Mein Kollege Stefan Hock schickt mir heute einen Link auf die belgische Notizbuchmarke atoma. Das Besondere an dieser traditionsreichen Marke (seit 1948) ist das Bindesystem, das einem erlaubt, Seiten in ein Buch hinzuzufügen oder zu entfernen. Auf der atoma Webseite findet man viele Einbände, Papier und diverse Organisationshilfen zum Einheften. Wer eigenes Papier einheften möchte, der sollte sich den speziellen Locher anschauen, mit dem man Papier entsprechend der Bindung lochen kann. Dem Zeitgeist entsprechend sind natürlich auch bio atoma Bücher im Angebot.
Ein paar deutschsprachige Informationen findet man im manufactum Katalog.

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bei manufaktum gibt es die binde-ringe auch in aluminium. sehr schick.
was ist da so Besonderes dran? Jedes Ringbuch kann das, Filofax wurde damit geboren…
Eine kleine ketzerische Frage: Kommen Sie vor lauter Produktbegeisterung auch zum Notizenmachen oder ist das hier eine Meta-Geschichte : Notizen über Notizen weil man nichts hat zum Notizenschreiben?
Wie geschrieben, ein wenig ketzerisch, aber man nicht wirklich jeden Herstellerpups puschen ;=)
@viola: danke für den Tipp
@connie: nett, dass du dir darüber den Kopf zerbrichst, ob ich noch zum Notizenmachen komme. Musst du aber nicht. Ist kein Problem für mich, ich schreibe viele Seiten pro Tag analog. Und ich schreibe gerne über “Herstellerpupse” wenn mich meine Leser darauf aufmerksam machen und es interessant finden
Alternativen zum Atoma-System sind übrigens Rollabind und Levenger Circa; offenbar lohnend ist der transportable Locher von Rollabind, da er weniger als ein Drittel des Atoma-Geräts kostet. – Für mich sehen diese Systeme jedoch eher nach “solution in search of a problem” aus.
Wenn ich da gerade mal mitketzern darf: Nichts gegen die zahlreichen Hinweise auf Dinge rund ums Thema, aber ich würde mich über eine gründliche und bebilderte Besprechung eines Notizbuchs (möglichst kein Moleskin) sehr freuen. Ich bin da vielleicht ein bisschen altmodisch mit meiner Vorliebe für eigene, handgemachte Inhalte
@Gunther: danke für die Links. Werde drüber berichten. Zum Ketzern: Danke für deine Rückmeldung. Ich verfolge schon länger die vielen englischsprachigen Seiten mit Tinten- und Notizbücherbesprechungen – ich sehe mich selbst einfach nicht als Notizbuchrezensent. Zumal ich mir jedes Buch erst einmal besorgen müsste … Im Augenblick begnüge ich mich lieber mit meiner Rolle als Aggregator interessanter Links. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt? Vielleicht werde ich in Zukunft detaillierte Rezensionen angehen?
Das Netz braucht AUTOREN, keine AGGREGATOREN!
@zonebattler: danke für deinen Kommentar. Das Netz braucht vor allem verschiedene Meinungen
Also ich finde das Atoma System klasse. Ich liebe Notizbücher und ich liebe es selbst kreativ zu werden. Noch besser wäre, eine Anleitung wie man ein Notizbuch komplett selber machen kann, so aus Schmierpapier oder was weiß ich *hat gerade Bastellust*
Ich finde deine Artikel übrigens sehr unterhaltsam und spannend. Ich verfolge sie gerne und schaue immer wieder rein um zu sehen, was du Neues gefunden hast. Das Internet ist so unglaublich gigantisch, dass gerade “Aggregatoren” wertvoll sind. So muss ich nur eine gute Seite finden um in ganz viele zum selben Thema abzutauchen
Ich habe noch eins dieser Atoma-Notizbücher in DIN A5 und muss sagen: ” Ich werde mir sicher kein zweites zulegen und dieses auch nicht erweitern.”
Der einzige wirkliche Vorteil des Atoma-Systems gegenüber herkömmlichen Ringbüchern ist die Möglichkeit es flach aufzuschlagen oder komplett umzublättern.
Dem gegenüber stehen aber gravierende Nachteile.
1. Es ist teuer. Sowohl die Ringe, als auch der nötige Speziallocher sind alles andere als billig.
2. Das Papier ist nicht sonderlich stabil. Ich hatte damals geplant, das Atoma sozusagen als gedruckten Katalog meiner Waren zu nutzen. Auf jede Seite ein Photo des Pfeils, Bogens oder Messers mit der Beschreibung daneben; als Chronik für mich und zum Blättern für Kunden. Damit war das Originalpapier völlig überfordert. Sobald ich ein Bild mit Photoecken aufgeklebt hatte, riß die Lochung oder “flutschte” aus dem Ring.
3. Das Schreiben auf dem Papier empfand ich als unangenehm, sowohl mit Tintenroller als auch mit Kuli.
Bedrucken mit Tintenstrahler führte zu inakzeptablen Ergebnissen; Ausblutungen und Durchschrift.
4. Aufgrund der Speziallochung gibt es keine einfache Möglichkeit die Lochung per Verstärkungsring zu stabilisieren.
Bei Clairefontaine habe ich heute auch ein entsprechendes System im Katalog entdeckt.