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Simon Schubert schafft erstaunliche Kunst aus Papier. Die Arbeiten zeigen gefaltete Motive auf einem Stück Papier. Dabei wird das Papier aber nicht übereinandergefaltet, sondern scheint eher geknickt und dann wieder geradegezogen. Teilweise sehen die Falten aus, als seien sie auf einer Oberfläche durch Andrücken durchgepaust worden zu sein. Die Bilder muten an wie Reliefs, allerdings filigraner und nicht so massiv. Sie haben die Anmutung eines Reliefs, der filigrane Charakter von Papier bleibt aber erhalten. Sehr sehenswert!

Hier ein Screenshot der Webseite, wo ihr die tollen Arbeiten im Großformat betrachten könnt. Die Bilder wollte ich nicht auf die Schnelle ins Blog übernehmen.


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Der Tipp zu diesem Künstler stammte aus dem Interview mit brandbook.

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Im designerblog.it bin ich auf den Artikel zu Entre Lineas by MN*LS gestoßen. MN*LS nennt sich selbst eine “Creative Consulting” Agentur. “Entre lineas” (“Zwischen den Zeilen”) ist eines ihrer Kunstprojekte.

Through the Entre Lineas collection, MN*LS studio manages to add a different value to given objects and reinterpret them by the application of handmade techniques. Specifically, the collection is comprised of illuminated objects in a limited edition that appeal due to their rather poetic approach. Small hand folded antique books are turned into romantic & stylish lightings. If until now we were accustomed in using a light to read between a book’s lines, now the light itself comes from between lines, in spanish “entre lineas”.

Die Skultpuren erinnern mich an die Papierobjekte aus Printmedien, über deren Ausstellung im ZKM in Karlsruhe ich mal berichtet hatte. Wer Anregungen zum Selberbasteln einer solchen Skulptur sucht, kann sich durch den Artikel Eine Skulptur aus gefalteten Notizbuchseiten anregen lassen.

Leider habe ich keine Fotos der tollen Lichtskulpturen. Hier ein Screenshot der Seite bei yatzer.com. Leider habe ich den unter © angegebenen Menschen nicht finden können – und da wollte ich die Fotos nicht einfach in den Artikel übernehmen. Wen ihr viele schöne Fotos derObjekte sehen wollte, schaut euch am besten den Artikel bei yatzer.com an:


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Kategorie: Kunst  Tags: , , ,  3 Kommentare

Scrapbooking kommt vom englischen Wort “scrap”, was so viel wie Stück oder Teil heißt, und wird von Wikipedia so beschrieben:

Scrapbooking [ˌskrapbʊking] bezeichnet ein in den USA und Kanada entstandenes Bastelhobby, welches seit Anfang der 2000er Jahre auch in Europa verbreitet ist. Fotos werden in sogenannte „Scrapbooks“ eingeklebt und mit Aufklebern und anderen zu den Fotos passenden Dingen verziert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fotoalben werden in Scrapbooks Geschichten erzählt und die Fotos durch Texte und künstlerische Gestaltung der Seiten besonders präsentiert. Je nach Ereignis werden auch Eintrittskarten und Ähnliches in das Scrapbook geklebt.

Eine kurze Recherche zeigt, dass es für dieses Hobby tatsächlich schon eine große Gemeinschaft gibt, die eigene Onlineshops und Blogs betreibt. Viele davon findet man auch im deutschen Scrapbooking Online Magazin, aus dem auch der Artikel Anleitung Mini Book 4×4″ stammt. Darin wird beschrieben, wie man ein kleines Buch mit wenigen Arbeitsschritten selbst basteln kann. Der reich bebilderte Artikel gibt Auskunft, wie der bastelfreudige Leser ein kleines Scrapbook selbst falten und kleben kann. Für größere Bücher ist die Bindemethode nicht geeignet, aber für kleine Grußkarten etc. ist es sicher prima. Hier ein Bild aus dem Artikel, das den entscheidenden Teil für die Bindung zeigt:


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© Scrapbooking Online Magazin

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Zum Wochenende ein Artikel, der nicht direkt etwas mit Notizbüchern, aber viel mit Papier zu tun hat. Im Blog The Rag & Bone fand ich ein schönes Beispiel für Papierkunst: Paper Flowers.
Die beiden Deutschen Susan & John haben wunderschöne Papierblüten baumähnlich drapiert und damit den Eindruck einer Blütenpracht in einem Raum erzeugt. Auf der Homepage zu diesem Kunstobjekt heißt es:

Sie kommt über Nacht,
Verweilt ein paar Tage und
Über Nacht ist sie wieder verschwunden.
Festhalten kann man sie nicht.

Die Kirschblüte

Die Ausstellung fand im März in Frankfurt statt. Weitere Bilder gibt es auf der Homepage der beiden.


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© Susan & John, The Rag & Bone.

Das Rag & Bone Blog hat viele schöne Beispiele für Papierkunst. In Papierbäume, die aus Notizbüchern wachsen hatte ich schon von einem Artikel aus dem Blog berichtet.

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Ein leeres Notizbuch ist erst einmal eine sehr aufgeräumte Sache. Viele fühlen sich dann gehemmt, das Notizbuch frei zu nutzen und in den Kommentaren zu Notizbuchregel 11 – Kritzeln ist erlaubt kann man lesen, dass die pragmatische Nutzung von scheinbar Verbotenem durchaus sinnvoll sein kann. Ähnlich wie mit dem Kritzeln verhält es sich meiner Meinung nach mit Eselsohren. Ein Eselsohr (Wikipedia) ist ein Lesezeichen. Seinen negativen Ruf hat es von Ordnungsfanatikern, die jeden Knick in einem Buch – wie er durch einfach Transport entstehen kann – als Vergehen missdeuten.
Mit diesem Artikel möchte ich den Ruf des Eselsohr wiederherstellen. Nutzt es als Lesezeichen; in Notizbüchern und in anderen Büchern. Es ist aus mehreren Gründen hilfreich:

  • es kann nicht herausfallen wie andere Lesezeichen
  • es ist als Lesezeichen immer verfügbar
  • es kann wiederverwendet werden
  • es ist jedem Blatt Papier immer schon mitgegeben

Das gemeine Lesezeichen ist ein Knick in der oberen Seitenecke und ist in der Regel im zugeklappten Buch auch gar nicht sichtbar, wie die folgenden Bilder zeigen:


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Wie könnten nun ein paar Regeln zur Nutzung von Eselsohren aussehen:

  • Eselsohren können an der oberen oder an der unteren Ecke angebracht werden
  • die Knickfläche ist so klein wie möglich aber so groß wie nötig zu halten. Ein Eselsohr ist dann groß genug gefaltet, wenn es einfach sichtbar wird, sobald man das Buch auf den Buchrücken hält und dann die Seiten leicht durchstreicht.
  • das Eselsohr oben sollte nur einmal im Buch vorkommen. Es markiert die aktuelle Leseposition als Lesezeichen
  • das Eselsohr unten kann in einem Buch mehrfach vorkommen. Es markiert die interessanten Stellen in einem Buch
  • die Faltrichtung ist immer in Richtung der betroffenen Seite, d.h. die Spitze des Ohrs zeigt auf die Seite, die den zu markierenden Inhalt enthält.

Selbst mehrere Lesezeichen in einem Buch sind nicht kritisch, sofern man es nicht übertreibt:


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Ein Eselsohr in der Ecke einer Seite: das leuchtet ein. Etwas rabiater und durchaus nicht immer von Vorteil sind “Schlappohren”, die durch Einreißen der Seiten entstehen, wie auf dem folgenden Bild sichtbar. Dieses Verfahren ist unumkehrbar und sollte nur in Notfällen angewandt werden. Ich rate davon ab, möchte es hier aber dennoch erwähnen – vielleicht fällt einem ja eine sinnvolle Anwendung ein.


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Eselsohren sind so nützlich, dass man sie wahrscheinlich mit viel Aufwand programmiert auch irgendwann in eBook Readern finden wird.

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Kategorie: Hack  Tags: ,  4 Kommentare

In Papierobjekte aus Printmedien hatte ich von einer schönen Miniausstellung im ZKM in Karlsruhe berichtet. Die Objekte hatten es mit angetan und so habe ich mich heute darin versucht, ein Notizbuch entsprechend meiner Eindrücke zu gestalten. Bereits vor der Ausstellung hatte ich mit gefalteten Seiten in Büchern experimentiert, wie ihr dem Bild im Artikel Sonntagsidee 4: Personalisiertes Geschichtsbuch sehen könnt. Dass ich ein Freund des Faltens bin, zeigt auch mein Fieldnotes Hack Ein Fächer aus der Fächerstadt – der Field Notes Notizenhalter. Zudem wohne ich in der Fächerstadt Karlsruhe, was natürlich zusätzlich inspiriert.

Heute habe ich mir dann als Einstieg ein blanko Notizbuch genommen und folgendes getan:

1) Man nehme ein normales Notizbuch. Da der Einband entfernt wird, kann es auch ein weniger schönes sein. Das Experiment kann man aber auch mit Büchern oder mit bereits beschriebenen Büchern wagen. Zudem machen sich bunte Seiten viel besser als weiße.


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2) Nun entferne man den Einband und die Vorsatzseiten, so dass nur noch die Heftung mit dem darauf aufgesetzten Kapitalbändchen übrig bleibt. Vorsicht: das dürfte nur mit fadengehefteten Büchern funktionieren, die zusätzlich nochmal verklebt sind. Ansonsten fallen die Seiten auseinander (ich habe es nicht versucht, würde aber ein Auseinanderfallen bei einem Moleskine erwarten). Nach dem Entfernen des Einbandes bleibt der Buchblock mit dem Lesebändchen übrig. Das sieht dann etwa so aus:


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3) Die Faltung ist nun individuell. Natürlich kann man die Seiten auch zusätzlich noch ausschneiden / einschneiden oder sonstwie gestalten. Für meinen ersten Versuch habe ich eine einfache Faltung gewählt, in dem ich auf jeder Seite die rechte obere Ecke an die Innenkante gezogen und dann als Dreieck gefaltet habe. So bekommt man übrigens einen guten Eindruck von der Sprödigkeit des Papiers und sieht später gut, wie das Papier durch die Faltungen fächert.


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4) Wenn alle Seiten gefaltet sind, muss man das Buch soweit dehnen, dass die Seiten einen Kreis bilden. Ggf. müssen die Außenseiten zusammengeklebt oder geheftet werden. Das Ergebnis sieht dann in etwa so aus.


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5) Da das Lesebändchen ja noch am Buchblock festgemacht ist, kann man es dazu verwenden, die Faltskulptur daran aufzuhängen. Problem hierbei: das Bändchen ist nicht senkrecht festgeklebt, so dass das Objekt etwas schiefhängt und damit die unschöne geheftete Seite in der Regel in den Vordergrund dreht.


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Das ganze macht einen ästhetischen Eindruck in der Makroansicht.


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Falls einer von euch nun anfängt zu experimentieren: schickt mir undedingt einen Erfahrungsbericht und ein Foto!

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Ich mag geheimnisvolle Artikelüberschriften … @tulibri berichtet von einer schönen Koinzidenz zu meinem Artikel Papierobjekte aus Printmedien, da sie selbst Buchwirbel kreiert hat, die demnächst sogar vielleicht öffentlich zu sehen sind:


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Heute bin ich die paar Minuten von meiner Wohnung zum ZKM – Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe geradelt, um mir die Miniausstellung Libelli – Papierobjekte aus Printmedien von Gerhild Rother anzuschauen. Der Eintritt ist kostenlos und die Werke sehr schön. Es lohnt sich deswegen zwar nicht, extra nach Karlsruhe zu kommen (v.a. weil aktuell das Medienmuseum geschlossen ist), aber wer gerade in der Nähe ist, kann sich die Papierobjekte in der Medialounge des ZKM anschauen (Treppe im Foyer hoch, dann rechts durch die Tür zur Bibliothek). Hier das Foto eines der Objekte:


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Hier weitere Objekte. Im Hintergrund die sehr schöne Rieseninstallation Hyperion_fragmente – hunderte Plastikeimer, die mit zufälligen Mustern in vielen Farben von hinten beleuchtet werden.


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Fürdie Kunstwerke wurden – soweit ich das beurteilen kann – den Büchern der EInband entfernt. Dann wurden alle Seiten aufwendig einzeln gefaltet, so dass sich beim Umbiegen zu einem Kreis die schönen Muster ergeben. Teilweise hängen die Objekte als Installationen an der Decke bzw. von der Decke herunter. Manche stehen auf Spiegeln, um eine weitere Dimension hinzuzufügen, die das Objekt im Spiegel erweitert.

Der Stoff, aus dem die Träume sind, heißt Papier, von der ägyptischen Pflanze Papyrus, die schon im Altertum als Rohstoff für die Herstellung von Papier verwendet wurde. Gerhild Rother betreibt also eine Art Archäologie des Papiers und damit des Buches. Das Medium Papier ist als Speichermedium Träger aller Art von Äußerungen und Informationen. Als tektonisches Konstruktionsmedium ist es nicht so bekannt, obwohl ideal, nämlich leicht und stabil zugleich

Der Besuch war – wie immer im ZKM – sehr inspirierend. Die Objekte könnte man auch aus Notizbüchern machen, gerade aus vollgeschriebenen. Falls sich jemand an einem solchen Werk versucht, freue ich mich über ein Foto.

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