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Nachdem ich selbst nicht zu paperworld 2017 konnte, hat mir Leserin Daniela ein paar Eindrücke per Twitter geschickt.

[…] Leuchtturm kommt mit einer Jubiläumsedition in Gold Silber Bronze. Ansonsten viel Pastellfarben. Blümchen oder schwarz. […]

Sie schrieb, dass die bekannten Hersteller nicht so viel Neues zu bieten hatten, aber dass mittlerweile überall Kopplungen der analogen in die digitale Welt angeboten werden.

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© mit freundlicher Genehmigung, Daniela

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© mit freundlicher Genehmigung, Daniela

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© mit freundlicher Genehmigung, Daniela

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© mit freundlicher Genehmigung, Daniela

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Leser Thomas Teepe schrieb mir neulich eine höchstinteressante Beschreibung seiner Arbeitsweise mit Karteikarten. Er nutzt sie als Werkzeug, um sein Denken zu organisieren und Gedanken weiterzuentwickeln. Ich fand das so interessant, dass ich ihn fragte, ob er sich eine Veröffentlichung im Notizbuchblog vorstellen kann. Er stimmte dankenswerter Weise zu: hier seine Kurzzusammenfassung:

[…]
Zur Hardware: Ich benutze einen A5-Karteikasten im Querformat, Ringbuchpapier kariert in A5, und einen Druckbleistift samt Radiergummi.

Dazu habe ich einen einfachen Zettelhalter aus Pappe gebastelt. Auf dessen Leisten lege ich in einer Schreib-Sitzung neue oder gerade aktuelle Zettel ab – so habe ich ziemlich viel Material im Überblick (locker 20 Zettel), und das Zugreifen ist einfacher als aus dem Karteikasten selbst.
Außerdem kann ich die Zettel passend anordnen, wenn sie in einem geeigneten (meist hierarchischen) Verhältnis zueinander stehen.

Ich sehe beim Karteikasten einen erheblichen Vorteil gegenüber einem Notizbuch: Es fällt leichter, schon vorhandenes Material im Blick zu haben und daraus neue Ideen zu entwickeln – im Notizbuch braucht es dafür ein umständlicheres Blättern. Und: Neues Material lässt sich dort einfügen, wo es hingehört.

Die Arbeit auf Papier hat für mich gegenüber der Arbeit am Computer zig Vorteile: Ich werde viel viel weniger abgelenkt, die Motorik des Schreibens passt mir besser, und die Verbindung von Worten und Bildern gelingt mir nirgends so leicht wie auf Papier.
Außerdem arbeite ich beruflich am Bildschirm – irgendwann reicht es mir.

Die Zettel nummeriere ich in einem Dezimalsystem, mit Nummern wie 12, 12.1, 12.1.1 usw. Die Zettel sortiere ich im Karteikasten nach den Nummern, mit den höchsten Nummern vorn. Die meist älteren Zettel am Ende des Kastens wandern gelegentlich in ein Archiv.

Verweise zwischen den Zetteln mache ich mit Hilfe der Nummern.

Daneben gibt es mit eigenen Kartei-Reitern kleinere Zettel-Abteilungen mit Sammlungen von Themen (mit Zettel-Nummern T1, T2 usw.) und von spontanen Ideen.

Wenn ich Zettel oder Zettelgruppen entnehme, setze ich einen Platzhalter aus Karton an ihre Stelle – damit fällt das Rücksortieren leicht.

Die Zettel unterteile ich in der Mitte durch eine senkrechte Linie. Dadurch kann ich zwischen zwei Schreib-Spalten hin- und herwechseln, was ich insbesondere bei Hindernissen sehr nützlich finde – wenn ich links nicht weiterkomme, kann ich rechts nach den Ursachen fragen.
Nebenbei: Eine „größere“ Variante dieses Layouts habe ich früher über Monate mit einem Schreibblock in A3 benutzt: Ich habe das Blatt im Querformat in 6 Spalten unterteilt, habe in Spalte 1 die Notizenblöcke 1a, 1b usw. genannt und konnte dann mit Bezeichnungen wie „12:3b“ einen Verweis auf die entsprechende Stelle auf Seite 12 machen.
Die eigentlichen Notizen mache ich meist im Telegramm-Stil (mehr als Stichworte, weniger als komplette Sätze, oft hierarchisch eingerückt) und gelegentlich in Grafiken.

Daneben gibt es die „Software“ meines Schreibdenkens:
Das sind im wesentlichen Formulierungen, die mir bei der Steuerung meines Denkens helfen sollen, oft abgekürzt durch Buchstaben:
Q = „Welche Fragen kann ich hier stellen?“ „Wonach sollte ich hier fragen?“
P = „Wo liegt hier das Problem?“ „Wo hakt es hier?“
U = „Was macht mich hier unzufrieden?“
R = „An welchem Punkt sollte ich erneut ansetzen?“ (Das R steht hier für Repeat.)
Die für mich nützlichsten Werkzeuge haben mit Reflexion zu tun – was habe ich bislang gedacht, und wie komme ich hier zu weiteren Einsichten und Fortschritten?

Daneben benutze ich weitere Werkzeuge für die Zerlegung und die Konstruktion von Ideen, etwa Kreativitätstechniken wie SCAMPER – hier versuche ich, durch Modifikationen wie Substituieren, Combinieren, Adaptieren, Maximieren usw. neue Ideenfunken aus einem Gegenstand zu schlagen.

Ich sammle diese Werkzeuge wiederum auf einem separaten Satz von Zetteln, und vergegenwärtige sie mir zu Beginn einer Schreib-Sitzung.

Ältere Zettel schaue ich von Zeit zu Zeit durch und mache Ergänzungen, Verweise oder Gegendarstellungen – bei Bedarf auf neuen Zetteln.

Wenn ich das Ganze auf einen Slogan bringen sollte, unabhängig von allen Varianten der technischen Details:

Nachdenken funktioniert bei mir am besten als Schreibdenken, und Schreibdenken funktioniert bei mir am besten als fragen-geleitete Verkettung von Mikro-Essays.“ […]

(Hinweis: das folgende Foto stammt aus dem Artikel Mind Papers – ein Karteikartenkonzept von X17)

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Leser Michael hat im Rahmen der CES eine interessante Entdeckung gemacht, über die er in diesem Leserbeitrag berichtet:

[…] Die Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas ist wieder einmal gut über die Bühne gegangen und wusste abermals mit teilweise interessanten, teilweise seltsamen Geräten zu begeistern. Und, man mag es kaum glauben, sogar für Notizbuch-Nutzer war etwas dabei, nämlich ein nettes Gadget mit dem Namen Solar Pages der Firma Yolkstation.

Es handelt sich dabei um einen Einleger für Ring-Notizbücher wie etwa Filofax, welcher dann als mobiles Solarpanel funktioniert und in der Lage ist Smartphones & Co zu laden. Zwar finden sich auf der Homepage außer einem Image-Video nur wenige Informationen, doch offenbar scheint es zu reichen, den Planer in dem sich das Panel befindet, aufgeschlagen in die Sonne zu legen und schon hat man grüne Energie zur Verfügung.

In Zeiten wie diesen, wo man sich ja immer wieder auf der (verzweifelten) Suche nach der nächsten Energiequelle befindet ist ein solcher Einleger für das Notizbuch sicher von Vorteil, aber die Produktbeschreibung lässt bereits vermuten, dass direktes Sonnenlicht benötigt wird. Auch ist fraglich, wie viel Energie von einem Panel in der Größe von zwei Notizbuchseiten liefern kann, sodass wohl nicht in kurzer Zeit ein Gadget nach dem anderen voll aufgeladen werden kann. Aber um das Smartphone vor dem drohenden Akku-Tod zu retten reicht es sicherlich.

Jedenfalls ist es witziges Utensil für alle Notizbuchbesitzer, die ihrem Büchlein etwas mehr Technologie verleihen wollen.

Übrigens ist Solar Pages nicht das einzige ‚Upgrade‘ für Ringplaner oder Ordner. Sucht man im World Wide Web, findet man noch so manch anderen kreativen Einleger, etwa Boogie Board für A4-Ordner, Grid-It-Einleger (leider nicht mehr vom Hersteller angeboten), das ScanCard-Projekt oder auch Hefter mit integriertem USB-Stick.

[…]

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Leserin Judith hat meine Anleitung: Weihnachtsbäume aus alten Buchseiten falten ausprobiert und mir ein Foto geschickt. Sehr hübsches Arrangement.


© mit freundlicher Genehmigung, Leserin Judith

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Leser Michael könnte fast Co-Autor sein, so viele Leserrezensionen und Beiträge hat er schon geschrieben. Heute stellt er eine seltsame Schreibmaschine vor.

Auch wenn die Hemingwrite an sich wenig mit Notizbüchern zu tun hat, betrifft sie doch das Thema kreatives Schreiben, was für die meisten ‚Notebook-Keeper‘ ebenfalls ein großes Anliegen sein dürfte.

Im Prinzip ist die Hemingwrite ein Reiseschreibmaschine, benannt nach dem Schriftsteller Ernest Hemingway. Im Zeitalter von Air-leichten Laptops, digitalisierbaren Notizbüchern und Tablets mag ein solches Gerät auf den ersten Blick überflüssig erscheinen. Vorbei sind doch die Zeiten der Schreibmaschine, die eher nur noch in Schulgeschichten der Eltern-Generation vorkommt, aus welchen man über die Vorteile von Korrekturbändern erfährt und der Angst beim letzten Wort der geschriebenen Seite noch einen Tippfehler zu machen.

Und doch, die Hemingwrite könnte einen großen Nutzen haben oder wie es die Macher auf der Projekt-Homepage selbst ausdrücken: ‚Hemingwrite is the Kindle of writing composition‘.

Diese Schreibmaschine des 21. Jahrhunderts vereint nämlich die Vorteile einer Reiseschreibmaschine (komplett mit Tragegriff) mit mondernster Technologie. So soll etwa nicht auf Papier geschrieben werden, sondern dient ein kleines eInk-Display von ca. 6″ zur Überprüfung der verfassten Sätze. Gespeichert soll das Ganze dann im Gerät selbst werden, Anbindung an das Web via WLan bzw Bluetooth inklusive. Und überdies wird es eine Transfermöglichkeit zu GoogleDoc bzw Evernote geben, wo man die Dokumente dann weiter bearbeiten kann.

Gut und schön, aber all dass kann das Tablet des Vertrauens doch auch und daneben noch viel mehr. Was die Hemingwrite aber als Projekt so interessant macht ist eben dieses Fehlen von Features. Denn wie man auch bei einem eBook-Reader (etwa dem Kindle im Zitat) letztlich auf das Lesen fokussiert wird, soll man bei diesem Schreibgerät auf das Schreiben fokussiert werden, ohne jene Ablenkungen zu haben, die ein Tablet mit seinen Apps etc. sonst mit sich bringt. Heruntergebrochen auf die kreative Eingabe von Text gewissermaßen.

In der Tat soll die Hemingwrite gerade dann von Vorteil sein, wenn sowohl WLan als auch Strom fehlen. Mit Speicherplatz für 1+ Million Seiten und einer Akkulaufzeit von 6+ Wochen kann man ganze Romane einsam im Wald fertig stellen. Das Geklapper einer mechanischen Tastatur bietet dabei noch ein herrlich nostalgisches Schreib-Erlebnis.

Derzeit ist die Hemingwrite allerdings nur ein höchst interessantes Projekt, für das es – zur Abwechslung – einmal keinen Kickstarter gibt, sondern lediglich die Möglichkeit ab 7.11.2014 bei Insert Coin abzustimmen. Gewinnt die Schreibmaschine des 21. Jahrhunderts diesen Wettbewerb winkt Preisgeld, welches der Realisierung des Projektes dienen soll.

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Leserin Judith schickt mir dieses schöne Bild ihres Tannenbaums, den sie gemäß der Anleitung: Weihnachtsbaum in die Seiten eines Buches falten gefaltet hat.

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Visueller Gastbeitrag von re:duziert aka @respectyouridea. Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung, © bei re:duziert


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Visueller Gastbeitrag von re:duziert aka @respectyouridea. Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung, © bei re:duziert


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@respectyouridea stellt heute einen Leserbeitrag ohne Worte zur Verfügung. Die Bilder der Moleskine LEGO NOtizbücher stammen aus seinem Blog http://reduziert.tumblr.com/.


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Kategorie: Moleskine  Tags: ,  3 Kommentare

Leser Sebastian hatte in einem Kommentar des Artikels Individuelle Holzdruckvorlagen versprochen, dass er uns eine Anleitung für Siebdruck in Eigenbau schickt. Er hat Wort gehalten. Er schreibt dazu:

[…] Also, wie funktioniert der Siebdruck:

Zuerst wird ein einfarbiges Motiv benötigt. Dieses wird auf Tageslichtprojektorfolie gedruckt. Alles was schwarz ist, wird später auf den Stoff gedruckt, alles transprante nicht.

Als nächstes wird ein Siebdruckrahmen gebraucht (den man sich leicht selber bauen kann, wie du auf den Bildern siehst). Dieser wird im Dunkeln mit lichtempfindlicher Emulsion beschichtet. Nachdem die Emulsion getrocknet ist, kann die Folie auf den Rahmen gelegt werden. Nun wird die Emulsion belichtet. Klappt im direkten Sonnenlicht (30 Sekunden belichtungsdauer) oder unter einem Baustrahler (30 Minuten). Danach sind die Stellen auf dem Rahmen, die belichtet wurden ausgehärtet und nicht mehr wasserlöslich. Die Stellen, die vom Motiv verdeckt wurden, lassen sich ausspülen. Zurück bleibt das „Negativ“ auf dem Rahmen.

Das war der komplizierte Teil, jetzt kann so gut wie jede (abhängig von Wahl der Farbe) flache Oberfläche bedruckt werden. Die Farbe wird dazu einfach mit einem Rakel durch das Sieb gepresst.

Die Siebe lassen sich übrigens nach einer Entschichtung und Entfettung für neue Motive verwenden.[…]

Und wie sich das für eine echte DIY Anleitung gehört, hat er Fotos angefügt. Danke an Sebastian für den Beitrag!


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