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Bereits Ende Juni schrieb mir Herr Bogusch Shirt-gestalten.com eine nette Mail und machte mich auf seine Anleitungen für Recycling und Upcycling aufmerksam. Er schrieb:

[…] Die Anleitungen richten sich vor allem an verantwortungsbewusste Eltern sowie Lehrer und Erzieher, die Ihren Kindern zeigen möchten, wie einfach man doch aus herkömmlichen Shirts und Stoffresten, die man eigentlich wegwerfen würde, sehr schöne nützliche Dinge und Geschenke basteln kann. Wir können hiermit unseren Kindern nicht nur den schonenden Umgang mit vorhandenen Ressourcen näher bringen, sondern außerdem die Kreativität beim Basteln fördern. […]

Ihr findet auf der Seite T-Shirt Recycling – Der Umwelt zu Liebe mehrere PDFs zum kostenlosen Download, die euch die Ideen für verschiedene Anwendungsgebiete näher bringen sollen.

Wie ihr wisst, sind T-Shirts und Notizbücher ebenfalls ein gutes Paar und das nicht nur wegen re-cover.

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Heute bekam ich eine Mail von Pukka Dank, die mir von ihrem neuen T-Shirt Sketchbook erzählten:

[…] Are you a t-shirt designer? Everyone has a great idea for a t-shirt, and sketching is an excellent way to quickly explore concepts. T-Shirt Shape Sketchbook invites you to start with sketching by hand. Putting ideas quickly on Tee Shape paper! Helping designers visualize the final product.[…] 170 Pages / Plain 150 gsm – Size (cm): 19.3 x 16.7 […]

T-Shirt-Notizbücher und Notizbücher im T-Shirt Format kennt ihr bereits aus dem Blog. Dieses Buch hier ist ganz ähnlich,mit Ringbindung und etwa in DIN A5-Größe. Für 15 $ könnt ihr es bei pukkadank.com bestellen.


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Courtesy of © Pukka Dank

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Buxmann ist ein Online-Shop für Werbeartikel.  Die Firma vertreibt Werbeartikel aller Art. Es gibts nicht, was es quasi nicht gibt. Auch angesichts der bevorstehenden Frauen Fußball-Weltmeisterschaft werden fleißig Fähnchen und Flaggen beworben. Auf der Seite entdeckte ich dieses kleine Notizbuch, im Style eines Polo-Shirts. Das Buch hat nur 50 Seiten und ist mit 1.99 Euro unschlagbar günstig.

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In meiner Interviewreihe stelle ich euch heute Sandra Elm vor. Sandra ist die Macherin von re-cover. Bei re-cover kann man sein geliebtes Notizbuch in sein eigenes T-Shirt einbinden lassen. Sandra hat dafür schon den red dot design award gewonnen und ist 2010 für den Designpreis Deutschland nominiert. Ich konnte Sandra ein paar Fragen zu ihrer tollen Idee stellen.
Vorab ein Bild von Sandra, damit ihr ein Gesicht bei den Fragen vor Augen habt.

Sandra Elm
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1) Wie kamst Du auf die Idee mit re-cover?

Eigentlich bin ich gelernte Schneiderin, arbeite aber seit nunmehr 12 Jahren in der Werbung.

Zu Anlässen wie Geburtstagen, Hochzeiten und Abschieden von Kunden oder Kollegen gab es bis dato immer klassische „Werber-Geschenke“: Anzeigen oder Plakat-Motive aus dem Agentur-Alltag wurden umgetextet, auf A3-Pappen aufgezogen und auf der Rückseite war ausreichend Platz für persönliche Wünsche und Grüße von den Kollegen. Der Beschenkte hatte kurzfristig großen Spaß an dieser überdimensionalen Grußkarte, schlussendlich aber ein Verstauungsproblem. Wir tauschten also zunächst die Riesen-Pappe gegen ein hand-liches Notizbuch und testeten diverse Materialien für den Einband. Schlussendlich hatten Lothar und ich die Idee, alte, kultige T-Shirts, die kein Mensch mehr trägt, die aber viel zu schade zum Wegwerfen sind, weil sie voller Erinnerungen stecken, zu recyceln und die Notizbücher damit neu einzukleiden. So ging alles los. Dann habe ich – in meiner neuen Funktion als Captain – weitere Kollegen zum Mitmachen angeheuert. Und die sind fast alle freiwillig an Bord geblieben. Lea gibt den digitalen Kurs an, Sarah hat die Texte überarbeitet, Moni, Daniel und Helge machen das Art Work. Und ab und an funkt der Ackermann dazwischen.

2) Wie kam es dann zu den Designpreisen wir dem red dot Design Award?

Mein damaliger Chef hat von Anfang an an unsere Idee geglaubt und hat uns ermutigt, die „re-cover story“ einzureichen. Bedingung war, dass wir uns – außerhalb des Tagesgeschäfts – Gedanken über die Einreichungs-Kategorie machen und darüber, wie wir unsere Idee am wirkunsgsvollsten aufbereiten. Schlussendlich hat er sich dann sogar dafür eingesetzt, dass die Agentur sich an den Kosten beteiligt. (Die eigentlichen Einreichungsgebühren sind kein Thema. Was richtig Geld kostet, sind die Publikationskosten, wenn die Gewinner-Arbeiten im Jahrbuch abgedruckt werden.) Das hätten wir finanziell alleine nicht geschafft.

3) Du hast ja noch einen „Erstjob“ soweit ich weiß. Wieviel Zeit kannst Du für re-cover investieren?

Es ist nicht so, dass ich mich vor Aufträgen kaum retten könnte. Dafür machen wir viel zu wenig Werbung. Und vielen Interessenten ist es zu aufwendig, mit re-cover „ins Geschäft zu kommen“, da vorab eigener Einsatz gefragt ist (T-Shirt-Material aussuchen, Ausschnitt bestimmen, Material verschicken…)
Leider bin ich kein wirklich guter Geschäftsmann. Ich bin immer daran interessiert, das Beste zu machen aus dem vorhandenen Material. Und da das Projekt so viel Freude macht und wir unglaublich viel positives Feedback bekommen, vergesse ich, auf die Uhr zu schauen.

4) Machst Du die Einbände alle selbst?

Ja.

5) Wie lange brauchst Du für ein Buch? Ist das formatabhängig?

Das Format spielt auf jeden Fall eine Rolle. Ein T-Shirt-Buch in small geht schneller als eines in large. Entscheidender ist jedoch der Zustand das Ausgangsmaterials: Muss das alte T-Shirt zunächst gewaschen, restauriert, fixiert oder gebügelt werden? Wo ist das Motiv platziert? Kann ich direkt zuschneiden und beziehen? Oder muss ein Motiv erst ausgeschnitten und auf anderer Stelle neu appliziert werden? Kann der neue Einband nur aufgeklebt werden oder soll er zusätzlich mit der Nähmaschine abgesteppt werden? Möchte der Auftraggeber ein SammelBand – ein Gummiband, mit dem man das Notizbuch verschließen kann? Je nachdem, brauche ich für ein Buch dann zwischen 20 und 50 Minuten.

6) Gibt es Bücher, die sich besser oder schlechter für ein Einbinden eignen? Welche Bücher sind besonders geeignet?

Für die re-cover-Technik eignen sich ausschließlich Notizbücher mit einem Soft Cover, idealerweise aus festem Tonkarton oder Schwarzpappe. Abgerundete Ecken machen das Erscheinungsbild geschmeidiger und verhindern Eselsohren.

7) Was möchtest Du mit re-cover gerne noch erreichen?

Ich wünsche mir, dass unsere Idee so bekannt wird, dass es irgendwann für einem kleinen Eintrag auf Wikipedia reicht. Und jeder, der diesen Eintrag entdeckt, soll beim Lesen schmunzeln. Und beim nächsten Ausmisten seines alten Lieblings-T-Shirts an uns denken.
Und diesem Material möchte ich auch weiterhin treu bleiben. Derzeit arbeiten wir an Buchstaben aus alten T-Shirts, die man aufkleben bzw. aufbügeln kann, einer eigenen Hausschrift und einer limitierten Auflage von Visitenkarten-Etuis.
Zunächst hat jedoch die Optimierung der T-Shirt-Bücher Vorrang: Das Innenleben muss langfristig hochwertiger werden. Dazu benötigt es mehr Seiten und dickeres Papier.
Wir sind auf der Suche nach einer Buchbinderei in Deutschland, die fadengeheftete Notizbücher mit Softcover und abgerundeten Ecken fertigt. Vielleicht hat ja einer Deiner Notizbuchblog-Leser einen Tipp für uns?

8) Welches Buch unter den von Dir eingebundenen war bisher dein Lieblingsbuch?

Ein Wochenkalender aus einem rosaroten, samtweichen bestickten T-Shirt (s. Foto) und natürlich Bücher aus T-Shirt-Klassikern aus den 80ern mit Motiven wie Che Guevara, Hard Rock Café und Mickey Mouse.


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9) Hast Du selbst ein Notizbuch (Foto?) und wofür setzt du es ein?

Ich gönne mir den Luxus, für verschiedene Anlässe mehrere Notizbücher nebeneinander im Einsatz zu haben. Derzeit gibt es da
– meinen Taschenkalender: Innenleben: Roter Faden Kalender, Bezug aus einem T-Shirt mit einer schönen klassischen Typo
– ein Reise-Tagebuch: Innenleben: Moleskine, Bezug aus einem Nick Cave-Tour-T-Shirt
– zwei kleine Skizzen-Bücher für unterwegs: Innenleben: Moleskine, Bezug: aus einem Konzert-T-Shirt von den Pogues und
– ein großes Moleskine-Heft für meine Ideen. (Bezug aus einem T-Shirt aus der Süssstoff-Kollektion von Lockstoff)

10) Wie sieht für Dich das ideale Notizbuch aus?

Mein ideales Notizbuch hat 64 bis 80 Seiten ungebleichtes 100 bis 110g Papier. Das Papier muss blanko sein, weil Karos und Linien die Gedanken „einsperren“, wie ich finde. Es ist fadengeheftet (mit grünen Faden) und hat abgerundete Ecken. Beim Umblättern darf das Papier ruhig ein bisschen knistern. Eine Innentasche ist praktisch zum Sammeln von losen Notizen, die noch abgearbeitet oder übertragen werden müssen. Dafür kann ich gut auf ein Lesebändchen verzichten. Der Einband ist natürlich aus einem wunderschönen und richtig verwaschenem T-Shirt und macht sowohl optisch als auch haptisch glücklich 🙂

Danke an Sandra für das interessante Interview. Hier noch ein paar Fotos, die mir Sandra zur Verfügung gestellt hat:


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Die Werkstatt:

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Nachdem ich erst vor wenigen Tagen über Notizbücher im T-Shirt Format berichtet habe, heute ein T-Shirt als Notizbuch. Durch einen Tweet von @db_druckbesser bin ich auf das Notizbuch „detecto“ der giffits GmbH in Hamburg aufmerksam geworden. druckbesser.de berichtet von dem Buch in einem kurzen Artikel:

„Detecto“ sieht aus wie ein zusammengefaltetes Polo-Shirt und ist in sechs verschiedenen Farben erhältlich. Ein Aufdruck nach Ihren Wünschen ist mit bis zu vier Farben möglich. Das Notizbuch besteht aus Baumwolle und enthält 50 Blatt Papier. Es hat eine Länge von 14,30 cm, eine Breits von 10,50 cm, eine Höhe von 1,80 cm und ein Gewicht von 210 Gramm.

Die Bücher gibt es in verschiedenen Farben und der Stoff kann individuell bedruckt werden. Leider verkaufen die Leute von giffits nicht an Privatpersonen und die Mindestauflage für die Bücher beträgt 400, denn die kleinen Büchlein sind als Werbegeschenk gedacht. Hier ein Screenshot der Homepage:


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© des Inhaltes des Screenshots giffits GmbH

Wer das Thema Notizbücher und T-Shirts interessant findet, der sollte auch mal einen Blick auf die Frankfurter Firma re-cover werfen, die Einbände für Notizbücher aus T-Shirts erstellt. Und wer selbst nähen möchte, der kann mal in Schützhülle für ein Notizbuch selbst herstellen reinlesen.

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Es scheinen gerade Notizbücher in Mode zu sein, die die Anmutung anderer Gegenstände abbilden. Nach den Büchern mit Smartphone Anmutung bin ich bei behance über Bücher im T-Shirt Format gestolpert. Das Buch kann als normales Notizbucher verwendet werden, leistet aber sicher auch gute Dienste, wenn man ein T-Shirt mit Hilfe von Zeichnungen gestalten möchte.


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© behance.net

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