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Im “The Atlantic” las ich in How to Become a Masterful Note-Taker: 8 Lessons From Research wie man sich optimal Notizen machen soll. Dabei geht es nicht nur um analoge Notizen, sondern auch um digitale Notizen. Folgende 8 Punkte seien wichtig:

  1. Man soll sich nicht nur Notizen machen, sondern sie auch immer wieder lesen
  2. Papier wird obsolet …
  3. … Aber digitales Notieren ist analogem nicht überlegen
  4. man soll von seinen Notizen besessen sein – damit ist gemeint, dass man sie streng ordnen soll
  5. man soll Kritzeln und Bilder malen
  6. man soll wichtige Dinge unterstreichen
  7. man soll beim Notieren Pausen machen
  8. Notizen können vor Gericht helfen

Viele der Tipps kommen euch bekannt vor? Kritzeln? Untestreichen? Notizen wieder lesen? Mir kommen die Tipps auch bekannt vor. Sie erinnern mich an meine Notizbuchregeln. Der Autor meint am Ende, dass es vielleicht eine gute Zeit ist, Moleskine Aktien zu kaufen. Und das nur, weil er ein paar Regeln aufgestellt hat. Da sind die Leser des Notizbuchblogs schon weiter.

Bei Lifehacker hat man den Artikel im Atlantic auch gelesen. Dort ist man aber primär von der hierarchischen Gliederung der Notizen begeistert; das bezieht sich auf das besessene Handhaben der Notizen, das oben erwähnt wird. Also ich notiere lieber frei und spontan und gliedere später. Wie macht ihr das?

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In Anleitung: Weihnachtsbaum in die Seiten eines Buches falten hatte ich euch die lang ersehnte Anleitung zum Falten des Weihnachtsbaums beschrieben. Mittlerweile ist der Baum auch bei der ARD Online in der Weihnachtsbaum Galerie zu sehen. Die Weihnachtsbaum Galerie zeigt 15 DIY Weihnachtsbäume.

Mittlerweile haben mir die ersten Leser Bilder geschickt und selbst veröffentlicht, etwa “hanghuhn” in So leb’ ich.

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Kategorie: DIY, Tipps  Tags:  Ein Kommentar

In einem Studienprojekt zum Thema Weihnachtsbäume an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe hatte Katrin Sonnleitner die schöne Idee eines alternativen Weihnachtsbaums. Dadurch inspiriert faltete ich selbst einen ähnlichen Baum und zeigte euch erstmals Weihnachten 2010 Fotos. Seitdem hatte ich das Foto immer mal wieder an verschiedenen Stellen verwendet und viele von euch haben mich schon nach einer Bastelanleitung gefragt. Den letzten Anstoß, diese Anleitung endlich zu schreiben, gab eine Anfrage von ARD Online, die gerne eine Bastelanleitung und Fotos im Dezember auf ihrer Homepage veröffentlichen wollen.

Für die folgenden Arbeiten muss man in erster Linie Geduld mitbringen und ein altes Buch, normale Einbandgröße mit etwa 300-400 Seiten (also etwa 150-200 Blatt Papier). Der Einband sollte fest sein und die Bindung stabil, den man muss viel biegen und drücken. Ich habe das Buch auf dem Foto verwendet: einen alte Ausgabe von Flaubert, die ich in einer Bücherkiste liegen hatte:

Bevor ich erkläre, was man am Buch machen muss, eine kleine Trockenübung. Bitte trennt zuerst eine Seite aus dem Buch heraus und schneidet Stufen derart in das Buch, dass der obere Teil ein Quadrat ergibt, das diagonal gefaltet halbiert wird. Die nächste Stufe muss dann etwas weniger tief eingeschnitten sein.

Wenn ihr die Stufen eingeschnitten habt, schneidet entlang der Schrift in die Seite soweit ein, dass man sie wie im Bild zu sehen falten kann. Faltet die Ecken um, damit ihr ein Gefühl für die Größe bekommt und auch versteht, wie man die Schnitte in die Seite machen muss.

Nun schlagt im Buch die erste Seite auf und legt eure Schablone aus dem Schritt vorher auf die erste Seite. Markiert die Stufen, die ihr oben ausgeschnitten hattet (im Bild rot zu sehen):

Jetzt kommt der erste schwierige Teil: ihr müsst jetzt den kompletten Buchblock wie mit der roten Linie angezeichnet ausschneiden. Das macht ihr entweder Seite für Seite mit einer Schere, was allerdings sehr lange dauert und sehr monoton ist, oder ihr geht etwas grober an die Sache und nehmt einen Cutter und schneidet mutig mehrere Seiten gleichzeitig heraus. Das sieht dann nach ein paar Seiten so aus:

Wenn ihr bis zum hinteren Buchrücken vorgedrungen seid, habt ihr ein Buch, das etwa aussieht wie auf dem nächsten Bild. Es ist übrigens nicht so wichtig, dass die Kanten besonders gerade oder glatt sind. Die verschwinden beim Falten sowieso “im Innern” des Baumes oder bilden die Unterseite jeder Ebene.

Bevor ihr nun mit dem Falten anfangt, müsst ihr noch die notwendigen Schnitte entlang der Schrift machen, wie in den ersten Schritten am einzelnen Blatt geübt. Diese Schnitte müsst ihr auf jeder Seite machen! Dazu braucht man etwas Geduld, denn in diesem Schritt bringt der Cutter nichts und man muss Seite für Seite mit der Schere ran. Sind alle Seiten des Buches fertig vorbereitet, könnt ihr vorne mit dem Falten anfangen. Das sieht dann etwa so aus:

Nach den ersten Seiten sieht man auch schon, was es werden soll:

Und schon nach ca. 20 Seiten kann man das Buch aufstellen und sich vorstellen, wie der Baum aussehen wird. Das ist als Motivation ganz hilfreich, denn man muss nun Seite für Seite umblättern und falten.

Je weiter man vorankommt, desto mühsamer wird es. Man muss ständig die bereits gefalteten Seiten mit der einen Hand so weg halten, dass man mit der anderen Hand die nächste Seite falten kann. Aber je weiter man kommt, desto schöner wird der Baum:

Und wenn man dann nach ca. 60-120 min Arbeit fertig ist, darf man diesen Anblick genießen.

Ich habe bisher nur Bäume mit drei Ebenen gefaltet, aber sicher kann man auch noch mehr Ebenen einbauen. Dann erhöht sich der Aufwand für Schneiden und Falten wahrscheinlich enorm. Wenn einer von euch einen Baum selbst faltet, freue ich mich über Fotos. Ich werde die Bäume gerne hier im Blog veröffentlichen. Viel Spaß beim Basteln in der Vorweihnachtszeit!

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Kollege Stephan schickte mir den Link auf die Liste mit den Die 10 schönsten Ideen zum Do-it-yourself-Recyceln ausgedienter Bücher auf der Webseite zehn.de. Neben den zehn Ideen werden auch Amleitungen zum Umsetzen der Ideen gegeben:

[...] Aus alten, ausgedienten Büchern lässt sich nämlich eine Menge machen: Recycling ist das Stichwort. Wir zeigen hier, wie Sie mit den passenden Zutaten, ein wenig handwerklichem Geschick und einer Portion Kreativität Lampen, Uhren oder Möbel bauen können. [...]

Die Idee mit dem Zettelhalter kennt ihr von mir schon aus dem Artikel Ein Fächer aus der Fächerstadt – der Field Notes Notizenhalter aus dem Jahr 2009.


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In seinem Blog bei Etsy beschreibt How Tuesday, wie man alleine Notizbücher besticken kann. Eine tolle Idee und ein lesenswerter Artikel.

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Leser Nimrodel At hat in der Facebook Gruppe den Link zum Video Wie man ein Buch bindet gepostet. Vielleicht eine schöne Anleitung für den ein oder anderen:

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(Screenshot)

 

Gebote sind dazu da, gebrochen zu werden

Bei so vielen Neuerscheinungen zum Thema lag die Idee wohl in der Luft: 42 Autoren geben mit jeweils zehn Geboten des eigenen Schreibens die Quintessenz ihrer Kunst preis. Von Margaret Atwood über Thomas Glavinic und Sten Nadolny bis Juli Zeh ergeben sich dabei naturgemäß Auffassungsunterschiede; zum Beispiel darüber, ob man das Ende kennen soll oder nicht. Manches Gebot kommt praktisch daher, manches augenzwinkernd, manches stenogrammartig, manches ausführlicher. Die drei am häufigsten genannten Gebote lauten: Immer ein Notizbuch bei sich zu führen; nur das schreiben, was man selbst gerne lesen würde; und: Regeln sind dazu da, gebrochen zu werden!
Der handliche Band mit der Anmutung des berühmten Moleskine-Notizbuchs lässt hinten, vor den Kurzbiografien der Autoren, Platz für Anmerkungen und eigene Gebote. Hier ein kleines alphabetisch geordnetes Best-of, der Vorgabe gemäß auf zehn begrenzt: „Während du einen Roman schreibst, lies nur Sachbücher und Comics“, „Schreibe nie ein Buch, in dem nicht wenigstens ein Mal gelacht wird“ (beide: Alessandro Baricco). „Schreibe nur über Dinge, die du aus eigener Erfahrung kennst. Menschen, Orte, Beziehungen, Situationen, Atmosphären: Du solltest genau wissen, wohin du deine Figuren mitnehmen willst“ (Andrea de Carlo). „Gib hin und wieder der Versuchung nach. Putze den Küchenboden, hänge die Wäsche auf. Das ist Recherche“ (Roddy Doyle). „Nur schlechte Autoren halten ihr Werk für wirklich gut“ (Anne Enright). „Es gibt keine langweiligen Figuren, aber es gibt langweiliges Erzählen“ (Yiyun Li). „Schluss machen mit dem Gemeinplatz, dass man die Adjektive streichen muss. Es gibt nichts Aufregenderes als ein Adjektiv, das mit einem Substantiv zusammenprallt“ (Véronique Ovaldé). „Vermeide Cliquen, Gangs und Gruppen. Viele Leute um dich herum machen dein Schreiben nicht besser“ (Zadie Smith). „Entwickle nicht deinen Stil, sondern deine Persönlichkeit“ (Peter Stamm).
„Und nun etwas zum Lachen: Es ist furchtbar zu schreiben – nicht zu schreiben ist grauenvoll“ (Jáchym Topol). Das Motto stammt übrigens von Rainald Goetz: „Don’t cry, work!“

Kirstin Breitenfellner in Falter : Wien 8/2012 vom 22.2.2012 (Seite 38)

Zehn Gebote des Schreibens (Werbelink) gibt es bei amazon für knapp 15 EUR.

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Über das Swop Book von brandbook haben wir im Notizbuch oft berichtet. Zur Erinnerung: Es ist ein kreatives Buch zum Kritzeln, Schreiben, Notieren und Kreativ sein und überhaupt eines der wenigen frei käuflichen Bücher von brandbook. Was man mit dem Swop Book anstellen kann, könnt ihr hier nachlesen.

Im Moment ist es bei Amazon (Werbelink) günstig zu haben: Statt 19.99 Euro wird es für 14.99 Euro angeboten.


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Ende September hatte ich schon über das Buch “Schreiben: Tag für Tag” aus der Duden-Serie berichtet. Inzwischen hab ich das Buch gelesen und mir eine Meinung dazu gebildet.  Der Trend geht eindeutig zu handschriftlichen Notizen. Notizbücher sind gefrager denn je und erleben eine große Renessaince. Aber jedes Notizbuch hat leere Seiten – diese wollen gefüllt werden.  Das Buch von Christian Schärf will Anleitung zum Tagebuchschreiben oder Führen eines Journals geben, ist aber eigentlich kein Methodenkompendium, sondern Streifzug durch die Tagebücher großer Schriftsteller und Autoren. Der Leser erfährt wie Kafka, Brecht und Co. Tagebuch geführt haben, sodass sich das Buch wie eine kleine Pfadie queer durch die Literaturgeschichte liest.  Genaue Tipps, wie man ein Tagebuch überhaupt erst anfängt, erfährt der Leser leider nicht.

Vielmehr enthalten die Schreibaufgaben allgemein gehaltene Aufgaben. Für Anfänger halte ich das Buch daher nicht geeignet. Natürlich sind die Tipps nicht schlecht, aber ein “Anfänger”, der sich mit Notizen und Tagebüchern nie befasst hat, ist bei den meisten Aufgaben überfordert.  Dem Buch sollen seine Qualitten allerdings nicht abgesprochen werden. Es ist für erprobte Tagebuchschreiber eine Hilfe. Sie werden dazu angeleitet, die verschiedenen Tagebuchformen auszuprobieren, erfahren wodurch sich diese unterschieden und bekommen nützliche Hilfestellungen, um an der eigenen Sprache zu arbeiten.

Für Anfänger würd ich einfach empfehlen, gezielt den Tagebuchdienstag (hier finden sich auch weitere Literaturangaben)  zu verfolgen oder mit Christians Notizbuchregeln zu arbeiten.

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Whitelines ist den Lesern des Notizbuchblogs ja bereits bekannt. Vor kurzem ging die Firma eine Kooperation mit Lost Crates ein. Lost Crates bietet einen bislang einzigartigen Service an – nämlich ein Schreibwaren-Abo mit Notizbüchern nach Wahl. Für 38 Dollar bekommt man jeden Monat eine Kist mit Schreibwaren geliefert. Neben Notizbüchern von Marken wie Moleskine, Cartesio und Whitlines (u.a.) erhält man Briefpapier und Stifte.  Es gibt auch einige – etwas teurere  – vorgefertigte limitierte Kisten, die häufig Limited-Editions von Schreibwarenartikeln enthalten. Lost Crates hat einen eigenen Blog und natürlich auch eine Facebook-Seite.

 

 

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