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Letztes Jahr habe ich euch das Worknotes Notizbuch vorgestellt. Jetzt hat sich Florian von worknotes bei mir gemeldet und mir erzählt, dass er jetzt auch den passenden Stift im Angebot hat: den workpen. Er hat mir freundlicherweise zwei Rezensionsexemplare geschickt, damit ich den Stift ausprobieren kann.
Die Stifte machen einen technisch-professionellen Eindruck. Das schwarze Aluminiumgehäuse hat am unteren Ende eine angerauhte Fläche, damit die Finger beim Schreiben nicht abrutschen. Die schwarze Mine (Größe M) wird durch drehen des Unterteils ein- und ausgefahren. Am anderen Ende befindet sich ein Touchpen zur Bedienung von Touch-Bildschirmen wie man sie von Handys und Tablets kennt. Die Kappe mit dem Touchpen kann man abschrauben. Darunter kommt ein Kreuzschraubendreher zum Vorschein, der nicht fest mit dem Stiftgehäuse verbunden ist, sondern mit etwas Kraft herausgezogen werden kann. Dann kommt am anderen Ende ein normaler Schlitzschraubendreher zum Vorschein. Die Kappe kann man übrigens auch auf der anderen Seite über die Öffnung für die Stiftmine schrauben. Ein Halteklipp für den Stift rundet die Ausstattung ab.
Ein schöner Stift, der in einer wertigen Verpackung geliefert wird. Bei amazon kostet der Stift knapp 19 EUR.

Meine beiden Exemplare möchte ich gerne an euch weitergeben:

  • Die Verlosung startet 20. Februar 2017 und endet am 22. Februar 2017 um 18 h
  • Wer teilnehmen möchte, muss hier einen Kommentar mit einer gültigen E-Mail Adresse hinterlassen (wird nicht angezeigt und nur für die Verlosung verwendet)
  • Am Ende werden alle Kommentare durchnummeriert und die Gewinner per Zufallsgenerator ermittelt
  • Ich schreibe die Gewinner dann an und erfrage die Postanschrift
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

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„Wer schreibt, küsst besser“ auf diesen lustigen Spruch einer Aktion der Initiative Schreiben hat mich ein Blogpost des Lexikaliker aufmerksam gemacht.

Schönes Wochenende euch allen!

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Leser Peter schickte mir den Link auf reMarkable. Dabei handelt es sich um eine Art Tablet zum Lesen, Schreiben und Zeichnen – sie nennen es „Paper tablet“:

[…] WHY A PAPER TABLET? – We love paper, but compared to our digital devices it’s an island. Analogue. Disconnected. Limited. We are making paper digital, connected, limitless. With digital powers, paper becomes even more powerful. […]

Ich muss zugeben, dass mich so ein Gerät schon mal reizen würde, weil ich immer wieder von der Technik fasziniert bin. Allerdings ist der Preis mit mehr als 700 USD sehr hoch, auch wenn es das Gerät aktuell in der Vorbestellung für knapp 430 USD gibt.
Soweit ich es verstanden habe, speichert das Gerät alles lokal, d.h. es geht nichts in die Cloud. Dazu muss man es mit einem mobilen Gerät verbinden (Bluetooth?), von dem aus dann eine App die Synchronisation mit einem Cloud-Service übernimmt.

Auch wenn die Schreiberfahrung auf dem Gerät der analogen Welt nahekommt, so gibt es doch wieder die üblichen Kompromisse: kein Blättern in den Seiten, kein spontanes Kritzeln in alten Aufzeichnungen, Gebundenheit an die Benutzerführung und das Bedienkonzept. Wahrscheinlich würde ich eine Weile damit experimentieren und dann auf romantisch verklärtes Papier zurückfallen.

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Nachdem ich selbst nicht zu paperworld 2017 konnte, hat mir Leserin Daniela ein paar Eindrücke per Twitter geschickt.

[…] Leuchtturm kommt mit einer Jubiläumsedition in Gold Silber Bronze. Ansonsten viel Pastellfarben. Blümchen oder schwarz. […]

Sie schrieb, dass die bekannten Hersteller nicht so viel Neues zu bieten hatten, aber dass mittlerweile überall Kopplungen der analogen in die digitale Welt angeboten werden.

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© mit freundlicher Genehmigung, Daniela

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© mit freundlicher Genehmigung, Daniela

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© mit freundlicher Genehmigung, Daniela

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© mit freundlicher Genehmigung, Daniela

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Kollege Michael hat mir vor einiger Zeit schon den interessanten Link zum Everlast Notebook geschickt. Erinnert ihr euch noch an die Notizbücher von Rocketbuch? Die hatten ein Notizbuch über Crowdfunding finanziert, dessen Schrift man dadurch löschen kann, indem man das Buch in die Mikrowelle legt. Nun haben die Leute von Rocketbuch ein neues Notizbuch konzipiert und für die Produktion Geld eingesammelt, eben das Everlast Notebook.

Das Buch lässt sich mit Wasser „löschen“. Außerdem gibt es eine App, mit der die Seiten digitalisiert werden können:

[…] The Everlast notebook provides a classic pen and paper experience, yet is built for the digital age. Although it feels like a traditional notebook, the Everlast is endlessly reusable and connected to all of your favorite cloud services.
When you write using any pen from the Pilot FriXion line, your writing sticks to Everlast pages like regular paper. But add water… and the notebook erases like magic.
The Everlast notebook is compatible with the Rocketbook app. That means before your notes go off the page they go online to destinations like Google Drive, Dropbox, Slack and Evernote — perfectly organized. […]

Das Projekt wurde bei indiegogo bereits am 15. Januar beendet. Es nicht nur 100% Finanzierung erreicht, sondern 7000% !

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Fast 70 Kommentare gab es zur Verlosung der nuuna Notizbücher. Gewonnen haben: Elli, Jana und Valeska. Glückwunsch an die Gewinnerinnen!

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Kategorie: nuuna  Tags: ,  Ein Kommentar

Ein Leser schrieb mir vor einigen Tagen eine interessante Frage:

[…] ich schreibe seit einigen Jahren Tagebücher und habe nun mein 31. Tagebuch (Master Slim A4+) bestellt.Bevorzugt bestelle ich seit einiger Zeit Bücher der Firma Leuchtturm1917. Dort finde ich das Format Master und Slim Master A4+ sehr gut.
Seitenzahlen sind nummeriert. Das Große hat 233 Seiten und das kleine hat 121. Blätter in A4 lassen sich auch gut hinzufügen und vollflächig einkleben. Ich suche auch nach alternativen bis jetzt habe ich nichts in dieser Richtung gefunden. Haben Sie da einen Tipp für mich. Auch wo das Cover ein wenig bunt ist. […]

Ich habe im Büro früher selbst nur Leuchtturm1917 Slim A4+ verwendet und bin dann irgendwann mal zu X17 A4+ gewechselt. Für Tagebücher verwende ich A5 Bücher bzw. leichte Übergrößen.

Habt ihr einen guten Tipp für eine Alternative zum Leuchtturm1917 Slim A4+ mit buntem Einband? Freue mich auf eure Kommentare zu diesem Artikel.

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Bei Spiegel Online las ich das Interview „Ich habe deutsche Bleistifte gerettet“, in dem Luca Bendandi von seiner Leidenschaft zu Schreibwaren berichtet. Er besitzt in Berlin den Laden inkwell und hat das Buch Schreibwaren: Die Rückkehr von Stift und Papier geschrieben. Er macht ein „Revival“ von Schreibwaren aus, das er an den detaillierten Beschreibungen in Online Shops festmacht:

[…] Das stimmt – die Haltung den Produkten gegenüber allerdings schon: Die neuen Shops kuratierten die Gegenstände, es ging auf einmal um Wertschätzung des einzelnen Dings, zu jedem Radierer gab es eine Geschichte […]

Ich finde diese „kuratierten“ Online Shops auch sehr schön, aber ich glaube nicht, dass die Beschreibungen ein Zeichen einer Neubelebung von Schreibwaren sind. Ich hatte gar nicht wahrgenommen, dass Schreibwaren jemals „out“ waren. Um aber überhaupt noch Gehör zu finden und sich von Massenshops abzugrenzen, muss man eine Geschichte erzählen – und das gilt auch für Schreibwaren.

Sein Buch kenne ich nicht, aber es wandert in die Pipeline meiner noch zu lesenden Bücher. Und sein Online-Shop scheint eine wahre Fundgrube zu sein. Kennt ihr den Laden in Berlin oder das Buch?

inkwell

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Über nuuna habe ich schon lange nicht mehr geschrieben. Schon im Dezember hatte ich sechs wunderschöne Notizbücher erhalten und schreibe leider erst jetzt darüber. Es handelt sich um die Bücher der Inspiration Serie.
Alle Bücher haben eine ähnliche Ausstattung: etwas kleiner als A5, Haltgummi, Fadenheftung und geniales 120 g Papier. Der Einband ist sehr griffig, die Bücher hat man gerne in der Hand.
Die Anzahl der Seiten variiert, aber das Layout hat es in sich und macht den Unterschied der Bücher aus:

  • Variante Cloud – gibt es in zwei Farben, blau und pink. Jede Seite ist mit einem sanften Wolkendruck in blau oder pink versehen.
  • Variante Bloom – hier blühen die Farben, die Seiten gibt es in zehn verschiedenen Hintergrundfarben
  • Variante Mood – jede Doppelseite scheint dem Horizont einer Landschaft zu gleichen, meist in Falschfarben, aber auf jeden Fall sehnsuchtsvoll inspirierend.
  • Variante Pure – jede Doppelseite zeigt eine Struktur, in die man verschiedenes hineininterpretieren kann

Wenn ihr Premium-Papier sucht und abseits von weißen Seiten inspiriert werden wollt – dann schaut euch diese Bücher ab. Ein Genuss.

Am liebsten würde ich alle behalten, aber natürlich gebe ich drei der fünf Bücher möchte an euch weitergeben – die anderen sind bereits anderweitig versprochen.

  • Die Verlosung startet 23. Januar 2017 und endet am 25. Januar 2017 um 18 h
  • Wer teilnehmen möchte, muss hier einen Kommentar mit einer gültigen E-Mail Adresse hinterlassen (wird nicht angezeigt und nur für die Verlosung verwendet)
  • Am Ende werden alle Kommentare durchnummeriert und die Gewinner per Zufallsgenerator ermittelt
  • Ich schreibe die Gewinner dann an und erfrage die Postanschrift
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Hinweis: die Bilder findet ihr in großer Ausfühung bei instagram und im nuuna Shop.

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Kategorie: nuuna  Tags: ,  68 Kommentare

Leser Thomas Teepe schrieb mir neulich eine höchstinteressante Beschreibung seiner Arbeitsweise mit Karteikarten. Er nutzt sie als Werkzeug, um sein Denken zu organisieren und Gedanken weiterzuentwickeln. Ich fand das so interessant, dass ich ihn fragte, ob er sich eine Veröffentlichung im Notizbuchblog vorstellen kann. Er stimmte dankenswerter Weise zu: hier seine Kurzzusammenfassung:

[…]
Zur Hardware: Ich benutze einen A5-Karteikasten im Querformat, Ringbuchpapier kariert in A5, und einen Druckbleistift samt Radiergummi.

Dazu habe ich einen einfachen Zettelhalter aus Pappe gebastelt. Auf dessen Leisten lege ich in einer Schreib-Sitzung neue oder gerade aktuelle Zettel ab – so habe ich ziemlich viel Material im Überblick (locker 20 Zettel), und das Zugreifen ist einfacher als aus dem Karteikasten selbst.
Außerdem kann ich die Zettel passend anordnen, wenn sie in einem geeigneten (meist hierarchischen) Verhältnis zueinander stehen.

Ich sehe beim Karteikasten einen erheblichen Vorteil gegenüber einem Notizbuch: Es fällt leichter, schon vorhandenes Material im Blick zu haben und daraus neue Ideen zu entwickeln – im Notizbuch braucht es dafür ein umständlicheres Blättern. Und: Neues Material lässt sich dort einfügen, wo es hingehört.

Die Arbeit auf Papier hat für mich gegenüber der Arbeit am Computer zig Vorteile: Ich werde viel viel weniger abgelenkt, die Motorik des Schreibens passt mir besser, und die Verbindung von Worten und Bildern gelingt mir nirgends so leicht wie auf Papier.
Außerdem arbeite ich beruflich am Bildschirm – irgendwann reicht es mir.

Die Zettel nummeriere ich in einem Dezimalsystem, mit Nummern wie 12, 12.1, 12.1.1 usw. Die Zettel sortiere ich im Karteikasten nach den Nummern, mit den höchsten Nummern vorn. Die meist älteren Zettel am Ende des Kastens wandern gelegentlich in ein Archiv.

Verweise zwischen den Zetteln mache ich mit Hilfe der Nummern.

Daneben gibt es mit eigenen Kartei-Reitern kleinere Zettel-Abteilungen mit Sammlungen von Themen (mit Zettel-Nummern T1, T2 usw.) und von spontanen Ideen.

Wenn ich Zettel oder Zettelgruppen entnehme, setze ich einen Platzhalter aus Karton an ihre Stelle – damit fällt das Rücksortieren leicht.

Die Zettel unterteile ich in der Mitte durch eine senkrechte Linie. Dadurch kann ich zwischen zwei Schreib-Spalten hin- und herwechseln, was ich insbesondere bei Hindernissen sehr nützlich finde – wenn ich links nicht weiterkomme, kann ich rechts nach den Ursachen fragen.
Nebenbei: Eine „größere“ Variante dieses Layouts habe ich früher über Monate mit einem Schreibblock in A3 benutzt: Ich habe das Blatt im Querformat in 6 Spalten unterteilt, habe in Spalte 1 die Notizenblöcke 1a, 1b usw. genannt und konnte dann mit Bezeichnungen wie „12:3b“ einen Verweis auf die entsprechende Stelle auf Seite 12 machen.
Die eigentlichen Notizen mache ich meist im Telegramm-Stil (mehr als Stichworte, weniger als komplette Sätze, oft hierarchisch eingerückt) und gelegentlich in Grafiken.

Daneben gibt es die „Software“ meines Schreibdenkens:
Das sind im wesentlichen Formulierungen, die mir bei der Steuerung meines Denkens helfen sollen, oft abgekürzt durch Buchstaben:
Q = „Welche Fragen kann ich hier stellen?“ „Wonach sollte ich hier fragen?“
P = „Wo liegt hier das Problem?“ „Wo hakt es hier?“
U = „Was macht mich hier unzufrieden?“
R = „An welchem Punkt sollte ich erneut ansetzen?“ (Das R steht hier für Repeat.)
Die für mich nützlichsten Werkzeuge haben mit Reflexion zu tun – was habe ich bislang gedacht, und wie komme ich hier zu weiteren Einsichten und Fortschritten?

Daneben benutze ich weitere Werkzeuge für die Zerlegung und die Konstruktion von Ideen, etwa Kreativitätstechniken wie SCAMPER – hier versuche ich, durch Modifikationen wie Substituieren, Combinieren, Adaptieren, Maximieren usw. neue Ideenfunken aus einem Gegenstand zu schlagen.

Ich sammle diese Werkzeuge wiederum auf einem separaten Satz von Zetteln, und vergegenwärtige sie mir zu Beginn einer Schreib-Sitzung.

Ältere Zettel schaue ich von Zeit zu Zeit durch und mache Ergänzungen, Verweise oder Gegendarstellungen – bei Bedarf auf neuen Zetteln.

Wenn ich das Ganze auf einen Slogan bringen sollte, unabhängig von allen Varianten der technischen Details:

Nachdenken funktioniert bei mir am besten als Schreibdenken, und Schreibdenken funktioniert bei mir am besten als fragen-geleitete Verkettung von Mikro-Essays.“ […]

(Hinweis: das folgende Foto stammt aus dem Artikel Mind Papers – ein Karteikartenkonzept von X17)

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