#moleskine – Leserin Heike macht mich darauf aufmerksam, dass Kalender für 2013 zur Zeit im Moleskine Shop zur Zeit bis zu 50 % reduziert sind. Das könnte vielleicht für den ein oder anderen von euch interessant sein.
V.a. deutet es meiner Meinung nach auf die Kaufneigung im Kalendermarkt hin. Folgende Gedanken kamen mir dabei:

  1. ich glaube nicht, dass Moleskine die Kalender ohne Gewinn verkauft – wenn die Annahme stimmt, würde das bedeuten, dass die Kalender selbst mit 50 % Preisreduktion immer noch einen Gewinn abwerfen. Man kann sich also vorstellen, wieviel Gewinn sie beim regulären Verkauf abwerfen
  2. wenn Moleskine in einem so wichtigen Shop die Preise reduziert, müssten das eigentlich auch alle Einzelhändler machen, wenn sie „mithalten“ wollen – es könnte also sein, dass ein aktueller Besuch bei dem Einzelhändler eures Vertrauens lohnt
  3. wenn schon (?) im Februar die Preise für Kalender gesenkt werden, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass die meisten ihre Kalender schon gekauft haben und Moleskine die Lager leer kriegen will, oder dass sie Marktanteile gewinnen wollen, indem sie ihre Kalender günstig verkaufen; dann kaufen die Kunden womöglich keine Kalender anderer Hersteller
  4. wenn das jedes Jahr so ist, dann würde es sich vielleicht lohnen, jedes Jahr mit dem Kalenderkauf bis Ende Februar zu warten – was natürlich auch Nachteile mit sich bringt.

Ist noch jemand ohne Kalender und will sich noch einen kaufen? Würde mich mal interessieren, ob meine Theorie stimmt.

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6 Antworten
  1. Peter sagt:

    Ich war früher selbst im Buchhandel tätig und spätestens im Februar mussten die Kalender(allgemein) weg, weil sie sonst keiner mehr kauft. Die ersten Fragen nach Kalendern für das Folgejahr kamen immer im September/oktober. Selbst wenn Moleskine seine Kalender jetzt mit Verlust verkauft, ist das aus kaufmännischer Sicht immer noch bessser als sie einzustampfen.
    Über die Höhe des Gewinns will ich nicht spekulieren, aber nachdem Moleskine seine Kalender recht hochpreisig verkauft, wird da genug hängen bleiben.

  2. Herbert sagt:

    In der Tat habe auch ich für 50% in meiner örtlichen Buchhandlung den A5 (ca) Wochenkalender für 1,5 Jahre bekommen. Ein halbe Jahr also nutzlos, macht aber nichts, nutze ich für Notizen. Ich habe als Hauptkalender eigentlich den in meinen Augen unschlagbaren Quavadis Trinote, aber für Reisen, unterwegs und als Zusatznotizbuch (und, ja, auch weil ich einen Kalenderfimmel habe und nicht lassen kann, immer was parallel zu fahren) ist der ganz nett, als softcover. Was mich immer geärgert hat ist die in meinen Augen doch recht vornehme Preisgestaltung von Moleskine, dafür darf man aber auch alle für Deutsche wichtigen Daten nachträglich eintragen und/oder kennzeichnen. Die Feiertage, und auch Kennzeichnung der DST. Na ja, international halt. Und die freie Seite rechts neben dem Kalendarium ist weniger praktisch, als man denkt. Ich nutze sie meist so, dass ich die Trennlinien der Tage nach rechts verlängere, so dass ich für die Notizen den Zeitbezug habe.
    Das mit den 1,5 Jahren ist auch nicht so zielführend, da es keinen „echten Anschluß“ im Folgejahr gibt. Aber die Softcoverausführung gibt es wohl nur für 1,5 Jahre.
    Also für 50%, also unter 10 Euro, ist es ok. Für den Originalpreis bekomme ich aber eine neue Quod Vadis Einlage.
    Wenn die das jetzt bei Moleskine immer so machen werden, dann bin ich dabei, denn als Zweitkalender ist der Klasse.
    ich bin mir bewuß, dass Kalender immer auch das Gefühlsleben ansprechen, insofern ist das oben gesagte kein Verdikt, sondern kommt aus meiner Welt heraus.

  3. Judith sagt:

    Ich muss zugeben, dass ich manchmal auch zu den Kalender-erst-im-neuen-Jahr-Käufern gehöre.
    Nicht den Familienplaner, weil ich den unbedingt ab dem ersten Januar brauche .
    Aber ich kaufe gerne (aber auch nicht jedes Jahr) große ansprechende Panoramawandkalender, wenn sie im Januar runtergesetzt sind.
    Das sind 12 schöne neue großformatige Bilder, die mal wieder etwas Abwechslung in meinem Bilderrahmen schaffen.
    Dieses Jahr habe ich mir auch den Zefix-Kalender der Süddeutschen Zeitung Ende Januar gekauft, den nutze ich als Mauspad und für kurze Notizen, wenn ich vor dem Rechner sitze – und so als Schmierzettelkalender wäre mir der Originalpreis zu hoch gewesen, aber da ich ihn auch nicht als „richtigen“ Kalender nutze, machte mir der verspätete Beginn nicht aus.
    Ausserdem kann ich nebenbei bayerisch lernen, schließlich wohnen wir jetzt hier. 😉

    Für jemanden der wirklich auf eine gute Kalenderführung angewiesen ist, ist der Kauf im bereits angebrochenen Jahr, denke ich, keine Option.
    Es sei denn der Vorjahreskalender reicht bis Ende Januar – aber das tun wohl die wenigsten, oder?

  4. Stephan sagt:

    Also ich habe mir meinen Kalender bereits kurz vor beginn 2013 gekauft. Verwunderlicher Weise waren die Moleskine Kalender zu dem Zeitpunkt auch runter gesetzt mit 25% ist auch strategisch gesehen sehr gut um diese Zeit.

    Ich nutze Moleskine Produkte jetzt schon sehr lange weil für mich mit dem Notizbuch sehr viele Erinnerungen verbunden sind. Das soll natürlich nicht heißen das andere schlechter sind so benutze ich auch ein Hahnemühle Skizzenbuch weil mir dort das Papier besser gefällt.

    Das Moleskine jetzt die Preise senkt ist einfach ein zeichen das sie die Charge noch los werden wollen. Es ist meist besser selbst mit geringem Gewinnanteil zu verkaufen als die Produkte einstampfen zu müssen.

  5. Christian sagt:

    @alle: danke für eure Rückmeldungen. Ich selbst bin auch Jahr-Vorher-Käufer, wobei ich aber auch schon unterjährig gewechselt habe.

  6. Lea sagt:

    Als Studentin ist es für mich weniger wichtig, im neuen Jahr von Anfang an einen Kalender zu besitzen, im Februar endet nämlich bereits das Semester und im Prinzip beginnt erst im März das Jahr für mich erst richtig. Es ist jedoch schwierig, Kalender zu finden, die zu meiner Jahreseinteilung passen, zumindest soll es aber einer sein, der eine eigene Seite jedem Tag des Jahres zur Beschriftung bietet. Nun kommt es mir gelegen, dass Kalender wie die von Moleskine preislich sehr reduziert werden, Nachteil des späten Kaufes ist allerdings folgender: vor Ort (im Buchladen etc) gibt es kaum noch Kalender, doch Web 2.0 sei dank.

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