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NewsLab gibt Tips on taking good notes, nachdem die Journalisten Seite ijnet digitale Begleiter anpries Bei NewsLab schreibt der Autor, auch Journalist:

[...] It’s a cool tool but it hasn’t replaced my reporter’s notebook and I don’t think it ever will. – A pad and pen are still the most convenient way I’ve found to take notes on assignment. They’re super portable, reliable in all kinds of conditions and never need recharging. [...]

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Im Wall Street Journal las ich vor einigen Tagen den Artikel Stationery’s New Followers. In diesem Artikel wird u.a. die Frage diskutiert, warum gerade technikaffine Menschen einen so großen Bezug zu Papier entwickeln:

[...] Social-media fans are embracing paper. While United States Postal Service sees a decline in mailed letters overall, tech-savvy paper-lovers—in frequent contact via blogs, Facebook and Twitter—are giving rise to a host of small stationery makers [...]

Eine ähnliche Frage stellte mir auch Herr Grabowski, Redakteur des Reutlinger Generalanzeiger, der in Die neue Lust an der Handschrift über die Renaissance der Handschrift und über das Notizbuchblog berichtete:

[...] Schließlich ist der Computer allgegenwärtig, löst die E-Mail Brief und Fax ab. Gleichzeitig lässt sich jedoch eine Gegenbewegung beobachten: Je selbstverständlicher sich elektronische Helfer im Alltag etablieren, desto größer scheint die Sehnsucht nach schönen Papieren und Stiften zu werden. [...]

In der Tat scheint es einen Zusammenhang zu geben zwischen Technik- und Papierbegeisterung. Auch im eigenen Umfeld kenne ich viele Menschen, die mit modernster Technik umgehen und dennoch Stift und Papier wertschätzen. Warum das so ist, weiß ich nicht genau. Folgende Gründe fallen mir ein:

  • Konzentration: Schreiben von Hand bremst aus und hilft damit, sich besser zu konzentrieren. Beim digitalen Schreiben liegt mehr Fokus auf der Technik
  • Verfügbarkeit: Analoges Gerät wie Stift und Papier ist praktisch immer verfügbar, braucht keinen Strom, keinen Akku und kann nicht ausfallen
  • Unterscheidungsmerkmal: Notizbücher sind modern und hip – die Avantgarde ist quasi schon in der Post-Smartphone-Ära angekommen, in der man auffällt, wenn man Stift und Papier benutzt, weil Smartphones und digitale Helfer allgegenwärtig geworden sind. Papier und Stift werden Unterscheidungsmerkmale
  • Wertigkeit: Handschriftliche Notizen fühlen sich wertiger und werthaltiger an als digitale Inhalte
  • Bedienbarkeit: Nicht mal ein Smartphone von Apple ist so intuitiv zu bedienen wie ein Blatt Papier mit einem Stift

Was meint ihr? Beobachtet ihr auch diese Verbindung von Technikverliebtheit und Papierliebe? Was könnten eurer Meinung nach die Gründe sein?

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Wahrscheinlich kennen viele von euch Instagram – eine Software mit der man sehr einfach eine Art Fotoblog erstellen kann: einfach ein Bild aufnehmen und in das eigenen Instagram Konto hochladen. Fertig. Text ist Nebensache. Das ist ein Dienst, der nur digital funktioniert und trotzdem gibt es Bedarf, die Bilder auch analog zu haben. Wer die Bilder auf einem Kalender verewigen möchte, der findet nun mit Calendagram den passenden Dienst:

[...] Fun and easy to use iPhone & iPad App that lets you create real wall calendars from your Instagram photos. We will print and mail your calendars to any destination worldwide within 3 business days. [...]

Ich finde das ein weiteres schönes Beispiel, in dem der Benutzer einen Weg sucht, sein digitales Leben und seine digitale Produktion zu analogisieren. Er ist hier im wahrsten Sinne des Wortes ein Prosument. Er produziert (Instragram Fotos) und konsumiert (Bestellung von Fotos auf einem analogen Kalender) in einem. Dieser Prosument, dessen eine Welt digital und die andere analog ist, beschäftigt mich schon lange. Die gesamtdigitale Weltproduktion kann niemals analogisiert werden und nur wenige digitale Objekte sind es wert, analogisiert zu werden. Es gibt einige Dienste, die digitale Objekte analogisieren: etwa das Twitter-Notizbuch mit euren Tweets und andere Dienste, über die ich im Blog schon berichtet habe. Kann es sein, dass diese Dienste nur die “wertvollen” digitalen Objekte analogisieren? Kann es sein, dass die Analogisierung eines digitalen Objektes die ultimative Bewertung für ein solches Objekt ist, in dem Sinne, dass nur das analoge Objekt das wahre Objekt ist? Was meint ihr?


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via thenextweb.com

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Ende August berichtete mashable in Do You Remember Print News Stories Better Than Those You Read Online? [POLL] darüber, dass in einer Studie festgestellt wurde, dass Probanden sich an Inhalte einer gedruckten Zeitung besser erinnern konnten als an die gleichen Inhalte einer digitalen Ausgabe. Referenz war dabei die New York Times einmal in der Printausgabe und einmal in der digitalen Version.
Nun kann man die Anzahl der Probanden (45 Studenten) als nicht repräsentativ abqualifizieren, aber interessanterweise glauben mehr als 500 Leser ebenfalls, dass “Print rules”. Dies zeigt eine Online Umfrage von mashable, die sich direkt unter dem Artikel befindet. Und bei dieser Umfrage haben mehr als 1000 Leser von mashable mitgemacht.

Mir als Freund des analog geschriebenen Wortes fällt dazu aber gleich eine ganz andere Frage ein: kann man die Ergebnisse auch auf analog Geschriebenes übertragen? Gibt es beim Erinnern handschriftlich erfasster Gedanken / Ideen / Texte Unterschiede zum Erfassen der gleichen Texte in digitaler Form am Computer? Oder noch weiter und kühner gefasst: schreiben wir (natürlich bei gleicher Aufgabenstellung) etwa sogar einen anderen Stil, wenn wir analog oder digital schreiben? Beeinflusst die Art des Mediums unseren Schreibstil?

Ich finde diese Fragen überaus spannend und muss sagen, dass ich analog eher nachdenklich schreibe, während digitale Texte eher optimistisch klingen. Das kann aber auch selektive Aufmerksamkeit sein. Aber wie geht es euch? Behaltet ihr analog Gelesenes auch besser als digital gelesenes? Gibt es für euch Unterschiede im Schreibstil bei analogen und digitalen Medien? Bin gespannt auf eure Erfahrungsberichte oder Link- und Lesetipps zum Thema.

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Das meist unterschätzte Produktivitätswerkzeug … was könnte das sein? Klar: Stift und Papier. Über Eigentlich ganz einfach: 29 Ways to Stay Creative gelangte ich auf Umwegen zu dem wunderbaren Artikel The Pen & Paper: the most underrated creativity and productivity tool. Der Autor ist ein Kenner des Web 2.0 und trotzdem kommt er auf Stift und Papier als ultimative Kreativitätswerkzeuge. Er zählt all die digitalen Gadgets und Dienste auf, mit denen man sich den Tag über beschäftigt und die man zur Selbstorganisation nutzt. Letzten Endes findet er bei jedem einen Grund, zum Papier zurückzukehren:

[...] Today, the pen and paper is possibly the most underrated creativity and productivity tool. It’s easy to get lost in a complex system that leaves no stone unturned. But it’s also just as easy to take a step back, keep things simple, and write it all down. [...]

Natürlich gibt es Fälle, wo “digital” angebrachter ist (s. dazu auch meinen Artikel bei imgriff.com), aber unter dem Strich ist der Artikel eine Ode an das Notizbuch. Herzerfrischend! Lesen!

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In Why Gift Cards Will Lead the Transition From Plastic to Digital berichtet der Techblog mashable über den Trend, dass digitale Geschenkkarten immer beliebter werden. Sie lösen nicht etwa die traditionellen Geschenkarten in Form von Papier ab, sondern Geschenkkarten aus Plastik!
Also vielleicht bin ich altmodisch, aber ich kann man nicht erinnern, mehr als fünf Plastikkarten verschenkt zu haben (ich schreibe mal sicherheitshalber “fünf”, mir fällt spontan keine ein). Und wenn ich es tun würde, dann nur mit “analoger” Verpackung aus Papier. Plastikkarten scheinen mir schon sehr unpersönlich, aber digitale Gutscheine noch viel mehr. Wie läuft denn da die Übergabe? “Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, dein Geschenk habe ich dir per Mail geschickt”. Seltsame Vorstellung.
Kennt ihr das Gefühl der Erhabenheit, wenn ihr mit einer schicken Papierkarte handschriftlich irgendwo eingeladen werdet? Oder wenn ihr einem Geschenk anseht, dass jemand sich Mühe beim Einpacken gegeben hat? Sollten wir nicht lieber mal uns und anderen Aufmerksamkeit und Zeit – sog. “Qualitätszeit” – schenken als ein praktisches digitales Geschenk? Ich bin für “Qualitätsgeschenke” und nicht für “Digitalgeschenke”. Und für Qualitätsnotizbücher sowieso …

Was meint ihr dazu?

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Der saarländische Notizbuchhersteller X47 und der saarländische Uhrenhersteller Nivrel haben die analoge Welt des Schreibens und der Mechanik in schöner Art und Weise vereint: in einem Kalender mit Zifferblatt. Das hat nicht unbedingt was mit der Uhr im Tagebuch zu tun, ist aber mindestens genauso schön:

[...] Was haben Kalendarien und Uhren gemeinsam ? Bei beiden geht es um Zeit. Naheliegend, sich einmal Gedanken zu machen, wie man diese beiden „Werkzeuge kombinieren kann. [...] Das Zifferblatt als Organisationsschema für den Tagesablauf ist eine erstaunliche Innovation: [...] Denn das Zifferblatt einer Uhr gehört zu den stärksten kulturell geprägten Schemata der westlichen Gesellschaft [...]

Sehr edel und sehr schön! Weitere Bilder findet ihr unter Zeitkreise – ein innovatives Tageskalendarium für das Format A6.


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Mit freundlicher Genehmigung, © Matthias Büttner, X47

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Kategorie: X17 / X47  Tags: , , , ,  2 Kommentare

hirngerechte gestaltung berichtete über den Artikel Sony’s Revolutionary Electronic Paper:

[...] prototype of its flexible electronic paper display technology. [...] it uses plastic substate, a new technology that allows it to be bent and rolled up like an actual newspaper [...]

Aber nun fragt ihr euch: was hat das mit Notizbüchern zu tun? Sehr viel, wenn auch mehr mit gedruckten Büchern und Tageszeitungen. Ich kann mir sehr viele Anwendungen für Notizbücher vorstellen:

  • als Einlagenblatt in ein X17 oder ein Roterfaden-Buch, um PDFs im ansonsten analogen Notizbuch mitzuführen
  • als mobile Evernote-Darstellungsseite, die sich über eine RFID-ähnliche Technik (oder WLAN oder Bluetooth) mit dem Rechner verbindet
  • vielleicht irgendwann sogar als mobil beschreibes Notizblatt, das digitale Stifte überflüssig macht und die Evolution des Schreibens in Richtung digitales Papier lenkt
  • als Grundlage für Papiere, die mit üblichen Stiften Geschriebenes digital aufzeichnen können

Natürlich wird all das nicht mit der ersten Version funktionieren, aber warum nicht in 10 Jahren? Was meint ihr: wird das analoge Notizbuch digitale Erweiterungen erfahren, die vielleicht den Charakter des analogen Buches nicht verändern, ihm aber (möglicherweise) unsichtbare digitale Zusatzfunktionen bescheren?

Hier ein Screenshot des Artikels bei .mymodernmet.com:


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heise online berichtet in E-Books lesen sich langsamer als gedruckte – aber nicht viel von einer Studie des Usability Papstes Jakob Nielsen, den die Webdesigner unter euch sicher kennen: iPad and Kindle Reading Speeds.
Ich weiß nicht, inwieweit man die Ergebnisse mit 32 Leuten als repräsentativ nennen kann, aber das Ergebnis ist doch interessant.

[...] The iPad measured at 6.2% lower reading speed than the printed book, whereas the Kindle measured at 10.7% slower than print. However, the difference between the two devices was not statistically significant because of the data’s fairly high variability. [...] Thus, the only fair conclusion is that we can’t say for sure which device offers the fastest reading speed. In any case, the difference would be so small that it wouldn’t be a reason to buy one over the other. [...] But we can say that tablets still haven’t beaten the printed book [...]

Mir persönlich geht es auch so: ich lese analog sehr viel schneller als digital, v.a. im Vergleich zwischen PC und Tageszeitung. Das diagonale Schnelllesen in einer gedruckten Tageszeitung ist für mich durch kein noch so tolles digitales Format am PC oder gar dem iPad (habe ich mir angeschaut, s. Warum wir Notizbücher nutzen) zu ersetzen. Was mir am analogen Lesen ebenfalls sehr gut gefällt: man liest eher auch Artikel zu Themen, die man im Internet nie angeschaut hätte. In der digitalen Welt filtert man die Ergebnisse sehr schnell auf das eigene Interessensgebiet und liest selten Artikel zu Themen, die außerhalb der eigenen Wahrnehmung liegen. Gründe: 1) man sucht nicht danach. Wie auch? Man weiß ja nicht, was man suchen soll. 2) Selektive Aufmerksamkeit: Artikel zu einem Thema, das einen interessiert, verlinken meist auch Artikel, die ähnliche Themen haben. Das passiert mit einer Tageszeitung nie!

Soweit zum Lesen. Doch was ist mit dem Schreiben? Kann man Notizen schneller analog erfassen als digital? Und kann man die alten Notizen analog schneller lesen als digital? Meine persönliche Erfahrung: es fällt schwerer in einem Stapel Notizbüchern nach einer bestimmten Seite zu suchen als digital. Lesen geht aber viel schneller und – analog zum Lesen in einer Zeitung – man stolpert über Themen, die man längst vergessen hätte und die einen spontan wieder inspirieren.

Was sind eure Erfahrungen?

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Wie mir gestern viele von euch geschrieben haben (etwa @stefanhock), gibt es aktuell bei Tchibo einen Digitalen Kugelschreiber für 79,90 EUR zu kaufen.

[...] Gespeicherte Notizen und Skizzen werden 1:1 am Computer wiedergegeben. Das LC-Display zeigt den Status, die Anzahl der gespeicherten Notizen und den Akkuladezustand an. Während der Kugelschreiber mit PC oder Notebook verbunden ist, begeistert er außerdem mit Maus- und Grafiktablett-Funktion. Bis zu 100 DIN-A4-Seiten speicherbar. Mit Aufbewahrungsbox aus Aluminium. Für handelsübliche Kugelschreiberminen geeignet. Inkl. Software zur Handschrifterkennung, Software zur Übertragung und Bearbeitung von Zeichnungen [...]

Der Hersteller des Stiftes ist nicht angegeben und er wird unter der Tchibo Hausmarke TCM verkauft. Er ähnelt aber frappierend dem IrisNotes Stift, zu dem es zufälligerweise vor wenigen Tagen eine Leserrezension im Notizbuchblog gab.

Digitalstifte gibt es auch bei amazon.de (Werbelink). Speziell den Staedtler 99001 – Digitalstift (Werbelink) kann ich empfehlen.

Screenshot des Tchibo Onlineshops.


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