Bei thefancy.com fand ich Wikipedia the Book by Rob Matthews. Unglaublich dickes Buch. Stellt euch das mal als Notizbuch vor …

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Wer gern in den Tagebüchern anderer Menschen schmökert, kann sich dieser Neigung hemmungslos hingeben und zwar in einem Buch, das man durchschmökert oder häppchenweise bzw. tageweise zu sich nehmen kann wie das Kalenderblatt oder Bibelverse für den Tag: Das Buch der Tagebücher: Ausgewählt von Rainer Wieland (Werbelink). Gebundene Ausgabe mit 704 Seiten vom Piper Verlag.

So viel Tagebuch war selten. Man kann mitlachen und mitbangen, als wären die in diesem Buch versammelten Diaristen nicht nur berühmte Zeitgenossen der letzten 500 Jahre, sondern Personen, deren mehr oder weniger intime Aufzeichnungen sie zu guten Bekannten, manche sogar zu Freunden machen. 365 Tage lang jeden Tag eine Handvoll Tagebuchauszüge in unterschiedlicher Länge von unterschiedlichen Diaristen aus unterschiedlichen Epochen! Mhm, lecker!
Ich amüsierte mich z.B. über Richard Burton, der am 8. Oktober 1966 in sein Tagebuch schrieb: „Der Pickel auf meiner Backe ist heute Morgen aufgegangen und ich habe ½ Stunde zugebracht, ihn mit kochendheißem Wasser zu behandeln und ihn auszudrücken … Mangelhafte Hygiene kann es nicht sein – das ist mein Fetisch. Ich mache Freiübungen. Na schön. Denk saubere Gedanken, Richard, Nimm deine Vitamine und denke nur reine Gedanken.“
Und ich hätte fast geweint, als ich den Eintrag von Robert F. Scott vom 29. März 1912, las: Antarktis, Südpol: „Es ist ein Jammer, aber ich glaube nicht, dass ich noch weiter schreiben kann. R. Scott. Letzter Eintrag: Um Gottes willen – sorgt für unsere Hinterbliebenen!“
Bei amazon (Werbelink) kostet das Buch knapp 40 EUR. Heute ist wieder #Tagebuchdienstag!
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Create or die berichtete über die wunderbaren Faltbücher von Isaac G. Salazar. Jede einzelne Seite ist in einem anderen Muster nach innen gefaltet. Dadurch ergibt sich ein aufgefächerter Buchschnitt, der ein dreidimensionale Struktur als Schrift bildet. Hier ein Screenshot seiner flickr-Seite:

Zu Weihnachten hatte ich mich mit der gleichen Technik an einem Weihnachtsbaum als Faltbuch versucht. Hier das Ergebnis einer nächtlichen Faltaktion:

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Wenn ich mal wieder Muse habe, werde ich mich auch an komplexeren Gebildern wie denen von Isaac versuchen.
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Heute fand ich einen alten Zeitungsausschnitt, den ich mir aus der FAZ vom 13.01.2011 (Reiseblatt) aufgehoben hatte. Er handelt von dem Buch des Bergsteigers Hamish Fulton. Nun würde ich natürlich nicht darüber schreiben, wenn es mit in dem Buch nicht irgendetwas zum Thema Notizbücher gäbe. The Uncarved Block (Werbelink) ist ein Buch, das aus Skizzen und Tagebucheinträgen des Bergsteigers besteht. Die Fotos in der FAZ sind jedenfalls sehr schön. Die FAZ schrieb zur Begründung des Titels:
[...] aber vielleicht auch als Verweis auf die erste Begegnung zwischen einem Bildhauer und seinem Stein, jenem Moment, in dem nich alles denkbar ist, bevor der Künstler beginnt, sein Werk aus dem Material freizuschlagen [...] Dass dies freilich auch ohne Meißel möglich ist, nur durch Gedanken, belegt sein wunderbarer Band Seite für Seite mit zahleichen Werken und vielen Tagebuchnotizen. Ein großes Kunstbuch. Und ein Bergbuch, wie es kein zweites gibt.[...]
Das Buch kostet bei amazon (Werbelink) fast 40 EUR. Ich habe es allerdings noch nicht selbst gesehen. Kennt einer von euch zufällig das Buch und kann uns was darüber sagen?
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Über den Artikel Teaching Creative Writing with Programming fand ich das Projekt Hundred Thousand Billion Poems, das bereits 1961 publiziert wurde! Wikipedia schreibt:
[...] Raymond Queneau’s Hundred Thousand Billion Poems or One hundred million million poems (original French title: Cent mille milliards de poèmes), published in 1961 (see 1961 in poetry), is a set of ten sonnets. They are printed on card with each line on a separated strip, like a heads-bodies-and-legs book[clarification needed]. As all ten sonnets have not just the same rhyme scheme but the same rhyme sounds, any lines from a sonnet can be combined with any from the nine others, so that there are 1014 (= 100,000,000,000,000) different poems. It would take some 200,000,000 years to read them all, even reading twenty-four hours a day. [...]
Es ist also ein Buch, das aus vielen Schnipsel besteht, die man alle miteinander kombinieren kann, indem man unterschiedliche Schnipselseiten aufschlägt. Verrückte Idee. Bilder findet ihr bei flickr
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Der TASCHEN Verlag hat in seinem Newsletter sehr schöne neue Bücher angekündigt. Eines davon ist Letterfontäne (Werbelink).Taschen schreibt:
[...] Letterfontäne ist ein einzigartiges Handbuch über die gedruckte Schrift – beginnend mit den ersten Versuchen des Menschen, sich mit visuellen Zeichen und Zeichnungen zu verständigen. Das Buch behandelt die Form und Anatomie jedes Buchstaben im Alphabet (einschließlich der Satz- und Sonderzeichen). Es erklärt die Verbindungen zwischen einzelnen Schriftarten und bedeutenden Kunstwerken und -strömungen von Gutenbergs Zeit bis heute. [...]
Ihr könnt das komplette Buch online durchblättern, um einen Eindruck vom Layout zu bekommen, das an sich schon beeindruckend ist. Bei amazon (Werbelink) kostet das Buch knapp 50 EUR.

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Leserin Petra schickt mir den Link auf ein Notizbuch, das nicht gleich als solches erkennbar ist: What Every Man Thinks About Apart from Sex (Werbelink), also etwa “Worüber jeder Mann nachdenkt, mal abgesehen von Sex”.

Das Buch hat einen provozierenden Einband und Titel, mutet wie ein Sachbuch an, ist aber innen leer (Blankoseiten). Diese Idee, Notizbucheinbände wie die Einbände von Büchern zu gestalten, ist nicht neu, aber immer wieder verblüffend. Sicher eine witzige Geschenkidee. Bei amazon (Werbelink) kostet das Buch rund 10 EUR.
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Durch das Smashing Magazine, aus dem ich in letzter Zeit viele Beispiele präsentiere, wurde ich auf das Buch Papercraft – Design and Art with Paper (Werbelink) aufmerksam.
Amazon (Werbelink) schreibt zum Buch: Papier ist allgegenwärtig und erscheint deshalb oftmals fast trivial, dabei ist Papier der vielleicht wichtigste Werkstoff unserer Zivilisation und Träger von Informationen und Ideen. [...] Papercraft präsentiert minimale Objekte und kleine Figuren, massive Installationen und Skulpturen sowie dreidimensionale grafische Arbeiten, die eine große Bandbreite gestalterischer Disziplinen umfassen. Neben Character Design, Urban und Fine Art, Grafikdesign und Illustration gehören dazu auch Fashion Design, Animation und Film. [...] Zusätzlich ist dem Buch eine DVD mit einer kuratierten Auswahl der besten Stop Motion Musik- und Animationsfilme, die unter Verwendung von Papierarbeiten entstanden sind, beigelegt, sowie ausdruckbare Schablonen zum eigenhändigen Gestalten von Characters und Toys.
Ein Video zum Buch könnt ihr bei gestalten.com sehen. Zudem findet ihr unter book report: papercraft – design and art with paper eine englischsprachige Rezension und einige Bilder von Papierkunst. Sehenswert!
Falls einer von euch sein Notizbuch verarbeitet oder verschönert, würde ich mich sehr über eine Mail mit ein paar Fotos freuen!
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notebookism verlinkt auf den Blog von Michael Nobbs. Michael hat ein kleines aber feiner E-Book als PDF zum kostenlosen Download gestellt:
[...] Drawing has had a huge impact on my life. When I was first diagnosed with ME/CFS back in the late 1990s it was learning to draw (very slowly!) that gave my life a new shape and purpose. Drawing taught me to slow down, really look at what was around me and, perhaps most importantly, to find joy in the simple everyday things in my life. It has led me on an exciting journey over the last decade to where I am now [...]
Der Download Link (PDF, ca. 4 MB) führt zu einem schön gestalteten PDF, in dem Michael eine Liste von “Journaling Prompts” zusammengestellt hat, die nicht zum Schreiben, sondern zum Zeichnen auffordern – also “Drawing Prompts”. Hier ein paar der Aufforderungen zur Auswahl:
8 ) Make lots of bad drawings (and learn not to care).
9 ) Make a bad drawing when you first wake up.
10 ) Make another before you go to bed.
11 ) Draw your morning cup of tea (see 9).
Das Büchlein hat 14 Seiten und im Artikel erwähnt Michael noch zwei weitere Bücher.

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Dr. Elisabeth Mardorf schrieb mich vor ein paar Tagen an, weil sie den Artikel Notizbücher haben Konjunktur interessant fand. Sie selbst hat das Buch Ich schreibe täglich an mich selbst geschrieben, das sich mit der kreativen Nutzung von Tagebüchern befasst. Sie schreibt auf ihrer Homepage:
[...] Ich schreibe seit meinem 13. Lebensjahr Tagebuch, und ich bin bis heute begeistert davon. Tagebuchschreiben entlastet und kann helfen, Struktur ins Chaos zu bringen, Probleme zu lösen, Pläne zu entwickeln und Entscheidungen zu fällen. Man kann mit Hilfe des Tagebuches die eigenen Stärken entfalten und die eigenen Schattenseiten beleuchten, so daß man sich nicht immer selbst blockiert.
Ich habe mit vielen Menschen von 15 bis 70 gesprochen, die Tagebuch schreiben. Ich empfehle auch das Tagebuchschreiben parallel zu einer Beratung oder Coaching. Es gibt strukturierte Schreib- Übungen, die gezielt einen solchen Prozess begleiten können oder auch im Alleingang Hilfestellung zur Problemlösung und Entscheidungsfindung geben.
Tagebuchschreiben wird nie unmodern – auch nicht im Zeitalter von Blogs und Internet-Tagebüchern. Ein Buch für neue und erfahrene Tagebuchschreiber, mit vielen praktischen Anregungen und Übungen für kreatives Schreiben. Neu u.a.: Kapitel über Blog und Tagebuch [...]
Dass Blogs und Notizbücher sich nicht widersprechen beweist natürlich auch das Notizbuchblog, und das Thema “Tagebuch” ist im Blog sehr beliebt. Das Buch ist für knapp 10 EUR bei amazon erhältlich:

Falls schon jemand von euch das Buch gelesen hat, freue ich mich über einen Kommentar zu diesem Artikel.
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