Tag-Archiv für » Bleistift «

Leser Robert schickte mir den Hinweis auf ein tolles Beispiel für Bleistiftkunst. Die organischen Gebilde sehen sehr stachelig aus, sind aber höchst interessante Skulpturen aus Bleistiften. Die Beispiele findet man mehrfach im Netz und das besondere ist die Parabel, die es am Ende der Bilder gibt. Auf Deutsch geht sie in etwa so:

Ein Bleistiftmacher lehrte den Bleistift fünf wichtige Dinge bevor er ihn in seine Schachtel steckte;

  1. Alles, was du tust, wird Spuren hinterlassen
  2. Fehler, die du begehst, können immer korrigiert werden
  3. Das Wichtige ist in dir drin
  4. Das Leben besteht aus stetigem schmerzhaften Anspitzen/Schärfen, aber das wird dich nur besser machen
  5. Um der beste aller Bleistifte zu sein, musst du dir selbst erlauben, von der Hand geführt zu werden, die dich hält.

So könnt ihr vom Bleistift vielleicht noch was für euer Leben mitnehmen. Wie gesagt, es gibt diese Parabel mehrfach in Englisch im Netz und zu jedem Artikel gibt es auch tolle Fotos der Bleistiftobjekte. Ein Beispiel findet ihr bei Simply Beautiful and Healthy Living.

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Im Newsletter von Kickstarter fand ich das Projekt zu den Rainbow Pencils:

[...] Rainbow Pencils are made from recycled paper and let you create beautiful paper rainbows every time you sharpen them [...] Rainbow Pencils function like regular wooden pencils, and are the same size and weight, but they’re not made from wood, they’re made from layers of recycled waste paper. [...]

Wenn ihr die Stifte anspitzt, dann bilden sich auf den Spitzerabfällen bunte Regenbogenmuster. Nette Idee, da auch Recyclingpapier verwendet wird. Ab 7 Pfund könnt ihr die Geschichte unterstützen und bekommt einen Stift dafür.

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In Bleistift mit Pflanzensamen hatte ich über ein Kickstarter Projekt berichtet, bei dem jemand die Idee hatte, Samen in Bleistifte zu integrieren, so dass man die Bleistiftreste dann pflanzen könnte. Nun gibt es dazu auch eine spezielle Webseite: plantyourpencil.com, wie mir @filomaniac twitterte. Auf der Seite wird die Idee noch einmal erklärt:

[...] It’s not easy to get seeds to germinate and grow big and beautiful. It requires an active effort and care, if you want fresh herbs out of your pencil. [...] The Sprout pencil contains organic seeds to germinate. Each pencil contains a minimum of 4 seeds depending on the type of herb. [...]The Sprout pencil does not contain lead! So there is no risk to plant or eat the herbs that the pencil can produce. [...]

Den Bleistift “Sprout” könnt ihr wohl in verschiedenen Shops kaufen, die man allerdings seltsamerweise per E-Mail anfordern muss

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Leser Gerd schickte mir den Hinweis auf den Artikel Sachbuch “Die Kunst einen Bleistift zu spitzen”: Scharfmachen mit Anspruch bei Spiegel Online. Darin wird über das Buch Die Kunst einen Bleistift zu spitzen (Werbelink) berichtet. Das ganze Buch scheint sich um den Akt des Spitzens zu drehen. Der Spiegel schreibt im Artikel:

[...] So weit könnte man dieses Buch tatsächlich für eine etwas schräge Liebeserklärung an ein altes, in Vergessenheit geratendes Handwerk halten. Für das irrelevante Vermächtnis eines verträumten Anachronisten. Aber: Rees schafft es, im Leser eine erdende Kraft freizusetzen. Mit jeder behutsam behandelten Bleistiftspitze reißt er uns ein Stück aus unserer überdifferenzierten Welt heraus. [...]

Und die Buchbeschreibung bei amazon (Werbelink) lautet:

[...] Rees lässt sich punktklein und milimeterbreit über das kunstvolle Bleistiftspitzen mit Taschenmesser, Einklingen- und Kurbelspitzern aus. Ein Handbuch, das puren Nonsens und philosophische Fragestellungen zu einem unvergleichlichen Lesegenuss verwebt. [...]

Autor David Ress hat eine eigene Homepage namens Artisanal Pencil Sharpening. Das Buch kostet bei amazon (Werbelink) knapp 18 EUR. David Rees findet ihr auch bei Twitter.

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Bei notebooksociety.nl findet sich der Blackwing 602 schrijfpotlood met gum, der im Newsletter als Hemingsways Stift angepriesen wird:

[...] We proudly present BLACKWING 602, the super smooth pencil that Hemingway loved to write with. A perfect match for MOLESKINE, Hemingway’s favourite notebook! [...]

Klar, Hemingway + Schreiben = Moleskine. Unglaublich, wie diese Geschichte viral wurde. Interessanterweise hat der Stift sogar einen umfangreichen eigenen Wikipedia Eintrag:

[...] The Blackwing 602 is a discontinued model of pencil that has developed a cult following as “the best pencil ever made”. It was produced by the Eberhard Faber company until 1998. [...] It was a very soft pencil with wax addition to the lead, and has been advertised as requiring only half of the usual physical effort to produce the marking. [...] In October 2010, Cal Cedar Pencil Company released the Palomino Blackwing,[8] a tribute to the original Eberhart Faber Blackwing 602. [...]

Eine ausführliche Rezension auf Deutsch aus dem Jahr 2010 findet ihr bei der Bleistiftreferenz der deutschen Blogosphäre, dem Lexikaliker.

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Im Kickstarter Projekt The Campaign for the Accurate Measurement of Creativity geht es darum, die Kreativität zu messen. Das ist nicht ganz ernst gemeint, aber trotzdem ein schönes Projekt für einen Bleistiftspitzer:

[...] Every day professional “creatives” spend their waking hours sketching, writing, doodling, brainstorming, drawing, and scribbling on paper—hoping that their next amazing idea will eventually appear. [...] Sharpener Jar is a product designed to quantify creative output. A jar full of pencil shavings at the end of the day visually demonstrates your labor to yourself and those around you. The shavings tell the story of your efforts, even if there’s nothing final to show for the time spent. [...]

Im Kern geht es um einen Spitzer im Deckel eines Glases, ähnlich eines Glases, mit dem man Dinge konserviert. Ab ca. 30 USD (+10 USD für internat. Versand) seid ihr bei diesem Projekt dabei und bekommt einen der Spitzer. Mehr auch in diesem Video:

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In Write On! – A Special office set of Stationery from Me & Zena (Artikel vom Januar 2012) fand ich was für die Damen unter meinen Lesern: Schmuck, der Bleistifte und Spitzer im Aussehen nachahmt oder verwendet:

[...] “Office” collection by Me & Zena was a fitting name Write On! (“Capture!”). The British design team proposes to use pencils for other purposes, “twisting” and turning them into original rings, bracelets and necklaces. Practically the same metamorphosis awaited the long-suffering and sharpeners. The latter are particularly well managed “perekoldovat” a hefty “rings.” [...]

Leider kann ich die Artikel auf der Seite von Me & Zena nicht finden. Die Bilder müsst ihr euch dann wohl im Originalartikel anschauen.

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Frölich&Kaufmann scheinen neuerdings neben Kunstbüchern auch andere Dinge zu verkaufen. Jedenfalls bekam ich die Tage einen entsprechenden Kleinkatalog, in dem ich auch diesen Bleistift fand: Der Gessner, angeblich “Ein Bleistift wie kein anderer.”:

[...] Einer der ersten Bleistifte findet sich in einem Buch der Fossilien des Schweizers Conrad Gessner, erschienen 1565 in Zürich. Der Arzt, Naturwissenschaftler und Enzyklopädist erwähnt in seiner Abhandlung ein neuartiges Schreibgerät, einen Griffel oder Stift mit einer Schreibspitze aus einem bislang unbekannten Material. Das Original ist nicht erhalten geblieben [...]

Jetzt hat man ihn nachkonstruiert und verkauft ihn in drei Ausführungen für knapp 20 EUR: aus Ahornholz, aus Kirschholz und aus Elsbeere.

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Bei Frölich und Kaufmann wurde ich auf die Bleistifte von Henry David Thoreau aufmerksam. Bei Diogenes findet ihr einen Essay zu Thoreau von John Updike. Zu den Bleistiften heißt es bei Frölich und Kaufmann:

[...] Zürich 2012. Henry David Thoreau schrieb nicht nur mit Bleistiften, er entwickelte sie und stellte sie auch gleich selbst her. Denn sein Vater hatte eine Bleistiftmanufaktur, die sich Dank der Tüftelei seines Sohnes den Ruf erwarb, die »härtesten und schwärzesten Bleistifte Amerikas« herzustellen. Zu Thoreaus 150. Todestag gibt es nun 6 schöne HB-Bleistifte mit aufgedruckten Thoreau-Zitaten in einer praktischen und schönen Metallbox. [...]

Bei Wikipedia findet ihr weitere Infos zum Autor und Bleistiftmacher und bei amazon kosten Thoreaus 6 Bleistifte in dekorativer Blechbox (Werbelink) knapp 9 EUR.


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Im Wall Street Journal fand ich einen Artikel mit einem Interview mit Graf von Faber-Castell. In 6o seconds with Count von Faber-Castell erfahrt ihr interessante Dinge über die Bleistiftdynastie:

[...] We sell about 2 billion pencils a year—80% are colored, 20% black lead. [...] When you are young, you put a pencil in a drawer. Then when you get to be very, very old, 100, and you want to give something of yours to your great, great grandchild, you pull that pencil out and it still writes [...]


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