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Während ich stetig neue Anregungen für Sonntagsideen finde, lasse ich mich heute mal wieder wie letzten Sonntag von einem Tweet inspirieren. Dieses Mal stammt er von @weizenspreu:

Gar nicht so schlecht dieser Gedanke, der geradewegs zu Sonntagsidee 13 führt: Blogartikel planen

Nun ein paar Stichworte zum Thema:

  • wie gerade gelernt, ist ein Notizbuch immer verfügbar, so dass man jeden Gedanken zu einem Artikel direkt festhalten kann
  • wenn eine gute Artikelüberschrift auftaucht: gleich notieren
  • Artikel kann man vollständig vorschreiben und analog korrigieren
  • wichtige Begriffe oder Webseiten können beim digitalen Erfassen ergänzt werden
  • man kann sich Kommentare ans Ende des Artikels schreiben, die einem im Zusammenhang mit dem Artikel einfallen, und die man digital gar nicht erfassen möchte

Weiterspinnen in den Kommentaren wie immer erwünscht!

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Kategorie: Sonntagsidee

Wie mir @illuman schrieb, wurden alle Zeichnungen in seinem deutschsprachigen Blog Cornelius‘ Moleskine, die er auf Skizzenpapier gezeichnet hat, in Notizbüchern festgehalten. Er veröffentlicht täglich ein neues Bild zusammen mit ein paar Gedanken zum Bild. Beispiele für Notizbuchkunst finden sich also viele, so etwa die Werke Kunstkonzept oder Der Zuhörer. Heute stellte er das Bild Powerspur online:


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„Powerspur“ © Cornelius‘ Moleskine.

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Kategorie: Kunst  Tags:

Vor einigen Tagen hat mich die deutsche Firma RedCypress angeschrieben. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich von diesem Notizbuchhersteller noch nichts gehört, was wohl auch daran liegt, dass RedCypress noch nicht direkt an Endkunden verkauft, sondern nur Großauflagen für Geschäftskunden produziert. Man bot mir an, die Bücher zu testen, was ich auch dankend annahm, um den nun folgenden Artikel zu ermöglichen.

Ich habe drei Notizbücher zur Ansicht erhalten:


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Ein goldenes Buch (blanko), ein rotes Buch in Krokolederlook (punktiert) und ein schwarzes Buch (punktiert). Alle Bücher haben ca. DIN A5 Format und sind gleich ausgestattet: runde Ecken, Lesebändchen, Gummihalteband und Froschtasche. Es gibt keine Seitenzahlen, aber ich schätze, dass es ca. 200 Seiten sind, wovon die hinteren Seiten perforiert sind, so dass man sie zur Weitergabe von Notizen heraustrennen kann. Das Lesebändchen erscheint mit etwas schmal und filigran; für meine Begriffe dürfte es etwas breiter ausfallen. Die Bücher sind fadengeheftet, aber ich finde es schade, dass das Kapitalband gespart wurde – in meinen Augen wertet ein Kapitalband ein Notizbuch auf. Alles in allem ist das Buch sauber verarbeitet – und „Made in Germany“.


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Besonders stolz ist man bei RedCypress auf die patentierte Froschtaschenhalterung, die ein wechselbares Gummiband verdeckt. Die Froschtasche wird mit kleinen Magneten am Buchdeckel gehalten und kann einfach weggeklappt werden. Damit wird die Halterung des Gummibandes freigelegt, das nun gewechselt werden kann.


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Im ersten Foto oben sind zwei Ersatzbänder zu sehen, die man einfach in alle Bücher einbauen kann. Wie das geht zeigt die folgende Zusammenstellung von Fotos: zuerst öffnet man den Verschluss des Bandes und entfernt es durch die mit Metallringen verstärkten Ösen. So kann man das Buch auch ohne Gummihalteband nutzen. Anschließend kann man ein neues Band einziehen und einfach verschließen. Froschtasche zurückgeklappt. Fertig. Pfiffige Idee, auch wenn ich lieber etwas breitere Gummibänder mag.


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RedCypress produziert aktuell ausschließlich in Großauflage für Geschäftskunden, aber man denkt auch über ein zukünftiges Endkundengeschäft nach. Für die Notizbuchdesigner unter euch gibt es auf der Seite einen Notizbuch Konfigurator, mit dem sich auch Geschäftskunden ihr Buch individuell zusammenstellen können. Der Konfigurator ist gut gemacht, aber weit entfernt von der Vielfalt des Brandbook Konfigurators. RedCypress bietet zum Beispiel nur eine Buchgröße an …

Fazit: sehr schöne Bücher „Made in Germany“. Die Bücher werden sicher auch bei Endkunden ihre Käufer finden. Die Idee mit dem wechselbaren Gummiband hat Potenzial – mir fallen da einige Ideen zu ein. Euch auch? Bin gespannt, ob es die Bücher auch für Endkunden geben wird.

Kennt einer von euch die Bücher von RedCypress und kann einen Erfahrungsbericht geben? Etwa zur Robustheit im Dauereinsatz?

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Das Ergebnis der Umfrage Welches ist eure bevorzugte Notizbuchmarke? brachte keine Überraschungen: die meistgenutzte Notizbuchmarke meiner Leser ist Moleskine (TM).

Auf Platz 2 finden sich „Sonstige“ Bücher. Da könnten zum Beispiel die bekannten Leuchtturm 1917 dabei sein, die ich in der Umfrage schlicht vergessen hatte. Auf Platz 3 und 4 folgen Brunnen und Herlitz Bücher. Erst auf Platz 5 landen die Paper Blanks. Das wundert mich etwas, denn die sind in einer normalen deutschen Stadt mindestens ebenso omnipräsent wie die Moleskine Bücher. Ich mutmaße jetzt einfach mal, dass die kreativen Einbände nicht jedermanns Sache sind und die Mehrheit lieber einen schlichten schwarzen oder grauen Einband hat. Vielleicht könnte man den schlichten Einband auf Neudeutsch auch „cooler“ nennen. Danke, dass ihr alle mitgestimmt habt! Ich habe den Eindruck, dass die Umfragen sehr beliebt sind und eine eigene Art der Unterhaltung im Blog darstellen. Alte Umfragen findet ihr übrigens immer im Umfragearchiv.

Die neue Umfrage ist auch schon aktiv: Warum nutzt ihr trotz all der elektronischen Begleiter ein Notizbuch?

Die Frage ist aus mehreren Gründen berechtigt. Viele von euch erreichen mich über den RSS Feed, über Twitter bei @notizbuchblog oder über Facebook. Das sind alles moderne Kommunikationskanäle und da würde man eher keine Freunde der analogen Welt erwarten, sondern eher technikafine Menschen. Trotz der weiten Verbreitung von Handys, Smartphones, Laptops etc tragen viele zusätzlich ein Notizbuch mit sich. Selbst ich, der ich tagtäglich nur mit Software zu tun habe, nutze lieber ein Notizbuch in einer Besprechung als einen Laptop. Ich habe mich schon oft gefragt, warum das so ist. Für mich ist die Antwort sehr vielschichtig:

  • weil ich dort erst einmal nicht auf die Form achten muss
  • weil ich sofort loslegen kann. Das Medium Notizbuch ist unmittelbar und es gibt keine Probleme mit der „Technik“
  • ich kann Inhalte später noch einmal digital in Reinform schreiben und in meinem Notizbuch noch persönliche Kommentare festhalten, die nicht „ins Protokoll“ gehören
  • ich kann problemlos in alten Unterlagen blättern, ohne sie zuerst suchen zu müssen
  • ich mag die Haptik

Nun aber zu euch: warum habt ihr noch ein Notizbuch dabei? Ich weiß, da gibt es nicht die eine Antwort; und es ist sicher auch viel Emotion im Spiel. Macht doch bei der Umfrage mit und versucht eine Antwort zu geben. Natürlich könnt ihr zusätzlich gerne über die Kommentare zu diesem Artikel eine ausführliche Begründung hinterlassen oder diskutieren. Parallel dazu wage ich dieses Mal das Experiment, eine zusätzliche Diskussion in der Facebook Gruppe anzustoßen, auch wenn ich weiß, dass ihr nicht alle bei Facebook aktiv seid.

Ich würde mich freuen, wenn ihr den Link zu Umfrage etwas verbreiten würdet, damit wir möglichst viele Eindrücke und Antworten bekommen. Das ist in meinen Augen die bisher spannendste Umfrage!

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Kategorie: Umfrage  Tags: ,

Es gab vier Bewerber für den HackBag #2 – Kabeldekonstruktion. Gewonnen hat laut Zufallsgenerator online der Autor des zweiten Kommentars:

Der Autor war und der Gewinner ist Michael Kieweg! Herzlichen Glückunsch an den Gewinner. Bin sehr gespannt, was Michael aus meiner abenteuerlichen Zusammenstellung basteln wird. Mich kribbelt es in den Fingern, selbst was zu versuchen …
An alle, die dieses Mal leer ausgegangen sind: bleibt am Ball und bewerbt euch für den nächsten HackBag, den ich alsbald zusammenstellen werde. Informieren könnt ihr euch über meinen RSS Feed, über Twitter bei @notizbuchblog und neuerdings auch über Facebook. Am liebsten ist mir aber, wenn ihr regelmäßig reinschaut. Ich werde das HackBag #3 wie immer auf allen Kanälen bewerben.

Zu eurer Info: Bisher habe ich von der Gewinnerin des ersten HackBag nur gehört, dass sie sich am Wochenende Gedanken machen wollte. Auch hier dürft ihr gespannt bleiben.


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Kategorie: HackBag  Tags:

Dass yelnoc ein bemerkenswerter Künstler ist, hatte ich vor wenigen Tagen bereits in Wenn Texte ein Gesicht werden geschrieben. Gesichter scheinen es ihm angetan zu haben, denn jetzt bin ich über Done von yelnoc gestolpert.

This exchange will not have a theme. I want every artist that touches this to do whatever they are good at and whatever they want to. Don’t follow my footsteps or anyone else’s. This is part of the moleskine exchange group at http://www.flickr.com/groups/moly_x. moleskinex21.blogspot.com/
The reference photo is HERE on Françoe Martin’s page. Check out his work! He’s an artist too!

Hier hat man also mal wieder die Gelegenheit Original und Zeichnung zu vergleichen:


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© yelnoc

Und hier das Original:


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© Françoe Martin

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Kategorie: Kunst  Tags:

Obwohl ich hier eine Menge leerer Notizbücher liegen habe, sah ich mich gezwungen, mir ein weiteres zuzulegen. Ihr kennt den Zustand ja sicher auch. Auf der Suche nach meinem Sigel „conceptum“ stieß ich mal wieder auf eine ganze Reihe von Leuchtturm 1917 Büchern. Und dieses Mal kaufte ich eines … mitsamt der passenden Stiftschlaufe. Verglichen mit dem conceptum bin ich nicht so sehr überzeugt, auch wenn es ein sehr schönes Buch ist. Aber wenn ich es schon in meiner Auflistung für die Umfrage „Welches Notizbuch nutzt ihr?“ vergessen habe, kann ich hier wenigstens mal einen Bericht darüber schreiben.
Hier ein Bild des Buchs und der Stiftschlaufe – noch verpackt – von vorne:


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Und hier eines von hinten:


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Mein Buch ist grau und hat einen Stoffeinband, Format ca. DIN A6. Es ist genauso hoch wie das conceptum (15 cm), aber 1,5 cm weniger breit (ca. 9 cm, conceptum: 11,5 cm). Es macht deswegen auch einen etwas mickrigen Eindruck. Es ist gut verarbeitet, ist mit einem zum Einband passenden Lesebändchen und einer Froschtasche hinten ausgestattet. Die Seiten sind blanko und nummeriert. Vorne befindet sich ein Platz für die Adresse, gefolgt von einem Inhaltsverzeichnis, in das man Seitenzahlen und Themen eintragen kann. Die Ecken sind gerundet. Soweit also alles wie beim conceptum.
Es fehlt ein Kapitalband, das ein Notizbuch in meinen Augen wertvoller macht. Außerdem fehlt die passende Stiftschlaufe. Weiter enthalten sind Aufkleber, ein kleines Heft zur Geschichte der Bücher und ein kleines Stück Karton, auf dem sich die Geschäftsführer von Leuchtturm (drei Herren mit Nachnamen Stürken) mit ihren Unterschriften für den Kauf bedanken. Diese japanisch anmutende Aufmerksamkeit gibt dem Buch eine persönliche Note und macht es durchaus sympathisch – oder wann hat sich bei euch das letzte Mal der Hersteller eines Produktes für einen Kauf bedankt?


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Bei der Stiftschlaufe für 2,50 EUR war ich skeptisch, v.a. weil sie sehr dick aussieht, wenn man sie so in ihrer Verpackung betrachtet. Nach dem Auspacken sieht die Sache schon entspannter aus. Hier die Schlaufe im Höhenvergleich mit einem Faber Castell Design Bleistift.


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Ich zweifelte, ob ich die Schlaufe vorne oder hinten einklebe, auch wenn man sie normalerweise hinten anbringt. Die Zweifel kamen durch die Froschtasche: ich war nicht sicher, ob es Sinn macht, die Schlaufe dort anzukleben, entschied mich dann aber doch für diesen Weg. Wenn man den Schutz von der Klebefläche abzieht, muss man exakt aufkleben, da die Schlaufe sehr gut anklebt. Eingeklebt sieht das dann so aus:


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Ich werde nun versuchen, das Buch die nächsten Wochen produktiv zu nutzen. Bin gespannt, ob es so robust und widerstandsfähig ist wie das conceptum (ihr seht, ich komme nicht los vom conceptum). An das schmale Format muss ich mich zuerst gewöhnen …

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Kategorie: Leuchtturm 1917, Test  Tags:

Der Alkaline Samurai zeichnet gerne verschlungene Linien und einfache Objekte, die aber eine große Wirkung haben. Ein besonders gelungenes Exemplar ist für mich die Zeichnung Bloom, mini Moleskine page 16. Gemalt wurde das Bild mit den Stiften „Copic fountain pen , Pilot g2 07 „.


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© Alkaline Samurai

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Kategorie: Kunst

Nach langem Zögern habe ich heute eine Gruppe mit dem Namen „Notizbücher“ bei Facebook gegründet. Wer von euch bei Facebook aktiv ist, kann der Gruppe beitreten und eigene Kommentare hinterlassen. Ihr könnt Fotos hochladen und diskutieren.
Ich sehe die Facebook Gruppe als Ergänzung zu diesem Blog, denn womöglich wollt ihr euch außerhalb des Blogs auch mal austauschen. Da ich kein echtes Diskussionsforum habe – von den Kommentaren unter den Artikeln mal abgesehen – und auch keine Möglichkeit für euch, Bilder eurer Notizbuchhacks oder Notizbuchkunst hochzuladen, suchte ich nach einer passenden Ergänzung. Am passendsten fand ich Facebook, weil die Mitgliederzahl so hoch ist und es auch in Deutschland immer mehr Freund gewinnt. Ich stehe euch hier natürlich weiter wie gewohnt zur Verfügung.
Und so sieht die Seite bei Facebook aus:

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Kategorie: Allgemein  Tags: , ,

In Livescribe – analog schreiben, digital aufzeichnen hatte ich das erste Mal vom LiveScribe Stift berichtet, der Geschriebenes digital aufzeichnet. Meine Schweizer Leserin Lu hatte Gelegenheit, den Stift ausführlich zu testen und schrieb mir einen schönen Bericht darüber. Da ich den Bericht sehr interessant fand, stimmte sie zu, dass ich ihn hier veröffentliche. Der folgende Text und die Bilder sind also von Lu. Das ist somit die erste Leserrezension im Notizbuchblog. Vorhang auf für die Premiere:

Livescribe, ein Stift, der nicht immer hält was er verspricht.

Das Paket mit dem Livescribe-Stift kommt mit zwei A4 Ringbüchern, einem Paar Kopfhörern, zwei Zusatzminen (einer Bleistiftmine und einer blauen Kugelschreibermine), einem Ladegerät und einer ledernen Stifthülle. Ebenfalls enthalten ist ein kleines Leporello mit einer kurzen Anleitung.

Design
Der Stift ist aus einer metallenen Hülle, gut und sauber verarbeitet, allerdings ist er etwas groß und recht dick, lässt aber solche Eigenschaften wie Gummi zur Fingerschonung vermissen. Er verfügt über ein kleines Display mit Zeit und Datumsangaben, Anschluss für Kopfhörer, Lautsprecher und Mikrofon. Entgegen seiner Grösse ist er angenehm leicht, was mich sehr erstaunt. Dennoch bekommt man nach längeren Schreiben ein bisschen den Krampf, weil man sich das Umfassen eines solch dicken Stiftes nicht gewohnt ist. Der Tintenfluss ist sehr gut, besser als bei normalen Kullis, er schmiert dafür aber auch schneller. Die Schreiblinie ist allerdings etwas dünn für meinen Geschmack. Die mitgelieferten Kugelschreiber-Minen entsprechen normalen Minen mit der Ausnahme, dass die Livescribe-Minen kürzer sind. Wer Geld und Lieferzeit sparen möchte, kann sich also einfach normale Minen kaufen und diese auf 5 cm runterkürzen; was übrigens mehrere Livescribe Nutzer so empfehlen.


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Anmerkung: Der zweite Stift von unten ist ein IRISNotes Stift, der unterste Stift ist der Livescribe. IRISNotes ist ein Konkurrenzprodukt zu LiveScribe.

Menuführung und erste Schritte
Der Stift besitzt nur einen einzigen Knopf, der on/off-Knopf. Hält man den Knopf länger gedrückt, schaltet sich die Audio-Record-Funktion ein, und das Gerät kann als Diktiergerät genutzt werden. Die sonstige Steuerung funktioniert über die Zeichen, die im mitgelieferten Notizbuch, bzw. in der kleinen Anleitung aufgedruckt sind.

Mittels Tippen auf das „Menu“ Zeichen, kann der Stift auf Links/Rechtshänder eingestellt werden (auch wenn der Stift aus meiner Sicht nicht wirklich für Linkshänder geeignet ist, rein von seiner Anatomie), und Datum, sowie Lautstärke, Aufnahmegeschwindigkeit etc. können programmiert werden. Die ersten zwei Seiten im Booklet sind als Übungsseiten gestaltet. Diese Übungen werden mit Hilfe der Mini-Anleitung bewältigt. Mit Tippen auf den Record-Knopf beginnt die Audioaufnahme, mit End oder Pause wird die Aufnahme gestoppt und unterbrochen. Auch kann der Stift für einfachere Taschenrechenaufgabe genutzt werden, dank der im Notizbuch enthaltenen Taschenrechnersticker. Auch hier werden die Rechenaufgaben mittels Tippen auf die Taschenrechnerknöpfe gelöst.

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Anfangs scheint dieses Tippen auf einzelne Stellen im Notizbuch etwas merkwürdig, digitales Papier kennt man sonst nur aus Science Fiction Filmen, nach kurzer Zeit geschieht das jedoch äußerst intuitiv. Sowohl das Booklet mit Minianleitung, als auch die ersten Probeseiten im Notizbuch sind sehr hilfreich. Sollte man dennoch Probleme mit dem Stift haben, bietet die Website von Livescribe eine wirklich umfassende Anleitung, ein Forum für Nutzer und ein schier unendliche Menge an FAQ. Aber Achtung: alle Anleitungen sind auf Englisch verfasst. Eine deutsche Seite, sowie deutsche Anleitungen etc. habe ich noch keine gefunden. Interessant ist auch, dass Notizen ähnlich wie in Evernote auf den Livescribe Server heraufgeladen werden können, diese somit von überall her zugänglich sind und mit anderen Personen geteilt werden können. Vom Upload von vertraulichen Informationen sollte aber sicherlich abgesehen werden.


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Anschluss an den Computer
Nach dem ersten Ausprobieren wie das Ding so schreibt und aufnimmt, geht’s ans Installieren der Software. Zunächst muss dazu ein Programm von der Livescribe Seite runtergeladen werden. Ein Internetanschluss ist also zwingend erforderlich, eine Installations-CD ist nicht im Paket enthalten. Mit 90 MB ist das Programm relativ gross. Die Installation ist jedoch einfach, allerdings musste ich meinen Computer mehrmals neu starten, bis er den Stift erkannte. Negativ angemerkt werden muss, dass der Stift nur auf einem Computer installiert werden kann. Nach der Installation und dem Neustarten kann der Stift über die mitgelieferte Dockingstation über USB 2 mit dem Programm verbunden werden. Problematisch ist hier, dass der Stift sich über einen Magneten mit der Dockingstation verbindet, aus der er aber leicht wieder herausrutscht. Einen fixen Platz für die Dockingstation ist also sehr empfehlenswert.

Bei Anschluss des Stifts an den Port werden automatisch die neuesten Dateien auf den Rechner geladen und gleich als ganze Seite dargestellt. Innerhalb der Seite kann nach bestimmten Wörtern gesucht werden und der zum Wort gehörige Ton kann, per Mausklick auf das einzelne Wort einfach abgespielt werden. Das Programm besitzt eine Audio-Ansicht (Sessions), in welcher nur die Audio-Files in chronologischer Reihenfolge dargestellt werden und eine Notizbuchansicht (Page View). In der Page View wird jedes Notizbuch dargestellt, das in Kontakt mit dem Stift kam, man kann sich durch die einzelnen Seiten problemlos durchblättern, die Seiten mit Text sehen aus wie eingescannt. Etwas nervig ist, dass zwar Audiofiles sehr einfach gelöscht werden können, das Löschen einzelner Notizseiten bzw. ganzer Notizbücher ist mir jedoch nicht gelungen, auch konnte ich keine anständige Anleitung zum Löschen von Notizbüchern oder einzelnen Seiten finden.

Leider ist das Livescribe-Programm nicht sehr intuitiv, und es dauert etwas bis man merkt, dass je nach Ansicht unter den verschiedenen Menupunkten unterschiedliche Unterpunkte zu finden sind. Als negativ empfand ich, dass ein kostenpflichtiges Programm (My Script, für rund 25$) nötig ist, um den Text digital nutzbar zu machen, ansonsten kann er lediglich als Bild exportiert und abgespeichert werden. Mit MyScript kann die Schrift in eine RTF Datei exportiert werden. Leider ist das Programm nicht sehr stabil, stürzt also leicht ab. Auch scheint es etwas merkwürdig, dass – obschon eine Wortsuche existiert – ein Zusatzprogramm benötigt wird, um die Worte etwa in einer Textverarbeitung nutzen zu können. Die Worterkennung ist alles in allem nicht schlecht, benötigt aber einige Anpassungen an der eigenen Schrift. In meiner Handschrift erkennt die Software R oftmals nicht und auch meine M’s machen ihr Mühe, weshalb anfangs sehr lustige Sätze entstehen. Wenn man sich aber darauf eingestellt hat, funktioniert dies nicht schlecht. Wichtig ist aber, dass MyScript auf die richtige Sprache eingestellt wird, eine deutsche Spracherkennung kann von der Seite heruntergeladen werden. Auch hier muss wieder angemerkt werden, dass die Menu-Führung sowohl von MyScript als auch des Livescribe Programms auf Englisch sind.


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Ringhefte und Notizbücher
Zum mitgelieferten Notizbuch ist folgendes zu sagen: Der Umschlag ist aus sehr dünnem Karton, macht es also anfällig auf Knicke und ist nicht gerade wassersicher. Die Notizbuchseiten sind sehr dünn und übersäht mit blauen Farbpunkten, an welchen sich der Stift orientiert. Die Seiten wirken daher etwas schmutzig. Die einzelnen Seiten können dank Punktelochung problemlos aus dem Notizbuch herausgetrennt werden. Das Buch würde ich in der Qualität eher als minderwertig bewerten. Dennoch findet man im Shop etwas schöner gebundene Bücher, die vom Bild her aussehen wie Moleskin. Auch besteht eine Zusammenarbeit mit dem Notizbuchhersteller Paperblanks(TM), eines seiner Notizbücher auch mit Dot-Paper anbietet. Die Preise entsprechen mehr oder weniger den üblichen Preisen von Moleskine(TM)/Paperblanks(TM), sie sind nur etwas teurer, die Einfuhrgebühr darf aber nicht vergessen werden (Achtung: gilt für Schweizer Preise). Das für die Schrifterkennung benötigte Dot-Paper kann auch ausgedruckt werden. Unter Page View/Tools kann man die Funktion Print Notepad anwählen. Unglücklicherweise kann man nur eine fixe Anzahl an Seiten ausdrucken (z.b. 25 oder 50 Seiten auf einmal). Der Druck funktioniert bei mir sehr gut, obschon ich keinen der empfohlenen Drucker habe.

Fazit
Abgesehen von einigen Software-Problemen und den versteckten Zusatzkosten eignet sich der Stift sicher für den täglichen Gebrauch und wird das Führen von Protokollen und Interviews um einiges einfacher machen. Wer aber auf gute Notizbücher Wert legt, sollte den Kauf von besser gebundenen Büchern in Erwägung ziehen.


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Falls ihr auch Erfahrungsberichte zu Produkten rund um Notizbücher habt, freue ich mich über eine Mail.

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