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In der FAZ schrieb Hubert Spiegel Anfang Januar in Im großen Dichterkindertheater über die Papierobjekte der Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff (Wikiepedia).

Viele Wochen lang hat die Schriftstellerin an ihren Papierobjekten gearbeitet, oft ganze Nächte hindurch bis in die frühen Morgenstunden, mit Federmesser und Klebstoff, mit Phantasie und psychologisch-analytischem Einfühlungsvermögen, konzentriert und ausdauernd, aber ohne jede Anstrengung

Leider ist die Ausstellung im Deutschen Literaturarchiv Marbach schon zu Ende.


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Das X17 Notizbuchsystem keine meine Leser schon und vor einiger Zeit habe ich einige auch als Rezensionsexemplar bekommen. Eines habe ich seit einigen Tagen im Einsatz und einen ausführlichen Erfahrungsbericht gibt es in ein paar Wochen. Eine Sache beschäftigt mich aber jetzt schon und die möchte ich euch nicht vorenthalten: das X17 hat kein Lesebändchen. Wie ihr aus Notizbuchregel 14 – Position des Lesebändchens wisst, markiere ich die nächste freie Seite im Buch stets mit dem Lesebändchen. Und wenn das nicht da ist, dann kostet es mich immer einiges an Blätterei die freie Seite für eine schnelle Notiz zu finden. Besonders wenn man nur kurz einen Gedanken festhalten will, ist das störend.
Um Abhilfe zu schaffem habe ich mir ein Lesebändchen in mein aktuelles X17 gebastelt. Vorab als Motivation das Endergebnis:


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Wie bin ich vorgegangen? Als erstes habe ich mir ein geeignetes Lesebändchen gesucht. Da ich keines zur Hand hatte, suchte ich mir eine Rolle Hosengummi aus und schnitt davon ein Stück ab, das ca. der 2,5-fachen Höhe des X17 (DIN A6) entsprach. Dann entnahm ich alle Einlagen und schob die Haltegummis der Einlagen zur Seite:


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Mittig klebte ich das Gummiband dann am unteren Rand mit einem Stück stark haftenden Klebeband fest. Wenn man die Gummis zurück an ihre richtige Position zieht, sieht das Ganze so aus:


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Nachdem die Einlagen wieder an Ort und Stelle waren, sah man vom provisorischen Klebeband fast nichts mehr. Wenn man ein schwarzes Klebeband wählt und es etwas sorgfältiger schneidet, wird es wahrscheinlich überhaupt nicht auffallen.


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Weitere Fotos habe ich euch in den notizbuchblog flickr Photostream geladen.

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Eco Books, un manuale per creare riciclando – so heißt der italienische Titel einer Seite im designerblog.it, der das Buch Eco Books: Inventive Projects from the Recycling Bin (amazon) vorstellt. Für knapp 17 EUR bekommt man ein Buch von ca. 150 Seiten.
Laut amazon Beschreibung werden im Buch 40 innovative Ideen vorgestellt, wie man ein Buch basteln kann. Aber nicht irgendeines, sondern eines aus Recyclingmaterial und grünen Materialien. Die Ideen sollen nicht nur umweltfreundlich sein, sondern auch schön und clever. Man arbeitet mit Holz, Bierbüchsen, Kassetten, Eierkartons, Müsliverpackungen, etc. . Sogar Teebeutel werden eingesetzt, die es der Notizbuchszene bekanntlich angetan haben.
Das Buch enthält Beschreibungen und Anleitungen und ist mit Fotos garniert. Als Ergänzung enthält es eine kleine Auswahl von “Eco Books” internationaler Künstler.

Kennt von euch jemand das Buch? Falls es jemand von euch kennt oder sich eines kauft, würde ich mich sehr über einen Erfahrungsbericht und eine kleine Rezension freuen.


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Die Seite superziper.com istin portugiesischer Sprache geschrieben. Dort findet sich der Artikel PAP: Caderninho artesanal com capa de tecido, o fasoskine . Er erläutert, wie man ein Notizbuch selbst bindet, wobei mir die Nähanleitung besonders gut gefällt (s. Screenshot unten).

Im Blog finden sich weitere Artikel zum Thema Notizbücher, so etwa der Artikel Caderno nunca é demais , in dem über Muji Bücher und einige mir unbekannte Hersteller (etsy Hersteller) berichtet wird (schließe ich aus dem Foto)

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Vorgestern hatte ich über Tiermasken und Frisuren aus Papier des Paper Cut Project berichtet. Nun habe ich mit Amy Flurry gemailt und sie gefragt, wie die Kunstwerke hergestellt werden. Hier ihre Antwort:

Our paper-cut creations first begin with a thought, a theme. And then the brainstorming on structure and construction methods. Tools always include: a utility knife, plenty of fresh blades, paper, glue, and trace paper. From there, using photos and imagination, layers upon layers of paper are cut, arranged, and glued. Eventually a completed three-dimensional piece emerges from the flat sheets of white.

Es werden also mehrere Schichten Papier übereinandergelegt und -geklebt. Der Entstehungsprozess hört sich abenteuerlich an und wer sich 1000 Blatt Druckerpapier vorstellen kann, erahnt, wieviele Seiten angefasst, geschnitten und arrangiert werden müssen. Unglaubliche Arbeit! Ich bin beeindruckt, wie man sich mit diesen vielen einzelnen Schichten ein dreidimensionales Kuntswerk überhaupt nur vorstellen kann. Bei Papier in der dritten Dimension wurde maschinell gearbeitet. Hier wird von Hand gearbeitet – und keine scharfen Kanten, nein, lebendige ausgefranste Ränder! Sehr schön. Hier noch zwei Bilder …


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© paper-cut-project.com / Mali Azima by courtesy of Amy Flurry


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© paper-cut-project.com by courtesy of Amy Flurry

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Kategorie: Kunst  Tags: , , ,  Ein Kommentar

Im Blog Rag & Bone findet sich ein schöner Artikel Dinner Party Guestbook.

Here’s a creative way to turn a Blank Page Guestbook into a Dinner Party Journal. Capture memories with photos of special dinners, favorite recipes and comments from friends and guests.

Der Autor gibt clevere Tipps, wie man sein leeres Notizbuch in ein tolles Gästebuch wandeln kann. Allerdings erfordert das Ganze etwas Vor- und auch Nachbereitung. Schaut euch den Artikel an; er ist auch nett bebildert, so dass man gleich weiß, wovon der Autor spricht.

In Sonntagsidee 10: Gästebuch hatte ich eine ganz ähnliche Idee beschrieben.


© Rag & Bone

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Scrapbooking kommt vom englischen Wort “scrap”, was so viel wie Stück oder Teil heißt, und wird von Wikipedia so beschrieben:

Scrapbooking [ˌskrapbʊking] bezeichnet ein in den USA und Kanada entstandenes Bastelhobby, welches seit Anfang der 2000er Jahre auch in Europa verbreitet ist. Fotos werden in sogenannte „Scrapbooks“ eingeklebt und mit Aufklebern und anderen zu den Fotos passenden Dingen verziert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fotoalben werden in Scrapbooks Geschichten erzählt und die Fotos durch Texte und künstlerische Gestaltung der Seiten besonders präsentiert. Je nach Ereignis werden auch Eintrittskarten und Ähnliches in das Scrapbook geklebt.

Eine kurze Recherche zeigt, dass es für dieses Hobby tatsächlich schon eine große Gemeinschaft gibt, die eigene Onlineshops und Blogs betreibt. Viele davon findet man auch im deutschen Scrapbooking Online Magazin, aus dem auch der Artikel Anleitung Mini Book 4×4″ stammt. Darin wird beschrieben, wie man ein kleines Buch mit wenigen Arbeitsschritten selbst basteln kann. Der reich bebilderte Artikel gibt Auskunft, wie der bastelfreudige Leser ein kleines Scrapbook selbst falten und kleben kann. Für größere Bücher ist die Bindemethode nicht geeignet, aber für kleine Grußkarten etc. ist es sicher prima. Hier ein Bild aus dem Artikel, das den entscheidenden Teil für die Bindung zeigt:


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© Scrapbooking Online Magazin

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Eines gleich vorweg: den Begriff HackBag gibt es zwar schon, aber soweit ich weiß noch nicht für die Geschichte, die jetzt gleich kommt. Die Idee zu folgendem Projekt hatte ich in einer interessanten Diskussion mit den Leuten von brandbook, die auch das Notizbuch für die Aktion zur Verfügung gestellt haben.

Ein HackBag ist eine Kreativitätskiste für Notizbuchhacks. Sie enthält eine wahllose Zusammenstellung scheinbar unzusammenhängender Dinge – und natürlich ein Notizbuch. Letzteres gilt es mit Hilfe des HackBag Inhaltes zu verändern, zu modifizieren, zu verschönern, zu verzieren – kurz: zu “hacken”.
Nun möchte ich regelmäßig einen solchen HackBag zusammenstellen und hier verlosen. Das funktioniert so: ihr hinterlasst einen Kommentar mit eurer E-Mail Adresse. Aus allen Kommentaren lose ich einen aus und setze mich per Mail mit dem Gewinner in Verbindung. Dann schickt mir der Gewinner die postalische Adresse, an die ich das HackBag schicken werde. Das Notizbuch und euren Hack dürft ihr natürlich behalten. Einzige Teilnahmebedingung: ihr müsst mir Fotos schicken, wenn ihr mit dem “Hack” durch seid. Außerdem freue ich mich sehr über ein paar Worte zum Hack.

Das “HackBag #1″ enthält folgende Bestandteile:

  • ein größeres Stück edler dicker grüner Stoff mit Blumenstickereien
  • der Saum eines Jeanshosenbeins
  • einen Strohhalm
  • ein Taschentuch
  • drei Schrauben
  • zwei lose Lose
  • zwei Metallteile
  • ein Aufkleber “VIB” (könnte Very Important Book bedeuten)
  • eine Postkarte mit der Musterung eines Papageifisches
  • eine Plastikklemme
  • ein graues Band


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Das zugehörige brandbook Buch hat ca. 200 Blankoseiten und ist fertig gebunden. Der Einband besteht aus Pappe und hat eine unfertige Anmutung – ideal als Basis eines Hacks.


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Die Bedingungen für den Hack:

  • es dürfen nur die mitgelieferten Teile verwendet werden
  • es muss nicht jedes Teil im HackBag verwendet werden
  • es dürfen beliebige Werkzeuge zusätzlich verwendet werden: Schraubendreher, Bohrer, Messer, Scheere, Säge, Zange, Kleber, Hefter …
  • keine Angst! es gibt kein “richtig” und kein “falsch”. Es gibt nur “ausprobiert” und “nicht ausprobiert”. Jeder “Hack” wird mit Beifall belohnt

Ich kann mir vorstellen, dass dem ein oder anderen schwerfällt, im Vorfeld bereits die konkrete Anwendung und Zusammenstellung des HackBag Inhaltes abzuwägen. Bitte versucht es trotzdem. Meist kommen ja die besten Ideen, wen man konkret mit etwas anfängt – so wie der Geschmack ja häufig beim Essen erst kommt. Ansonsten schaut euch doch mal SCAMPER und die 40 Regeln von TRIZ als Anregungen an, was man mit Material so machen kann. Und falls ihr euch nicht selbst um das HackBag bewerben wollt, verteilt den Link doch einfach weiter oder gebt ihn jemandem per Twitter oder per Mail), der vielleicht Spaß an der Geschichte hat!

Falls ihr Anregungen für die Zusammenstellung zukünftiger HackBags habt, freue ich mich über Mails!

Bin gespannt, wie kreativ ihr seid. Also, los geht’s: wer möchte?

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Kategorie: HackBag  Tags: , ,  8 Kommentare

@sternengarten hat mir mal wieder ein paar sehr interessante Links geschickt. Einer davon ist How to make a little booklet?. Hinter dem lapidaren Titel verbirgt sich eine clevere Anleitung, um Papierreste derart aufzubereiten, dass man daraus ein einfaches Notizbuch basteln kann. Der Deckel ist eine Visitenkarte und die Bindung ist eine Art Leimbindung, wobei die Seiten vorher nicht einmal angeraut werden.

I have so many bits and bobs of pieces of paper laying around. I just have a hard time throwing away paper & try to recycle as much as I can. I usually cut them on the same size and use them for grocery lists or just to doodle on.
My partner told me a great way to make little booklets from them and of course I wouldn’t want to keep this easy and fun tip from you


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© artmind

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Kategorie: DIY  Tags: , ,  2 Kommentare

In Papierobjekte aus Printmedien hatte ich von einer schönen Miniausstellung im ZKM in Karlsruhe berichtet. Die Objekte hatten es mit angetan und so habe ich mich heute darin versucht, ein Notizbuch entsprechend meiner Eindrücke zu gestalten. Bereits vor der Ausstellung hatte ich mit gefalteten Seiten in Büchern experimentiert, wie ihr dem Bild im Artikel Sonntagsidee 4: Personalisiertes Geschichtsbuch sehen könnt. Dass ich ein Freund des Faltens bin, zeigt auch mein Fieldnotes Hack Ein Fächer aus der Fächerstadt – der Field Notes Notizenhalter. Zudem wohne ich in der Fächerstadt Karlsruhe, was natürlich zusätzlich inspiriert.

Heute habe ich mir dann als Einstieg ein blanko Notizbuch genommen und folgendes getan:

1) Man nehme ein normales Notizbuch. Da der Einband entfernt wird, kann es auch ein weniger schönes sein. Das Experiment kann man aber auch mit Büchern oder mit bereits beschriebenen Büchern wagen. Zudem machen sich bunte Seiten viel besser als weiße.


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2) Nun entferne man den Einband und die Vorsatzseiten, so dass nur noch die Heftung mit dem darauf aufgesetzten Kapitalbändchen übrig bleibt. Vorsicht: das dürfte nur mit fadengehefteten Büchern funktionieren, die zusätzlich nochmal verklebt sind. Ansonsten fallen die Seiten auseinander (ich habe es nicht versucht, würde aber ein Auseinanderfallen bei einem Moleskine erwarten). Nach dem Entfernen des Einbandes bleibt der Buchblock mit dem Lesebändchen übrig. Das sieht dann etwa so aus:


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3) Die Faltung ist nun individuell. Natürlich kann man die Seiten auch zusätzlich noch ausschneiden / einschneiden oder sonstwie gestalten. Für meinen ersten Versuch habe ich eine einfache Faltung gewählt, in dem ich auf jeder Seite die rechte obere Ecke an die Innenkante gezogen und dann als Dreieck gefaltet habe. So bekommt man übrigens einen guten Eindruck von der Sprödigkeit des Papiers und sieht später gut, wie das Papier durch die Faltungen fächert.


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4) Wenn alle Seiten gefaltet sind, muss man das Buch soweit dehnen, dass die Seiten einen Kreis bilden. Ggf. müssen die Außenseiten zusammengeklebt oder geheftet werden. Das Ergebnis sieht dann in etwa so aus.


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5) Da das Lesebändchen ja noch am Buchblock festgemacht ist, kann man es dazu verwenden, die Faltskulptur daran aufzuhängen. Problem hierbei: das Bändchen ist nicht senkrecht festgeklebt, so dass das Objekt etwas schiefhängt und damit die unschöne geheftete Seite in der Regel in den Vordergrund dreht.


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Das ganze macht einen ästhetischen Eindruck in der Makroansicht.


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Falls einer von euch nun anfängt zu experimentieren: schickt mir undedingt einen Erfahrungsbericht und ein Foto!

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