Tag-Archiv für » analog «

Eine sehr umständliche Art, handgeschriebene Postkarten an liebe Mitmenschen zu versenden, fand ich bei swissmiss. Es geht um eine digitale App namens Felt:

[...] Personal, handwritten cards. Sealed, stamped and mailed. All from your iPad. [...]

Mit der App wählt man digital ein Design von Karte und Umschlag, beschriftet dieses handschriftlich direkt auf dem iPad und schickt sie dann ab. Irgendwo wird sie dann gedruckt und zugestellt, d.h. die Handschrift wird 1:1 gedruckt. Das ist natürlich eine seltsame Methode, handschriftliche Karten zu versenden, die v.a. dann Sinn macht, wenn man keine Postkarte zur Hand ist. Ich schreibe lieber echte Karten oder Briefe, finde die Idee aber trotzdem sehr schön und interessant. Als Erweiterung könnte ich mir einen Premiumservice vorstellen, bei dem die Karte von einem Kalligraphen echt von Hand geschrieben wird. Felt findet ihr bei Twitter und bei Facebook.

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Wenn Technologie-Blogs über die Handschrift schreiben, dann werde ich hellhörig. So auch beim Artikel Can Handwriting Identify Better Employees?. Der Autor berichtet darin über die Graphologie und ihr Einsatz im heutigen Bewerbungsprozess. Diese Art derMitbewerbereinschätzung scheint v.a. in Frankreich sehr beliebt zu sein, wie auch ein Artikel bei BBC News nahelegt. Der Autor im Artikel bei mashable hat jedenfalls eine klare Meinung:

[...] To some people these hiring practices may seem like a bad joke, but qualified applicants might be turned away because of their potential employer’s reliance on pseudoscience. [...]

Für ihn ist Graphologie eine Pseudowissenschaft. Aber wie ist eure Meinung dazu? Hier die passende Umfrage – und ich freue mich auch über eure Kommentare zum Thema!

 
Glaubt ihr, dass man aus der Handschrift eines Menschen auf seine Persönlichkeit schließen kann?

 

Ergebnisse anschauen

Loading ... Loading ...

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


In Do e-readers inhibit reading comprehension?las ich von interessanten Forschungsergebnissen, die darauf hindeuten, dass das Leseverständnis von Texten, die man digital liest, schlechter ist als das Leseverständnis von Texten, die man analog liest. Insgesamt scheinen sich die Ergebnisse von Studien über die Zeit zu verändern:

[...] Before 1992 most studies concluded that people read slower, less accurately and less comprehensively on screens than on paper. Studies published since the early 1990s, however, have produced more inconsistent results: a slight majority has confirmed earlier conclusions, but almost as many have found few significant differences in reading speed or comprehension between paper and screens. [...]

Aber Papier hat sicher noch nicht ausgedient:

[...] recent surveys suggest that although most people still prefer paper [...] modern screens and e-readers fail to adequately recreate certain tactile experiences of reading on paper that many people miss [...]

Ob das so bleibt, ist aber unklar:

[...] Perhaps, then, any discrepancies in reading comprehension between paper and screens will shrink as people’s attitudes continue to change. [...]

Der Artikel ist sehr lang, aber sicher einer der besten Texte, die ich bisher zum Thema analoges und digitales Lesen gelesen habe. Er ist gespickt mit Studien, Ideen, Anregungen, Hinweisen und einer riesen Zahl an weiterführenden Links. Wen das Thema interessiert, für den ist der Text ein Muss.

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Eine wirklich schöne Idee für einen Stift (leider nur eine Designstudie) fand ich in THE RGB PEN…WAIT, WHAT?. Die Idee: der Stift beinhaltet einen Scanner und eine Art Farbpatronen wie ein Drucker. Mit dem Scanner kann man eine Farbe “einlesen” und beim Schreiben wir dann exakt diese Farbe aus den Farbpatronen zum Schreiben oder Zeichnen gemischt. Schöne Idee wie ich finde und eine sinnvolle Kombination von digitalem Fortschritt für die analoge Welt. Im Artikel findet ihr einige Fotos, die die Idee illustrieren.

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


In A Touchscreen You Can Pinch, Poke and Stretch las ich von einer seltsamen Art von “Touchscreen”. Ich habe keine Ahnung, wie man den in einem Notizbucheinband oder direkt im Notizbuch verbauen kann, aber vielleicht habt ihr ja eine Idee. Ausklappbare Spezialmaus? Schaut euch dieses Video an, damit ihr erfahrt, was es mit dem “Touchscreen” auf sich hat; wobei es sich laut Erfindern um ein 2.5D Display handelt.

Obake: interactions with a 2.5D elastic display from Dhairya Dand on Vimeo.

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Leser Thomas schickte mir Mite März den Link auf den Artikel On Keeping a Notebook in the Digital Age. Darin erzählt der Autor davon, wie er Notizbücher nutzt und beschreibt dabei auch seine Vorgehensweise beim Erfassen von Ideen:

[...] I do something similar myself—making disjointed notes in a notebook, entering them into a master file, and reviewing after long stretches. [...]

Natürlich hat er es auch mit digitalen Helfern versucht, aber das war für ihn nicht praktikabel:

[...] I’ve used Evernote for work purposes and keep most of my idea files in Google Docs. But that said, my first medium for idea capture is still pen and paper—usually in a highly disposable three-by-five paper notebook that I carry everywhere and fill up at a rate of about one a month. This is partly a function of immediacy (I don’t have to open an app and find a file) [...]

Ein Notizbuch pro Monat ist eine beachtliche Quote. Aber hier geht es nicht nur um die Menge an Ideen und Gedanken, die notiert werden. Es geht auch um die Handschrift, auch wenn diese ab und an Probleme bereiten kann:

[...] But I also like the romance of physical handwriting, even though my atrocious penmanship falls somewhere between “five-year-old” and “average medical professional” and this sometimes means I’m unable to decipher pieces of what I wrote. [...]

Und letzten Ende ist die analoge Schrift in ein Notizbuch doch mal wieder Ausdruck von Werthaltigkeit:

[...] Writing things down enforces slowness, and by extension, thoughtfulness. [...]

Schöner Artikel. Es lohnt sich, ihn zu lesen.

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Notizbuchhersteller aufgepasst, hier kommt “the next big thing”, das die Evernote / Moleskine Kopplung alt aussehen lässt. Bei mashable las ich in Fujitsu Develops Technology That Turns Paper Into a Touchscreen von einer neuen Mensch-Maschine-Interaktion, bei der man mittels Gesten auf dem Papier einen Computer steuert, der direkt die Inhalte auf dem berührten Papier mittels Kamera registriert. Das Verfahren funktioniert mit jedem Papier, denn

[...] “This system doesn’t use any special hardware; it consists of just a device like an ordinary webcam, plus a commercial projector. Its capabilities are achieved by image processing technology,” explains Taichi Murase, a researcher at Fujitsu’s Media Service System Lab. [...]

Wie immer sagen ein Bild oder ein Video mehr als tausend Worte. Das YouTube Video ist beeindruckend:

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Mein Tweet zum Artikel 5 Brain Hacks That Give You Mind-Blowing Powers fand sehr große Resonanz bei Twitter:

Da dachte ich mir, ich berichte auch hier noch einmal darüber, da mir nicht alle von euch bei Twitter folgen. Twitter ist in letzter Zeit mein primärer Kanal zur Verteilung von Informationen geworden. Dort twittere ich pro Tag manchmal mehr als 10 Links, auch wenn im Blog mal kein Artikel erscheint. Es lohnt sich also mir unter @notizbuchblog zu folgen.
Nun aber zu 5 Brain Hacks That Give You Mind-Blowing Powers.Ich ahnte zuerst ein Artikel über irgendwelche Drogen, aber die Tipps waren eher konventionell und v.a. Tipp 3 hat es mir angetan, auch ihm stammt auch das Zitat im Tweet:

[...] #3. Write It Out (Even if You Don’t Read It Later) [...] The act of handwriting actually engages neural activity that you don’t get by hammering on a keyboard. During an experiment at Indiana University, preschool kids who were learning the alphabet were separated into two groups. The first group was shown letters and told what they were, while the second group had the additional task of practicing writing the letters. [...]

Und ratet mal, welche Gruppe “erfolgreicher” war? Über die Studie und ihre Ergebnisse wurde im Wall Street Journal berichtet: How Handwriting Trains the Brain. Und wohl noch eine zweite Studie schien zu bestätigen, dass manuelle Aktivität beim Lernen das Lernen selbst verstärkt:

[...] A 2008 study proved that this works especially well when you’re doing something that involves learning unfamiliar characters, like some computer languages, or sheet music, or Japanese. Again, making your fingers draw out the shape engages a completely different part of your brain than if you’re just staring at it on a screen and saying, “Remember this, goddamnit!”[...]

Leider sind die Quellen der beiden Studien nicht verlinkt.

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Der “Science Fiction Writer” Jamie Todd Rubin sammelt seit ewigen Zeiten Tipps zum Going Paperless. Der neues Coup ist die Going Paperless FAQ. Aber sie überzeugt mich nicht. Der Nutzen papierlos zu arbeiten wird nur kurz am Ende gewählt, ansonsten sehen die FAQ so aus als sei digitales Arbeiten Selbstzweck. Und ehrlich gesagt: der Nutzen überzeugt mich bis auf das “Finden” nicht wirklich.

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


#analogwriter – im Artikel The 12 Trends That Will Rule Products In 2013 werden die vermeintlichen Regeln erläutern, nach denen sich die Produkte am Markt richten werden. Und Regel 3 wird euch gefallen, auch wenn es dabei nicht in erster Linie um Handschrift, Notizbücher oder Bücher allgemein geht:

[...] 3. ANALOG WILL NEVER GO AWAY. – But analog persists, in part because of nostalgia but also because formats like film, print, and vinyl reflect the people and processes that made them, forming an emotional connection that digital can’t match.[...] But it will be the year when mainstream consumers start to embrace “outdated” technologies along with cutting-edge ones. [...]

Für die Notizbuchwelt scheint mir der Trend aber schon älter zu sein.

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie: