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Moleskine geht an die Börse und brennt wie erwartet ein Marketingfeuerwerk ab: neue Webseite, Fernsehinterviews und kürzlich der Coup, als sie die Zusammenarbeit mit Evernote bekannt gaben. Bei dieser Zusammenarbeit wird eine Verknüpfung von analoger mit digitaler Welt ziemlich clever umgesetzt und vermarktet. Die Kooperation der beiden großen Marken hat im Netz einen großen Hype ausgelöst.
Zumindest bei der Verbindung von analoger und digitaler Welt hat Whitelines jetzt nachgezogen (danke auch für den Kommentar). Das Produkt heißt Whitelines Link:

[...] Whitelines® Link is a happy combo of physical and digital notes. You could call it a clever scanner-app that in combination with Whitelines® Link paper makes it super easy to capture, save and share your notes. [...] The basic idea is to let the app and the paper actually see each other and the rest will happen automatically. Make sure the four corner markers are visible in the display – hold still for a moment – let the app capture your note – and save or share your note in a way you like. [...]

Whitelines macht sich dabei sein Konzept derweißen Linien zu Nutze, die beim Überführen ins digitale Dasein anscheinend ausgeblendet werden können. Ansonsten funktioniert die App wie erwartet: man macht ein Foto seiner Notizbuchseite und kann das digitalisierte Ergebnis speichern: per E-Mail, Dropbox und – auch Evernote. Die Speicherungsart kann man bereits beim Notieren festlegen (sehr clever!), indem man ein Kreuz bei einer bestimmten Markierung auf der Seite macht.
Aber schaut euch einfach die beiden Videos an:

How to capture your note from Whitelines Paper on Vimeo.

Whitelines Link from Whitelines Paper on Vimeo.

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In Sound lässt sich auf Papier und Folie drucken las ich von einem Lautsprecherprototypen, der an der TU Chemnitz erfunden wurde. Dabei wird der Lautsprecher mit einem Spezialverfahren direkt auf Papier gedruckt. Und so spektakulär sich das anhört, es ist noch viel mehr möglich, wie man im Artikel lesen kann:

[...] Lautsprecher so dünn wie zwei Blatt Papier, angeschlossen an einen kleinen Verstärker und ein Smartphone – moderne Drucktechnik und Spezialtinten machen es möglich. Und damit sind auch andere Anwendungen umsetzbar, von leuchtenden Buchstaben bis zur Solarzelle. Die Photovoltaikblätter des Baums, der auf der drupa zu sehen ist, leisten bereits 28 Watt im Licht der Messehalle, erläutert Prof. Dr.-Ing. Arved C. Hübler von der TU Chemnitz: [...]

Wunderbar, dass man moderne Technik dazu einsetzt, das gute alte Papier um einige interessante EInsatzbereiche zu erweitern. Und ich hoffe stark, dass die hier im Blog mitlesenden Notizbuchhersteller schon bald einige innovative Neuheiten auf Basis der neuen Technologie zu bieten haben. Wer den Kontakt sucht, kann sich den Pressebericht der TU Chemnitz zum Thema durchlesen, an dessen Ende alle notwendigen Kontaktdaten genannt sind.

Was könnt ihr euch an Anwendungsmöglichkeiten vorstellen?

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Ihr habt ein Notizbuch ohne Lesebändchen und sucht noch ein passendes Lesezeichen? Dann aufgepasst! swissmiss stellte dieser Tage das Albatros Bookmark vor:

[...] The Albatros is a new kind of bookmark that follows your reading. No need to remember the page number, each time you turn one, it inserts itself at the right place [...] Made out of polyester and with repositionable adhesive, the bookmark can last forever and without damaging any pages. The product works on any book, pocketbook, sketchbook, diary, of any format. [...]

Man klebt das Lesezeichen jeweils am vorderen und hinteren Vorsatzblatt fest und faltet es dann über dem Buch nach innen. Beim Zuklappen geht das Lesezeichen nach oben, beim Zuklappen markiert es die letzte aufgeschlagene Seite. Schwer zu erklären, schaut es euch lieber in diesem Video an:

Albatros bookmarks from Oscar Lhermitte on Vimeo.

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Vor kurzem fragte mich jemand, was wohl die besten Ideen rund um das Thema Notizbücher seien. Wenn man ein Notizbuchblogger ist, dann hat man schon so viele Links gesehen, dass man vor lauter Notizbüchern das Lesebändchen nicht mehr sieht. Daher gebe ich die Frage an euch weiter. Stellt euch vor, ihr müsstet die besten Ideen benennen, die schönsten Einbände, die coolsten Hacks, die innovativsten Bindetechniken, die tollsten Lineaturen, etc. – was fällt euch dazu ein? Die Frage lautet:

Welche Ideen / Innovationen / Hacks zum Thema Notizbücher haben euch in den letzten Jahren am meisten beeindruckt?

Ich freue mich über eure Kommentare, gerne auch mit Links zu eurer Quelle.

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Kategorie: Umfrage  Tags: ,  6 Kommentare

Anfang Juli hatte ich einen längeren Mailwechsel mit Nicole von sMART Ring System. Wir diskutierten Ihre Bindeinnovation. Ich bat sie, mir ein paar Sätze zu Ihrer Idee zu schreiben:

Aus Mangel an Alternativen zur herkömmlichen Drahtkammbindung hat Martemedia (Österreich) im Rahmen eines Kundenauftrages ein hochwertiges Bindesystem entwickelt, welches Stabilität, Qualität und Design in einem vereint. Da auch im Notizbuch-Sektor nebst klassischer Buchbindung und Drahtkamm-/Spiralbindung kaum Alternativen erhältlich sind, dürfte diese Neuheit eine erfrischende Besonderheit darstellen.

Das “sMART Ring System” besteht je nach Format aus einer beliebigen Anzahl von (Edelstahl-)Ringen, einem (Aluminium-) Rundstab, Abstandshaltern (O-Ringe oder Alu-Hülsen) sowie einer Verschlusskappe. Das Öffnen und Schließen ist mittels (mitgeliefertem) Imbus-Schlüssel möglich, d.h. einem Austausch von Seiten steht nichts im Wege.

Die Ringe werden durch die gelochten Seiten und Umschläge “eingefädelt” (Bindehilfe als Zubehör erhältlich), danach wird die Stabschiene lediglich durchgezogen, dabei wird Ring für Ring ein Abstandshalter eingefügt. Eine Verschlusskappe schließt das System, der Zeitaufwand beträgt ca. 5-10 Minuten. (Der Hersteller bietet ab einer Auflage von 50 Stück die komplette Fertigung an)

Nebst klassischer 2:1, 3:1 Lochung sind unterschiedliche (Ring-) Größen/Abstände, (Eloxal-)Farbvariationen und Formate (A6 – A3) erhältlich, zudem wird eine “hauseigene” Kollektion von Notizbüchern, Alben, A4-Ordnern in Kürze auf www.smartringsystem.com vorgestellt.

Das “sMART Ring System” aus dem Hause Martemedia ist zweifelsfrei im Premium-Sektor anzusiedeln, denn aufgrund der unzähligen Personalisierungs-Möglichkeiten ist es dem Hersteller ein Anliegen, die Kunden persönlich zu betreuen. Daher wird auch ausschließlich mit lokalen Zulieferfirmen zusammengearbeitet.  Je nach Auflage und Sonderanfertigung ist, das beim deutschen Patentamt angemeldete “sMART Ring System”, ab ca. EUR 50,00 erhältlich.

Vertriebsinteressenten mögen sich an nmarte@smartringsystem.com wenden. Für weitere Informationen: www.smartringsystem.com (Website im Aufbau)

Nicole ist noch auf der Suche nach Herstellern, die ihr Bindeverfahren nutzen möchten. Wenn also jemand mitliest, der die technisch-futuristische Bindung (s. auch Bilder auf der Homepage) attraktiv findet, freut sich Nicole sicher über eine Mail!


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© Nicole von sMART Ring System


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© Nicole von sMART Ring System


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© Nicole von sMART Ring System

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Kategorie: Einband  Tags: , ,  6 Kommentare

Auf der paperworld 2011 war der Stand von Snap-Note ziemlich belagert. Snap-Note wirbt mit dem Slogan “Papier kann schreiben”, da man mit der Stiftinnovation Papier mit einem abtrennbaren Stift ausstatten kann. Wie das geht, seht ihr auf der Snap-Note Seite. Im Prinzip handelt es sich um eine Minimine, die ins Papier eingearbeitet ist. Das Papier – meist etwas dicker – kann um die Mine gefaltet werden und formt den eigentlichen Stift. Ich durfte eine Block mit einem solchen Stift mit nach Hause nehmen. Unten seht ihr Fotos des Blocks im Originalzustand, die Stiftmine und den gefalteten Stift.

Das ist eine interessante Idee: so kann man Notizblöcke und andere Produkte entwerfen, die einen ersten einfachen Stift immer dabeihaben. Wenn man Recyclingpapier verwendet, ist das sicher umweltfreundlicher als ein echter kleiner Plastikstift. Da muss man fairerweise sagen, dass die Mine auch bei Snap-Note von einem Plastikelement gehalten wird.
Welche Anwendungsideen für diesen Stift fallen euch noch ein? Anregungen findet ihr auf der Produkteseite von Snap-Note.


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Ich wollte Poo Poo Paper nicht mit “Papier aus Exkrementen” übersetzen. Den Link zum “Poo Poo Paper” haben mir die Leserinnen @myhna und Ema geschickt. Wie beim Notizbuch aus Elefantendung geht es auch hier darum, Papier aus getrocknetem Elefanten-”Puh” herzustellen, wobei man hier auch andere Tiere als Rohstofflieferanten nutzt:

[...] Initially focused on manufacturing of recycled and odorless paper products made from elephant poo, our company now creates a wide variety of products from poo derived from numerous fiber eating animals! Inspirational, innovative and sustainable. [...]

Es gibt eine Vielzahl an EInbänden für die Bücher, die es ab ca. 15 US $ aufwärts gibt.


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Heute habe ich in einem Schaufenster den Bleistift Staedtler Wopex (R) gesehen, der dort als Weltneuheit angepriesen wurde. Da konnte ich natürlich nicht wiederstehen. Auf der Infoseite zum Stift, findet man Details zur Herstellung:

WOPEX ist ein Bleistift der allerneuesten Generation aus dem Hause STAEDTLER, das innovative WOPEX-Material ist ein Naturfaser-Verbundwerkstoff mit 70% Holz und setzt dabei neue Maßstäbe. Es ermöglicht eine effiziente Bleistiftherstellung im Co-Extrusionsverfahren und der WOPEX Stift ist selbstverständlich „Made in Germany“. Mit WOPEX erreichen wir eine deutlich höhere Holzausnutzung pro Baum mit Holz aus PEFC-zertifizierten, nachhaltig bewirtschafteten Wäldern und kürzere Transportwege durch die Verwendung von Holz aus Deutschland.

Innovativ ist der Stift u.a. weil er nicht voll aus Holz ist, also wegen seines Herstellungsverfahren, dem Co-Extrusionsverfahren. Wer sich fragt, was ein Co-Extrusionsverfahren ist, findet dazu bei der Licharz GmbH eine kurze informative Beschreibung: bei diesem Verfahren werden verschiedene Stoffe geschmolzen, dann gemischt und dann durch eine Düse weiterverarbeitet:

Beim Extrusionsverfahren werden Granulate in einer Plastifizierzone (Umwandlungszone) aufgeschmolzen und mittels der Extruderschnecke kontinuierlich durch eine Formdüse gepresst. Dieses Herstellungsverfahren spielt für die Produktion der meisten Thermoplaste eine große Rolle

Staedtler (R) hat mit dem Stift den Preis „Design Plus 2009“ gewonnen. Auf den ersten Blick sieht man dem Stift sein extravagantes Produktionsverfahren nicht an. Erst auf den zweiten Blick sieht man, dass der Bleistift nicht in Holz, sondern in einen plastikähnlichen Stoff eingebettet ist. Der Stift ist sehr griffig und hat eine angenehme graublaue Oberläche. Auf dem folgenden Bild sieht er eher blau als grau aus, in Wirklichkeit ist er aber grauer. Schreiben mit dem Stift macht Spaß – er steht meinem aktuellen Stift diesbezüglich in nichts nach.


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Das Bild ist nicht so gelungen. Aber beim Lexikaliker findet ihr zwei Artikel mit besseren Bildern.

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