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Schreiben ist eine Angelegenheit, die dem Menschen nicht nur intellektuelle sondern auch motorische Fähigkeiten abverlangt. Diese Kombination macht die Handschrift so erfolgreich. Umso erstaunlicher sind Versuche in England, wo man Schüler für den Unterricht mit iPads ausstatten wird. In Will turning to tablet computers to educate pupils kill handwriting? wird darüber berichtet:

[...] The pen is mightier than the sword. But can it compete with the iPad? [...] a secondary school in Cornwall will provide all 900 of its pupils with an iPad. However, some fear this kind of move could spell the end for handwriting and the benefits it brings. [...]

Der “Head of Computing” dieser fortschrittlichen Schule hat da seine eigene Philosophie wie er damit umgeht, dass immer weniger mit der Hand geschrieben wird:

[...] ‘I think that’s something that’s got to come,’ he says. ‘It seems a logical end point. Handwriting already is a dying art and it’s you and I who are killing it, because adults are not handwriting.’ [...] ‘What you might see is a generation of kids growing up who are as good at writing with their finger on a touch screen as they are with a pencil.’ [...]

Also: wenn schon niemand mehr mit der Hand schreibt, brauchen wir das auch in der Schule nicht mehr so intensiv zu nutzen. Tolle Logik. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das eine gute Idee ist. Auch im Artikel Leserbeitrag: Schreibpsychologie schien es, als sei die Handschrift doch mehr als nur eine andere Art, Ideen und Gedanken zu erfassen.

Was meint ihr dazu? Wird die Handschrift in der Schule irgendwann nicht mehr gelehrt? Wird sie eine “tote Technologie” sein, die wie Latein behandelt wird?

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Irgendwann im November stieß ich auf das Blog bakadesuyo.com, eine Fundgrube irrwitziger Untersuchungen aus der Welt der Wissenschaft. Als einer der ersten Artikel fiel mir Can writing speed physical healing? ins Auge. In dieser Untersuchung ließ man verwundete Personen entweder über Zeitmanagement schreiben oderüber ihre traumatischen Ereignisse. Und siehe da:

[...] The study used a prospective, longitudinal design with random assignment to the control (writing about time management) and experimental group (writing about a traumatic event). [...] Participants who wrote about traumatic events had significantly smaller wounds 14 and 21 days after the biopsy compared with those who wrote about time management. [...]

Interessant, was Schreiben über Gefühle und Gedanken bringt. Und in aller Ruhe in ein Notizbuch zu schreiben ist auch noch beruhigend dazu.

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Ende August berichtete mashable in Do You Remember Print News Stories Better Than Those You Read Online? [POLL] darüber, dass in einer Studie festgestellt wurde, dass Probanden sich an Inhalte einer gedruckten Zeitung besser erinnern konnten als an die gleichen Inhalte einer digitalen Ausgabe. Referenz war dabei die New York Times einmal in der Printausgabe und einmal in der digitalen Version.
Nun kann man die Anzahl der Probanden (45 Studenten) als nicht repräsentativ abqualifizieren, aber interessanterweise glauben mehr als 500 Leser ebenfalls, dass “Print rules”. Dies zeigt eine Online Umfrage von mashable, die sich direkt unter dem Artikel befindet. Und bei dieser Umfrage haben mehr als 1000 Leser von mashable mitgemacht.

Mir als Freund des analog geschriebenen Wortes fällt dazu aber gleich eine ganz andere Frage ein: kann man die Ergebnisse auch auf analog Geschriebenes übertragen? Gibt es beim Erinnern handschriftlich erfasster Gedanken / Ideen / Texte Unterschiede zum Erfassen der gleichen Texte in digitaler Form am Computer? Oder noch weiter und kühner gefasst: schreiben wir (natürlich bei gleicher Aufgabenstellung) etwa sogar einen anderen Stil, wenn wir analog oder digital schreiben? Beeinflusst die Art des Mediums unseren Schreibstil?

Ich finde diese Fragen überaus spannend und muss sagen, dass ich analog eher nachdenklich schreibe, während digitale Texte eher optimistisch klingen. Das kann aber auch selektive Aufmerksamkeit sein. Aber wie geht es euch? Behaltet ihr analog Gelesenes auch besser als digital gelesenes? Gibt es für euch Unterschiede im Schreibstil bei analogen und digitalen Medien? Bin gespannt auf eure Erfahrungsberichte oder Link- und Lesetipps zum Thema.

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heise.de berichtete in Studie untersucht Zusammenhang zwischen Internet und Gedächtnis über Forschungen darüber, wie sich Menschen Dinge merken und sich beim Merken organisieren:

[...] Dass sich Informationen jederzeit im Internet finden lassen, verändert die Art und Weise, in der Menschen sich Dinge merken. So lautet das Ergebnis einer psychologischen Studie, die jetzt im US-amerikanischen Wissenschaftsmagazin Science online veröffentlicht wurde [...] Eines der Ergebnisse: Wo das Gelernte später wieder abrufbar ist, merkten sich die Probanden besser als den eigentlichen Inhalt der Information. [...]

Neben den Ergebnissen der Studien fand ich aber auch den Transactive Memory Effekt sehr interessant:

[...] Seine Arbeit beschrieb das System sozialer Gruppen, in denen Informationen gemeinschaftlich gespeichert und wieder abgerufen werden. Als Beispiel nannte er Eheleute, bei denen sich ein Partner darauf verlässt, dass der andere stets über bestimmte Informationen verfügt, oder Gruppen von Berufskollegen, in denen Einzelne für ein bestimmtes Spezialwissen zuständig sind [...] Das Internet scheint inzwischen für viele Menschen die Rolle eines solchen verlässlichen Partners übernommen zu haben, so einer der Schlüsse, die die Psychologen aus ihren Forschungsergebnissen ziehen [...]

So hatte ich das bisher noch gar nicht gesehen, aber wenn man darüber nachdenkt, dann hört sich das plausibel an. Dann kam mir der Gedanke, dass ja auch das Notizbuch die Funktion eines “verlässlichen Partners” haben könnte. Und siehe da, in den Kommentaren findet sich dann diese Anmerkung (nur leider ohne Quellenangabe):

[...] Studie untersucht Zusammenhang zwischen Notizblock und Gedächtnis – Probanten, welche Ihre Informationen in sog. Notizblöcken – manchmal sogar nach Tagen sortiert in “Kalendern” ablegen könnten sich die ursprüngliche Information schlechter merken, als Leute, die auf “Kalender” verzichten. [...]

Das ist interessant. Schreiben wir denn nicht deshalb alles auf, weil wir uns nicht alles merken können? Oder können wir uns nicht alles merken, weil wir es aufschreiben? Also ich kann mir definitiv nicht alles behalten und wäre ohne Notizbuch (analog und digital) aufgeschmissen. Wie ergeht es euch? Ist das Notizbuch für euch ein “verlässlicher Partner”? Stärkt das Notizbuch euer Erinnerungsvermögen oder schwächt es das Erinnern eher?

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Martine ist eine Leserin, die mir auch ab und an mal eine E-Mail schreibt. Mein Aufruf in Schreiben macht Schweigen zu Gold hat es ihr besonders angetan, da sie sich schon seit Jahren mit dem Thema Schreibpsychologie beschäftigt. Ihre Heimat ist der Textloft, ein Projekt, mit dem sie ihr Geld verdient. In Ihrem Blog berichtet sie über ihre Arbeit und sich.
Für das Notizbuchblog hat sie einen Leserbeitrag verfasst, der sich mit dem Thema “Schreiben” befasst, und in dem sie über ihre Erfahrungen mit dem Thema “Schreiben” berichtet. Da ich in Zukunft gerne öfter über das Thema “Schreibpsychologie” und verwandte Themen berichten möchte, habe ich eine eigene Kategorie Schreiben dafür eingerichtet. Hier nun der Text von Martine:

Ganze Bibliotheken ließen sich mit Büchern zu diesem Thema füllen. Die Frage nach dem Gegensatz zwischen analogem und digitalem Notizbuch ist nicht nur eine praktische Frage, sondern auch eine neuropsychologische Frage, die das Schreiben und die Entstehung von Schriftgut überhaupt betrifft.

Damit keine Missverständnisse entstehen: Es geht bei der Schreibpsychologie der allgemein verbreiteten Meinung entgegen nicht um die psychotherapeutische Wirkung des Schreibens – hier würde untersucht, welchen Gewinn oder gesundheitlichen Nutzen jemand durch die Entwicklung schreibkreativer Techniken haben kann; das ist hier irrelevant -, sondern um die Entdeckung dessen, was in einem grundsätzlich (also beruflich) schreibenden Menschen passiert, welche Mechanismen im Gehirn aktiv sind und wie sie sich auswirken.

Vorab: Hier hat die digitale Welt keine Gegensätze geschaffen, die nicht schon zu Zeiten der mechanischen Schreibmaschine bestanden hätten: Die Anzahl der Autoren, die ihre Werke erst handschriftlich verfassen und dann abschreiben, ist nur unwesentlich gesunken. Ob man sich also für das analoge Notizbuch oder für das digitale entscheidet, ist eher mit dem eigenen Schreibprozess verbunden. Dabei spielt auch die Art des Schriftstücks (Belletristik, journalistische Texte oder private Notizen) keine Rolle.

Das handschriftliche Schreiben ist für das Gehirn komplizierter. Auch für einen Menschen, der etwa sehr schlecht tippen kann, ist es – auch wenn der Einzelne es nicht bewusst merkt – einfacher zu tippen, weil die Vorgänge, die mit der Formung der Buchstaben mit dem Stift zusammenhängen, wesentlich größere Teile des Gehirns mobilisieren. Aktiv sind da die Feinmotorik und der Denkprozess. Deshalb können Menschen nach einem Schlaganfall schneller wieder lernen, mittels einer Tastatur zu kommunizieren, als dass sie das handschriftliche Schreiben wieder beherrschen.

Durch diese Komplexität wird das handschriftliche Schreiben von unserer Psyche auch zugleich ernster genommen: Belangloses und Beleidigungen (es gab eine Studie dazu Mitte der 80er Jahre, die ich leider nicht mehr finde) tippt man eher, als das man sie mit der Hand schriebe, denn die Hemmschwelle ist beim Handschreiben höher. Durch die Mobilisierung der Motorik bedingt wird das Handschreiben auch als sinnlicher empfunden und spricht tatsächlich Teile des Gehirns an, die bei anderen sinnlichen Genüssen reagieren (angenehmer Geschmack, Sex, schöne Landschaften). Beim Tippen wiederum wird keine emotionale Komponente gemessen. Das Schreiben kann zwar genauso kreativ sein, aber es ist distanzierter – auf stilistischer Ebene sagt man dazu “journalistischer” (auch wenn der geschriebene Text zu einem Roman gehört). Wissenschaftler vermuten, dass neben der hohen nötigen Hirnleistung auch die Erkennung der eigenen Handschrift zur Personalisierung des Geschriebenen erheblich beiträgt. Die Identifizierung mit der eigenen Handschrift wird als unausweichlich empfunden, während Schreibmaschinen-Buchstaben oder Texte am Bildschirm von jedem geschrieben worden sein könnten.

In der Unterrichtssituation – und hier spreche ich aus eigener Erfahrung (ich bin zwar mittlerweile Freie Texterin, bin aber eigentlich von Haus aus promovierte Textwissenschaftlerin und Dozentin für Stilistik und Textpsychologie) – bestätigen sich diese Erkenntnisse: Studenten fangen schneller an, den ersten Satz zu schreiben, wenn sie tippen; die Hemmung und die Zweifel an der Qualität des eigenen Schreibens sind größer, wenn sie mit der Hand schreiben. Der Umgang mit der Tastatur ist eher spielerisch (man tippt einfach drauf los und guckt am Ende, was für einen Text man da geschrieben hat), so dass hier die berühmte “Angst vor dem leeren Blatt” gar nicht erst entsteht. Das Tippen ist sogar eine gute Empfehlung gegen eine Schreibblockade, weil es als unverbindliche Spielerei enthemmt.

Qualitativ lässt sich sagen, dass Studenten, die mit der Hand schreiben, stilistisch bessere Texte hervorbringen – wahrscheinlich, weil sie langsamer und bedachter schreiben.

Bei Brainstormig-Übungen wiederum ist das Handschreiben ein besseres Werkzeug, denn die Positionierung auf dem Blatt, der Entwurf-Charakter und die Nichtnotwendigkeit einer grafischen Ordnung unterstützen die Freiheit des Denkprozesses.

Kleines Fazit von einer, die seit über 30 Jahren schreibt und ihr Geld damit verdient: Privat schreibe ich nur handschriftlich, und es würde mir im Traum nicht einfallen, meinen Papier-Terminkalender durch ein digitales Schedule-Irgendwas zu ersetzen. Mit Freunden korrespondiere ich viel lieber mit der Schneckenpost. Beruflich schreibe ich meistens an der Tastatur, weil der Zeitdruck einfach zu groß ist. Wenn ich aber das Glückhabe, für einen bestimmten Auftrag meine Zeit frei einteilen zu können, schreibe ich mit der Hand vor. Das Abtippen ist auch eine gute Möglichkeit des Korrekturlesens.

Danke an Martine für den hochinteressanten Text! Martine hat mir zum Text noch ein paar Links geschickt, über die ich aber ein anderes Mal berichten werde.

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Fast hätte ich den Titel “Notizbücher machen glücklich” gewählt, aber das hätte nicht ganz den Tatsachen entsprochen. Worum geht es? Viele Menschen empfinden Glück, wenn Sie Punkte auf einer Liste abhaken können.
Ihr kennt das sicher auch: wenn einem die täglichen Aufgaben über den Kopf wachsen, ist es ein gutes Gefühl, einfach mal alle Punkte in einer Liste aufzuschreiben. Anschließend kann man diese Liste abarbeiten und nach und nach die Punkte abhaken. Schon rein visuell werden die Punkte als erledigt gekennzeichnet (s. auch Notizbuchregel 3 – Erledigungszeichen / GTD signs) und man hat das gute Gefühl, dass es voran geht.
Wer dieses Gefühl nicht nachvollziehen kann, dem kann ich garantieren, dass es anderen so geht. Man führe zum Beweis eine Internetsuche nach dem Satz Listen abhaken macht glücklich durch. Es ist verblüffend, wieviele Treffer man da findet, v.a. von Blogs, in denen die Autoren darüber schreiben, wie sie das Abhaken glücklich macht.
Die Gruppe der “Abhakenfans” ist sogar auf Facebook in der Gruppe “To do”-Listen abhaken macht mich glücklich organisiert!

Im Blog des magmag Notizbuchs gibt es einen Artikel zum Thema: Langsames Abhaken macht glücklich!. Dort wird von Artikeln in der WELT berichtet, aus denen der Autor den Schluss zieht, dass langsames Abhaken glücklick macht (Welt Artikel für 3 EUR (!) hier:
Immer schön abhaken To-do-Listen erleben zum Jahresauftakt einen Boom. Doch was erreicht man damit wirklich? Was Sie tun können, um sich nicht zu verkalkulieren).

Besonders an Jahreswechseln und zu Geburtstagen, wenn man sich für einen neuen Zeitabschnitt etwas vornimmt, werden Listen gerne erstellt. Und dafür eignet sich auch besonders ein Notizbuch. Wie sind eure Erfahrungen? Führt ihr Listen? Hakt ihr Punkte ab? Macht euch das glücklich oder gibt euch zumindest ein gutes Gefühl? Mich interessiert eure Meinung!

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Vom Kritzeln hatte ich es gestern erst. Nun bin ich über den Artikel Krakeleien fördern Konzentration – Kritzeln erlaubt! gestolpert:

Kritzeleien verbessern nämlich die Konzentration. [...] Bewiesen hat das laut “Geo” eine psychologische Studie an der britischen Universität Plymouth

Die Studie wurde allerdings mit nur 40 Probanden von Psychologin Jackie Andrade von der britischen Universität Plymouth durchgeführt. Die Probanden bekamen eine bestimmte Zahl von Personen über Tonband genannt, die sie sich merken sollten. Ein Teil der Probanden sollte dazu einfache Figuren auf einem Blatt Papier ausmalen. Ergebnis: die malenden Probanden konnten sich mehr merken als die anderen.
Als erstes hat im Mai 2009 die Zeitschrift “Geo” über die Studie berichtet, wie man in PSYCHOLOGIE: Kritzeln fördert die Konzentration lesen kann:

Mit Krakeleien (“doodles”) lässt sich die Konzentration verbessern [...] Die Forscherin vermutet, dass Kritzeln Menschen wacher hält, die sonst in Tagträume abdriften würden. Denn diese Fantasien beanspruchen viel Gehirnleistung, während Kritzeleien kaum von der eigentlichen Sache ablenken.

Jackie Andrake ist Professorin in Plymouth und Originalartikel findet ihr unter What does doodling do? bzw. als PDF.

Damit scheint mir Notizbuchregel 11 – Kritzeln ist erlaubt auch aus wissenschaftlicher Sicht sinnvoll zu sein.

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Im Artikel Schriftlichkeit hilft hattet ihr fleißig kommentiert und Anregungen gegeben, wie ihr euer Notizbuch nutzt bzw. wo euch Schriftlichkeit hilft. Eine weitere Idee, wo Schriftlichkeit hilft, kam mir die Tage, als ich Google benutzte und Google mir als Suchbegriff “schreiben als therapie” vorschlug:

Sonntagsidee 14: Ärger abbauen

Worum geht es? Schreiben hilft dabei, Ärger abzubauen. Wenn ihr euch richtig ärgert, schreibt eure Eindrücke nieder. Listet detailliert und offen und ehrlich auf, was euch ärgert und warum. Schreibt genau auf, was passieren müsste, damit der Ärger noch schlimmer wird – dann wisst ihr, was ihr vermeiden müsst. Und schreibt genau auf, was passieren müsste, damit der Ärger aufhört – dann habt ihr Ansatzpunkte zum Verbessern. Aber wartet v.a. 24 Stunden bis ihr aktiv werdet und auf den Ärger reagiert. Meist ist dann alles nicht mehr so dramatisch.
Das Schreiben alleine hilft aber schon. Es wirkt, als ob man jemandem von seinem Ärger erzählt, was ja bekanntlich auch hilft.

In Sich den Stress von der Seele schreiben (Stern.de) geht es um das gleiche Phänomen:

Briefschreiber, Tagebuchverfasser und Hobbyautoren wissen es und können deshalb nicht davon lassen: Schreiben hilft dabei, die Gedanken und Gefühle zu ordnen, sich Erleichterung zu verschaffen und Abstand zu seinen Problemen zu gewinnen.

Der Artikel enthält viele interessante Informationen und Anregungen, wie man beim Schreiben vorgehen kann. “Schreiben ist wie eine Therapie” (welt.de) sagt der Autor Jorge Semprún. Der Wikipedia Artikel zu Kreatives Schreiben mein zu “Therapie und autobiografische Selbstreflexion”:

Schreibprozesse haben häufig eine therapeutische Dimension: Eigene Erlebnisse und Erfahrungen, Ängste und Wünsche werden schreibend aufgegriffen und gestaltet. Regelmäßige Schreiberfahrung kann dazu führen, Entdeckungen über unbewusste Neigungen und Wünsche zu machen, weil der Schreibprozess immer wieder zu ähnlichen Themen, Stichworten und weiterführenden Gedanken führt.

Schreiben hilft also die Ursache des Ärgers durch Selbstreflexion zu identifizieren bzw. die Ursache, warum man sich so ärgert.

Man mutmaßt sogar, ob Weblog schreiben als Therapie (pcwelt.de) gelten kann.

Wut kann man selbstverständlich auch künstlerisch verarbeiten, speziell auch mit Notizbuchkunst, wie hier im Bild Rough day von JustMichele:


Zum Vergrößern bitte klicken
© JustMichele

Habt ihr euer Notizbuch schon einmal zum Abbau von Ärger genutzt?

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