Autorarchiv

Die Frankfurter Buchmesse ist jedes Jahr eines der Events im deutschen Verlags- und Publisherbereich. Bei der Vielfalt der Angebot und Aussteller kommen auch Notizbuchfans auf ihre Kosten.

Leider haben es dieses Jahr weder Christian noch ich geschafft, das Event selbst zu besuchen. Glücklicherweise war jedoch Henri Apell vom Selfpublisher-Podcast an allen Tagen vor Ort. Mit ihm habe ich einen Podcast zur Frankfurter Buchmesse 2016 aufgenommen und so seine Eindrücke gesammelt.

Sein Fazit in Kurzform: Eine sehr vielfältige, abwechslungsreiche und – an den Publikumstagen – enorm volle Veranstaltung. Sie lohnt sich auf jeden Fall für Selfpublisher und Buchfans, doch auch Notizbuchfans werden in der Masse fündig.

Aus eigener Erfahrung aus den letzten Jahren merke ich hier an: Wer sich primär für Notizbücher interessiert, sollte sich im Vorfeld mit dem Programm und den Ausstellern befassen und sich die interessanten Stände und Aktionen aussuchen.

Wer seinen Besuch ordentlich plant und vorbereitet kommt auch als reiner Notizbuchfan auf seine oder ihre Kosten.

Abschießend seht ihr im Folgenden noch den offiziellen Videorückblick der Frankfurter Buchmesse selbst.

Jetzt seid ihr dran: Wart ihr auf der Frankfurter Buchmesse 2016? Dann freuen wir uns auf eure Eindrücke und Erfahrungsberichte in den Kommentaren. Was waren eure Highlights, was könnte ihr für 2017 empfehlen?

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Kategorie: Allgemein

Die Handschrift und das Schreiben von Hand sind vor allem im Bildungsbereich Gegenstand ständiger Diskussion. Die Verfechter sagen, die haptische Tätigkeit fördere die Feinmotorik und kognitive Fähigkeiten. Kritiker sehen in der Handschrift einen Anachronismus, der in Zeiten von Laptops, Tablets, Spracheingabe und anderen Eingabemethoden unnötig geworden ist.

Unterstützung bekommen die Verfechter der Handschrift von LAMY. Leser Matthias macht uns via E-Mail auf das LAMY-Schreibforum aufmerksam, in dem LAMY verschiedene Experten zum Thema Handschrift befragt hat.

Das Unternehmen selbst beschreibt es so:

In einer Zeit, in der sich durch digitale Kommunikationsmedien im Schriftsprachgebrauch vieler Menschen eine stetige Veränderung vollzieht, sieht Lamy es als seine Aufgabe an, die aktuelle Bedeutung des von Hand geschriebenen Wortes und der eigenen Handschrift näher zu analysieren.

Nun hat LAMY als Hersteller von Füllern und Schreibgeräten natürlich ein Interesse daran, die Bedeutung der Handschrift hervorzuheben. Dennoch enthält die Dokumentation des Schreibforums – sie ist als PDF frei erhältlich – gute Informationen und Hinweis für alle, die sich mit Handschrift befassen wollen. Eine klare Leseempfehlung zu diesem Thema.

Lamy_Handschriftforum

Danke an Matthias für den Hinweis. Wie haltet ihr es mit der Handschrift? Wichtig oder unnötig? Ich freue mich auf eure Meinung.

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:

    Keine ähnlichen Artikel gefunden


Kategorie: Lamy

Northbound Notebooks from Adam on Vimeo.

I was tired of burning through expensive notebooks and their thin paper. So I turned to other options. I looked online. I searched far and wide. Dozens later, I was left frustrated. I couldn’t find a solid refillable notebook with great paper. It was even harder to find something big enough for practical use.

Big ideas don’t fit on tiny pages.

Mit diesen Worten beschreibt Adam den Beginn einer Geschichte, an deren Ende die heutigen Northbound Notebooks stehen. Die Idee erinnert mich ein wenig an meine geliebten Taschenbegleiter:

Das Notizbuch besteht aus einem Ledereinband, in den mit entsprechender Heftung Papier eingebracht wird. Die Seiten lassen sich herausnehmen, auffüllen und ersetzen. So kann das Notizbuch nie wirklich leer werden und ein neues Notizbuch ist nicht nötig.

Adam und Mark bieten neben den Ledereinbänden auch hochwertiges Papier an, mit dem die Northbound Notebooks befüllt werden können. Im folgenden Video seht ihr das Companion Notebook.

The Companion from Adam on Vimeo.

Als großer Taschenbegleiter-Fan reizen mich solche Konzepte ja immer sehr. Ich mag den Gedanken, meine Notizen an einem Ort gesammelt dabei zu haben und immer wieder nachfüllen zu können.

Allerdings haben solche Konzepte auch ihren Preis: Die Ledereinbände beginnen bei circa 60 Dollar und da Northbound in Kanada angesiedelt ist, fallen da auch noch mal Versandkosten an. Dafür werden die Notizbücher aus lokalen Materialien von Hand hergestellt und sind damit Unikate.

Wer auf Ledernotizbücher steht und Konstanz statt Abwechslung schätzt, dürfte bei Northbound an der richtigen Adresse sein.

Hat jemand aus der Leserschaft ein Northbound Notizbuch im Einsatz und kann darüber berichten?

P.S.: Das Northbound & Notable Magazin ist mir noch eine eigene Erwähnung wert. Wer auf gute Artikel zu kreativen Themen steht, sollte mal einen Blick hineinwerfen. Auch wenn ihr kein Northbound Notizbuch besitzt ist das Magazin lesenswert.

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Papier ist ein wunderbares Material. Es lässt sich nicht nur mit allen möglichen Stiften beschreiben und in verschiedenste Formen bringen, es ist auch hervorragend recyclebar. Dass sich aus benutztem Papier neue Seiten fertigen lassen, dass Altpapier eine sinnvolle Verwendung finden kann – all das ist nicht neu.

Recycling klingt zwar umweltschonend, ist es – zumindest im Fall von Papier – nur bedingt. Nicht nur der Wasserverbrauch, vor allem die Transportkosten und die dabei anfallende Emissionen machen machen Recyclingpapier nur semi-umweltfreundlich.

Epson, eher bekannt als Druckerhersteller, will zumindest das Transportproblem lösen und aus der Gleichung entfernen. Gelingen soll das mit dem Epson PaperLab, das nächste Jahr (2017) auf den Markt kommen soll.

In den Worten der Kollegen von Golem:

Das Paperlab von Epson ist eine Papierrecyclemaschine für größere Firmen. Das Gerät kann nach Angaben des japanischen Herstellers pro Minute 14 neue Seiten aus Altpapier erzeugen und verwendet dazu kein Wasser.

Anders formuliert: Das Papierrecycling findet direkt am Verbrauchsort statt, Transportweg entfallen. Sicherlich eignet sich die Maschine nur für Unternehmen, doch wenn die Technik sich durchsetzt, könnte perspektivisch auch der Einsatz in Coworking-Spaces und anderen Orten mit hohem Papierverbrauch anstehen.

Wäre ein solches Gerät – bezahlbarer Preis vorausgesetzt – für euch interessant?

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Kategorie: Fundstücke

Bücher entführen Leser in andere Welten und regen das Kopfkino an. Bei entsprechend lebendiger Fantasie kann selbst der beste 3D-Film einpacken. Fotobücher gehen einen anderen Weg und ermöglichen dem Leser ungewöhnliche und neue Einblicke und Perspektiven.

Das 360° Book findet sich irgendwo zwischen einem normalen Buch und eine Foto-Band wieder. Hier handelt es sich um Kunst in Buchform, die ein ganz anderes Erlebnis möglich macht. Tina Roth Eisenberg schreibt auf SwissMiss dazu:

Drawing on both art and architecture, the award-winning 360° book allows the reader to get a 3D, panoramic view of Mt. Fuji, illustrated by Yusuke Oono.

This compact book transforms into a sculpture-like circle of pages that can be displayed as a decoration, or laid flat to be perused at your leisure. Just be careful – this book just might make your other books jealous.

360_Book_1

Ob andere Bücher angesichts des 360° Books wirklich neidisch werden, weiß ich nicht. Doch Ansatz und Idee sind allemal ungewöhnlich und ich bin mir sicher, dass dieses Buch ein echter Hingucker im Bücherregal ist.

Würdet ihr euch so etwas in euer Regal stellen? Was haltet ihr vom Konzept?

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Kategorie: Fundstücke

Wer schon mal iOS – oder Web- und Android – Apps entwickelt hat weiß: Vor der Programmierung und all den technischen Komponenten der App-Entwicklung stehen Stift und Papier. Was komisch klingen mag hat einen einfachen Grund:

Erste Ideen für Grafiken und Benutzeroberfläche lassen sich leichter zu Papier als auf einen Bildschirm bringen. Damit die Ideen später auch wirklich zum jeweiligen Device passen, müssen allerdings die Maße stimmen. Und genau hier kommt iOS Dot Grid Sketch Paper zum Einsatz.

Die für iOS 10 aktualisierten Vorlagen bieten jedoch nicht nur das richtige Größenverhältnis:

Perfect for iOS, these dotted wireframe papers have all of the UI Elements marked down the sides, as well as half, third, and fourth markers along the top.

Der Anbieter des Idea to App Book entwickelt seine Vorlagen kontinuierlich weiter und wird sie vermutlich auch an künftige iOS Versionen anpassen.

Sind Entwickler unter unseren Lesern, die mit den Vorlagen bereits gearbeitet haben? Dann freuen wir uns über eure Kommentare.

iOS_Sketch_Paper___Idea_to_App

Gefunden haben wir den Hinweis auf die Aktualisierung bei den Kollegen von Thenextweb.

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Kategorie: Fundstücke

Als bekennender Moleskine und Livescribe Fan war die Ankündigung, die vor kurzem in mein E-Mail-Postfach flatterte, ein kleines Fest. Denn jetzt gibt es auch von Moleskine ein Notizbuch, das mit dem Livescribe Smartpen zusammenarbeitet. Das Livescribe-Notebook verfügt über das gleiche fast unsichtbare Muster wie auch die Livescribe eigenen Notizbücher und Blöcke.

Wer Livescribe nicht kennt: Es handelt sich um einen elektronischen Stift, der alle Notizen direkt an das iPad – und Evernote – übertragen kann. Wenn, ja, wenn auf Papier mit einem fast unsichtbaren Punktmuster geschrieben wird, das der Stift mit seiner Kamera erkennen kann.

Livescribe_Moleskine

Ich selbst nutze das Livescribe-System schon lange, war mit der Haptik der Notizbücher und Blöcke jedoch nie ganz glücklich. Mit dem Moleskine-Notizbuch ändert sich das hoffentlich. Hat einer von euch das Noitzbuch und den Livescribe im Einsatz und kann erste Erfahrungen beisteuern? Das Bild stammt übrigens von den Kollegen von fastcodesign.

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Kategorie: Moleskine  Tags: , ,

Wenn ihr öfter auf reisen und oder einfach viel unterwegs seid, dürfte sich Euer Notizbuch schnell zu einem unschätzbaren wertvollen Dokument der Reise entwickeln. Eine kurze Notiz dort, ein Gedanke hier, ein Tagebucheintrag da und schon sammeln sich ganz persönliche Erinnerungen an, mit denen ihr Eure später wieder erinnern könnt. Klar gibt es spezielle Reisetagebücher und auch unzählige Applikationen, die speziell für diese Aufgabe geschaffen sind. Eines geht ihnen jedoch ab: Die Möglichkeit, Erinnerungsstücke von Eurer Reise mitzunehmen.

Genau hier setzt das Team von Remember mit dem TripBook an, einem Notizbuch – eigentlich einem Reisetagebuch – der etwas anderen Art. Klassische Notizen könnt ihr hier zwar nicht – zumindest nicht direkt im Buch – unterbringen, dafür finden allerlei Erinnerungsstücke von der Postkarte über den Bierdeckel bis hin zum Zuckerpäckchen Platz.

Im Grunde ist die Idee nicht neu, handelt sich aus meiner Sicht beim TripBook doch schlicht um ein größeres Briefmarken- und Münz-Album. Dennoch hat das TripBook einen gewissen Charme und fällt für mich klar in die Warum-bin-ich-da-nicht-selbst-drauf-gekommen-Kategorie.

Als Notizbuchliebhaber würde ich in der ersten Hülle im TripBook noch ein Notizbuch von Moleskine oder Leuchtturm unterbringen und hätte damit sowohl Notizen als auch Erinnerungsstücke griffbereit zur Hand.

Wäre das TriBook was für Euch? Nutzt ihr vielleicht schon eine DIY-Lösung für diesen Zweck?

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


I think letter-writing is a casualty of that same impulse. We spend so much time reading and writing fractured pieces of our experience that we forget to tell our story in the broad strokes of a diary or letter.

Dieses Zitat stammt aus Jason Boogs Artikel auf Mediabistro über die Bedeutung handschriftlicher Briefe. Sein Fazit: Handschriftliche Briefe sind nach wie vor wichtig, da sie uns dazu zwingen, zusammenhängende Texte zu schreiben und uns nicht nur auf Textfragmente und chat-ähnliche Texthappen zu konzentrieren. Bei diesem Argument stimme ich ihm zwar zu, doch es reicht meiner Meinung nach längst nicht aus, um die Bedeutung handschriftlicher Briefe wirklich zu beschreiben.

Briefe: Zeichen von Wertschätzung und Zeit

Wie Christian in einem früheren Artikel bereits schrieb, gibt es immer mehr Projekte und Bewegungen, die den Wert handschriftlicher Briefe neu entdecken und verbreiten. Aus meiner Sicht ist das kein Wunder zeigt ein handgeschriebener Brief in der heute schnelllebigen, von E-Mail, WhatsApp und Messengern dominierten Zeit doch, dass sich ein Mensch Zeit genommen hat, um mir zu schreiben und seine Gedanken in Worte zu fassen.

Wenn es sich dabei nicht gerade um einen Drohbrief handelt, kommt dadurch ein hohes Maß an Wertschätzung und Respekt zum Ausdruck. Qualitäten, die zeitlos und nach wie vor unendlich wertvoll sind. Doch der Wert handschriftlicher Briefe reicht noch weiter, denn bei vielen Menschen beobachte ich, dass das oft fast schon verlernte Schreiben von Hand eine erstaunlich emotionale Reaktion auslöst, Kreativität freisetzt und Gedanken ermöglicht, die bisher zurückgehalten und blockiert waren.

So bequem und komfortabel Tippen auch sein mag, echte Leidenschaft lässt sich oft am besten ausdrücken, wenn eine Feder über hochwertiges Papier gleitet, die Hand den angenehmen Widerstand spürt und das Ohr die leisen Geräusche der Feder auf dem Papier wahrnimmt. Die eigenen, zu Worten gewordenen Gedanken Realität werden zu sehen und die Tinte beim Trockenen zu beobachten hat etwas meditatives, das zur Entschleunigung und zur Achtsamkeit zwingt und bisher unbewusste Gedanken und Emotionen freisetzt. Nicht nur im Coaching sind handschriftliche Briefe – oder auch das Führen eines handschriftlichen Tagebuches – hervorragende Werkzeuge, um sich in Ruhe mit sich selbst oder anderen Menschen auseinanderzusetzen.

Für mich ist das Schreiben von Briefen daher ein wertvolles Ritual und ganz und gar kein anachronistischer Zeitvertreib. und für Euch?

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Das Bild vom professionellen Autor hat sich im Lauf der Zeit massiv verändert. War das typische Bild früher untrennbar mit Notizbuch und Stift und später mit der Schreibmaschine verbunden, denken die meisten Menschen heute ganz automatisch an Laptops oder Tablets als Schreibwerkzeuge moderner Autoren. Doch so treffend diese Assoziation in vielen Fällen auch sein mag, gibt es doch Ausnahme. Berühmte Ausnahmen, wohlgemerkt, von denen Mashable zehn zusammengetragen hat.

Darunter sind Autoren wie Quentin Tarantino, George R. R. Martin – Games of Thrones anyone? – und George Clooney (ja, der schreibt auch Drehbücher und Skripte). Sie nutzen Tools von der analogen Schreibmaschine bis zum bewährten Notizbuch und sind mit diesen analogen Schreibwerkzeugen kreativer als mit dem Laptop.

10_Famous_Writers_Who_Don_t_Use_Modern_Tech_to_Create

Quentin Tarantino beschreibt seinen Workflow beispielsweise so:

„My ritual is, I never use a typewriter or computer. I just write it all by hand. It’s a ceremony. I go to a stationery store and buy a notebook — and I don’t buy like 10. I just buy one and then fill it up. Then I buy a bunch of red felt pens and a bunch of black ones, and I’m like, ‘These are the pens I’m going to write Grindhouse with,’“…

Das Schreiben von Hand hat nicht nur haptische, sondern auch neurologische Vorteile gegenüber dem reinen Tippen. Interessieren Euch diese Unterschiede? Und schreibt ihr selbst noch von Hand?

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie: