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Anfang Juli hatte ich einen längeren Mailwechsel mit Nicole von sMART Ring System. Wir diskutierten Ihre Bindeinnovation. Ich bat sie, mir ein paar Sätze zu Ihrer Idee zu schreiben:

Aus Mangel an Alternativen zur herkömmlichen Drahtkammbindung hat Martemedia (Österreich) im Rahmen eines Kundenauftrages ein hochwertiges Bindesystem entwickelt, welches Stabilität, Qualität und Design in einem vereint. Da auch im Notizbuch-Sektor nebst klassischer Buchbindung und Drahtkamm-/Spiralbindung kaum Alternativen erhältlich sind, dürfte diese Neuheit eine erfrischende Besonderheit darstellen.

Das “sMART Ring System” besteht je nach Format aus einer beliebigen Anzahl von (Edelstahl-)Ringen, einem (Aluminium-) Rundstab, Abstandshaltern (O-Ringe oder Alu-Hülsen) sowie einer Verschlusskappe. Das Öffnen und Schließen ist mittels (mitgeliefertem) Imbus-Schlüssel möglich, d.h. einem Austausch von Seiten steht nichts im Wege.

Die Ringe werden durch die gelochten Seiten und Umschläge “eingefädelt” (Bindehilfe als Zubehör erhältlich), danach wird die Stabschiene lediglich durchgezogen, dabei wird Ring für Ring ein Abstandshalter eingefügt. Eine Verschlusskappe schließt das System, der Zeitaufwand beträgt ca. 5-10 Minuten. (Der Hersteller bietet ab einer Auflage von 50 Stück die komplette Fertigung an)

Nebst klassischer 2:1, 3:1 Lochung sind unterschiedliche (Ring-) Größen/Abstände, (Eloxal-)Farbvariationen und Formate (A6 – A3) erhältlich, zudem wird eine “hauseigene” Kollektion von Notizbüchern, Alben, A4-Ordnern in Kürze auf www.smartringsystem.com vorgestellt.

Das “sMART Ring System” aus dem Hause Martemedia ist zweifelsfrei im Premium-Sektor anzusiedeln, denn aufgrund der unzähligen Personalisierungs-Möglichkeiten ist es dem Hersteller ein Anliegen, die Kunden persönlich zu betreuen. Daher wird auch ausschließlich mit lokalen Zulieferfirmen zusammengearbeitet.  Je nach Auflage und Sonderanfertigung ist, das beim deutschen Patentamt angemeldete “sMART Ring System”, ab ca. EUR 50,00 erhältlich.

Vertriebsinteressenten mögen sich an nmarte@smartringsystem.com wenden. Für weitere Informationen: www.smartringsystem.com (Website im Aufbau)

Nicole ist noch auf der Suche nach Herstellern, die ihr Bindeverfahren nutzen möchten. Wenn also jemand mitliest, der die technisch-futuristische Bindung (s. auch Bilder auf der Homepage) attraktiv findet, freut sich Nicole sicher über eine Mail!


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© Nicole von sMART Ring System


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© Nicole von sMART Ring System


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Vor ein guter Woche hatte ich einen Mailwechsel mit Andreas Kretschmann von Ordning&Reda zum Thema Wire-O und Spiralbindung. Wie ich aus vergangenen Artikeln und Kommentaren weiß, haben viele von euch Vorbehalte gegen diese Arten der Bindung. Die Wire-O Bindung erklärt Wikipedia so:

[...] Wire-O Bindung ist eine populäre Buchbindemethode und wird in Deutschland auch als Drahtkammbindung bezeichnet. Weitere Namen dafür sind Ring-Wire oder im englischen Sprachraum Wirebinding. [...]

Wer mehr Detailsmöchte, kann sich die Seite von bind24 anschauen. Die Wire-O-Bindung ist aber nicht mit der Spiralbindung zu verwechseln, zu der Wikipedia schreibt:

[...] Die Ringbindung, auch Spiralbindung genannt, ist eine beliebte Buch- oder Blattbindeart, die besonders gerne für Präsentationen Verwendung findet. Mit einem Metalldraht wird eine Art Doppelspirale gebildet, die durch die vorher gelochten Papierblätter verläuft. [...]

Wir merken uns also Wire-O- ungleich Sprialbindung. Ich habe Herrn Kretschmann geschrieben, dass viele Notizbuchfans die klassisch gebundenen Bücher oder exotische Bindesysteme wie X17 und RoterFaden bevorzugen. Hier ist seine Antwort aus der Praxis:

Ich glaube, die Deutschen sind durch die Spiralbindung “geschädigt”. Diese Bindungsart, die vor allem in sehr billigen Büchern zu finden ist, hat jede Menge Nachteile. Wie es so ist werden Vorurteile einfach auf alles übertragen, was ähnlich ist. [...] Wir haben am Anfang bei unseren Kunden häufig von Bedenken gegenüber den Wire-O-Bindungen gehört. Im Gespräch erfuhr man dann meist, dass Sie eigentlich die Spiralbindung meinen. Denn es wurde meist von leicht ausreißenden Seiten gesprochen, was nicht unbedingt nur der Bindung, sondern dem billigen Papier anzulasten ist. Weiter wird immer wieder die heraustretende Spirale, die Taschenfutter aufreisst oder in die Hände sticht beklagt. Hinzu kommen die meist “lapprigen” (so sagt man bei uns:-)) Einbände. Nach Erklärung der Unterschiede, lassen sich Kunden, besonders jüngere, jedoch sehr gern auf die Wire-O-Bindung ein. Sie schätzen, die Vielfältigkeit der Nutzung. Solch ein Buch bleibt offen liegen. Es kann komplett umgeschlagen werden. Zumindest mit unserem Papier reißen die Blätter nicht so schnell aus. Ein ganzes Buch kann an einer Seite getragen werden…. Das liegt auch an den runden Löchern, die die Doppelringbindung aufnehmen. Die Last wirkt nicht auf den Punkt.

Um mich zu überzeugen, hat mir Herr Kretschmann freundlicherweise einen STUDENTENKALENDER 1011 A5 WIRE-O LIME GLITTER zur Verfügung gestellt (Wert ca. 25 EUR), von dem ihr hier Bilder seht und den ich weiter unten verlosen werde:


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Bevor ich den Kalender selbst beschreibe, hier ein paar Details von der Homepage:

Studentenkalender 2010/2011, Format A5, 1 Woche auf 2 Seiten, abweichende Kalendrierung von Mitte Juli 2010 – Mitte Juli 2011, vertikale Aufteilung mit Uhrzeiten, Leineneinband, Wire-O-Bindung, zusätzlich 20 linierte Blätter für Notizen am Ende des Buches, elastisches Verschlussband

Was leider nicht erwähnt ist: der Kalender ist in Englisch; ist aber in meinen Augen unproblematisch. Die Feiertage sind aber für viele europäische Staaten in der richtigen Sprache ganz vorne im Buch genannt. Ein sehr schönes Buch, auch vom spartanischen Layout her. Diesen Kalender möchte ich gerne unter euch verlosen, wobei es dieses Mal wieder eine Bedingung gibt:

  1. Die Verlosung startet jetzt und endet Samstag, 26. Juni 2010 um 18 h
  2. Wer teilnehmen möchte, muss hier einen Kommentar mit einer gültigen E-Mail Adresse hinterlassen (wird nicht angezeigt und nur für die Verlosung verwendet). Der Kommentar muss eure Meinung zur Spiralbindung bzw. zur Wire-O-Bindung enthalten. Ich möchte wissen, wie ihr zu diesen Bindetechniken steht.
  3. Am Ende werden alle Kommentare durchnummeriert und der Gewinner per Zufallsgenerator ermittelt
  4. Ich schreibe den Gewinner dann an und erfrage die Postanschrift.

Viel Erfolg! Wer das Buch direkt bestellen möchte, dem bietet sich aktuell übrigens eine gute Gelegenheit: Schweden feiert Midsommar und Ordning&Reda auch: Bestellungen bis 27.06.2010 sind versandkostenfrei.

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Auf der paperworld war ich beeindruckt von der Vielfalt an Produkten (nicht nur Bücher) am semikolon Stand. An diesem Stand gab es auch eine Menge anderer Marken neben semikolon, nämlich auch Pierre Belvédère oder Quattro Colori. Die ungewöhnlichen Bücher von zequenz haben mich aber magisch angezogen: die Bücher sind in Rot und in Schwarz erhältlich und haben eine besondere Bindung, die auf den ersten Blick wie eine übliche Klebebindung aussieht. Die Bindung erlaubt es, ein Buch quasi einzurollen, und das Buch wirklich echte 360 Grad aufzuschlagen, ohne dass der Buchrücken bricht. Hier zwei Fotos der Bücher:


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Die zequenz Homepage hat eine technische Anmutung (und für mich auch sehr ansprechendes Aussehen), adressiert aber jeden, der gerne schreibt und seine Gedanken in einem Notizbuch festhält:

The very act of writing, putting down on paper your own narrative of your journey along the road of life is both a meditative and enlightening process. It encourages insightful thinking and self improvement. The result is a harmonious relationship with your inner self and with others who share your time and space.

zequenz selbst ist eine Marke von Zenith Paper aus Bangkok und soweit ich weiß, werden die zequenz Bücher auch in Thailand produziert.
Die Bücher werden demnächst sicher auch in Deutschland auftauchen, denn während ich noch am Stand war, hat das Standpersonal stetig Bestellungen von Händlern aufgeschrieben. Hier ein Screenshot der zequenz Homepage.


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Vor einigen Tagen hatte ich über Roterfaden – Notizbücher mit Spezialbindung berichtet und mich gefreut, dass diese Idee aus dem Saarland kommt. Im Artikel hatte ich auch die X17 Bücher erwähnt. Heute habe ich mir die Seiten zum X17 und seinem großen Bruder X47 genauer angeschaut. Die Bücher haben ebenfalls ein ganz besonderes (patentiertes) Bindesystem. Verblüffung im Impressum: auch diese Firma kommt aus dem Saarland!

Die Geschichte der Bücher geht zurück auf das Jahr 1987, wie man lesen kann. Wie das Bindung funktioniert?

Man nehme ein halbes Loch an den Enden des Heftfalzes und ein entsprechendes halbes Loch an der Umschlaghülle und hat genau den gewünschten Effekt: Das Heft sitzt fest in dem Einband und kann bequem ausgetauscht werden, es ist stabil, behindert nicht beim Schreiben und ist günstig herzustellen.

Wer sich das nicht vorstellen kann, sollte sich die X17 Homepage anschauen. Sowohl das X17 als auch das X47 sind keine einfachen Notizbücher, sondern ausgewachsene Notizbuchsysteme mit austauschbaren Inhalten, die es in sehr vielen Ausführungen gibt.


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Das X47 ist ein Lederystem. Ich habe eine schwarze Lederausführung in einem Karlsruher Schreibwarengeschäft für knapp 100 EUR gesehen (kleiner als DIN A4). Sehr edel, sehr filigran. Die Bücher sind sicher nichts für den täglichen Gebrauch und eher was für den gehobenen Business Anspruch. Selbst da muss man sich überlegen, ob man wirklich ein System möchte, oder lieber ein leeres Notizbuch. Die Geschichte des X47 kann man auch als PDF herunterladen.


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Bei den Büchern von Roterfaden kann man beliebige Zettel und Notizbücher anderer Hersteller einbinden und ist damit maximal flexibel. Beim X17 und dem X47 muss man die Hefteinlagen des Herstellers verwenden. Das kann natürlich auch schnell ins Geld gehen.

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Kategorie: X17 / X47  Tags: ,  12 Kommentare

Mein Kollege Stephan hat mir in der Facebook Gruppe “Notizbücher” einen interessanten Link auf einen deutschen Notizbuchhersteller geschickt: Roterfaden – Taschenbegleiter. Die Bücher sind mir aus mehreren Gründen sympathisch:

  1. die Erfindern Beate Mangrig betreibt ihren Laden im Saarland und das ist mir als gebürtigem Saarländer sympathisch – die Bücher wurden dort auch erfunden
  2. die Bücher sind “Made in Germany”
  3. die Bindung ist ein schönes innovatives System
  4. die Bücher werden in Handarbeit gefertigt

Die Geschichte der Bücher ist eine Erfolgsstory:

Geburtsstunde: 2006 entstand ROTERFADEN als Ergebnis einer Design-Diplomarbeit an der Hochschule der
Bildenden Künste Saar. Das angemeldete Thema lautete: Terminkalender. Es folgten eine umfangreiche Recherche, Umfragen und viele, viele Entwürfe, Entwürfe, Entwürfe. Schutzrechte wurden gesichert, und das Fundament für unser Corporate Design wurde gelegt. Die Diplomarbeit ROTERFADEN erhielt eine Auszeichnung, und weil jeder einen TASCHENBEGLEITER wollte, gings in die Serienproduktion, in die Presse, in den Einzelhandel.

Die Bücher haben ein ansprechendes Design und wurden auch schon enige Male in der Presse erwähnt.


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© Roterfaden


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© Roterfaden

Die besondere Bindung der Bücher erlaubt das Zusammenstellen des Inhaltes und das schnelle Wechseln des Inhaltes. Sie erinnert mich an die Bindung der X17 Bücher, über die ich – wie ich gerade merke – noch gar nicht berichtet habe. Das Bindesystem wird in diesem Video gezeigt:

ROTERFADEN TASCHENBEGLEITER from Beate Mangrig on Vimeo.

Danke an Stephan für die Empfehlung!

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