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Das letzte Interview im Notizbuchblog ist schon einige Zeit her. Ich denke aber, das Warten hat sich gelohnt, denn ich konnte einen namhaften Hersteller für ein Interview gewinnen: brandbook. Ihr kennt sicher die Homepage des Herstellers, über dessen Bücher und Aktionen ich schon mehrfach berichtet habe. Die Fragen im Interview wurden von Bernd Griese und Dirk Mahlke beantwortet. Bernd ist Geschäftsführer und kümmert sich um neue Produkte, Werbung und Marketing. Dirk ist Drucktechniker und kümmert sich bei Brandbook um den Vertrieb und die Produktionssteuerung. Im Bild sind die beiden vor einer Lagerwand voller Notizbücher zu sehen.
Brandbook findet ihr im Internet unter brandbook.de, bei flickr unter flickr.com/brandbook und bei Facebook unter brandbookde

Wie seid ihr als Designagentur zum Thema Notizbücher gekommen?

Da kamen einige Sachen zusammen: Erstens gab es vor 10 Jahren keine vernünftigen Notizbücher zu kaufen, zweitens sind wir absolut printaffin und drittens, weil sich die Cover so gut gestalten lassen.

Macht ihr eigentlich nur Notizbücher?

Inzwischen produzieren wir auch Bücher für namhafte Verlage. Letztendlich entscheidend ist unser umfangreiches Produktions- und Material-Know-how. Aber natürlich auch die Fähigkeit, kostengünstig zu produzieren.

Inzwischen gibt es ja noch den ein oder anderen Hersteller, der Notizbücher zum Selbstgestalten anbietet. Was unterscheidet euch?

1. Wir sind ja schon ein paar Jahre dabei und verfügen inzwischen über eine hervorragende Infrastruktur und ein Netz von Spezialisten. Im Bereich Customizing, wo jeder Kunde tausende Möglichkeiten hat, sein individuelles Produkt zu erstellen, ist die Logistik das A und O.
2. Um in diesem Geschäft mit dem Produktionsstandort Deutschland (90% aller Notizbücher werden inzwischen in China gefertigt) noch Geld zu verdienen, muss man alle Prozesse optimieren. Wir fertigen z.B. Buchblöcke in höheren Auflagen vor, um die Druckkosten bei Kleinauflagen gering zu halten. Außerdem produzieren wir inzwischen so viele Bücher, dass wir Papier zu einem günstigeren Preis einkaufen können. Von diesen Preisvorteilen profitieren auch unsere Kunden.

Und wo holt ihr euch die Inspiration?

Im Prinzip von unseren Kunden, die uns mit ihren Anfragen fordern. Besonders Designer wie Mutabor, Fuenfwerken, große Werbeagenturen wie McCann oder Verlage wie Monocle fordern Materialien und Ausführungen abseits des Mainstreams.
Und ansonsten versuchen wir, aus jedem Material, das uns zwischen die Finger kommt, das Beste herauszuholen.

Leser des Notizbuchblog beklagen, dass es eure Bücher erst ab Stückzahlen von Zehn zu kaufen gibt und dass Brandbooks nicht im Handel erhältlich sind.

Zum Teil sind sie ja bereits im Handel erhältlich, nur unter anderem Namen. Wir stellen halt in erster Linie für Firmenkunden und Verlage her.
Für 2010 haben wir uns allerdings vorgenommen, auch ins Endkundengeschäft einzusteigen – allerdings sehr vorsichtig. Wir haben schließlich kein Venture Capital und müssen jede Expansion aus unserem Cash-Flow finanzieren.

Anmerkung: das Logo von brandbook

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Was unternehmt ihr, um bekannter zu werden?

Also einen klassischen Werbeetat haben wir natürlich nicht. Wir unterstützen Veranstalter von interessanten Kongressen wie z.B. Designkonferenzen, indem wir ihnen individuelle Notizbücher zum Materialpreis zur Verfügung stellen. Außerdem gibt es ja den jährlichen Brandbook Designwettbewerb, der uns viel Öffentlichkeit beschert.

Sind Notizbücher Produkte, die immer gleiche Anforderungen an einen Produzenten stellen?

Das denkt man so, sind ja nur Bücher mit leeren Seiten oder bösartig formuliert „Kladden“. Nein. Immer, wenn man in ein Thema tiefer einsteigt, merkt man doch, was alles noch drinsteckt. Da gibt es Leute, die ein Notizbuch mit speziellem Innenleben für ausgefeilte Kreativitätstechniken brauchen oder Firmen, die es für die Mitarbeitermotivation einsetzen. Große Unternehmen suchen nach neuen Oberflächen oder Veredlungen, die zum Stil und Anspruch ihrer Marke passen – also einfach nicht alltäglich sind. Außerdem versuchen wir auch immer mal wieder, unsere Notizbücher mit etwas Technik auszustatten.
Wir haben zum Beispiel lange rumgebastelt, um ein kleines LCD-Display ins Notizbuch einzubauen, auf dem man sich z.B. Filme anschauen kann. Hat leider bisher noch nicht so super funktioniert.

Der Hersteller von Moleskine macht inzwischen laut Süddeutsche Zeitung mehrere Millionen Umsatz. Macht euch das nicht neidisch?

Moleskine ist eine ganz ausgefeilte Marketingstory, die weltweit funktioniert – Chapeau. Das kann man nicht nachahmen oder als Blaupause für ein Moleskine 2.0 verwenden. Wie man an dem immer größer werdenden Sortiment sieht, muss Modo & Modo, der italienische Hersteller von Moleskine, inzwischen stark expandieren, um den Forderungen der Investmentgesellschaft nach Verzinsung des eingesetzen Kapitals nachzukommen. Diese Probleme haben wir auf jeden Fall nicht.

Anmerkung: Link auf den Artikel bei der Süddeutschen: Kladde für Kreative

Bleibt es also bei Notizbüchern oder allgemein Büchern?

2010 werden wir ein paar neue Produkte vorstellen, die keine Notizbücher sind. Ein neues Produkt, das unter dem Namen Combic erscheint, sind richtig große Post-Its zum an die Wand kleben – für Kreative zum Brainstormen oder für Mindmapping-Methoden.
Im Großen und Ganzen bleibt es aber beim Thema Papier. Wie habe ich kürzlich gelesen: Papier ist das neue Vinyl – also etwas für echte Liebhaber!

Warum heißt ihr noch mal Brandbook?

Ganz einfach: Brand wie die Marke, das Brandzeichen und Book wie das Buch. Und eigentlich steht bei unseren Büchern ja auch fast immer eine Marke bzw. ein Brand auf dem Cover.

Habt ihr Linktipps zum Thema Notizbücher für meine Leser?

Nicht direkt zu Notizbüchern aber:

zum Thema Papier:
http://www.thepencilfactory.org/
http://listeningwithmyeyes.com/stereotype.html
http://www.simonschubert.de/papierarbeiten.html
http://www.ashesandmilk.com/blog/paper/bryan-nash-gill/

zum Basteln:
http://www.morgangleave.co.uk/toyshop.htm

zu den Dingen des Lebens:
http://www.monocle.com/

was für dich:
http://thejailbreak.com/2009/10/26/new-york-city-and-paris-map-cuts/

was zur Unterhaltung (paperbased):
http://vimeo.com/6203526
http://vimeo.com/6505105
http://vimeo.com/5474433
http://vimeo.com/2205326

Ich bedanke mich für das Interview


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Kategorie: Brandbook, Interview  Tags:

Dieser Tage habe ich mit den Leuten von brandbook telefoniert, die jetzt eine tolle Aktion gestartet haben. Ich habe von euren Kommentaren erzählt, in denen ihr bedauert, dass es die brandbook Bücher nicht einzeln gibt (z.B. hier). Dass die Aktion mit der Lasergravur ein Erfolg war, hatten sie schon gesehen. Nun gab es bisher Bücher von brandbook in Kleinauflage ab 10 Stück. Inspiriert durch das Notizbuchblog gibt es jetzt aber welche einzeln und zwar kostenlos – und limitiert. Das Besondere: euer Name wird kostenlos auf das Buch lasergraviert! Wie funktioniert das?

Brandbook.de schenkt den ersten 100 Facebook-Mitgliedern, die sich bis einschließlich 06. Dezember 2009 als Fans unserer Facebook-Seite registriert haben (und mindestens 1 Woche auch bleiben), ein hochwertiges Notizbuch mit persönlicher Namensgravur!

Kleiner Tipp an unsere aktuellen Fans (Ihr habt Euer edles Notizbuch-Exemplar natürlich bereits sicher!): Empfehlt uns einfach Euren Freunden, Bekannten und Verwandten auf Facebook weiter und macht Ihnen eine tolle Xmas-Freude! Und zwar gratis! Schnell sein lohnt sich – die Aktion läuft nur bis zum Nikolaustag!

Ihr müsst also zur brandbook Facebook Seite gehen und Fan werden. Anschließend müsst ihr eine Mail mit eurer Adresse und eurem Namen, der graviert werden soll, an service@brandbook.de schicken. Die Limitierung der Aktion bezieht sich auf die ersten 100 Fans. Ihr müsst euch also beeilen!

Solltest Du unter den Top100 sein, sende uns bitte Deinen Wunschnamen für die Gravur sowie Deine Lieferanschrift per E-Mail an: service@brandbook.de

Die Bücher sind von gewohnter brandbook Qualität – Made in Germany – in DIN A5. Der Einband ist ein Soft Touch Cover. Die Gravur wird ungefähr so aussehen (Zum Vergrößern bitte klicken):


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brandbook hat sich im Telefonat sogar bereit erklärt, kleine Visitenkarten des Notizbuchblogs beim Versand beizulegen, so dass ich mit der Aktion sogar etwas Marketing für das Notizbuchblog machen kann. Danke an dieser Stelle! Wenn ihr ein Buch ergattern könnt und die Visitenkarte habt, könnt ihr die natürlich auch gerne weiterverschenken. Zu den Visitenkarten wird es in den kommenden Tagen noch einen Artikel geben.

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Wie ihr wisst, habe ich schon mehrfach über brandbook berichtet, da ich gute Kontakte zu dieser Firma haben. Einige von euch hatten in Kommentaren bemängelt, dass es die Bücher nicht einzeln oder zumindest in Kleinauflage gibt. Ab sofort kann einem Teil von euch geholfen werden: brandbook verkauft nun auch Editionen in 10er Auflage!

Sie benötigen nur eine kleine Auflage? Und das kurzfristig? Aber Sie legen Wert auf einen unverkennbaren Charakter der Bücher, z.B. durch Ihr Firmenlogo? Mit unseren Brandbook-Editionen erhalten Sie individualisierte Kleinauflagen jetzt schnell, direkt – und zum bestmöglichen Preis. Zur Auswahl stehen exklusive Editionen in unterschiedlichen Größen, Oberflächen und Preisklassen, die wir on stock für Sie bereithalten.


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Die Firma brandbook hat mir einen Prototyp eines SOS Notizbuchs zur Verfügung gestellt, dessen Einband aus einer handelsüblichen Warnweste besteht. Das Ganze hat ein Buchbinder als Prototyp in Handarbeit gefertigt, es wäre aber auch in größeren Mengen zu haben. Aus einer Warnweste lassen sich drei Bucheinbände in DIN A5 herstellen. Jedes Buch ist ein Unikat, da die Produktion nicht trivial ist. Der Reflektorstreifen verläuft entweder längs oder quer über das Buch und der Reflektorstreifen oder der orangefarbene Stoff können nachträglich im Siebdruck z.B. mit einem Logo bedruckt werden.

Die Einsatzbereiche sind vielfältig: man könnte sie für ADAC Pannenhelfer einsetzen, als Notarzt Notizbuch, als Segel Logbuch, als DLRG Einsatzbuch, etc. Euch fallen bestimmt noch weitere Anwendungsmöglichkeiten ein. Für alle, die Ihr Notizbuch ständig verlegen oder irgendwo liegenlassen, scheint mir dieser Blickfang das geeignete Buch zu sein: es ist definitiv nicht übersehbar.

Hier ein professionelles Foto des Buches:


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Und hier eines von mir, das mit Blitz fotografiert die Reflektorstreifen leuchten lässt:

Danke an brandbook für die Bereitstellung des Prototypen. Natürlich ist das eine Art Werbung für die Firma brandbook, aber zum einen bekomme ich kein Geld dafür und zum anderen denke ich, dass euch diese Experimente eines Herstellers auch interessieren.

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Wie mir Michael von brandbook.de eben mailt, stellt brandbook.de seit kurzem Fotos ihrer Notizbuchwerke bei flickr ein. Wer einen Blick in die Vielfalt der Notizbuchgestaltung werfen möchte, sollte also mal einen Blick riskieren.
Wie bereits berichtet, hat brandbook einen Notizbuch Konfigurator, mit dem man bereits vorab sein ideales Notizbuch entwerfen kann.
Zudem gibt es bei flickr nun eine „notizbuch“ Gruppe, der jeder beitreten kann.


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brandbook veranstaltet regelmäßig den Designwettbewerbs „Analog Notebook”. Dort finden sich viele Designstudien für Notizbücher, die weit über das Einerlei eines gebundenen Buches hinausgehen. So ganz anders fand ich den Entwurf des X-Cover:


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Aber auch die Mehrgummilösung mit Spinnennetzanleihen ist prima:


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Besonders modern, da CO2 mindernd ist die Idee mit den Solarzellen als Cover:


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Weitere Ideen finden sich auf der brandbook Seite. Achtung: Unter „Shortlist“ gibt es einen Link „Zur Shortlist“, der eine Diashow startet, durch die man dann einfach durchnavigieren kann.

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Achtung Vorwarnung: die Informationen zu folgendem Artikel hat mir die Firma brandbook.de zur Verfügung gestellt, inkl. des entsprechenden Notizbuchs. Falls jemand den Artikel als Werbung interpretieren möchte, ist das seine Sache. Man muss ja in der Blogosphäre vorsichtig mit solchen Aktionen umgehen, spätestens seit der letzten Vodafone Aktion im Web 2.0. Doch nun zum Thema.

Ähnlich anachronistisch wie Notizbücher sind Audiokassetten. brandbook.de hat einen echten Blickfang produziert und die beiden Themen kombiniert: das Mixtape Notizbuch.

brandbook Mixtape
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Auf den ersten Blick denkt man, dass da wirklich jemand eine überdimensionale Audiokassette unterm Arm hat. Ein Mixtape im Riesenformat? Bei näherer Betrachtung entpuppt sich das Mixtape allerdings als DIN A4 Notizbuch. Das Buch wid auf einer Musikveranstaltung an die Teilnehmer verteilt, dem f6 Music Award 2009/2010. Das ist bestimmt ein schönes Bild, wenn hunderte Besucher mit so einem Mixtape unterm Arm durch die Hallen laufen.
Damit das Mixtape auch wirklich täuschend echt wirkt, wurde das 4–farbige Cover matt zellophaniert und partiell mit UV Lack bedruckt. Im Nachsatz wurde eine große Froschtasche eingearbeitet, ein orangefarbenes Gummiband dient als Verschluss.

Die Idee hat Potential: nach kurzem Nachdenken fallen einem sofort weitere lustige Buchcover ein: Taschenrechner, Notebooks, iPhones, etc. machen sich bestimmt ausgezeichnet als irritierendes Covermotiv. Entwickelt hat das Buch übrigens die Werbeagentur Leo Burnett (Wikipedia) in Frankfurt.

Habt ihr weitere Ideen für Cover?

Hier noch ein paar Fotos des Exemplars, das mir brandbook zur Verfügung gestellt hat:

brandbook Mixtape
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Das Inhaltsverzeichnis der ersten Seite enthält die Tourdaten für den Vorentscheid und die Abschlussveranstaltung.

brandbook Mixtape
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Wer individuell gestaltete Notizbücher „Made in Germany“ sucht, die man zusätzlich mit Werbeaufdrucken und eigenem Cover versehen kann, der kommt um brandbook.de nicht herum.
Logo von brandbook
Die Bücher können über einen Buch Konfigurator individuell gestaltet werden. Es gibt hunderte verschiedener Oberflächen, dutzende Optionen (wie Lesebändchen, runde/eckige Ecken, etc), verschiedene Papiere und grundsätzlich immer eine Fadenheftung. Wer sich beeindrucken lassen möchte, sollte einen Blick auf die Notizbuchwelt werfen, wo Modelle und Optionen grob vorgestellt werden.
Die Geschichte ist klassisch für Unternehmer: man suchte ein Produkt, fand aber nicht das passende und entschied, es zukünftig einfach selbst herzustellen:

Als wir vor zehn Jahren erstmals mit dem Thema Notizbuch in Berührung kamen, wollten wir eigentlich nur ein solches kaufen. Das vermeintlich einfache Vorhaben entpuppte sich jedoch schnell als schwarz-rote Chinakladden-Odyssee. Denn während amerikanische Young Urban Hipster mit extravaganten Notizbüchern ausgestattet schon längst den Beginn des Back-to-Paper-Movements markierten, waren Notizbücher in Deutschland out

Die Geschichte begann also vor erst zehn Jahren und heute hat brandbook eine beeindruckende Zahl von Referenzen, deren Produkte man sich in der Galerie anschauen kann.
Schade, dass man die Bücher nicht in einer Einzelauflage sondern nur zu mindestens 25 Stück bestellen kann. Ich könnte mir vorstellen, das ein Notizbuchladen à la spreadshirt.de ein Renner wäre.
Konfigurator von brandbook

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