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Man muss sich immer wieder wundern, welche Meldungen ihren Weg in die Welt finden. Eine Sensationsmeldung für Notizbuch- und Tagebuchfreunde findet sich auf Emma Watson has Imposter Syndrome, dort wird sie wie folgt zitiert:

[...] I’ve always kept and collected things, and I’ve always been interested in the idea of diaries. I must have 10 different personal diaries: I keep a dream diary, I keep a yoga diary, I keep diaries on people that I’ve met and things that they’ve said to me, advice that they’ve given me.
“I keep an acting journal. I keep collage books. They’ve given me a place in which I can try to figure myself out, because those kinds of ideas feel too personal to put out into the public or even discuss with anyone else. It allows me to get things out of my head and work them out in a way that feels safe, which is really helpful. I can kind of try things out and play around with things.[...]

Interessant ist vor allem der Zusammenhang, in dem sie über ihre obsessive Tagebuchleidenschaft spricht: sie leide angeblich unter dem sogenannten “imposter syndrome” (s. auch Wikipedia), am ehesten zu umschreiben als Hochstaplerphänomen oder auch das Gefühl, eine Mogelpackung zu sein. Offensichtlich klärt sie in einem ihrer Tagebücher ihr Verhältnis zur Welt. Vielleicht bewältigt sie so die Angst des Hochstaplers vor dem Auffliegen, wenn sie sagt, dass sie Dinge im Tagebuch verarbeitet, um sich sicher zu fühlen.

Andere brauchen dafür Alkohol oder Tabletten, Diaristen nehmen ihr Tagebuch!

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Unter schreibszene.de gibt es seit kurzem ein neues Forum, in dem ihr euch über das Schreiben und Schreibwaren austauschen könnt. Das Sponsoring des Forums übernimmt Litteralis, über die ich schon berichtet hatte. Obwohl das Forum erst seit kurzem online ist, tummeln sich schon einige Schreibwarenfreunde darin. Werft doch auch mal einen Blick in das Forum – vielleicht ist da was für euch dabei?

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Eine ungewöhnliche Sichtweise auf das Notieren habe ich in Do You Have the Compulsion to Take Notes? gefunden: Notieren als Zwangsneurose. Die Autorin fragt sich, ob ihr “Drang” zu notieren zwanghafte Züge hat. Sie schreibt sehr viel nieder und das in loser Form:

[...] I don’t have to push myself to take notes… I have to stop myself from taking too many notes. I use a very loose method of organization. For my major topics, such as “happiness” or “Churchill,” I keep a single, giant, dedicated document. I add all relevant notes there, along with subject tags so that I can find the note later. I also have a document called “Notes” where I keep notes that don’t belong in any particular place. [...]

Wirklich strukturiert will sie ihre Notizen nicht, denn sie fürchtet, das könnte ihre Kreativität behindern.

Wie seht ihr das? Müsst ihr euch dazu zwingen, was zu notieren, oder müsst ihr euch eher dazu zwingen, nicht zu viel zu notieren? Ich kann für mich sagen, dass es weder-noch ist: ich notieren, wenn ich es für nötig halte und sonst nicht. Manchmal denke ich, dass ich was notieren sollte, damit ich es nicht vergesse (einen Gedanken, eine Idee, etc.), aber dann ist oft keine Gelegenheit zum Notieren und ich versuche das dann später nachzuholen. Zwang kann ich bei mir keinen erkennen.

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Gourmet Pens berichtete die Tage über das Kickstarter Projekt von Dustin Faddis. Für diejenigen unter euch, die Kickstarter nicht kennen: das ist eine Seite, auf der man Geld für eigene Projekte sammeln kann. Das Geld von von Leuten wie euch und mir. Dustin möchte Beton Stife produzieren und will dafür 10.000 USD einsammeln:

[...] The production of Engineered Concrete Pens, Buttons, & Cases. – The Contribute Project brings innovative concrete products to production. I’ve been experimenting, researching, and testing concrete mix design for five years. This last year, I’ve completely devoted all my time, financial resources, and efforts to actualize my designs. I’m literally “all in”. [...]

Stifte aus Beton gibt es schon, wie ihr in Ein Stift aus Beton und in Ein Kugelschreiber aus Beton lesen konntet, aber diese Geschichte hier ist wirklich prima. Ich habe noch nie bei Kickstarter ein Projekt unterstützt und war schon oft kurz davor, doch dieses Mal versuche ich es das erste Mal. Zum Zeitpunkt, zu dem ich den Artikel schreibe, sind noch 16 Tage Zeit, Dustin zu unterstützen. Die Hälfte des Geldes hat er schon zusammen.

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Bei felt&wire las ich über Writing Fonts. In Digitaler Zeichensatz der eigenen Handschrift hatte ich das Thema “digitale Handschrift” schon einmal behandelt. Es ist fast ein Widerspruch, eine Handschrift mit dem Adjektiv digital zu beschreiben. Letzten Endes will auch Writing Fonts aus eurer Handschrift einen digitalen Zeichensatz erstellen, den ihr dann in einem Editor nutzen könnt.
Wer Bedarf hat, kann sich auch einige Zeichensätze kostenlos herunterladen. Wie sich ein entsprechender Zeichensatz anfühlt, könnt ihr gleich online ausprobieren. Und ein paar Tipps zur Handschrift findet ihr auch auf der Seite.

Hat schon mal jemand von euch so einen Dienst ausprobiert?

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Heute ist der “Tag des Füllers 2012″, der sogar eine eigene Homepage hat: fountainpenday.org. Ihr findet die Ideengeber auch bei Twitter und bei Facebook. Sie schreiben:

[...] The first Fountain Pen Day will be celebrated on November 2nd, 2012. It was created to help embrace, promote, and share the use of fountain pens in day-to-day life, as well to help revive handwriting as a whole. [...]

Was macht man an einem solchen Tag? Im Internet finden sich einige Ideen:

  • man schreibt lieben Menschen einen handschriftlichen Brief oder eine Postkarte
  • man verschenkt Füller
  • man reinigt seine Füller
  • man hinterlässt einen Kommentar in seinen Lieblingsblogs zum Thema Stift und Papier (oder Notizbücher)


Zum Vergrößern bitte klicken

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JetPens stellt in Our Favorite Notebooks for Fountain Pen Use Notizbücher vor, die besonders gut für das Schreiben mit Füller geeignet sind.

Das nutze ich doch mal für eine Spontanumfrage: welche Notizbücher haltet ihr besonders geeignet für das Schreiben mit Füller und warum? Danke für eure Hinweise und Tipps in den Kommentaren!

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Kategorie: Umfrage  Tags: , ,  10 Kommentare

Bei notebookstories fand ich den Link auf den Artikel In Defense of the Power of Paper in der New York Times. Darin werden verschiedene namhafte Experten wie etwa David Allen (ihr erinnert euch, GTD …) zitiert, die die Überlegenheit von Papier gegenüber dem Digitalen benennen:

[...] Paper, says the productivity expert David Allen, is “in your face.” Its physical presence can be a goad to completing tasks, whereas computer files can easily be hidden and thus forgotten, he said. [...]

Einen Punkt, an den ich bisher noch nie gedacht habe, ist die Überlegung, dass die physische Position einer Information in einem Buch die Information selbst besser in einen Kontext einbettet:

[...] Reading a long document on paper rather than on a computer screen helps people “better understand the geography of the argument contained within,” said Richard H. R. Harper, a principal researcher for Microsoft in Cambridge, England, and co-author with Abigail J. Sellen of “The Myth of the Paperless Office”, published in 2001. [...]

Und einer der Klassiker: eine Studie, die zum Ergebnis hat, dass man sich analoge Informationen besser merkt als digitale:

[...] A study released in 1997 showed that people’s comprehension is superior when they read texts on paper as opposed to online, Mr. Harper said. [...]

Sehr schöner Artikel. Lesenswert.

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Stellen wir uns vor: es ist mal wieder Zeit für einen Eintrag im Tagebuch. Du nimmst dein Heft / Buch zur Hand, zückst den Stift (Füller, Kuli, Filzstift, Bleistift …) und lässt ihn über die Seiten gleiten.

Wir hätten da mal eine Frage: Wo befindest du dich, wenn du das tust. Wo schreibst du am liebsten in dein Tagebuch, Journal, Ideenheft … ?
So wie es Dutzende von Motiven gibt, um ein Tagebuch zu führen, gibt es Dutzende von Lieblingsplätzen dafür. Ich habe zwar viele Plätze, an denen ich gern schreibe, weil ich mir immer so viel zu erzählen habe , aber meine beiden Favoriten sind: am Gartentisch auf der Terrasse – besonders toll, wenn es warm ist aber regnet und die Tropfen auf das Blechdach über mir prasseln – und in Cafés, wenn ich unterwegs bin, also in mir unbekannten Gegenden.
In einem Blogartikel aus dem letzten Jahr mit dem Titel Sitting is deadly: Make like these 5 writers and stand while you work werden Schriftsteller vorgestellt, die ausschließlich am Stehpult ihre Innenwelten zu Papier bringen.

Und du? Wo am liebsten?

Wir würden an dieser Stelle gerne eine kleine Galerie der Möglichkeiten veröffentlichen. Schick uns ein Foto von (dir und) deinem Lieblingsschreibplatz. An einem der nächsten Tagebuchdienstage findet ihr hier eine Kollektion der persönlichen Favoriten. Wir freuen uns schon darauf! Schick dein Foto an info@notizbuchblog.de. Wenn ihr möchtet, dass wir die Bilder anonym veröffentlichen oder einen Link auf euren Blog setzen sollen, erwähnt das bitte in der Mail.

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Kategorie: Tagebuch  Tags: , , ,  Ein Kommentar

Es ist Sommer, die Menschen verreisen und was brauchen sie dafür? Richtig, ein Reisetagebuch. Aber können sie es auch führen? Wissen sie überhaupt, ob und wie sie ihre Erlebnisse verschriftlichen sollen bzw. wie sie es mal anders machen könnten als bisher?
„Interessiert mich nicht, ich brauche keine Anleitung, weder für mein Tagebuch noch für ein Reisetagebuch“, sagen die einen. „Finde ich spannend, lasse mich gern inspirieren und verführen“, sagen die anderen. Ich gehöre zu beiden Gruppen und werde mir trotzdem und deswegen die im März dieses Jahres im Dudenverlag erschienene Ausgabe von Josef Ortheil (Schreiben auf Reisen: Wanderungen, kleine Fluchten und große Fahrten – Aufzeichnungen von unterwegs (Werbelink)) anschaffen, in der er in bewährter Manier, – wir haben über die anderen Ausgaben aus dieser Reihe berichtet – den Fächer weit aufmacht. Amazon sagt dazu: „Dieser Band verführt dazu, das Reisen, die Sprache und das Schreiben zusammenzubringen. Es gilt, im Unterwegssein anzukommen. Mit vielen Textbeispielen aus der Literatur und Schreibaufgaben zum eigenen Ausprobieren.“
Wer also noch nicht weg ist und zur zweiten Gruppe zählt, kann damit experimentieren und am besten hier kommentieren, wie erfolgreich das Experiment verlaufen ist!
Eine Alternative für eine sehr spezielle Zielgruppe soll hier auch kurz vorgestellt werden: das Pilgertagebuch, erhältlich bei X17, dort heißt es:

Die Mühen und Entbehrungen des Weges und die Begegnungen mit Freunden und Fremdem lassen die Pilger die Tiefe der eigenen Existenz erfahren. Viele Pilger wollen diese ganz besonderen täglichen Erlebnisse und Erkenntnisse auf ihrer Pilgerreise festhalten; ganz privat für sich oder auch für die Daheimgebliebenen.

Ob Pilgern oder Reisen oder beides: alles, was unterwegs beeindruckt, erschüttert, begeistert, hat Platz im Tagebuch und kann zu gegebener Zeit wiederbelebt werden, wenn man seine Aufzeichnungen hervorholt.
Gute Reise!

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