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Leser Andreas hat schon einige Leserrezensionen im Blog geschrieben. Dieses Mal schreibt er über die Moleskine Notizbücher, über die ich schon in Batman Notizbücher von Moleskine berichtet hatte.

In der Stadt bricht die Nacht herein. Ein älterer Herr befindet sich auf den Weg nach Hause. Er hat seinen Laden gerade zugeschlossen. Seit Jahren läuft sein Geschäft trotz der recht trostlosen Umgebung recht gut. Er versichert sich, dass seine Alarmanlage an ist und geht dann wie jeden Abend die Straße entlang. Sein Geschäft und seine Wohnung liegen in einem Viertel der sogenannten Arbeiterklasse. Hier hat man entweder etwas Geld, oder man sucht einen Weg welches zu bekommen. So scheinen auch die drei jungen Männer gedacht zu haben, welche ihm bei der nächsten Kreuzung auflauern. Einer von Ihnen trägt ein großes Messer bei sich. Sie haben den Laden des alten Mannes über Wochen beobachtet und wissen das er einen Teil der Einnahmen des Tages in einem Kuvert bei sich trägt. Der alte Mann kommt den Versteck der Dreien immer näher. Jeder von ihnen weiß was er zu tun hat, schließlich machen sie das nicht zum ersten Mal. Nun ist der ältere Herr auf ihrer Höhe und alle Stürmen auf ihn ein, sodass er gar nicht erst begreift was gerade um ihn herum geschieht. Die drei haben ihn noch gar nicht erreicht, da schreit einer der drei seinen mit dem Messer bewaffneten Kollegen plötzlich an: „Wo ist den der Paul?“ Dieser schaut sich um und stellt fest, dass einer der Banditen plötzlich verschwunden ist. Er zuckt mit den Schultern und will sich wieder dem Opfer zuwenden, als er auf seiner linken Seite etwas hinter seinem Kollegen stehen sieht. Er nimmt sich die Zeit etwas genauer hinzusehen. Seine Augen werden vor Schreck ganz groß und er lässt das Messer fallen. Sein Kumpane guckt ihn verwirrt an: „Willst du jetzt auch die Biege machen?“ Er merkt gar nicht, dass die Gestalt hinter ihm einen großen Schatten wirft. Sein Kollege deutet bereits hinter ihm: „B-b-b-b …. Batman!“ Ein eiskalter Schauer läuft ihnen den Rücken herunter. „Nichts wie weg!“, schreit der Kollege, der hinter sich die Fledermausgestalt erkannt hat. Sie laufen die Straße herunter, aber da steht bereits die Polizei von Gotham-City. Als sie von der Polizei verhaftet werden lüftet Batman seinen Umhang und der vermisste Kollege kommt geknebelt zum Vorschein. Er wird zu den Polizisten geschoben. Als der ältere Herr sich zu Batman umdrehen will um sich bei ihm zu bedanken ist dieser bereits in der Nacht verschwunden.

So oder so ähnliche Geschichten kommen einen in den Sinn, wenn man eins der neuen Sondereditionen von Moleskine in der Hand hält. Diese haben nämlich den dunklen Ritter der Nacht zum Motiv. Dank eines günstigen Zufalls habe ich die Möglichkeit bekommen von einem der Vertriebsmitarbeiter ein Exemplar für die nun folgende Rezession zu bekommen.

Mein Exemplar ist ein liniertes Notizbuch in DIN A5. Der Hardcovereinband mit Motiv und schwarzen Klemmband scheint die elfenbein-weißen 240 Seiten wie gewohnt gut zu schützen. Ein weiterer guter Grund, weshalb die Firma Moleskine neben ein paar schönen Stickern auch noch ihre Firmengeschichte hinzugefügt hat. Eine Froschtasche sowie ein dunkel violettes Lesebändchen runden das Gesamtbild ein wenig edel ab.

Zur Haptik des Buches möchte ich sagen, dass sich der Einband angenehm griffig anfühlt. Allerdings wird das Weiß des Einbandes mit der Zeit etwas gelber werden. Macht das aber das Notizbuch nicht noch schöner?

Als großer Fan von Füllfederhaltern habe ich aber noch eine ganz wichtige Frage zu klären, nämlich ob und wie gut das Notizbuch mit diesen Funktioniert. Allerdings bin ich mir noch nicht sicher welche Tintenfarbe ich dazu verwenden werde. Ein einfaches Blau scheint mir für das Notizbuch schon fast zu normal, aber ein schwarz ist eventuell zu dunkel, oder zu trist. In jedem Fall schreibe ich mit Füllern mit Kolben- oder Konverterfüllung. Deswegen werde ich mir wohl noch ein paar Tage für die Auswahl der richtigen Farbe gönnen. Im allgemeinen ist aber das Papier von MOLESKINE recht gut mit Füller zu beschreiben, obwohl es zum teil durchaus etwas mehr Tinte aufnimmt als es sollte. Wenn das Papier auch nur annähernd mit dem der Chapter Notizhefte zu vergleichen ist, dann würde ich eine feine Feder oder eine vergleichbare asiatische Medium Feder empfehlen (diese sind etwas dünner als westliche Federn). So gelingt auf jeden Fall ein gutes Schriftbild. Wenn es soweit ist kann ich aber auch ein paar Bilder von beschriebenen Seiten beisteuern. Wer sich im übrigen besonders für das Thema bzw. Hobby Füllfederhalter interessiert kann sich gerne auch an mich wenden. Ich helfe gerne bei Auswahl von Tinte und Füllfederhalter weiter.

Preislich liegen die limitierten Notizbücher bei etwa 16,00 – 25,00€. Meines Erachtens ist das schon fast zu günstig, denn das Artwork und die Verarbeitung dieser Serie sind einfach atemberaubend. Selbst innen hat das Team von Moleskine an vielen Stellen passendes Bildmaterial einfließen lassen. So ist, wie auf den Bildern zu sehen, selbst auf der Seite auf der man seinen Namen und seine Adresse reinschreiben kann ein entsprechend schön verzierter Rahmen entstanden.

Nun zu meinen Fazit:
Alles in allem liegt ein wunderbar schönes Exemplar von Moleskine vor mir und ich freue mich sehr darauf die Seiten zu füllen. Zu empfehlen ist das Buch auf jeden Fall für alle kreativen Geister, welche Batman als Kind schon immer gemocht haben und öfters einmal einen Held im Alltag sein müssen (junge Väter, Teamleiter, kreative Arbeiter in kleinen und mittelständischen Unternehmen), oder einmal einen Held im Alltag gebrauchen könnten. Sicherlich regt es auch die Fantasie des einen oder anderen zu solchen Geschichten wie oben an. Dann wäre der perfekte Platz dafür natürlich das Innere eines solchen Buches.

Ich würde mir ein solches Buch definitiv kaufen, wenn ich es nicht schon hätte.


© mit freundlicher Genehmigung, Andreas Brüggenkamp


© mit freundlicher Genehmigung, Andreas Brüggenkamp


© mit freundlicher Genehmigung, Andreas Brüggenkamp


© mit freundlicher Genehmigung, Andreas Brüggenkamp

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Leser Andreas hat wieder eine interessante Leserrezension für euch. Dieses Mal geht es um die Chapter Notizhefte von Moleskine

[…] Liebe Leserinnen und Leser,

durch einen sehr erfreulichen Zufall bekam ich die Möglichkeit ein paar Chapter-Notizhefte von Moleskine für einen ausführlichen Test zu bekommen. Natürlich möchte ich die Gelegenheit gleich einmal nutzen um meine persönlichen Eindrücke von diesem Produkten mit Ihnen zu teilen

Die Notizhefte sind in drei unterschiedlichen Größen erhältlich:
Slim Pocket 7,5 x 14cm (3,90€)
Medium 9,5 x 18cm (5,90€)
Large 11,5 x 21 cm (8,90€)

Die Notizhefte sind sehr leicht. Es gibt sie liniert und gepunktet sowie in vier frei wählbaren Farben. Die Ecken sind abgerundet und von außen ist die äußerst praktische weil robuste Fadenheftung sichtbar. Schon von der Haptik her scheinen sie besonders dafür geeignet überall hin mitgenommen zu werden um schnell noch eben die eine oder andere Information zu übernehmen. Das innovative Innere macht die Bücher allerdings erst recht zu etwas besonderen. Neben den Elfenbeinweißen Papier von Moleskine (70g/m³) fallen dort nämlich die nummerierten und frei gestaltbaren farbigen Deckblätter für einzelne Kapitel auf. So wird es möglich die anfallenden Notizen zu mindestens sechs einzelnen Bereichen zuzuordnen. Am Ende befindet sich dann noch eine entsprechende Index-Seite die den zufälligen oder vergesslichen Leser über die Namen der einzelnen Kapitel informiert. Das sechste oder siebte Kapitel verfügt bei jeden der Bücher über heraustrennbare Seiten, falls es in der Eile einmal notwendig sein sollte z.B. für einen Einkaufszettel ein Blatt zu entnehmen. Die letzten 13 Seiten sind dann noch für To-Do Listen verwendbar mit geeigneten Linien und Kreisen zum schnellen erstellen solcher Auflistungen.
Gerade für unterwegs eignen sich diese kleinen Notizhefte. Die meisten Chapter-Notizhefte passen perfekt in die Innentasche eines Anzuges und sind somit perfekt für die schnellen Notizen unterwegs geeignet. Mal eben unterwegs den Gedanken für die nächste Quartalskonferenz festhalten oder die nächsten Schritte in Projekt X sind somit kein Problem. Sie gewinnen nach der Nutzung sicherlich keinen Schönheitspreis, werden aber gerade dort praktisch, wo neben einem hohen maß an Mobilität und Flexibilität auch viel an telefonischen Kontakten gegeben ist. Eins der größeren Exemplare scheint sich des weiteren auch als ein gutes Inlay für die so beliebten Traveler Notebooks zu eignen.
Bis jetzt halten sie in meinem Dauertest jedenfalls ziemlich gut und ich bin froh das ich noch ein paar Exemplare habe.
[…]


© mit freundlicher Genehmigung, Andreas Brüggenkamp


© mit freundlicher Genehmigung, Andreas Brüggenkamp


© mit freundlicher Genehmigung, Andreas Brüggenkamp


© mit freundlicher Genehmigung, Andreas Brüggenkamp

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Leser Andreas hat eine Rezension zu den notizio Büchern von Avery Zweckform geschrieben, die ich euch heute präsentieren möchte:

Ich persönlich verwende Organiser und Notizbücher sehr gerne im privaten und beruflichen Leben. Daher freute ich mich sehr als mir dieses Notizbuch der Marke Avery-Zweckform, der Reihe “Notizio“ zur Bewertung überlassen wurde.

Ich erhielt ein Exemplar der Größe A5 Medium mit Softcover (kariert).
Direkt nach dem Auspacken fiel mir die angenehme und griffige Haptik auf. Von außen scheint das Softcover eine Art von Antirutschbeschichtung zu haben, sodass das Buch auch unterwegs recht gut in der Hand liegt. Die Ecken sind abgerundet und in der vorhandenen Froschtasche befinden sich vorsorglich ein paar HaftRegister. Lesebändchen, Gummi und Einband sind in rot. Der Stifthalter ist schwarz und bietet genug Platz für einen dünnen Kugelschreiber. Einziger Wermutstropfen scheint die Art der Bindung zu sein, die nicht sehr Stabil zu sein scheint und nach einiger Zeit etwas geflickt werden muss. Gerade am Buchrücken scheint sich der Einband sehr gerne zu lösen.

Wie von der Notizio-Reihe von Avery-Zweckform gewohnt gibt es statt schwarzen Linien auf weißen Papier, weiße Linien auf grauen Hintergrund.
Das 90g Papier wirkt wenig rau, sodass die Hand während des Schreibens förmlich über das Papier fliegen kann. Beschrieben habe ich es in meinen Tests mit einem Kugelschreiber mit blauer Miene. Diese Farbe wirkt meiner Meinung nach auf dem doch besonderen Papier am besten.
Das kopieren aus dem Buch funktioniert gut und mit sehr wenigen störenden Effekten, die zum Beispiel bei schwarzen Linien vorhanden wären.

Der Preis für ein solches Notizbuch im Geschäft und bei Avery-Zweckform selbst liegt im Bereich von 10€. Für andere Versionen wie z.B. Hardcover können entsprechende Aufpreise möglich sein.
Aufgrund des passablen Preises, der äußeren Griffigkeit, sowie der leichteren Möglichkeit ganze Passagen zu kopieren entfielt es sich sehr als Notizbuch für berufliche Belange.

Ich persönlich würde mich definitiv wieder für ein solches Exemplar entscheiden.


© mit freundlicher Genehmigung, Andreas Brüggenkamp


© mit freundlicher Genehmigung, Andreas Brüggenkamp


© mit freundlicher Genehmigung, Andreas Brüggenkamp

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Leser Michael hat wieder eine tolle Leserrezension von einem außergewöhnlichen Stift geschrieben.

[…] Er mag nicht der 5-in-1 Geek Pen sein und in dieser analogen Variante auch nicht alles das können, was der Time Lord von Welt bei den Reisen in der TARDIS benötigt, aber trotzdem zählt der Sonic Screwdriver UV-Stift zu meinen persönlichen Favoriten unter den Schreibgeräten. Er ist daher sogar seinen Platz in meiner Arbeitstasche gefunden, direkt neben dem Boogie Board Sync und der Stiftrolle, sodass er nun auch im Büro immer dabei ist.
Bei dem ‘UV-Driver’ handelt es sich um eine Nachbildung jenes Sonic Screwdriver, den der Doctor in seiner 9. bzw 10. Inkarnation verwendet. Die Replica ist dabei schön gemacht und kommt dem Original auch in der Größe sehr gut nahe. Selbst die Tatsache, dass als Material Plastik verwendet worden ist, stört nicht weiter, da es dennoch nicht billig wirkt. Ungeachtet dessen hätte man die Fans wohl auch für eine metallene Variante begeistern können. Allerdings kam auch in der Serie ein etwas robuster wirkender Sonic Screwdriver erst mit dem 11. Doctor.

Der Stift besteht im Prinzip aus zwei Teilen, die eigentlich drei sind. Klingt seltsam, aber das Zahlenspiel hat seinen Grund in den beiden mitgelieferten Stiftminen. Anders als zB bei einem Kugelschreiber mit mehreren Mienen stecken diesen nämlich nicht beide im Screwdriver sondern werden als separate Stift-’Kappen’ mitgeliefert, die alternativ aufgesteckt werden können.
Leider offenbart sich hier ein großes Manko des Screwdrivers. Denn wenn man spontan entscheiden können möchte, ob man nun normal oder mit Schwarzlicht-Tinte schreibt, muss man immer beide Kappen mitnehmen. Gut, diese nehmen nicht viel Platz weg und eine kann immer direkt aufgesteckt werden, aber dennoch gäbe es dafür bessere Lösungen.
Außerdem werden die Kappen eben nur aufgesteckt, weswegen man schon etwas aufpassen muss, dass sie nicht – zB beim Transport – wieder abgehen. Insbesondere wenn man den Minenschutz abnimmt kann es schon sein, dass man die Kappe auch gleich in der Hand hat. Ich habe mir binnen kürzester Zeit angewöhnt den Minenschutz zu drehen. Das funktioniert sehr gut und die Kappe bleibt auf dem Screwdriver. Aber hier wäre es um einiges besser gewesen, hätte man einen Schraubverschluss oder zumindest einen Magneten angebracht, um das Abgehen der Kappen besser zu verhindern.

Auch mit den Kappen selbst bin ich nicht ganz glücklich, da ich bis dato noch keinen Hinweis darauf finden konnte wie lange die Minen halten werden bzw ob und vor allem wie man sie austauschen kann. Aber gut, schlimmstenfalls wird dann, wenn beiden Minen leer und nicht austauschbar sind, einfach eine Kappe angeklebt und der Screwdriver ist dann auch so noch als Replica recht schön.

Doch ansonsten gibt es wirklich Nichts zu bemängeln an dem Gerät und selbst die beschriebenen Nachteile sind eher Meckern auf hohem Niveau.

Neben den beiden Minen, wovon eine eben Schwarzlicht-Tinte ist, verfügt der Sonic Screwdriver am anderen Ende über eine kleine UV-Lampe, welche ausgefahren werden kann bzw, auch im ‘eingeklappten’ Modus betätigt werden kann. Gleichsam ertönt einer von vier aus der Serie bekannten typischen Sounds des Gerätes. Als kleines Gimmick kann man mit dem UV-Licht dann auch noch gleich die ‘Zaubertinte’ der Mine wieder sichtbar machen.

Die Batterien für Licht und Sound sind übrigens schon fix-fertig mitgeliefert und verbaut und man erhält eine gute Anleitung wie man sie tauschen kann. Zumindest also hier keine Nachfüllprobleme.

Zusammenfassend ist der Sonic Screwdriver UV-Pen ein Must-have für den analogen Timelord von Welt. Wenn er auch aufgrund seiner Dicke vielleicht nicht perfekt geeignet ist, um Bücher damit zu schreiben, für Notizen uä passt er jedenfalls und das einmal ganz abgesehen vom Coolness-Faktor damit wie der Doctor hantieren zu können. […]


© mit freundlicher Genehmigung, Michael Lanzinger


© mit freundlicher Genehmigung, Michael Lanzinger


© mit freundlicher Genehmigung, Michael Lanzinger

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Leser Michael hat letzte Woche über das Boogie Board geschrieben. Und kaum war der Artikel da, fand er schon ein ähnliches Gerät, über das er heute berichten möchte: Sony Digital Paper. Dazu findet ihr auch Infos bei gizmodo. Hier der Artikel von Michael:

[…] Kaum ist die Rezension des Boogie Boards Sync wenige Tage auf dem Blog, lang die Information zu einem ähnlichen Produkt ein, dem Sony Digital Paper.

Mit 13,3″ als großer Bruder des Boogie Board Snyc 9,5″ zu bezeichnen, schlägt dieses Produkt in die gleiche analog-digitale Kerbe. Es bietet die Möglichkeit Dokumente als PDF zu speichern sowie mit Notizen zu versehen. Aufgrund seiner Größe sollte auf dem Bildschirm eine A4-Seite bequem PLatz haben, welche dann mit dem beigefügten Stift beschrieben werden kann.

Aus dem Bildern von dem Gerät ist auch ersichtlich, dass man nicht nur in der Lage ist, Anmerkungen zu bereits bestehenden Dokumenten zu machen, sondern auch eigene Notizen/Memos anzufertigen.

Laut Beschreibung soll auch eine Speicher- sowie Share-Funktion inkludiert sein.

Das Sony Digital Paper kommt dadurch als eine Art digitale Unterschriftenmappe daher und bietet gegenüber dem Boogie Board klar gewisse Vorteile. Einmal die Möglichkeit Dokumente auch anzuzeigen sowie eine Radiergummi-Funktion des zugehörigen Stylus.

Fraglich ist, wer für dieses Gerät, dessen Funktionen wohl auch von jedem Tablet nachgebildet werden können $ 1.100,- auf den Tisch legt. Dennoch erscheint das Sony Digital Paper richtungsweisend auch für jene Funktionen, die man in zukünftigen Boogie Boards gerne sehen würde, hoffentlich aber für einen etwas kleinere Preis. […]

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Mit seinen tollen und vielfältigen Leserrezensionen wird Leser Michael fast schon zum Co-Autor im Blog. Heute schreibt er über die Stiftrolle von Manufactum:

[…] Den Versandhändler Manufactum kennt man als Vertrieb hochwertiger (und auch hochpreisiger) Waren, die einfach schön aussehen. Schon alleine deswegen lohnt sich ein Blick auf die Homepage oder in den Katalog von Manufactum, die/der auch vielerlei Schreibutensilien beinhaltet.

Ein ungewöhnliches Utensil stellt die Stiftrolle dar, welche zutreffend auf der Homepage als “für Textchirurgen” beworben wird und laut Beschreibung ihren Ursprung in den Instrumentenrollen der Mediziner haben soll.

Die Stiftrolle ist bereits optisch ein echter Blickfang mit hochqualitativer Verarbeitung aus gegerbtem Leder. Das Futter auf der Innenseite ist weich und von schöner Farbe, sodass man dem Produkt auch die teuersten Stifte die man sein Eigen nennt sofort anvertrauen möchte.

Im Inneren finden sich insgesamt vier Halterungen für Stifte, wobei zwei davon vom Umfang her etwas größer gearbeitet sind, um dickeren Schreibgeräten Platz zu bieten.
Zwar werden die Stifte von den Halterungen selbst nicht – außer als “Tasche” gehalten – aber durch die Konstruktion und die Möglichkeit des Zusammenrollens sollten selbst dünnere (Blei-) Stifte an ihrem Platz bleiben.

Abgerundet wird die Stiftrolle mit einem Lederband als Verschluss und zwei Verschlusslöchern für den Metallverschluss. Damit kann der Rollengürtel gewissermaßen bei Bedarf auch enger genschnallt werden, weitere Löcher dürften mit dem entsprechenden Werkzeug leicht anzubringen sein.

Kurzum, die Stiftrolle ist ein Etui der besonderen Art, für alle die auch mit derlei Utensilien etwas auffallen möchten. Zugegeben, der Preis bei Manufactum von € 59,- (zzgl. Versand) ist nicht gerade billig, aber man bekommt auch Entsprechendes für sein Geld.

Anmerkung: Die Stiftrolle auf den Fotos weist naturgemäß bereits gewisse Gebrauchsspuren auf. […]


© mit freundlicher Genehmigung, Michael Lanzinger


© mit freundlicher Genehmigung, Michael Lanzinger

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Leser Michael wird zum Top-Leserezensenten :-) Er hat heute eine neue Rezension für uns:

[…] s gibt nun schon viele Ansätze, die Brücke zwischen digital und analog zu schlagen und ebenso viele Meinungen dazu. Doch egal ob man Notizbuch-Verfechter oder digitaler Revoluzzer ist, den meisten Vielschreibern ist immer noch die handschriftliche Notiz die liebste Aufzeichnungsart.

Und hierzu existieren, wie erwähnt, vielerlei Möglichkeiten, die teilweise praktisch, teilweise kompliziert und teilweise auch etwas abstrus sind.

Das Boogie Board von Improve Electronics kann man gut und gerne als einen Vertreter der praktischen Sorte bezeichnen, wenngleich man doch einige Abstriche machen muss bei dem Gerät.

Mit einem Preis von ca. € 109,- kommt der neueste Vertreter der Boogie Board-Produktlinie mit 9,5 Zoll erfreulich leicht und dünn daher, sogar das neueste iPad dürfte dicker sein. Farblich in orange-schwarz gehalten und mit einem speziellen Stift versehen ist das Boogie Board Syn auch ein Blickfang, der es direkt sympathisch macht gleich darauf zu arbeiten.

Auch wenn man das Gerät wohl als ‘Magna-Doodle Zaubertafel für Erwachsene’ bezeichnen könnte, hat es doch nichts Albernes an sich. Im Gegenteil, die Handhabung ist sehr intuitiv, schnell gelernt und die Eingabe mittels Stift funktioniert gut.

Man kann das Sync auch benutzen ohne es einzuschalten, hier ist es aber dann wirklich nicht viel mehr als die Zaubertafel und das ohne Löschfunktion. Ist das Gerät aber einmal aufgeladen und eingeschaltet, kann sofort losgelegt werden. Der Stift wird gut erkannt, wobei ein kleines LED an der linken Seite immer aufleuchtet und damit signalisiert, dass der Stiftstrich aufgezeichnet wird. Darunter finden sich noch zwei Tasten, mit denen man den Bildschirm löschen kann sowie das gerade Geschriebene abspeichern. Ein simpler Knopdruck genügt und die jeweilige Notiz wird in ein – fortlaufend nummeriertes – PDF umgewandelt und am Gerät gespeichert. Selbst gelöschte Notizen werden als PDF erfasst, sodass auch ‘Fehl-löschungen’ kein Problem darstellen.

Die Notizen können leider nicht wieder auf die Schreibfläche des Snyc geholt werden, dieses dient damit nur als reines Eingabegerät. Eine nachträgliche Durchsicht oder Korrektur von einzelnen Seiten ist also nicht möglich, ebenso fehlt eine ‘Radiergummi-Funktion’ beim Stift und kleinere Fehler auszubessern. Hier muss also durchgestrichen oder überschrieben werden.

Will man die Notizen weiter verwenden, so kann man das Gerät entweder mittels Bluetooth oder mittels USB mit dem Computer, Smartphone oder Tablet verbinden. Zu jedem Gerät – ungeachtet ob PC oder Mac – steht eine Gratis-Software bzw App zur Verfügung.

Die Software und App leisten grundsätzlich die gleichen Dienste. Die einzelnen PDF können auf das Gerät geladen werden um dort dann eingesehen zu werden. Auch ist es möglich, die PDF via Mail zu versenden oder (auch automatisch) an die Software Evernote zu übertragen. Was hingegen schmerzlich vermisst wird, ist eine Verbindung zu Dropbox, dies kann aber mittels der Mail-to-Dropbox-Funktion zumindest nachgebildet werden. Bei der Software für den Computer besteht auch noch die Möglichkeit, ‘live’ zu zeichnen, etwa über einen Beamer. Hierzu muss das Board lediglich direkt verbunden sein,

Ebenfalls fehlt die Option, die einzelnen Notizen in einem mehrseitigen PDF zu vereinen. Gerade bei einer umfassendere Mitschrift würde dies die Arbeit mit den PDF ungemein erleichtern. Diese Funktion soll allerdings, laut Hersteller, in Planung sein.
Was allerdings äußerst positiv auffällt ist die ‘Sauberkeit’ der erfassten PDF. Denn auch wenn primär der Stift erkannt wird, auch die aufgelegte Handfläche verursacht beim Schreiben Spuren, die jedoch im PDF weggefiltert werden.

An Accessoires gibt es für das Board derzeit noch eher wenig. Erwähnenswert ist jedenfalls das Sync-Folio, die dringend benötigte Hülle für das Gerät, welche sich mit nochmals ca. € 30,- zu Buche schlägt und als Sleeve daherkommt, aus welchem das Sync herausgezogen werden kann. Eventuell wäre hier ein Wraparound á la Smartcover für Tablets besser gewesen.

Die Produktreihe Boogie Board ist damit schon einen gewissen Weg gegangen, beginnend mit dem einfachen Boogie Board, hin zum RIP-Modell mit PDF-Exportfunktion, über den Handzettel-Ersetzer Jot (ohne Speicherfunktion) um nun beim Sync mit PDF-Export und Evernote-Verbindung anzukommen. Dieser Weg ist sicherlich noch nicht zu Ende, man darf also gespannt sein, was noch an Nachfolgern des Snyc zu erwarten ist. Wichtig wären eben noch die genannten Funktionen und eventuell auch eine zusätzliche Anbindung zu OneNote, welches nunmehr ja auch für Mac und generell gratis von Microsoft angeboten wird.

Zusammenfassend ist das Boogie Board Sync sicher eine gute Empfehlung für jeden, der einerseits auf Gadgets steht, gerne mit Evernote & Co arbeitet und dem Zettelchaos gerne Herr werden möchte. Auch ist es eine interessante Alternative zu Entwicklungen wie Smartpens á la Lifescribe und Smartpaper wie Whitelines. Dennoch, im Zweifel tut es ein althergebrachter Notizblock wohl auch.

[…]


© mit freundlicher Genehmigung, Michael Lanzinger


© mit freundlicher Genehmigung, Michael Lanzinger


© mit freundlicher Genehmigung, Michael Lanzinger


© mit freundlicher Genehmigung, Michael Lanzinger

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Leser Michael kennt ihr bereits aus früheren Leserrezensionen, in denen er immer mal wieder interessante digitale Helfer zum Notieren vorstellt. Heute hat er eine Retro-Rezension für euch, eine Rezension eines “antiken” Gerätes, des LaPazz D-Note DNA500:

Anlässlich des erfolgreichen Kickstarters von iSketchnote, der nun einige Zeit her ist (siehe auch Blog-Eintrag iSketchnote, gewissermaßen eine Rezension von Gestern.

Denn die Idee das Schreiben auf einem Block vom Computer zu erfassen ist nicht neu. Worin sich iSketchnote wirklich von ähnlichen Produkten unterscheidet, ist die Möglichkeit dies über das iPad zu tun. Denn immerhin gibt es ja bereits Lifescribe welche die Notizen direkt über den Stift erkennt, dazu jedoch ein speziellen “Dot-Papier” benötigt oder auch Apps wie Penultimate, die eine Schrifterfassung direkt am Tablet ermöglichen. Sogar eigene Geräte wie Boogie Board existieren, quasi also “Magna-Doodle” für Erwachsene.

Für iSketchnote hingegen braucht man kein spezielles Papier oder einen besonderen Stift. Auch kann man auf Papier schreiben und braucht dies nicht am Bildschirm zu tun. Möglich wird dies durch eine Art Scanner, der unter dem Papier liegt und die Schrift erfasst.

Genau dieses Prinzip wurde bzw wird auch von Handschrifterfasser genutzt. Das Gerät selbst hat die Größe eines Tablets und ist dicker als ein derzeit handelsübliches Tablet. Im Umfang inbegriffen sind das “Schreibtablet” selbst inklusive einer Hülle mit Verschluss sowie einem Block und zwei verschiedenfarbige Stifte (Rot und Schwarz). Dazu kommt noch ein USB-Kabel und eine kleine CD mit den erforderlichen Programmen.

Die Bedinung des D-Note DNA500 ist vergleichsweise simpel. Natürlich kann er auch als ganz analoge Unterlage für den Block genutzt werden, eine Aufzeichnung der Notizen erfolgt aber nur dann, wenn das Gerät eingeschaltet ist. Da der nicht weiss, wann eine Seite beginnt oder endet, muss man per Knopfdruck immer die nächste Seite einstellen. Tut man dies nicht, so wird eine Seite quasi doppelt beschrieben.

Bei bloß kurzen Notizen stört dies sicher nicht, kann aber doch den Schreibfluss stören, da man immer wieder “zum Umblättern” kurz unterbrechen muss. Auch beim Einschalten ist demgemäß immer darauf zu achten, auf welcher Seite man sich gerade befindet.

Dies muss man sich natürlich nicht merken, sondern wird auf einem kleinen Display angezeigt. Die Stifte bzw deren Farben werden hingegen automatisch erfasst, sodass mehrfarbige Notizen möglich sind.

Das Aufladen sowie die Synchronisierung erfolgt per USB, ein WLan ist nicht inkludiert. Der Stromverbrauch ist jedoch entsprechend niedrig, sodass man lange Zeit mit einer Akkuladung auskommt.

Für die Erfassung der Notizen ist ein Programm zuständig, welches am Computer installiert werden muss. Dann ist man in der Lage Notizen aus dem D-Note DNA500 zu laden und auch weiter zu bearbeiten. Etwa eine Skizze mit Schrift zu versehen oder nachträglich farblich zu gestalten.

Schließt man das Gerät an, während das Programm läuft, kann man sogar in Echtzeit Notizen erfassen.

In einem nachrüstbaren Upgrade war es überdies (angeblich) möglich die handschriftlichen Aufzeichnungen in Maschinenschrift zu transformieren und dann als zB als Word-Dokument zu exportieren. In der mitgelieferten Basisvariante ist hingegen nur ein Export als PDF- oder JPG-Datei möglich.

Es ist nun schon einige Jahre her, dass der D-Note DNA500 erschienen ist und das Modell ist mittlerweile auch schon seit Längerem nicht mehr auf der Homepage von LaPazz gelistet. Derart existieren auch keine Upgrades, immerhin ist aber das Basisprogramm noch verfügbar.

Fazit, der D-Note DNA500 ist ein Kind seiner Zeit und sicherlich den heutigen Geräten unterlegen, leistet aber nach wie vor seinen Dienst und dies beständig. Wem es also darum geht, Notizen nicht nur analog sondern auch als Datei parat zu haben, der kann getrost über alles was an dem Gerät nicht mehr state-of-the-art ist hinwegsehen und es einfach weiterverwenden.

Retrospektiv gesprochen ist das Gerät sehr praktisch (gewesen) und definitiv eine Empfehlung. Sollte das Prinzip von iSketchnote nur etwas ähnlich sein, so ist diese ein mit Spannung zu erwartendes Gerät.

Übrigens noch eine Schlussbemerkung: eine wirkliche Neuerung wäre eine Handschrifterkennung bei so einem Gerät. Dies kann aber offenbar weder iSketchnote noch Lifescribe oder eine App derzeit wirklich leisten.


© mit freundlicher Genehmigung, Michael Lanzinger


© mit freundlicher Genehmigung, Michael Lanzinger


© mit freundlicher Genehmigung, Michael Lanzinger


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Leser Gerd ist ein treuer und langer Leser des Notizbuchblogs. Als Notizbuchfan probiert er eine Vielzahl an Notizbüchern und Notizbuchsystemen aus. Sein neuester Erwerb ist ein Midori Traveler’s Notebook, zu dem ihr heute seine Leserrezension lesen könnt.

Das Midori Traveler’s Notebook (MTN) ist so etwas wie das anglo-amerikanische X17, zumindest wenn man den unzähligen YouTube Videos und Bloggeinträgen glauben kann auf die man stößt, wenn man das Midori googelt. Offizell aus Japan wird das Midori in Thailand hergestellt.
Nach langem Zögern bin auch ich dem Hype verfallen und habe eines bestellt. Gekauft habe ich es bei www.thejornalshop.com, einem britischer Shop rund um diverse Notizbücher und Accessoires. Die Bestellung erfolgte an einem Sonntag, aufgegeben wurde das Packet am Dienstag und am Freitag hielt ich es in Händen. Alles in allem also sehr schnell.
Ich hatte mir das braune Midori in der Standardgröße (es gibt noch eine kleinere Variante „Passport size“) bestellt, dazu noch ein „Reperatur Kitt“ mit extra Elastis und zwei Notizbücher mit Dünndruckpapier (dazu später mehr).
Das Midori kommt gut verpackt an: zuerst musste eine Schicht Bubblewrap und zwei Plastikfolienschichten entfernt werden bevor man auf einen grauen Pappkarton stößt, welcher das Midori beinhaltet. Der Karton ist mit einem Elastic verschlossen (dieses hat die genau gleiche Größe wie das Elastic, das man zum Verschließen des Midori selbst benötigt, man bekommt also einen extra Ersatz mitgeliefert). Auf dem Pappkarton sind auch die Anleitungen (?) zu finden, allerdings komplett auf Japanisch und daher wenig hilfreich.

Im Pappkarton selber befindet sich das Midori in einem kleinen Jutesack:

Hat man das Midori einmal aus dem Jutesack befreit fällt einem sofort eines auf: der Geruch. Leider riecht das Midori nach dem Auspacken stark chemisch, ähnlich wie Mottenkugeln. Ein kurzer Blick ins Internet zeigt, dass ich nicht der einzige bin. Dabei dürfte es sich um eine Standardprozedur handeln. Der Geruch verfliegt aber nach einiger Zeit (sprich: ein paar Tagen) und das Midori erhält immer mehr den typischen Ledergeruch.
Weiters fällt einem auf, dass das Midori mit einer dünnen Schicht aus weißem Pulver überzogen ist, vermutlich die Quelle des Mottenkugeln-Geruchs. Diese lässt sich aber leicht wegwischen. Die nächsten Fotos zeigen den Unterschied:

Das Leder selbst ist „vegetable tanned“, dabei handelt es sich um eine spezielle Herstellungsart wobei Gemüse im Gerbungsprozess verwendet wird. Das „Gemüseleder“ soll besonders hochwertig sein, da es sehr gut altert und im Laufe der Zeit eine besondere Patina entwickelt, die den persönlichen Umgang mit dem Midori widerspiegelt. Es ist noch zu früh um das zu beurteilen aber es ist eines der herausragenden Merkmale auf die ich mich besonders freue.
Das Midori kommt standardmäßig mit einer Einlage und einem extra Verschluss-Elastic (in Orange). Das System, das Midori für seine Hefteinlagen verwendet ähnelt stark dem von X17, allerdings gibt es nur ein Elastik welches an der Innenseite des Rückens doppelt geführt wird. Dabei ist das Elastic einmal länger und einmal kürzer. Zusammengehalten wird das Elastic am Ende durch einen metallenen Clip. Geschlossen wird das Midori ähnlich dem X17 mit einem extra-Elastic, welches allerdings nicht am Buchrücken sondern auf der Hinterseite mit einem Knoten angebracht ist. Das ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und stört eventuell beim Schreiben. Weiters gibt es noch ein sehr dünnes Lesebändchen.

Dieses System erlaubt auf dem ersten Blick nur eine Hefteinlage, allerdings gibt es mehrere Möglichkeiten weitere Hefte oder Einlagen anzubringen, indem man entweder beide Längen des Elastics verwendet (es ist dehnbar genug) oder zwei Einlagen mit einem extra-Elastic verbindet. Das nächste Bild verdeutlicht das Prinzip: das erste Heft wird vom Midori-Elastic gehalten (dunkelbraun), während das zweite Heft bei der ersten Einlage drangehängt wird. Es gibt dafür eigene Gummibänder von Midori, man kann aber auch andere verwenden. Hier hab ich ein X17-Elastic genommen.

Mit diesem System lassen sich nahezu beliebig viele Einlagen anbringen. Es gibt dahingehend auch viele Youtube Videos, die diese und noch weitere Methoden anschaulich erläutern. Das ist ein klarer Unterschied zum X17, welches ja für jede Einlage ein eigenes Elastic anbietet.
Einlagen gibt es für das Midori viele. Angefangen von verschiedenen Kalendereinlagen über Notizbechern in blanko, liniert, kariert und dottet gibt es auch verschiedene Papiersorten fürs Malen und Zeichnen, „kraft paper“ (ein dickeres Papier speziell für Leute, die gerne Sachen einkleben) und extra dünnes Dünndruckpapier (Bibelpapier). Letzteres hat den Vorteil, dass man dadurch mehr Seiten unterbringt. Denn während die Standardeinlage nur 64 Seiten hat bring es das „refill light paper“ auf 128 Seiten. Dabei überrascht das dünne Papier mit seiner guten Aufnahme von Füllfedertinte mit erstaunlich wenig Durchdruck. Hier der Test mit einer Standard-Lamy Füllfeder:

Darüber hinaus gibt es noch Plastikeinlagen mit Taschen und Fächern für Visitenkarten etc. und Foldereinlagen für lose Papiere und Zettel.
Das Midori selber ist ein wenig länger als ein A5 aber deutlich weniger breit (ca. 2,5 cm). Die Einlagen sind demnach noch eine Spur kleiner und in der Länge genau A5 Größe (ca. die Größe die man bekommt, wenn man ein A4 Blatt drittelt). Das bedeutet, dass man entweder die Midori Einlagen kauft (teuer) oder sich selbst welche zurechtscheidet. Allerdings ist das Format perfekt für Folder, Flugtickets und dergleichen.
Hier ein Bild, das den Größenunterschied darstellt. Verglichen wurde ein Midori-Heft mit einer X17 Einlage:

Allgemein schreibt es sich im Midori gut wobei man sagen muss, dass es auch stark darauf ankommt, wie viele Einlagen man verwendet und wie dick das Midori dadurch wird. Die Einlagen an sich haben eine Tendenz wieder zuzuklappen, das einhändige Schreiben wird dadurch ein wenig schwierig.
Das Wechseln der Einlagen gestaltet sich beim Midori eine Spur einfacher, da das Elastic weniger straff ist als die von X17. Ein Teil des Charmes vom Midori ist es, herauszufinden welchen Aufbau ich meinem Midori geben will. Will ich einen Organiser mit Visitenkartenholder und Notizbuch oder doch eher ein Kreativbuch mit Einlagen die sich fürs Zeichnen eignen? Beim X17 beschränkte es sich (bei mir) auf will ich blanko oder linierte Einlagen?
Obwohl das Midori und das X17 sich in vielerlei Hinsicht ähneln gibt es doch spürbare Unterschiede. Da ist zum einen das Leder. Bei X17 bekommt man eine viel größere Auswahl an Ledersorten und Farben für seine Hülle (die nicht-Ledervarianten einmal ausgenommen), das Midori kennt nur eine Lederart wahlweise in Braun oder Schwarz. Trotzdem versprich einem das Midori eine Personalisierung des Leders durch den eigenen Gebrauch das weit über das X17 hinaus geht.
X17 gibt eine 17-Jahre-Garantie auf seine Lederhüllen, das Midori gibt die Aussicht auf einen lebenslangen Begleiter der sich dem eigenen Verhalten „anpasst“. Ob dem wirklich so ist oder es sich hier eher um einen Marketing-Gag handelt ist jetzt noch schwer zu sagen, bei mir hat die Aussicht auf so einen personalisierten, lebenslangen Begleiter aber voll eingeschlagen.
Das führt gleich weiter zum nächsten Punkt. Das Midori will personalisiert werden. Egal ob durch Sticker, Stiftschlaufen, Kratzer oder Flecken, die Philosophie des Midori ist „mach mich zu einem Teil deiner Selbst“. Das muss man mögen. Bei meinem X17 hab ich immer das Gefühl, extra vorsichtig sein zu müssen, beim Midori freue ich mich über jeden Kratzer.
Das Midori nimmt man auch eine Spur schneller mit als das X17. Will heißen, auf Grund seines eigenwilligen Formates liegt es gut in der Hand und passt wirklich in jede Hand- oder sonstige Tasche und bietet gleichzeitig mehr Platz zum Schreiben als andere Kleinformate.
Nachteilig wirkt sich das Format allerdings auf die Beschaffung von Heften und Einlagen aus, da alle A5 Standardeinlagen zwar von der Höhe her passen aber viel zu breit sind. Hier muss man entweder auf teure Originale zurückgreifen die man online auf www.thejournalshop.com (UK) oder www.luiban.de kaufen kann (es gibt die Einlagen auch auf Amazon aber teurer) oder man schneidet sich selbst A5 Hefte zu recht. Eine weitere Möglichkeit wäre das Selbermachen von Einlagen. Auch dazu findet sich eine rege Community im Netz mit diversen Vorlagen und Hilfestellungen (z.B.: http://www.mylifeallinoneplace.com/2012/11/make-your-own-midori-travelers-notebook.html).
Als persönliches Fazit kann ich sagen, dass ich das Midori viel stärker benutzen „will“ als das X17. Das X17 hat eindeutig das seriösere Image und es ist eher „business-like“, wie es Neudeutsch so schön heißt. Es ist auch klarer in seinem Aufbau, mit einem Elastic pro Einlage. Auch sind die Einlagen billiger in der Anschaffung als die von Midori. Auf Grund des größeren Formats bekommt man auch mehr Schreibfläche und Papier.
Das Midori ist etwas chaotischer aber auch kreativer. Man schnappt es sich beim Hinausgehen, wirft es in die Tasche und lässt seinen Gedanken freien Lauf bei einem Kaffee und freut sich sogar darüber, wenn es einen Kratzer bekommt. Das Midori eignet sich auch sehr gut für Leute mit einem ausgeprägten Basteltrieb, die sich gerne selber Einlagen machen und das Midori auf kreative Art zu dem ihren machen. Mit der Dünndruckpapier Einlage bekommt man darüber hinaus sogar mit drei Einlagen 384 Seiten verglichen zu den 240 des X17 und kann somit den Rückstand an Schreibfläche wieder einholen. Negativ fallen die Preise auf. Das Midori alleine kostet ca. 50 EUR und die Einlagen sind teurer als beim X17 allerdings kann man bei beiden auf preisgünstigere Alternative umstellen. Die elastics machens möglich.
Ich persönlich bin vom Midori positiv überrascht. Mir gefällt es, mein Midori zu Personalisieren und wirklich zu „meinem“ zu machen. Ich verwende es bereits jetzt mehr als mein X17 davor.

Zum Abschluss noch ein paar Fotos des Midori im Direktvergleich mit dem X17 A5

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Leser Michael Lanzinger ist ein Freund ausgefallener Notizbuch- und Papieraccessoires und hat die beiden Leserrezensionen Der 5-in-1 Geek Pen und Der Scannerstift von Somikon verfasst. Nun hat er eine neue Rezension für euch: “Mega City 1 Book of Law”

Als Jurist und bekennender Fan von Judge Dredd war dieses Buch für den Verfasser der Rezension einfach ein Muss. Aber auch wenn man sich zu keiner der beiden Gruppen zählt, hat dieses Notizbuch etwas für sich.

Erhältlich über eBay zu einem fairen Preis von 18,90 USD bildet das “Book of Law” einen echten Blickfang.

Von der Größer her zwischen A5 und A6 einzuordnen, kommt das Notizbuch als ledergebundenes Hardcover mit Goldschnitt und Metallecken daher. Die Verarbeitung ist hoch professionell und lässt das Buch dadurch sehr edel wirken. Die Versprechung des Verkäufers nach einer guten Film-Nachbildung ist mehr als erfüllt worden.

Das Buch verfügt mit 384 Seiten auch über eine Dicke, die einem auch nach vielen Notizen noch genug Platz für weitere Schreiberei lässt. Allerdings lässt dies durchaus die Frage zu, welche Notizen in so einem Buch guten Gewissens gemacht werden können, denn ein reines Arbeitsbuch ist es wohl wegen seiner Aufmachung kaum.

Die Seiten sind jeweils liniert mit der Überschrift “Mega City Municipal Code” (frei übersetzt das Stadtgesetz von Mega City 1) in der Kopfzeile und einer “Gesetzesstelle” in der Fußzeile. Der Verkäufer macht hier bereits darauf aufmerksam, dass es sich um insgesamt zehn wiederkehrende “Normen” handelt, welche samt und sonders Zitate aus dem Film von 1995 darstellen. Die Inhalte spannen sich dabei von illegalem Besutz von Zucker bis hin zu Mord.

Zusammengefasst ist das Buch nicht nur eine sehr gut gemachte Kopie einer Film-Requisite, sondern auch ein hochwertiges Notizbuch, das jedenfalls durch Aussehen und Widerstandsfähigkeit glänzt. Ob man es als Jurist zwingend benötigt sei einmal dahingestellt, Eindruck macht es wohl aber jedenfalls am Schreibtisch.


© mit freundlicher Genehmigung Michael Lanzinger


© mit freundlicher Genehmigung Michael Lanzinger


© mit freundlicher Genehmigung Michael Lanzinger

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