Auf der paperworld 2013 habe ich zum ersten Mal Carsten Brettschneider von paperscreen persönlich getroffen. Leider hatten wir nur wenig Zeit für ein Gespräch. Er erzählte mir von seinen Expansionsplänen und neuen Notizbuchformaten. Darunter auch eines, das einen schwarzen Einband hat. Eigentlich nichts besonderes. Er zweifelte aber, ob der Markt das Buch annehmen wird, da der Einband schnell eine Patina entwickelt, da die Oberfläche Kratzer und Druck schnell behält. Ich habe versucht, das Buch künstlich etwas zu verkratzen und davon ein kontrastreiches (also überzeichnetes) Foto zu machen. Das Originalfoto findet ihr bei Twitter.
Bei Twitter entspann sich, gleich nachdem ich die Fotos getwittert hatte, eine Diskussion zwischen Twitterati und paperscreen über Grammatur des verwendeten Recyclingpapiers (80 gsm) und Lineatur (punktkariert oder nicht). Sehr interessant. Aber eigentlich interessiert sich Carsten dafür, ob ihr das Buch kaufen werdet, wenn der Einband „Patina“-afin ist.

Die Frage gebe ich an euch weiter: wie empfindlich darf ein Einband sein? Was darf man darauf sehen und was nicht? Welche Ansprüche habt ihr an den Einband? Ich freue mich auf eure Kommentare.

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7 Antworten
  1. […] paper­world 2013: Schwar­zes paper­screen Notiz­buch markt­reif? – Ein Notiz­buch, das die Alte­rung unter­stützt? Auch wenn ich noch nicht weiß, was ich vom For­mat halte, ist das mal eine tolle Sache. […]

  2. kayro sagt:

    Patina rules 🙂

  3. Udogi-Sela sagt:

    Der Einband muss stabil sein. Die Schichten mehrschichtiger Buchdeckel dürfen sich nicht voneinander lösen und Ecken sollen nicht ausfransen. Die Oberfläche sollte so hart sein, dass sie bei normalem Gebrauch nicht aufkratzt. Gegen Kratzer als Vertiefungen, gegen Eindrücke, farbliche Veränderungen durch ständiges zur Hand nehmen meiner Notizbücher habe ich nichts, im Gegenteil. Das ist wie bei einem selbst, mit zunehmendem Alter kriegt man ja auch Falten, ohne gleich auseinanderzufallen… Äußere Veränderungen gerne, dauerhafte Stabilität des Ganzen vorausgesetzt.

  4. Regina sagt:

    So lange das Buch beim Gebrauch nicht auseinander fällt, darf es ruhig zunehmend gebraucht aussehen.

  5. Carsten sagt:

    Hey, Danke für die Anmerkungen. Das PAPERSCREEN BOOK ist ein Hard Cover Notizbuch. Gefertigt bei einer alteingesessenen Buchbinderei in Leipzig. Perfekte Verarbeitung. Der Buchdeckel ist mit Blauem Engel und EU-Label zertifiziertem Fotokarton von Römerturm eingeschlagen. Nur bestes Material. Dieses ist eben aber empfindlich und bekommt schnell eine Patina. Wir finden das auch gut. Im Sortiment haben wir momentan eine Version mit dem Design-Papier RC brown von Schoellershammer.

    Aber uns freut, dass Patina ankommt. Dann sollten wir in die Auflage gehen, oder? Vom Format ideal passend zum iPad.

    Herzlich,

    Carsten

  6. ThomasM sagt:

    Der Einband muss stabil sein, nicht fleddern. Wenn sich das äussere lediglich optisch der jeweiligen Beanspruchung anpasst ist das eher angenehmer Effekt.

  7. Mark sagt:

    Hi, zu
    ‚Bei Twitter entspann sich, […], eine Diskussion zwischen Twitterati und paperscreen über Grammatur […] und Lineatur (punktkariert oder nicht).‘
    habe ich bei twitter leider nur drei, vier Beiträge gefunden. Gab es nicht mehr Beiträge dazu?
    Mag mir bitte jemand helfen, die erwähnte ‚Diskussion‘ zu finden?
    Danke Euch!
    Mark

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