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Habt ihr schon vom Wettbewerb Warum heute noch Brief? gehört? Ich bin durch Zufall zu dieser Seite gelangt. Die Frage „Warum Brief?“ ist berechtigt, wo wir heute doch eher digital kommunizieren:

[…] Wir mailen, simsen, bloggen, posten. Und wir kommunizieren immer mehr per Internet. Doch es gibt auch noch den guten alten Brief, persönlich überbracht von einem Postboten. […]

Darum stellt die Deutsche Post zusammen mit dem Museum für Kommunikation in Berlin die Frage:

[…] Warum heute noch Brief? Wer schreibt? Wem, wann, wie, worüber? Antworten darauf soll Dein kreatives Video geben: Ob romantische Lovestory, lustiger Zeichentrick, künstlerische Collage oder Handy-Clip. Phantasie und Technik sind keine Grenzen gesetzt. Dein Film darf nicht länger als 5 Minuten und die Musik muss lizenzfrei sein. […]

Zur Teilnahme muss man mindestens 14 Jahre alt sein und in Deutschland wohnen. Die aktuellsten Einreichungen findet ihr in einem passenden Youtube Channel, wobei zum Zeitpunkt, an dem ich diesen Artikel schreibe, noch keine Teilnehmervideos verfügbar sind.

Also ich hätte da ja einiges dazu zu sagen, wie ihr auch an den vielen Artikeln rund um das Thema „Brief“ hier im Blog sehen könnt. Es gibt sogar einen TED Vortrag über Briefeschreiben. Und dass man sogar beim Besuch einer Kneipe Postkarten (und ggf. auch Briefe) schreiben kann, zeigt eine Aktion aus Lübeck.

Aber Videos sind so gar nicht mein Ding, weder anschauen noch produzieren, so dass ich meine Meinung wohl im Blog behalten muss. Habt ihr Lust da mitzumachen?

warumnochbrief

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bento ist das neue Online Jugendmagazin des Spiegel. Dort sah ich heute den Artikel Warum ich wieder Briefe schreibe. Die Autorin ist zwar WhatsApp Fan, aber sie schreibt im Artikel darüber, wie sie sich mehr oder weniger durch Zufall dem Briefeschreiben von Hand zuwandte, das sie als Digital Native natürlich nicht so häufig tut. Sie schreibt Briefe für besondere Anlässe von Hand und erkennt darin drei Vorteile gegenüber WhatsApp:

[…] Ich finde nämlich, dass Papier einiges kann, was wir durch Facebook und WhatsApp verlernt haben. […]

Speziell sind das diese drei Eigenschaften:

  • Warten
  • Freuen
  • Erinnern

Der Artikel erschien bei bento übrigens in der Kategorie „Retro › Vintage-Gewohnheit“, scheint also tatsächlich etwas zu sein, was aus vergangener Zeit kommt und für junge Leute wieder hipp wird.

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Heute ist zwar Tagebuchdienstag, aber vielleicht lasst ihr heute mal Tagebuch Tagebuch sein und schreibt einen Liebesbrief. Oder ihr unterstützt das Projekt Support One Million Lovely Letters bei Kickstarter. Von der Leidenschaft, Briefe zu schreiben, habe ich schon berichtet. Da ging es um ein ähnliches Projekt. Und im Februar habe ich euch ebenfalls aufgefordert, Briefe zu schreiben. Bei Jodis Projekt bei Kickstarter, könnt ihr rein finanziell helfen:

[…] Whatever you are going through big or small, a handwritten letter to remind you that you are loved and you are […]

Lest euch die Geschichte von Jodi auf der Kickstarter-Seite durch. Es ist beachtlich, wie die Frau nach all ihren persönlichen Rückschlägen aus einer kleinen Idee ein riesen Projekt gemacht hat. Nach schwerer Krankheit war sie ans Bett gefesselt und stellte eine kleine Webseite online (onemillionlovelyletters.com), über die sich Leute melden konnten, die einen Brief von ihr wollten. Der Erfolg ist gigantisch.

Mit dem Geld, das sie nun bei Kickstarter einsammeln will, möchte sie Briefmarken kaufen (!) und ein paar Helfer finanzieren, denn die Briefmengen gehen mittlerweile in die Tausende.

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The World’s Smallest Post Service: DIY Activity Kit ist eine verrückte Idee für alle DIY Fans:

[…] The World’s Smallest Post Service is a complete stationery set in miniature. Write heartfelt tiny letters. Craft adorable mini-parcels. Give them to friends and loved ones as a reminder of the BIG role they play in your life. […]

Es ist eine Zusammenstellung von Einzelteilen, mit denen ihr Minitaurbriefe und -päckchen zusammenstellen und verschenken könnt. Verschicken geht bei den kleinen Teilen sicher nicht. Wie klein die Elemente sind, könnt ihr im zugehörigen Video sehen. Das Projekt findet scheinbar Anklang, denn es hat sein Finanzierungsziel bereits erreicht.

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Christians Artikel Briefe schreiben: Anachronistischer Zeitvertreib oder wertvolles Ritual? kam sehr gut bei euch an. Ich habe ja auch schon einmal darüber nachgedacht, warum wir Papier lieben. Passend zum Thema Handschrift und Papier solltet ihr euch bei Twitter @LetterMonth oder online http://lettermo.com/ anschauen. Die Initiatorin Mary hat eine spannende Herausforderung für euch:

[…] I have a simple challenge for you.
In the month of February, mail at least one item through the post every day it runs. Write a postcard, a letter, send a picture, or a cutting from a newspaper, or a fabric swatch. Write back to everyone who writes to you. This can count as one of your mailed items. […] All you are committing to is to mail 23 items. Why 23? There are four Sundays and one US holiday. In fact, you might send more than 23 items. You might develop a correspondence that extends beyond the month.
Write love letters, thank yous, or simply notes to say that you miss an old friend. Send a fabric swatch from your new dress. A feather you picked up while on a walk. Whatever it is, let yourself step away from the urgency of modern life and think about an audience of one.[…]

Es geht also darum, jeden Tag im Februar einen handschriftlichen Brief zu verfassen. Für euch ist der Wettbewerb jetzt einfach, denn der Februar hat nicht mehr so viele Tage. Also: los gehts!

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I think letter-writing is a casualty of that same impulse. We spend so much time reading and writing fractured pieces of our experience that we forget to tell our story in the broad strokes of a diary or letter.

Dieses Zitat stammt aus Jason Boogs Artikel auf Mediabistro über die Bedeutung handschriftlicher Briefe. Sein Fazit: Handschriftliche Briefe sind nach wie vor wichtig, da sie uns dazu zwingen, zusammenhängende Texte zu schreiben und uns nicht nur auf Textfragmente und chat-ähnliche Texthappen zu konzentrieren. Bei diesem Argument stimme ich ihm zwar zu, doch es reicht meiner Meinung nach längst nicht aus, um die Bedeutung handschriftlicher Briefe wirklich zu beschreiben.

Briefe: Zeichen von Wertschätzung und Zeit

Wie Christian in einem früheren Artikel bereits schrieb, gibt es immer mehr Projekte und Bewegungen, die den Wert handschriftlicher Briefe neu entdecken und verbreiten. Aus meiner Sicht ist das kein Wunder zeigt ein handgeschriebener Brief in der heute schnelllebigen, von E-Mail, WhatsApp und Messengern dominierten Zeit doch, dass sich ein Mensch Zeit genommen hat, um mir zu schreiben und seine Gedanken in Worte zu fassen.

Wenn es sich dabei nicht gerade um einen Drohbrief handelt, kommt dadurch ein hohes Maß an Wertschätzung und Respekt zum Ausdruck. Qualitäten, die zeitlos und nach wie vor unendlich wertvoll sind. Doch der Wert handschriftlicher Briefe reicht noch weiter, denn bei vielen Menschen beobachte ich, dass das oft fast schon verlernte Schreiben von Hand eine erstaunlich emotionale Reaktion auslöst, Kreativität freisetzt und Gedanken ermöglicht, die bisher zurückgehalten und blockiert waren.

So bequem und komfortabel Tippen auch sein mag, echte Leidenschaft lässt sich oft am besten ausdrücken, wenn eine Feder über hochwertiges Papier gleitet, die Hand den angenehmen Widerstand spürt und das Ohr die leisen Geräusche der Feder auf dem Papier wahrnimmt. Die eigenen, zu Worten gewordenen Gedanken Realität werden zu sehen und die Tinte beim Trockenen zu beobachten hat etwas meditatives, das zur Entschleunigung und zur Achtsamkeit zwingt und bisher unbewusste Gedanken und Emotionen freisetzt. Nicht nur im Coaching sind handschriftliche Briefe – oder auch das Führen eines handschriftlichen Tagebuches – hervorragende Werkzeuge, um sich in Ruhe mit sich selbst oder anderen Menschen auseinanderzusetzen.

Für mich ist das Schreiben von Briefen daher ein wertvolles Ritual und ganz und gar kein anachronistischer Zeitvertreib. und für Euch?

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Wenn Technologieblogs über die analoge Welt schreiben, muss es sich entweder um besonders hippe Dinge handeln oder die Überlegenheit der digitalen Welt proklamiert werden. Dieses mal zeigt sich ein Blogger des bekannten Blogs ReadWriteWeb in My Teenage Son Does Not Know How To Mail A Letter – I Blame Technology geschockt darüber, dass sein Sohn im Teenager Alter nicht weiß, wie man einen Brief mit der Post verschickt:

[…] I’m not sure who to blame. His mother, perhaps, or the public school system. But it turns out that my son – days away from graduating from High School- does not know how to send mail through the U.S. Postal Service. […]

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man sogar darüber lachen. Er beschreibt dann den Dialog, in dem er seinem Sohn versucht zu erklären, wie man den Umschlag beschriftet. Das hört sich derart überzeichnet an, dass man fast glauben möchte, der Dialog ist erfunden. Und dann dämmert es dem Autor, dass der digitalafinen Generation womöglich neben dem Briefeschreiben noch ganz andere Kulturtechniken flöten gehen:

[…] How is it possible that the world’s most connected, most tech-savvy generation ever does not know how to mail a letter? What else don’t they know? […]

Vielleicht ist das der Lauf der Dinge und irgendwann gibt es keine Briefe mehr. Was meint ihr? Werden wir in Zukunft noch analoge Briefe schreiben?
Oder muss man die Frage Is letter writing a lost art, die in einem anderen Blog gestellt wird, mit Ja beantworten?

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Kevin Täubrecht von brief-wechsel.de schrieb mir eine nette Mail zu seiner neuen Seite. Dort könnt ihr normgerechte förmliche Briefe online verfassen und ausdrucken. Es geht natürlich um digitale Briefe, aber die schreibt man in der Regel sowieso nicht von Hand – da hat man schon im vordigitalen Zeitalter Schreibmaschinen eingesetzt. Neben dem reinen Schreiben, kann man seine Korrespondenz online auch verwalten, Vorlagen speichern und Kontakte in die Briefe verknüpfen. Praktisch eine einfache Briefverwaltung ohne aufwendige Textverarbeitung, die als Webapp verfügbar ist.
Finde die Idee gar nicht so abwegig – zumal die Formate vorgegeben sind und man nicht die Brieffunktionen von Microsoft Office oder OpenOffice verwenden muss, die nicht immer intuitiv zu verändern und zu verwalten sind.
Was haltet ihr von seiner Idee?

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(via swiss miss). Hannah Brencher wird euch gefallen. Sie begann eines Tages Briefe an Unbekannte zu schreiben, nachdem sie einen entsprechenden Aufruf in ihrem Blog gestartet hatte, wer einen Brief wolle, möge sich melden. Wir reden hier von analogen Briefen, geschrieben mit Stift und Papier, nicht von digitalen Nachrichten. Und weil sie den Eindruck gewann, dass die Welt mehr analoge Briefe braucht, startete sie die Initiative The world needs more love letters.

Ihre leidenschaftliche Mission könnt ihr auf der Webseite nachlesen oder ihr schaut euch das Video Love Letters to Strangers an, das bei einer TED Konferenz aufgezeichnet wurde.

Wann habt ihr euren letzten analogen Brief oder gar Liebesbrief geschrieben? Freue mich auf eure Kommentare.

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Heute ist der „Tag des Füllers 2012“, der sogar eine eigene Homepage hat: fountainpenday.org. Ihr findet die Ideengeber auch bei Twitter und bei Facebook. Sie schreiben:

[…] The first Fountain Pen Day will be celebrated on November 2nd, 2012. It was created to help embrace, promote, and share the use of fountain pens in day-to-day life, as well to help revive handwriting as a whole. […]

Was macht man an einem solchen Tag? Im Internet finden sich einige Ideen:

  • man schreibt lieben Menschen einen handschriftlichen Brief oder eine Postkarte
  • man verschenkt Füller
  • man reinigt seine Füller
  • man hinterlässt einen Kommentar in seinen Lieblingsblogs zum Thema Stift und Papier (oder Notizbücher)


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