Eine ungewöhnliche Sichtweise auf das Notieren habe ich in Do You Have the Compulsion to Take Notes? gefunden: Notieren als Zwangsneurose. Die Autorin fragt sich, ob ihr „Drang“ zu notieren zwanghafte Züge hat. Sie schreibt sehr viel nieder und das in loser Form:

[…] I don’t have to push myself to take notes… I have to stop myself from taking too many notes. I use a very loose method of organization. For my major topics, such as “happiness” or “Churchill,” I keep a single, giant, dedicated document. I add all relevant notes there, along with subject tags so that I can find the note later. I also have a document called “Notes” where I keep notes that don’t belong in any particular place. […]

Wirklich strukturiert will sie ihre Notizen nicht, denn sie fürchtet, das könnte ihre Kreativität behindern.

Wie seht ihr das? Müsst ihr euch dazu zwingen, was zu notieren, oder müsst ihr euch eher dazu zwingen, nicht zu viel zu notieren? Ich kann für mich sagen, dass es weder-noch ist: ich notieren, wenn ich es für nötig halte und sonst nicht. Manchmal denke ich, dass ich was notieren sollte, damit ich es nicht vergesse (einen Gedanken, eine Idee, etc.), aber dann ist oft keine Gelegenheit zum Notieren und ich versuche das dann später nachzuholen. Zwang kann ich bei mir keinen erkennen.

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2 Antworten
  1. Udogi-Sela sagt:

    Mir geht es wie dir: Ich notiere, wenn ich es für notwendig erachte. Manchmal aber fällt mir ein: Du wolltest doch eben oder vorhin oder heute morgen oder gestern abend etwas notieren, aber ich weiß nicht mehr, was ich notieren wollte. Das Notieren SOFORT! wird mit fortschreitendem Alter offenbar immer wichtiger… Sozusagen ein Zwang, der sich aus dem Alter ergibt. 🙂

    Ich könnte mir schon vorstellen, dass es so etwas wie ein zwanghaftes Notieren gibt, wie ja jede Tätigkeit zum Zwanghaften ausarten kann. Das Notieren als Selbstzweck, und nicht zur Sammlung von Gedanken, Ideen, Vorhaben, Erinnerungen, usw.
    Etwas notieren, ohne sich die Notiz nochmal anzusehen…

  2. Elli sagt:

    Seit einer Weile habe ich immer einen Mini-Notizblock bei mir, auf dem ich mir Stichworte notiere, zu denen ich später meine Gedanken und Beobachtungen in mein Tagebuch ausführlich ausbreite. Das entspannt mich ungemein, weil ich, auch wenn ich mal einen Tag nicht zum Tagebuchschreiben komme, die Eindrücke dieses Tages nachtragen kann – wenn ich denn mit den Stichworten noch was anfangen kann…

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