weihnachtsbaum.

Ihr könnt Papier und Größe natürlich variieren. Hoffe, ihr könnt in den ruhigen Tagen vor Weihnachten noch ein paar Bastelexperimente durchführen und freue mich auf eure Rückmeldungen und Bilder von vielen Weihnachtsbäumen.

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Bei notebookstories fand ich den Link auf die netten Notizbücher von paper+cup. Die kleinen Bücher scheinen mir näher an dem Begriff Notizheft als Notizbuch, z.B. das Green Bike Limited Journal:

Journal size: 6×9″ (.25″ spine). Letterpress on fine italian paper. Comes with a red vintage label. 42 blank white pages with 1 black grosgrain ribbon marker. Flat printed and hand bound.

Das kleine Heft/Buch soll 14 USD kosten. Gegründet wurde paper+cut im Jahr 2003.

papercup

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Wie erwähnt war ich in den letzten zwei Wochen nicht so oft zu Hause, so dass ich die vielen Rezensionsexemplare weder fotografieren noch beschreiben konnte. Die einzig mögliche Verlosung war die zu dawanda, die ich auch unterwegs erstellen konnte. Die Verlosung ist beendet und die Gewinner sind ermittelt: Lena und Effi. Glückwunsch!

Die anderen Verlosungen folgen noch, aber ich glaube kaum, dass ich das noch vor Weihnachten schaffe.

Übrigens: morgen gibt es im Blog eine Anleitung, um diesen schönen Weihnachtsbaum aus den Seiten eines Buches zu falten. Freue mich auf euren Besuch!

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25 MODERN CALENDARS FOR 2015 heißt ein Artikel, der von einigen Tagen bei designmilk erschienen ist. Zwei oder drei der Kalender kennt ihr aus dem Notizbuchblog, aber die meisten sind mir neu. Und wenn ihr noch keinen Wandkalender für 2015 habt, dann empfehle ich dringend, einen Blick in die Liste zu werfen. Es sind keine Buchkalender oder ähnliches, sondern Abreißkalender oder Wandkalender. Eine wunderschöne Sammlung, bei der man sich mit einer Bestellung zurückhalten muss.

designmilk_calendars

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Kategorie: Kalender  Tags:  Ein Kommentar

Dank Kollege Stephan kann ich mit euch den Artikel Mitarbeiter kehren zurück zu Bleistift und Papier mit euch teilen. Sony wurde gehackt und jetzt dürfen die Mitarbeiter ihre Rechner nicht mehr benutzen, stattdessen kommuniziert man auf alten Wegen:

[…] Es mag eine Anekdote sein, aber die Rückkehr zu analogen Schreibutensilien und zur Faxmaschine zeigt, wie sehr Hacker Sony Pictures lähmen. […]

Es zeigt sich: Analog ist zwar altmodisch und umständlich, aber ziemlich sicher, da schwer in großen Mengen so einfach zu stehlen.

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