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Heute, am 5. März 2013 um 19.30 Uhr liest Friederike Moldenhauer in Hamburg aus fremden Tagebüchern vor. Nix wie hin!

Ort des Geschehens ist eine Schule für Lebenskunst, die modernlifeschool, eine unkonventionelle Mischung aus Schule, Café, Buchladen und Salon. Ein Platz zum Denken, Fragen stellen, Impulse abholen, ins Gespräch kommen. Zwei ehemalige Werbefachfrauen haben bei ihrer Suche nach dem Sinn in ihrem Tun das Konzept der Lebensschule in London entdeckt und nach Hamburg importiert:

Jedes Leben hat eine Oberfläche. Und unendlich Vieles darunter. Die modern life school – Hamburg verlässt die Oberfläche des Alltags, taucht mit Ihnen gemeinsam ein in eine neue Welt. Füllen Sie mit uns die Lücken zwischen Philosophie, Psychologie, Literatur, Kunst und Unterhaltung. Diskutieren Sie in unseren Kursen über alles, was Sie bewegt. Die Fragen des Lebens: Hier gibt es keine Rezepte oder Regeln. Hier gibt es Denkanstöße, neue Ansätze und Anregungen für alle, die möchten, dass ihr Denken die Richtung wechselt. Von denen, die wissen, wie man das macht. Wenn der Weg das Ziel ist, dann nehmen Sie doch mal einen Umweg!

Wen wundert es, dass das Tagebuch in genau diese Lücke passt?! Die nächste Veranstaltung, ein eintägiges Special, findet am 6. April statt, der Tagebuch-Inspirations-Tag.
Geplant ist eine gemeinsame Entdeckungsreise in die Möglichkeiten des Tagebuchs.

„Wir lassen uns von berühmten „Diaristen“ inspirieren, wir experimentieren mit verschiedenen Tagebuchstilen, entdecken die eigenen Vorlieben, den eigenen Stil, sammeln Erfahrungen, teilen sie und wissen am Ende des Tages, wohin die Reise gehen soll. Der Tagebuchtag ist für Menschen, die schon immer, neuerdings oder erneut an sich selbst schreiben wollen. Voraussetzung: Lust auf Inspiration und Experimente.“

Wen wundert es, dass die Reiseleiterin Angelika von Aufseß heißt?!

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Noch immer, nein: mehr denn je, floriert die Veranstaltung des Diary Slam in Hamburg. Am letzten Donnerstag im Januar wurden wieder die Tagebücher aus Pubertätstagen hervorgekramt und kleine literarische Kostbarkeiten vorgetragen. Unglaubliche Teenagergeschichten aus den 80ern und 90ern. Verliebt, entliebt, dicht, bekifft, verzweifelt, Selbstbeschimpfung („ich Bastard wieder zu feige“), Selbstüberschätzung („er ist ein kleiner Mann, ich bin eine große starke Frau“). Ganz großes Kino! Ich habe mich bombig amüsiert!

Anbei ein Jungstagebuch (es haben ZWEI Männer vorgelesen!). Halb so groß wie Din A 6, voll gesammelter Pubertät.

Ab März kann man die Geschichten dann auch nachlesen, und zwar in dem Buch der beiden Veranstalterinnen, Nadine Wedel und Carina Werner: Ich glaube, ich bin jetzt mit Nils zusammen: Das Beste aus wieder ausgegrabenen Jugend-Tagebüchern (Werbelink)

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Moleskine verteilte heute per Newsletter eine Einladung zur Design Messe Blickfang in Hamburg. Dort wird das “Moleskine Orchester” im Einsatz gezeigt:

[...] The Moleskine Orchestra, created by the British artist Felix Thorn, is a unique series of interactive kinetic sound machines, crafted with Moleskine objects hacked together with musical instrument parts. The Moleskine Orchestra will be performing during the Blickfang Hamburg – International Design Exhibition – from October 12th to 14th. [...]

Wahrscheinlich hätte ich nicht darüber geschrieben, wenn ich nicht das YouTube Video angeschaut hätte, das ihr unten seht. Die Maschine ist schon einige Monate alt (s. auch The Moleskine Orchestra, 13 April 2012) und ihr könnt sie auf der Homepage des Konstrukteurs anschauen. Dort gibt es auch noch andere Maschinen zu sehen.

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Wer jetzt gerade in Hamburg meinen Blog liest und nicht weiß, was er mit dem Nachmittag anfangen soll, der könnte dem handmade Markt einen Besuch abstatten. Genauer Ort: hier. Notizbücher: Papierpaule und manos verdes.

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Wie versprochen berichte ich heute von dem lang erwarteten und hier im Blog bereits angekündigten Ereignis, dem Diary Slam in Hamburg.
Für eilige Leser: Super Event! Hingehen, sich amüsieren und dazu gehören zur diary community. Jeden letzten Donnerstag im Monat im Café Aalhaus in Hamburg Altona.

Wer genauer wissen will, wie es war, liest weiter: Die Community ist, wen wundert´s, überwiegend weiblich, zwischen 20 und 30, sensibel und sozial kompetent (großer Applaus für jeden Beitrag, man rückt zusammen, weil es so voll ist, reicht die Biergläser durch). Männer, Ältere und Stoffel sind Randerscheinungen. Oder hat man sich nur so gut benommen, weil das ZDF den Abend gefilmt hat? Niemals! Tagebuchschreiber sind so.

Am besten verkörpert das Uta, die Gewinnerin des Abends. Sie schreibt bereits mit 13 in ihr Tagebuch: „Ich habe das Gefühl, dass ich mir dringend Gedanken über meine Gefühle machen muss.“ Man ahnt es schon: es geht um die Wirrungen erster Liebe. Zunächst zu einem Jungen aus England, dann aber um die Gefühle zu einem Mädchen aus der Schauspiel-AG. In diesem Alter passiert so viel! Das muss verarbeitet werden. Wo anders als im Tagebuch. In Utas Fall ist das Tagebuch eine eigenständige Person: „Entschuldige, dass ich so lange nicht geschrieben habe …“ oder: „und dann ist noch etwas passiert, du brennst ja geradezu darauf, es zu erfahren.“Auch in den anderen Beiträgen geht es vor allem um die rätselhaften Gefühlszustände von Pubertierenden, die von Nina in eine logische Ordnung gepackt werden: „a) Mama hat eine neue Beziehung b)ich habe die Haare kurz und c) ich habe einen Freund in Aussicht.“
Sogar ein Mann wagt sich ans Mikrofon und beginnt seine Lesung mit den Worten: „Ich habe eine Mission: Tagebuchschreiben ist auch etwas für Männer, vor allem in Extremsituationen.“

Überraschend für mich als Neuling der Diary-Slam-Szene – es war bereits der dritte Abend – ist die Professionalität der Vortragenden. Sie alle wissen ihr Publikum mit dramatischen Mitteln zu fesseln oder mit hemmungslosem Gekicher anzustecken. So wie bei Wiebke, die in ihrem Tagebucheintrag vom 1. Januar 1986, da war sie 13, von Lachkrämpfen geschüttelt, die Details ihres wenig aufregenden Teenagerlebens beschreibt: dass die Jungs im Nebenzimmer laut rülpsen, dass der Bus um 15.01 und nicht um 14.20 fuhr und dass der Sohn des Zahnarztes hochmütig ist.

Muss man das wissen? Muss man dafür einen Abend reservieren? Für alle, die einmal Tagebuch geführt haben bzw. es noch tun, ist es ein Muss. Mich jedenfalls haben die meisten Texte nicht nur amüsiert, sondern auch angerührt. In ihrer kindlich-jugendlichen Unbeholfenheit schimmert durch, worum es auch in der „hohen“ Literatur geht: das Leben mit all seinen Unwägbarkeiten in Sprache zu übersetzen und es damit ein Stück wägbarer zu machen.

Würdet ihr beim Diary Slam mitmachen?

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Am 17.02.2011 berichtete Spiegel online:

[...] Bei den “Cringe Nights” lesen junge Leute in einem Pub aus ihren alten Tagebüchern vor – zur Belustigung der Gäste. In London sind diese Abende der absolute Renner und die Pubs zum Bersten voll. Wer sich traut, kann auf die Bühne und die Peinlichkeiten aus vergangenen Zeiten vortragen. Mitmachen kann jeder. Was einem als Teenager so dramatisch erschien und nur noch Selbstmord eine Lösung zu sein schien, dient in der Cringe Night zur allgemeinen Heiterkeit [...]

Jetzt auch diesseits des Kanals erhältlich: Hamburg live, Kulturprogramm des Hamburger Abendblatts, kündigte die letzte Veranstaltung, am 25.08.11, so an:

[...] Liebes Tagebuch, wir beide werden beim zweiten Hamburger Diary-Slam auf der Bühne stehen. Ich werde in dir blättern, Erinnerungen kommen hoch, ich werde mir die Haare raufen angesichts der Absurditäten, die ich dir anvertraut habe. Einige Einträge werde ich aus ihrer intimen Schwarz-Weiß-Existenz ans Mikrofon holen und mitteilen: amüsante Anekdoten, hochdramatische Herzschmerzgeschichten, bedauernswerte Belanglosigkeiten, die ich von mir gegeben habe. Die Scheinwerfer werden deine Seiten mit den vereinzelten Kaffeeflecken, Tränenspuren und Lippenstiftabdrücken in helles Licht tauchen und ich werde mit meinen vor Aufregung feuchten Händen ein Wellenmuster in die Seiten drücken.Vielleicht werden wir vom Publikum ausgebuht, vielleicht gibt es einen höflichen Mutmachapplaus, vielleicht werden wir auch gefeiert. Einen Versuch ist es wert. Natürlich werde ich dir davon berichten.“ Der nächste Diary-Slam findet am 29.09.2011 um 20 Uhr statt. Wo?
Aalhaus Café & Bar (S Holstenstraße), Eggerstedtstraße 39, Anmeldung unter info@diaryslam.de ; www.diaryslam.de (hpcr) [...]

Auch ich werde davon berichten! Nicht meinem privaten Tagebuch, sondern Euch!

Heute ist #Tagebuchdienstag

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Kategorie: Tagebuch  Tags: ,  Ein Kommentar

Passend zu Alexanders Anfrage zu Notizbuchläden in Hamburg hier ein passender Tipp.
Mit dem Begriff „Notizbuch“ wird man diesem Produkt aus Hamburg-Nienstedten, dem dörflichen Elbvorort mit der besonderen Note, nicht gerecht. In einer kleinen, sehr feinen Buchbinderwerkstatt (natürlich auch online) wird hier die persönliche, ästhetische, handgefertigte Ledermappe angeboten, die laut Unternehmensbroschüre „seit jeher ein stilvoller Begleiter im Berufs- und Privatleben“ ist. Wer sich jetzt ein verstaubtes Hanseatenmodell vorstellt, wird angenehm enttäuscht sein. Dieser Laden löst unbedingt Glücksgefühle aus.
Hier gibt es den Jaguar unter den Notizbüchern: das Pamo Port Book, ausgezeichnet mit dem Red Dot Design Award 2011, das alle Lebensprojekte elegant mit einer Ledermappe (außen Leder, innen Filz) unterbringt und vom Notizbuch über das Tagebuch und den Kalender bis hin zum Block – mit Stift selbstverständlich – keine Wünsche offen lässt. Mit dem Port Book braucht man bis an sein Lebensende kein anderes Notizbuch mehr, sondern nur die Nachfüllware. Das könnte mich allerdings davon abhalten, es zu erwerben, ich kaufe zu gerne leere Hefte und Bücher. Der zweite Grund: es ist eine Investition fürs Leben. Ein runder Geburtstag oder die Beförderung zur Abteilungsleiterin müssten es schon sein, um das mit den eigenen Initialen versehen Meisterstück aus der Tasche holen zu können.
So lange diese Anlässe auf sich warten lassen, lohnen allerdings auch die konventionellen, sehr ästhetischen Bücher und Hefte von Papermoles, der Portfolio Manufaktur Hamburg: http://www.papermoles.com/


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Leser Alexander stellt mir per Mail eine Frage, die ich leider nicht beantworten kann, aber vielleicht habt ihr ein paar Ideen:

[...] ich bin gerade beruflich für ein paar Monate in Hamburg, kennst du zufällig ein paar gute Adressen? Das Blendwerk in der Langen Reihe und Christine Bruhn Papier in Ottensen kenn ich schon, aber da gibt es doch sicher mehr. [...]

Bin gespannt auf eure Tipps in den Kommentaren, gerne auch mit Links! Welche guten Adressen für Notizbücher und Kalender kennt ihr in Hamburg?

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Kategorie: Läden  Tags:  8 Kommentare

Matthias ist Mitarbeiter der Hamurger Designagentur JUNO, die eine neue Art von Notizbuch auf den Markt bringen wird: to cover. Hier ein Ausschnitt aus dem entsprechenden PR-Text:

Bei TOCOVER handelt sich um eine Notizbuch-Serie mit gut recherchierten Inhalten, die ursprünglich 2009 für den Papierhersteller Peyer Graphic realisiert wurde. Aufgrund der großen Resonanz und den Auszeichnungen durch den TDC, New York, entschloss sich die Agentur zu einer limitierten Neuauflage, um diese zum Test-Verkauf einem breiteren Publikum vorzustellen.
Ab Mitte Mai sind die Mehrzweck-Bücher in ausgewählten Buchläden und Künstlerbedarfgeschäften bundesweit zu erwerben.
In der ersten Edition dreht sich alles um nützliches Wissen rund um das Thema DESIGN. Hier finden Sie wertvolle Tipps zu Fragen der Gestaltung, Typographie und vieles mehr. Das zweite Buch beinhaltet schwerpunktmäßig das Thema NATURE. Hier befasst sich JUNO mit der Sonne, dem Klima im Allgemeinen, der bewussten Ernährung und gut durchdachten Gestaltungen. Beide Werke (Format A6) umfassen insgesamt 150 Seiten, davon sind je 32 Seiten voll mit Wissen, die restlichen 128 Blanko-Seiten sind dann frei für kleine Zeichnungen oder Gedanken die schnell notiert werden wollen. Die Hersteller der Grundmaterialien sind Peyer Graphic (Cover-Material), Arctic Paper (Papier). Beide Unternehmen sowie die Druckerei Eurodruck sind FSC zertifiziert.

Möglicherweise bekomme ich noch Belegexemplare für einen ausführlichen Test. Bis dahin könnt ihr euch auf tocover.de über die beiden ersten Modelle informieren und einen Laden in eurer Nähe suchen – so viele sind es noch nicht. Hier ein paar Bilder, die Matthias mir zur Verfügung gestellt hat:


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© to cover


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© to cover


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© to cover


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Rannenberg & Friends ist eine Papeteriefirma aus Hamburg, die u.a. auch Notizbücher im Angebot hat. Zudem gibt es Lesezeichen und Karten. Vor ein paar Wochen habe ich die Bücher in irgendeinen Schreibwarenladen gesehen. Die Homepage ist in meinen Augen sehr seltsam. Die meisten Informationen findet man im Impressum – über rechtliche Belange! Nirgends eine “Über”-Seite oder weitergehende Beschreibungen. Oder habe ich die nur nicht gefunden?


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