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5 Antworten
  1. Hallo Christian,

    ich kann die Aufregung gut verstehen.

    Auch ich denke, dass Wettbewerbe meist eine perfide Form der Ausbeutung sind. Besonders dann, wenn namhafte und potente Firmen wie Moleskine dahinterstehen.

    Die 5.000 Euro sind für M. doch Peanats, gemessen an dem, was sie dafür bekommen: Publicity, eine Blogmarketing und Social Media Kampagne inkl. Links zum Wettbewerb und zur Homepage… achja: Ein neues Logo, das sie sich unter hunderten von Entwürfen aussuchen, können gehört auch noch dazu.

    Und die Designer? Die investieren jeder mehrere Stunden Arbeit und haben ein geringe Chance, die 5.000 Euro zu gewinnen. Laut Designboom nehmen im Schnitt 3.500 Designer an einem Wettbewwerb dort teil. Der Erwartungswert liegt also bei 5.000 / 3.500 = 1,42 Euro. Als kalkulatorische Vergütung für mehrere Stunden Arbeit ist das einfach lächerlich.

    Grüße aus Aachen
    Ansgar

  2. Ich habe den Eindruck, daß solche Wettbewerbe generell im Moment nicht gut ankommen.
    Persönlich mache ich das an dem Fiasko dieser Spülmittelfirma (Weiß nicht mehr, wer es genau war) fest, die das Siegerdesign dann abgelehnt haben, weil sie es nicht ernsthaft genug fanden.
    In meiner Bekanntschaft werden solche Aktionen jedenfalls seitdem höchst mißtrauisch bis ablehnend beäugt

  3. Ralf sagt:

    Ich frage mich seit längerem, ob bei Moleskine in Sachen Marketing nicht etwas schief läuft. Von einem Konzern, der eher eine Nische besetzt hat (qualitativ wie preislich hochwertige Notizbücher und Kalender) zu einem allgegenwärtigen Unternehmen, von dem ich mir mittlerweile auch Verpackungsmaterial für mein iPhone, ja sogar Brillen kaufen kann. Das ist immer noch qualitativ top, keine Frage: aber ich fühle mich als Käufer nicht mehr so sehr mit meinem erworbenen Gegenstand verbunden, wenn ich ein Massenprodukt kaufe und kein Nischenprodukt, oder?
    Dass man sich jetzt für vergleichsweise wenig Geld vom Kunden ein neues Design verpassen lässt – tja, ich weiß nicht: geht das auch in die Richtung des allgegenwärtigen und damit wenig individuellen Unternehmens? Ich zweifle noch. Toll finde ich es, glaube ich, nicht.

  4. Christian sagt:

    @alle: danke für eure Meinungen. Moleskine hat es nun auch unrühmlicherweise auf die Antispec Seite geschafft: Designers love Moleskine. Now Moleskine want 28,000 hours of free design time. – antispec.com/hq/moleskine – und bei Twitter kann man sogardas Hastag #antispec für Moleskine finden.

  5. Ich freue mich über die neuen Ideen für das Logo, empfinde die erfundenen Geschichten über die Herkunft der Notizbücher von Moleskine weitaus frecher (positiv gemeint) als dieses Logo-Husarenstück und lächle dennoch gerne über den Esprit dieser Firma.
    Moleskine entwächst den cleanen Saubermannstatus. Endlich.

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