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Im Artikel This Machine Creepily Duplicates Your Handwriting Perfectly gibt es ein Video, das über eine Maschine (und Software) berichtet, die die eigene Handschrift kopiert und dann mit einem Stift entsprechende Texte verfassen kann. Ich werde nicht wirklich schlau daraus, wie der Lernvorgang für die Schrift funktioniert, aber das Video sieht interessant aus.
Erinnert mich irgendwie an Pensaki und andere Computer Ansätze. Aber ist das dann wirklich Handschrift?

machine_handwriting

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„Wer schreibt, küsst besser“ auf diesen lustigen Spruch einer Aktion der Initiative Schreiben hat mich ein Blogpost des Lexikaliker aufmerksam gemacht.

Schönes Wochenende euch allen!

wer_schreibt_kuesst_besser

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Leser Peter schickte mir den Link auf reMarkable. Dabei handelt es sich um eine Art Tablet zum Lesen, Schreiben und Zeichnen – sie nennen es „Paper tablet“:

[…] WHY A PAPER TABLET? – We love paper, but compared to our digital devices it’s an island. Analogue. Disconnected. Limited. We are making paper digital, connected, limitless. With digital powers, paper becomes even more powerful. […]

Ich muss zugeben, dass mich so ein Gerät schon mal reizen würde, weil ich immer wieder von der Technik fasziniert bin. Allerdings ist der Preis mit mehr als 700 USD sehr hoch, auch wenn es das Gerät aktuell in der Vorbestellung für knapp 430 USD gibt.
Soweit ich es verstanden habe, speichert das Gerät alles lokal, d.h. es geht nichts in die Cloud. Dazu muss man es mit einem mobilen Gerät verbinden (Bluetooth?), von dem aus dann eine App die Synchronisation mit einem Cloud-Service übernimmt.

Auch wenn die Schreiberfahrung auf dem Gerät der analogen Welt nahekommt, so gibt es doch wieder die üblichen Kompromisse: kein Blättern in den Seiten, kein spontanes Kritzeln in alten Aufzeichnungen, Gebundenheit an die Benutzerführung und das Bedienkonzept. Wahrscheinlich würde ich eine Weile damit experimentieren und dann auf romantisch verklärtes Papier zurückfallen.

remarkable

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Über einen Tweet von X17 fand ich den Artikel Erfurter Künstlerin gründet „Club zur Rettung der Handschrift“.

Auf ihrer Homepage erfährt man, dass es um einen „geistigen Club“ handelt:

[…] er „Club zur Rettung der Handschrift“ ist ein rein geistiger Club. Er wurde von mir 2009 als Kunstprojekt geschaffen, um darauf aufmerksam zu machen, dass wir so viel wie möglich wieder mit der Hand schreibend kommunizieren sollten und wenn es „nur“ mittels einer Postkarte ist. […]

Der einfachste Weg, die Handschrift zu retten, ist selbst von Hand zu schreiben. In diesem Sinne: nutzt den Sonntag und schreibt Postkarten an eure Freunde und Verwandte!

trillhase_club_handschrift

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Kategorie: schreiben  Tags: , ,  2 Kommentare

In der karrierebibel las ich von einer Studie, die Notizbuchfans und Freunde der Selbstorganisation interessieren könnte: Study focuses on strategies for achieving goals.

In der Studie musste die Teilnehmer sich Ziele vornehmen und auf verschiedene Weise protokollieren: Ziele mündlich protokollieren, Ziele schriftlich festhalten, Maßnahmen festhalten und Fortschritt festhalten. Diejenigen, die Ziele und den Fortschritt regelmäßig notiert haben, hatten die höchste Quote an Zielerreichung. Die Erklärung liegt laut karrierebibel in der Betonung des Positiven und das Notieren der kleinen Fortschritte belohnt das Gehirn. Das ist dann wohl ähnlich wie beim Abhaken, das glücklich macht.

[…] Matthews found that more than 70 percent of the participants who sent weekly updates to a friend reported successful goal achievement (completely accomplished their goal or were more than half way there), compared to 35 percent of those who kept their goals to themselves, without writing them down. […]

Interessant ist noch, dass die Leute ihre Ziele mit anderen geteilt haben und nicht nur für sich selbst gehalten habe. Vielleicht funktioniert auch deshalb der Gamification-Effekt in Fitness-Apps – zumindest bei manchen.

Die Macher der Studie wurden durch eine Studie inspiriert, die nie stattgefunden hat: „1953 Yale Study of Goals“ – eine Urban Legend. Ihre eigene Studie deutet nun zumindest darauf hin, dass Notieren von Zielen tatsächlich einen großen Effekt haben kann.

aufschreibenziele

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Wer von euch kennt den National Novel Writing Month? Wer ihn nicht kennt, kann sich die Homepage oder den Wikipedia-Eintrag anschauen. Heute ist der Starttag … wenn ihr also schon immer mal einen Roman schreiben wolltet, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, damit anzufangen.
Danke an Kollege Tobias für den Tipp – und viel Erfolg beim Schreiben des eigenen Romans …

nanowrimo

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Im PsyBlog las ich von einer Studie, die im Journal of Writing Reserach veröffentlicht wurde. In dieser Studie wurde untersucht, wie gut sich die Probanden beim Schreiben von Hand, auf einer echten Tastatur oder einer virtuellen Tastatur später an das Geschriebene erinnern können. Das Ergebnis:

[…] Results show that there was an omnibus effect of writing modality and follow-up analyses showed that, for the free recall measure, participants had significantly better free recall of words written in the handwriting condition, compared to both keyboard writing conditions. There was no effect of writing modality in the recognition condition. This indicates that, with respect to aspects of word recall, there may be certain cognitive benefits to handwriting […]

Die Handschrift ist also klar im Vorteil. Allerdings wurden nur 36 Leute getestet – diese Studien haben immer so wenig Probanden, dass ich die Ergebnisse gefühlt nicht so wertschätzen kann. Aber immerhin eine gute Nachricht für alle Tagebuchschreiber und analogen Notizbuchbenutzer.

jowr

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Leserin Martine twitterte mir den Link auf den Artikel 99 Prozent Öffnungsrate: Warum ein handgeschriebener Brief jeden E-Mail-Newsletter alt aussehen lässt. Darin wird die Handschrift aus ganz anderer Perspektive beleuchtet. Bisher fand ich meist Artikel, die eher den persönlichen Charakter anpriesen, die Kulturtechnik vergötterten oder von positiven psychologischen Vorteilen berichteten. Wen das alles nicht überzeugt hat: jetzt geht es ums Geld, nämlich im Marketing. Verknappt: Handschrift hilft, mehr Geld zu verdienen. Nämlich im Umweg über das Marketing:

[…] Aus Sicht von Maclean und Stallard macht aber vor allem ein Kriterium die Handschrift zur ultimativen Marketing-Waffe: Ihre im Vergleich zum E-Mail-Newsletter deutlich höhere Öffnungsrate. Diese liege bei sagenhaften 99 Prozent, wie beide mit Verweis auf mehrere unabhängige Studien berichten. Kaum ein von Hand geschriebener Brief werde ungelesen in den Papierkorb geworfen. […]

Der Abschnitt verlinkt den Artikel Don’t Let Your Direct Mail be Mistaken for Junk Mail: Use Postmark Perfect, wo diese Studie zitiert wird: DMA: Direct mail response rates beat digital. Na ja, die ist von 2012, aber immerhin.

Eine Bank hat dank der Handschrift angeblich 27 Mio. Dollar gespart. Und wer jetzt denkt: was eine Marktlücke, dem seien diese Dienste genannt:

[…] Der Einstieg ist dabei leichter als gedacht: Online-Dienste wie ScribbleMail , MailLift , Inkpact oder Wunderpen und Pensaki aus Deutschland helfen bei der Durchführung einer solchen Kampagne. Die Anbieter übernehmen etwa die lästige Schreibarbeit und kümmern sich auch um den Versand der Botschaften. […]

Mindestens über Pensaki hatte ich ja schon berichtet.

Hoffentlich werden wir nun nicht mit pseudo-handschriftlichen Marketingmaterial überflutet.

t3n_handschrift

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Im Artikel People Who Write Well Do This One Simple Thing, Psych Study Finds wird eine Studie vorgestellt, die die Schreibgeschwindigkeit zum Gegenstand hatte. Intuitiv hätte man die Ergebnisse erwartet, oder? Hier die Zusammenfassung:

[…] People who type quickly may use the first word that comes to hand. Slowing down allows the mind more time to find the right word. This could be why forcing yourself to slow down a little improves the sophistication of vocabulary used. […]

Wer zu schnell schreibt, denkt zu wenig nach. Wer zu langsam schreibt, denkt zu viel nach. Wenn man aber zu schnell unterwegs ist und sich etwas bremst, der kommt zu besserer Textqualität.
Diese Regel scheint übrigens unabhängig davon zu gelten, ob man analog oder digital schreibt.

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Leserin Judith machte mich auf den Artikel „Aktion Handschreiben 2020“ – Mission: Rettet die Handschrift! aufmerksam.
Auf der Bildungsmesse didacta wurde eine Initiative zum Erhalt der Handschrift ins Leben gerufen. Immer mehr Schüler haben scheinbar Probleme mit der Handschrift. Kein Wunder, wird doch in manchen Ländern schon das Lernen der Schreibschrift eingestellt:

[…] Seit diesem Jahr müssen finnische Schüler keine Schreibschrift mehr lernen, in den USA ist es bereits jetzt schon weitgehend so. Die meisten Eltern in Deutschland wollen das offenbar nicht. […]

Auch in diesem Artikel wird wieder betont, dass Motorik auch Einfluss auf das Gehirn hat und das Denken angeblich fördert:

[…] sei das Gehirn von der Evolutionsbiologie her weiter so angelegt, dass Bewegung mehr Synapsenverschaltungen schaffe und dadurch auch eine höhere Denkleistung entsteht […]

Wie die ZEIT berichtet gab es in einer Lehrerumfrage vernichtende Rückmeldung zur Fähigkeit der Schüler mit der Hand zu schreiben. Beim Deutschen Lehrerverband heißt es:

[…] Mehr als die Hälfte der befragten Lehrerinnen und Lehrer an weiterführenden Schulen beobachten gerade mal bei höchstens 38 Prozent ihrer Schülerinnen und Schüler, dass diese 30 Minuten oder länger beschwerdefrei schreiben können. […]

Es geht letzten Endes nicht um ein Entweder-Analog-oder-Digital, sondern darum, dass die Kulturtechnik der Handschrift erhalten bleibt. Der letzte Satz im Artikel bei heute.de fasst das so zusammen:

[…] Müller betont, dass althergebrachte Kulturtechniken nicht gegen die neuen Technologien wie das Computerschreiben ausgespielt werden sollten. „Es geht um eine Sowohl-als-auch-Pädagogik und nicht Entweder-oder.“ […]

handschrift2020

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