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Jochen Mai schreibt in der karrierbibel in Schreib mal wieder – Warum wir unsere Gedanken öfter notieren sollten über das Indiz, dass uns das Niederschreiben von Gedanken, Gefühlen und Ideen intelligenter machen könnte:

[...] Hätten Sie gewusst, was Genies wie Albern Einstein, Sir Isaak Newton, Blaise Pascal, Thomas Edison oder Johann Sebastian Bach gemeinsam hatten? Richtig: Viele von ihnen sammelten bereits in der Jugend ihre Gefühle und Gedanken in Tage- und Notizbüchern [...]

Er schreibt, dass es dabei nicht unbedingt um das private Schreiben ginge und dass das Notieren auch “öffentlich” – also im Internet – passieren kann, aber private Notizen hätten ihre Vorteile: man stelle sich nicht selbst bloß und schade ggf. der eigenen Reputation. Ein schöner Artikel, lohnt sich zu lesen.

Ich finde, dass privates (und v.a. handschriftliches) Schreiben weitere Vorteile hat. Zum einen ist man nicht so sehr stilgetrieben und muss für “Leser” schreiben. Gedanken können schnell und hemmungslos zu Papier gebracht werden. Außerdem ist das privat Geschriebene später einfacher störungsfrei zu lesen, man wird nicht von der Technik abgelenkt. Oder wollt ihr eure Gedanken in eurer Facebook Timeline “notieren” und dann später beim Lesen von Werbung, Müll und Ablenkungslinks gestört werden?

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Herr Tepe von linobooks schickte mir diese Woche den interessanten Link auf den Artikel Heute ein Schriftsteller. Es geht um den “Trend zum Selberschreiben”, nicht in erster Linie um analoges Schreiben, sondern das Schreiben im Allgemeinen. Professor Stephan Porombka sei der Meinung, dass auch Schreiben im Netz eine “literarische Spielwiese” sei.

Aber natürlich wird auch auf das Schreiben in Notizbücher eingegangen und den neuen Trend hin zum privaten Schreiben – im Gegensatz zum öffentlichen Schreiben im Web 2.0. Und dabei wird dem analogen Schreiben in analoge Bücher eine große Zukunft vorausgesagt:

[...] Christian Schärf, ein Kollege Porombkas in Hildesheim, prophezeit im Duden-Ratgeber „Schreiben für den Tag“ frohgemut: „Die Kultur einer neuen Intimität, die sich unter der Oberfläche der digitalen Vermassung entfaltet, wird auf das Tagebuch zurückgreifen, wird es als die ursächliche Quelle von Intimität und Selbstreflexion entdecken.“ [...]

Interessanter Artikel. Allerdings sind auch ein par Ungereimtheiten darin. Das Buch, das oben erwähnt wird, heißt meines Wissens nach Schreiben – Tag für Tag (Julia berichtete) und nicht “Schreiben für den Tag”. Und am Ende des Artikels wird behauptet: “In einer Münsteraner Kneipe fand jetzt die erste Tagebuchlesung statt” – also da gab es mindestens mal den Diary Slam in Hamburg (Angelika berichtete, s. auch Diary Slam im ZDF).

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Habt ihr den Begriff Scout Books schon einmal gehört?  Das sind kleine handliche Notizbücher, welche in jede (Hand)-Tasche passen und Platz für Ideen und Notizen bieten.  Vielleicht passt der Begriff Schreibhefte auch besser. Man kann auch eigene Notizbücher entwerfen, wovon man allerdings gleich 50 Stück abnehmen muss.

 

Vielleicht holt ihr euch auch Inspiration von der Galerie oder dem Toolkit. Die Webseite verrät nämlich auch gleich, wie man die Büchlein füllen kann.

 

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readwriteweb.com ist ein Technologie Blog, das ich gerne lese. Umso erstaunter war ich über den Artikel A Note on Paper: The Human Interface, in dem sich einer der Blogger als Papierfan outet und anlysiert, wie man wohl Software schreiben müssen, um näher dran zu sein am papiernen Arbeiten:

[...] But the truth is, portable computing devices contain no software, no functionality, no apps that substitute for the functions paper performs in my life. So for me, “dead trees” have yet to die out. Yes, I’ve seen Evernote, and I even like it. But in response to the many folks who’ve met me in person and asked if I forgot my tablet, I’d like to explain the key reasons why technology has yet to break my dependence on paper: [...]

Und dann erklärt er, warum Papierfür ihn handhabbarer ist als digitale Notizen:

[...] 1. Not every note I jot down has to make immediate sense. [...] 2. I’ve developed a working shorthand [...] 3. Paper is my missing memory. [...]

Und am Ende überträgt er die fürihn herausragenden Eigenschaften von Papier auf ein noch zu schaffendes digitales “Human Interface”. Ein Punkt war mir bisher noch gar nicht klar, aber er leuchtet mir sofort ein: viele geschriebene Dinge merkt man sich anhand der Position auf der Seite und am Aussehen des Layouts der Seite, also nicht am Geschriebenen. Man blättert dann nach den Seiten, von denen man weiß, wie sie aussahen – etwa, wo man viel durchgestrichen oder eine bestimmte Zeichnung angefertigt hat. Da geht es nicht um Inhalte, sondern um die Form. Sehr interesssanter Ansatz. Das in Software umzusetzen und v.a. dort durchsuchbar zu machen, scheint mir wirklich eine Herausforderung zu sein.

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Kategorie: schreiben  Tags: ,  Ein Kommentar

 

Raeder hat die Reihe “Paper & Poetry” auf den Markt gebracht, die es bei Designerheaven zu kaufen gibt.  Zur Reihe gehören Notizbücher, Notizblöcke, Stifte und andere Büromaterialien, die mit poetischen, bekannten und motivierenden Sprüchen und Zitaten bedruckt sind.

 

Bürokollektion Paper & Poetry von Raeder:
Eine Verbindung von Alltag und Poesie wird zum Blickfang in Büro und Arbeitszimmer. Ein Schreibtisch voller kleiner Botschaften, die von Gedanken und Taten, von Ordnung und Chaos erzählen. Eine Collection voller Papier und Poesie, Frohsinn und Phantasie. Eine Denkpause zwischen den Aufgaben und ein Lächeln zwischen Akten und Büchern. Kleinigkeiten voller Sinn und Nutzen, voller Zauber und Poesie erhellen den Alltag und den Schreibtisch. Zum Ordnen und Sortieren, Arbeiten und Lernen, Schreiben und Malen, Erinnern und Erfreuen, Verschenken und Verschönern. Für Kommunikation und Freude, für Sinn und Sinnlichkeit. Für Dichter und Denker, Alltagshelden und liebenswerte Kollegen.

 

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Schreiben ist eine Angelegenheit, die dem Menschen nicht nur intellektuelle sondern auch motorische Fähigkeiten abverlangt. Diese Kombination macht die Handschrift so erfolgreich. Umso erstaunlicher sind Versuche in England, wo man Schüler für den Unterricht mit iPads ausstatten wird. In Will turning to tablet computers to educate pupils kill handwriting? wird darüber berichtet:

[...] The pen is mightier than the sword. But can it compete with the iPad? [...] a secondary school in Cornwall will provide all 900 of its pupils with an iPad. However, some fear this kind of move could spell the end for handwriting and the benefits it brings. [...]

Der “Head of Computing” dieser fortschrittlichen Schule hat da seine eigene Philosophie wie er damit umgeht, dass immer weniger mit der Hand geschrieben wird:

[...] ‘I think that’s something that’s got to come,’ he says. ‘It seems a logical end point. Handwriting already is a dying art and it’s you and I who are killing it, because adults are not handwriting.’ [...] ‘What you might see is a generation of kids growing up who are as good at writing with their finger on a touch screen as they are with a pencil.’ [...]

Also: wenn schon niemand mehr mit der Hand schreibt, brauchen wir das auch in der Schule nicht mehr so intensiv zu nutzen. Tolle Logik. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das eine gute Idee ist. Auch im Artikel Leserbeitrag: Schreibpsychologie schien es, als sei die Handschrift doch mehr als nur eine andere Art, Ideen und Gedanken zu erfassen.

Was meint ihr dazu? Wird die Handschrift in der Schule irgendwann nicht mehr gelehrt? Wird sie eine “tote Technologie” sein, die wie Latein behandelt wird?

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Irgendwann im November stieß ich auf das Blog bakadesuyo.com, eine Fundgrube irrwitziger Untersuchungen aus der Welt der Wissenschaft. Als einer der ersten Artikel fiel mir Can writing speed physical healing? ins Auge. In dieser Untersuchung ließ man verwundete Personen entweder über Zeitmanagement schreiben oderüber ihre traumatischen Ereignisse. Und siehe da:

[...] The study used a prospective, longitudinal design with random assignment to the control (writing about time management) and experimental group (writing about a traumatic event). [...] Participants who wrote about traumatic events had significantly smaller wounds 14 and 21 days after the biopsy compared with those who wrote about time management. [...]

Interessant, was Schreiben über Gefühle und Gedanken bringt. Und in aller Ruhe in ein Notizbuch zu schreiben ist auch noch beruhigend dazu.

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In der Blogfreien Zeit bin ich ein bisschen mehr als sonst zum Lesen gekommen, was natürlich auch an den freien Tagen lag. Ich habe zu Weihnachten das Buch “Ohne Netz: Mein halbes Jahr offline” von Alex Rühle geschenkt bekommen. Rühle ist Journalist bei der Süddeutschen Zeitung und hat ein halbes Jahr auf Handy und Internet verzichtet. Komplett und konsequent. Das Buch hat mich sehr zum nachdenken angeregt, weil ich mich  – und ich glaube vielen Menschen geht es so – in manchen Verhaltensweisen gut wiedererkannt habe.  Ich bin zwar kein Mensch, der nicht mehr von Hand schreibt, aber auch ich ertappe mich dabei, wie aus “Nur mal schnell was im Internet gucken” rasant Stunden werden. Rühle hat damit Schluss gemacht und führt uns vor Augen, wie mühsam ein Leben offline ist. Als Journalist fällt ihm das vielleicht doppelt schwer, weil er permanent auf die Auskunft anderer angewiesen ist und es nicht einfach ist, ohne Internet den richtigen Ansprechpartner zu finden.

Rühle ist konsequent, entschleunigt seine eigene Zeit und greift wieder zu Papier und Stift: Er steht um fünf Uhr auf und führt wieder Tagebuch. Ganz einfach Tagebuch, so wie er es früher getan hat.  Und er schreibt Briefe und Postkarten. Aber im Berufsleben stößt er an seine Grenzen und ist auf die Hilfe seiner Kollegen angewiesen.

In seiner Begegnung mit einem Inhaftierten, der tatsächlich intensive Entzugserscheinungen nach Abgabe seines Blackberrys eindrücklich schildert, wird dem Leser mehr und mehr bewusst, welche Folgen die  Vernetzung der heutigen Zeit  hat.  Der Soziologe Rosa verweist im Interview auf die unermesslich angewachsene Termindichte, befördert durch ständige Erreichbarkeit und Vernetzung und sieht sich einer allgemeinen “Temporalinsolvenz” gegenüber.
Daraus resultiert eine Unruhe, von der Rühle mit Humor und Ironie berichtet.  Dahinter verbirgt sich aber mehr: eine Sucht. Rühle reflektiert seine Einstellung zum Internet und beobachtet, wie auch seine Kollegen stundenlang am Internet festhängen.  Rühle  reflektiert nicht nur seine Einstellung zum Internet, sondern auch die der Anderen. Das Blackberry ist schon längst zu einem Crackberry geworden, ein Suchtmittel. Doch welche Sucht wird gestillt? Sind wir wirklich nur so lange im Netz, weil wir es müssen oder etwa doch, weil wir hier hängen bleiben?

 

Ohne Netz: Mein halbes Jahr offline
(Werbelink), knapp 9 EUR

 

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Ende September hatte ich schon über das Buch “Schreiben: Tag für Tag” aus der Duden-Serie berichtet. Inzwischen hab ich das Buch gelesen und mir eine Meinung dazu gebildet.  Der Trend geht eindeutig zu handschriftlichen Notizen. Notizbücher sind gefrager denn je und erleben eine große Renessaince. Aber jedes Notizbuch hat leere Seiten – diese wollen gefüllt werden.  Das Buch von Christian Schärf will Anleitung zum Tagebuchschreiben oder Führen eines Journals geben, ist aber eigentlich kein Methodenkompendium, sondern Streifzug durch die Tagebücher großer Schriftsteller und Autoren. Der Leser erfährt wie Kafka, Brecht und Co. Tagebuch geführt haben, sodass sich das Buch wie eine kleine Pfadie queer durch die Literaturgeschichte liest.  Genaue Tipps, wie man ein Tagebuch überhaupt erst anfängt, erfährt der Leser leider nicht.

Vielmehr enthalten die Schreibaufgaben allgemein gehaltene Aufgaben. Für Anfänger halte ich das Buch daher nicht geeignet. Natürlich sind die Tipps nicht schlecht, aber ein “Anfänger”, der sich mit Notizen und Tagebüchern nie befasst hat, ist bei den meisten Aufgaben überfordert.  Dem Buch sollen seine Qualitten allerdings nicht abgesprochen werden. Es ist für erprobte Tagebuchschreiber eine Hilfe. Sie werden dazu angeleitet, die verschiedenen Tagebuchformen auszuprobieren, erfahren wodurch sich diese unterschieden und bekommen nützliche Hilfestellungen, um an der eigenen Sprache zu arbeiten.

Für Anfänger würd ich einfach empfehlen, gezielt den Tagebuchdienstag (hier finden sich auch weitere Literaturangaben)  zu verfolgen oder mit Christians Notizbuchregeln zu arbeiten.

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Screenshot

 

Eine spezielle Tasche für Stifte stellt die Firma Franklin-Christoph her. Penvelope-Taschen sind aus feinem Leder (gibt es in verschiedenen Farben und Arten).  Das Interior ist aus feinem Stoff, um das Leder zu schützen, wenn ein Stift doch mal ausläuft oder der Deckel verrutscht. Auch hier können verschiedene Farben gewählt werden. Die Tasche wird mit einem Magnet verschlossen und bietet Platz für 6 Stifte. Die Firma, die auch andere Schreibwarenprodukte im Sortiment hat, liefert international.

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