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Der von Restorff-Effekt wird in Wikipedia wie folgt beschrieben:

[…] Der Restorff-Effekt wurde erstmals von der deutschen Psychologin Hedwig von Restorff (1906−1962) nachgewiesen. Der Effekt bezeichnet das Faktum, dass man sich an die sich von der Umgebung unterscheidenden Inhalte besser erinnern wird. […]

Ich dachte mir, dass dieser Effekt wahrscheinlich der Grund dafür ist, warum man sich Wörter und Passagen in Texten markiert. Wenn man also in einem Text wichtige Wörter heraushebt, dann kann man sich an diese wahrscheinlich besser erinnern. Das Herausheben könnte durch Einkringeln oder Unterstreichen erfolgen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich mit dieser Laieneinschätzung richtig liege, aber im Artikel Auswendig lernen: Mit Psycho-Tricks gehts leichter wird genau das empfohlen.

Bereits in Notizbuchregel 10 – Wichtige Schlagworte einkringeln habe ich eine solche Maßnahme empfohlen, die ich selbst regelmäßig praktiziere. Es hilft beim Einprägen und beim visuellen Suchen in einem Notizbuch. Das zugehörige E-Book, das die Notizbuch- und Aufgabenregeln zusammenfasst wurde mittlerweile übrigens mehr als 1000 gekauft! Bei der Gelegenheit: Danke an euch alle.

Wie erarbeitet / markiert ihr euch Dinge, die ihr lernen müsst? Wie nutzt ihr den Restorff-Effekt?

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Ohne Worte. Gefunden bei Twitter @HerzensPuzzle

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Das sogenannte Crowdfunding ist eine beliebte Methode, um Geld für eigene Projekte einzusammeln. Die bekannteste Plattform für solche Projekte ist Kickstarter. Bei The Next Web las ich nun in Pubslush: Can the Kickstarter for books find its niche? von Pubslush. Das ist eine Crowdfunding Plattform wie Kickstarter, die sich allerdings auf Buchprojekte spezialisiert hat.

Falls also jemand von euch gerne schreibt und bisher nur in das eigene Notiz- oder Tagebuch geschrieben hat, kann er sich dort jetzt die notwendige Finanzierung für das eigene Buchprojekt besorgen.

Hat von euch jemand eine Idee, die er schon immer mal in ein Buch fassen wollte?

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Der Hersteller Lanybook ist für seine opulenten Bücher bekannt und im Blog habe ich bereits mehrfach darüber berichtet. Im Oktober hatte ich mich mit Lanybook per Mail über die Metropoliton Kollektion ausgetauscht, die ich euch heute im Rahmen einer Verlosung genauer vorstellen möchte.
Die Bücher dieser Serie haben einen Einband in Lederoptik und sind mit Motiven bedruckt, die zu ihren Namen passen: Hollywood, Paris, New York und Mailand. Die Ausstattung ist für alle Varianten gleich:

[…] – 192 Seiten – Die letzten 32 Seiten perforiert – Weißes 80 gr. FSC Papier – Verarbeitung: Fadensiegelung – Inkl. Stiftschlaufe – Inkl. Hellgrauem Leseband – Inkl. Froschtasche […]

Die runden Ecken sollen nicht unerwähnt bleiben. Das breite Gummiband besitzt wie bei Lanybooks üblich eine passende Metallapplikation. Die Bücher gibt es in den Formaten A5 und A6 und mit den Lineaturen liniert, kariert und blanko. Das Format A6 kostet unter 19, das A5 Buch unter 21 EUR.

Zur Adventszeit hat Lanybook vier Bücher (jeweils eines von jeder Sorte oben) für eine Verlosung zur Verfügung gestellt.

  • Die Verlosung startet 06. Dezember 2013 und endet am 09. Dezember 2013 um 18 h
  • Wer teilnehmen möchte, muss hier einen Kommentar mit einer gültigen E-Mail Adresse hinterlassen (wird nicht angezeigt und nur für die Verlosung verwendet). Sagt mir im Kommentar, welche Stadt, welche Größe und welche Lineatur ihr bevorzugt. Interessant fände ich, was ihr mit der entsprechenden Stadt verbindet.
  • Am Ende werden alle Kommentare durchnummeriert und die Gewinner per Zufallsgenerator ermittelt
  • Ich schreibe die Gewinner dann an und erfrage die Postanschrift, die ich an Lanybook für den Versand weitergeben
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen


© mit freundlicher Genehmigung, Lanybook


© mit freundlicher Genehmigung, Lanybook


© mit freundlicher Genehmigung, Lanybook

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Die kommenden Wochen vor Weihnachten sollten in den Augen der meisten Menschen mit stetig wachsender Besinnung einhergehen, doch meistens ist das Gegenteil der Fall. Den tägliche Zwang effizient zu sein – sei es im Beruf oder im Privatleben – kann man irgendwann nicht mehr abschütteln und so überträgt er sich auch auf Bereiche, wo es nicht auf Effizienz ankommt, ja wo sie sogar schädlich ist.
Die Weihnachtskarte ist so ein Fall.

Digitale Postkarten und E-Mails gehören zu den Effizienzvertretern und die will ich hier gar nicht betrachten. Also: Zu Weihnachten möchte man den Lieben eine Postkarte zukommen zu lassen. Doch nicht nur wegen Facebook (oder gerade trotz?) haben die meisten Menschen viele Freunde, denen sie eine analoge Nachricht schicken möchten. Aber handschriftliche Glückwünsche kosten Zeit und beginnen zu langweilen, wenn man immer wieder den gleichen Text schreibt. Also sucht man nach Effizienz und findet sie in Postkartendiensten oder ähnlichen Arbeitserleichterungen. Sicher, die Freude auf der anderen Seite wird dadurch nicht getrübt. Aber wieviel befriedigender ist es für den Schreibenden, wenn er tatsächlich von Hand schreibt oder die Karte individuell bastelt? Das ist herrlich ineffizient und wunderbar persönlich. Wie schon die letzten Jahre werden wir bei mir zu Hause auch dieses Jahr wahre Papierorgien veranstalten. Während ich dies schreibe, sammeln sich schon die bunten Papier, Blankokarten, Stempel, Stanzlocher und Masking Tapes auf dem Tisch. Es ist noch etwas früh für Karten, aber die Materialien kann man sich an einem trüben Sonntag Nachmittag schon mal zusammenstellen.
Und dann wird in den kommenden Wochen immer mal wieder gebastelt und geschrieben – natürlich von Hand. Alle Familienmitglieder machen mit Begeisterung mit und vor dem Abschicken freut man sich über die individuellen Papierwünsche, die jedem Adressaten hoffentlich persönliche Worte bringen.
Man hört es oft, es klingt abgedroschen und doch ist es wahr: handschriftliche Glückwünsche und ein paar Worte, die nur der eine Adressat bekommt, vermitteln auch beim Empfänger ein Gefühl der Wertschätzung und Zuneigung. Hier hat jemand viel Zeit auf eine Sache verwendet, die man auch effizienter hätte haben können. In der Effizienzwelt ist Zeit wertvoll. Und der Einsatz von Zeit überträgt ihren Wert auf den Gegenstand, dem man die Zeit gewidmet hat. Und von dem Gegenstand überträgt sich der Wert auf den Empfänger. Das spürt der Adressat einer “handgemachten” Weihnachtskarte.
Auch die beruhigende Wirkung des Bastelns ist nicht zu unterschätzen. Das Kleben, Schreiben und Arrangieren entschleunigt ungemein und schon nach kurzer Zeit verfällt man in einen kontemplativen Modus und ist woanders. Man kann sich förmlich erholen. Es geht nicht darum, schnell fertig zu werden, effizient zu sein. Es geht darum, Zeit zu investieren für sich und für den Empfänger der Karte.

Dieses Jahr gilt also für das Erstellen eurer Weihnachtskarten: seid ineffizient!

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Angelika von Aufseß, Co-Autorin des Notizbuchblogs und euch bekannt als Bloggerin des “Tagebuchdienstags”, hat ein Buch über Tagebücher geschrieben: “Neuerdings schreibe ich an mich selbst – 26 Arten, ein Tagebuch zu führen”. Spannend ist der Verleger des Buches: Matthias Büttner von X17! Und so gibt es das Buch folgerichtig als A5-Einlage für X17: Konzept: Tagebuch. Auf der Seite heißt es:

[…] Das Buch von Angelika von Aufsess inspiriert. Die Worte und die sanfte Eindringlichkeit der zarten Skizzen von Stefanie Clement umweben Sie mit einer melancholischen Heiterkeit, die Ihnen das Tor zum Tagebuchschreiben weit öffnet. […]

Ich habe eine A5 Ausgabe hier. Die Einlage hat ein sehr schönes Layout und ist mit ansprechenden Zeichnungen garniert. Die 26 Arten, ein Tagebuch zu führen, sind jeweils auf einer Seite dargestellt. Eine Doppelseite des Buches ist auf der linken Seite mit einem passenden Zitat und/oder einer Zeichnung versehen, auf der rechten Seite befindet sich der Text. Die Texte sind Angelika-Texte wie ihr sie kennt: frisch, direkt und unmittelbar verständlich. Euch werden die Angst und die Hemmungen genommen, Tagebuch zu führen, ihr lernt etwas über Varianten von Tagebuchinhalten und über den richtigen Stift und das richtige Notizbuch. Ihr lest, wie andere Menschen und Berühmtheiten ihr Tagebuch führen, und werdet für die eigenen Versuche inspiriert. Das Buch ist keine technische Anleitung oder gar ein Leitfaden, den es Schritt für Schritt zu befolgen gilt. Es ist Seite für Seite ein Motivationsbuch, das Tagebuchschreiben einfach mal zu versuchen und sich selbst von den Vorzügen des Schreibens an sich selbst zu überzeugen.
Das Buch gibt es übrigens auch als bei amazon als Kindle Edition: Neuerdings … schreibe ich an mich selbst (Werbelink) und kostet dort knapp über 5 EUR.

Lest es. Und ihr werdet schreiben.

Unten ein paar Fotos meines Tagebuch Inspirationspaketes von X17. Es handelt sich um ein grünes X17 A5 Buch mit einem grünen Polypropylen Einband (HardSkin). Darin befinden sich zwei Einlagen: das Buch und eine linierte Notizbucheinlage, damit man gleich loslegen kann. Ihr versteht sicher, wenn ich diese Ausgabe nicht im Blog verlose :-)


© mit freundlicher Genehmigung, X17

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Leser Wolfgang schickte mir über Facebook den Link zum Artikel Platz für Gedanken, mit dem anziehenden Untertitel: “Drei besondere Publikationen zeigen, was ein Buch sein kann”. Ich hatte erwartet, dass im Artikel Bücher zum Thema Notizbücher vorgestellt werden, aber letzlich geht es um die Notizbücher von Suhrkamp.
Das alleine wäre nicht unbedingt einen Beitrag wert gewesen, aber ich fand die philosophischen Betrachtungen dazu, was Notizbücher sind und wie das Schreiben in Bücher aus einem Universum von Möglichkeiten auswählt, sehr anregend. Unter anderem heißt es in dem Artikel:

[...] Das leere Buch ist die Bedingung der Möglichkeit jedes geschriebenen Buches – von der Kochrezeptsammlung bis zur Weltformel. In dem Moment, wo der Aufschrieb in das Notizbuch beginnt, schränken sich auch seine Potenziale sukzessive – geschriebener Buchstabe für Buchstabe – immer mehr ein, doch noch alles andere zu sein und werden zu können als das, was es gerade werden soll. Doch das Anschreiben gegen diese Leere hat eine doppelte Konsequenz: Mit dem Füllen der Seiten stiftet man Ordnung und Struktur, indem man aus den unendlichen Möglichkeiten eine auswählt. [...]

Schöner Gedanke. Und beachtet: Ihr helft also alle mit, Ordnung und Struktur in die Welt zu bringen. Na, wenn das mal kein Anspruch ist.

Und ich denke, gerade am Dienstag, der im Notizbuchblog stets dem Thema Tagebuch gehört, bekommt euer Tagebuchschreiben vor dem Hintergrunds der Gedanken im Artikel einen besonderen Stellenwert: alle eure Tagebücher sind in Borges’ Bibliothek schon geschrieben und damit irgendwie auch unser aller Leben. Die Leute, die kein Tagebuch schreiben, deren Leben ist auch noch nicht geschrieben. Zumindest nicht in der “Bibliothek von Babel”.

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Leser Sven schickte mir den Link auf den Artikel iSketchnote: Auf Papier schreiben, auf iPad fertigstellen, der über das Kickstarter-Projekt iSketchnote: from pen and paper to your iPad! berichtet:

[...] iSketchnote is a smart iPad cover that integrates a new digitizing technology with the convenience of a notebook. [...] We love to doodle, make sketchnotes, and we love the iPad. We also love the feel of a pen travelling on a sheet of paper. But nothing existed that combined the power of the iPad with the comfort of writing on paper. So, we invented iSketchnote! None of the existing technologies provide the real experience of a pen and paper. So keep your habits and use the only technology that allows you to digitize your sketches and notes in real time. No specific paper. No electronic pen. Just iSketchnote! [...]

Man braucht also nicht wie bei anderen Systemen ein spezielles Papier mit Punktraster oder einen elektronischen Stift, was schon mal ein großer Vorteil ist. Ganz ohne Stiftmodifikation geht es aber nicht: der Stift braucht einen Magneten. Das Projekt erinnert mich an Ideen wie das Boogie Board oder das noteslate, nur dass dieses Mal echtes Papier im Spiel ist. Für die Nutzung mit Notizbüchern bin ich nicht so überzeugt – aus praktischen Gründen, wie man die passende Seite über die Sensorfläche bekommt.
Das Projekt ist zwar schon voll finanziert, ihr könnt euch aber noch fast einen Monat lang beteiligen! Es gibt bereits eine eigene Webseite für das Projekt namens isketchnote.com, aber bei Twitter hat @isketchnote zum Zeitpunkt des Artikels erst ca. 200 Follower. Hier noch das passende Video zum Projekt:

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Mein Freund E. aus A. hat eine Weltreise gemacht. Allein. 3 Monate. Erst nach Asien, dann nach Südamerika. Viel Welt in kurzer Zeit. Im Gepäck Notizbücher und Stifte. Wie viele Reisende vor, mit und nach ihm hat er auf der Reise seine Eindrücke sprachlich verarbeitet und verdichtet. Anrührende Porträts sind entstanden, kenntnisreiche Beschreibungen besonderer Orte.
Doch während er als geübter Schreiber zwar Spaß hat am Fabulieren und Formulieren, fehlt ihm etwas. Es fehlt ihm ein emotionalerer Zugang. Zu viele Eindrücke, die ihn im Laufe eines Tage bestürmen und die bewältigt sein wollen; insbesondere da er allein unterwegs ist und niemanden an seiner Seite hat, um die Erfahrungen zu teilen. So entwickelt er eine Methode, die schon bald zum täglichen Ritual gehört: das intuitive Tagebuch.

Vor dem Einschlafen nimmt er sich ein paar Minuten Zeit, um den Tag an sich vorbeiziehen zu lassen. Gesichter, Begegnungen, Geräusche, Gerüche, Landschaftseindrücke, Überraschungen, Empfindungen, Stimmungen. Der Ablauf ist immer gleich: atmen, innehalten und dann den Stift auf ein quer liegendes Din A4 Blatt von links nach rechts laufen lassen. Wie ein Seismograph wandert der von seiner linken Hand geführte Stift über die Papierfläche. Sie hinterlässt Linien, Schraffuren, Kringel, Schlaufen – je nach Stimmung dieses spezifischen Tages. Nur er kann die Zeichen dechiffrieren, nur in ihm tauchen die der Skizze zugehörigen Bilder auf, als wären es Sequenzen eines Films, den nur er sehen und verstehen kann.
Man kann die Methode natürlich auch ohne Weltreise anwenden. Vielleicht habt Ihr ebenfalls ausgefallene, eigene Methoden des Tagebuchschreibens? Her damit!!

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Man muss sich immer wieder wundern, welche Meldungen ihren Weg in die Welt finden. Eine Sensationsmeldung für Notizbuch- und Tagebuchfreunde findet sich auf Emma Watson has Imposter Syndrome, dort wird sie wie folgt zitiert:

[...] I’ve always kept and collected things, and I’ve always been interested in the idea of diaries. I must have 10 different personal diaries: I keep a dream diary, I keep a yoga diary, I keep diaries on people that I’ve met and things that they’ve said to me, advice that they’ve given me.
“I keep an acting journal. I keep collage books. They’ve given me a place in which I can try to figure myself out, because those kinds of ideas feel too personal to put out into the public or even discuss with anyone else. It allows me to get things out of my head and work them out in a way that feels safe, which is really helpful. I can kind of try things out and play around with things.[...]

Interessant ist vor allem der Zusammenhang, in dem sie über ihre obsessive Tagebuchleidenschaft spricht: sie leide angeblich unter dem sogenannten “imposter syndrome” (s. auch Wikipedia), am ehesten zu umschreiben als Hochstaplerphänomen oder auch das Gefühl, eine Mogelpackung zu sein. Offensichtlich klärt sie in einem ihrer Tagebücher ihr Verhältnis zur Welt. Vielleicht bewältigt sie so die Angst des Hochstaplers vor dem Auffliegen, wenn sie sagt, dass sie Dinge im Tagebuch verarbeitet, um sich sicher zu fühlen.

Andere brauchen dafür Alkohol oder Tabletten, Diaristen nehmen ihr Tagebuch!

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