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Es ist schon eine Weile her, dass das Notizbuchblog über die Marke Letts of London berichtet hat. Angeblich können die Notizbücher und Kalender des englischen Herstellers bereits auf eine 200-jährige Geschichte zurückgreifen. Als Christian damals im Notizbuchblog über diese Bücher berichtet, habe ich mir über amazon (Werbelink) eines der Notizbücher im A6 Format bestellt, was mich rund 14 Euro zuzüglich 3 Euro Porto gekostet hat.  Damals konnte man nur das Notizbuch in einer lindgrünen Farbe bestellen. Mittlerweile gibt es eine stattliche Anzahl an Farben.  Jetzt kam das Notizbuch kürzlich in Gebrauch als Tagebuch und ich will euch erzählen, was ich davon halte.

Letts of London, A 6 , Fotos by Julia

Das Letts of London kommt sehr klein daher und ist sehr handlich. Es ist etwas größer als die üblichen A6 Notizbücher und passt perfekt in jede Tasche. Und obwohl es so klein und komprimiert ist, hat es eigentlich alles, was ich bei einem Notizbuch mag: eine Tasche um kleine Notizen, Eintrittskarten oder andere Dinge wie Karten und Fotos aufzubewahren, ein schönes grünes Lederbändchen und einen schlichten Einband.

Ich weiß, dass viele Leser des Notizbuchblogs Blankobücher bevorzugen, ich mag jedoch die linierten Bücher am liebsten (vielleicht, weil ich sonst so schräg schreibe ;)). Es gibt die Bücher aber auch kariert und blanko. Das Letts of London ist liniert und zwar recht eng. Es ist also eher für Leute mit kleinerer Schrift geeignet. Was mir besonders gut gefällt ist, dass auf  jeder Seite ein Datumsheader zu finden ist, wo man das Datum eintragen kann. Ich habe ein paar Fotos gemacht, weiß aber nicht, ob das so gut rauskommt.

Auf dem  172mm x 232mm cremfarbenen Papier schreibt es sich gut, es kratzt nicht und das Papier druckt zumindest mit Kuli und Fineliner nicht durch. Mit Füller habe ich noch nicht geschrieben, werde es aber in den nächsten Tagen mal ausprobieren. Bei Okami habe ich in ihrem Blog noch eine weitere Rezension auf englisch gefunden.  Da sieht man deutlich, dass Füller wohl leider durchdrückt.

Ich kann das Letts of London eigentlich nur empfehlen. Das einzige Manko ist, dass die 192 Seiten  recht schnell voll geschrieben sind, aber das kommt natürlich auch auf den persönlichen Gebrauch an.

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In Notizbücher für den guten Zweck hatte ich über Notizbücher aus Lokta-Papier berichtet, mit deren Kauf man einen guten Zweck fördert. Mein Leser Oliver Konow hat sich nach dem Artikel gleich ein Buch bestellt und mir nun einen Erfahrungsbericht und ein paar Bilder zur Verfügung gestellt, die ich euch als Leserrezension präsentieren werde:

Wenn man dieses Notizbuch in der Hand hält, fällt sofort auf, wie leicht es ist. Ich schätze etwa zwischen 40 und 70 Gramm. Das Notizbuch hat einen festen, von der Oberflächenstruktur her faserigen und doch glatt anfühlenden Einband. Die einzelnen Seiten sind eingeklebt. Die Seitenzahl liegt zwischen 46-50, sollte man nicht so eng sehen.

Das Papier der einzelnen Seiten weist ebenfalls eine Faserstruktur auf, wodurch es eine leicht rauhe Oberfläche hat. Die Seiten können sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite beschrieben werden, wobei ich den Eindruck habe, dass die Rückseite doch etwas grober strukturiert erscheint. Dennoch ist das Papier so dicht, dass man mit einem Faserstift darauf schreiben kann, ohne das die Farbe auf der Rückseite durchkommt. Fünf Seiten ergeben etwa einen Millimeter.

Schreibt man mit einem Kugelschreiber drückt dieser leicht in das Papier ein. Das liegt allerdings an der Art des Papiers und seiner Herstellung. Vergleichbar wäre es in etwa mit Büttenpapier.

Beim Schreiben mit dem Füllfederhalter könnte es durchaus vorkommen, dass sich an seiner Spitze einzelne Fasern verhaken können (nicht ausprobiert, da ich mit dem Kulli schreibe).

Für ein handgemachtes Notizbuch aus Nepal, welches auf natürliche traditionelle Weise hergestellt wird, sind 9,50 € ein akzeptabler Preis.

Resümee: Dieses Notizbuch hebt sich aus der Masse der Bücher heraus, einerseits durch sein besonderes Papier und andererseits der Möglichkeit traditionelles napalesisches Handwerk zu fördern. Außerdem trägt der Kauf zum Lebensunterhalt von Frauen in Nepal bei; Fairplay in einer globalisierten Welt. Wer allerdings schnell nur ein paar Notizen machen will, rasant zeichnet oder vielleicht doch etwas kräftiger mit dem Kugelschreiber aufdrückt, der sollte sich für ein Notizbuch mit herkömmlichen Standardpapier entscheiden.


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© Oliver Konow


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© Oliver Konow


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© Oliver Konow

Danke an Oliver für den tollen Erfahrungsbericht und wenn ihr selbst auch was für den guten Zweck tun wollt, dann werft doch schnell einen Blick in den Shop von Plan International .

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In Notizbücher als Recyclingmaßnahme hatte ich über das Buch “Eco Books” berichtet. Leserin Ema hat nun eine ausführliche Rezension des Buches geschrieben, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Danke an Ema für den tollen Bericht!

Das Buch ist ca. 22,8 x 22,8 groß, hat 144 Seiten ist reich bebildert und mittels Faden geheftet. Es ist in englischer Sprache geschrieben und beinhaltet 40 Beispiele zu experimentellem Buchbinden mittels recycelten Materialien. Es gibt eine kurze Einführung zu den Basis-Werkzeugen die immer beim Buchbinden benötigt werden und dann geht es direkt los mit dem ersten Beispiel. Zu jedem Beispiel gibt es mindestens ein Foto. Bei den meisten Projekten sind aber mehrere Fotos und ab und zu auch, zum verdeutlichen einzelner Arbeitsschritte, grafische Abbildungen vorhanden. Je nach Schwierigkeitsgrad des Büchleins, besteht die Anleitung/Beschreibung dazu nur aus einem Satz oder aus einer Schritt-für-Schritt-Anleitung. Besonders Anfänger des Buchbindens, werden sich über letzteres freuen, für alle anderen ist aus den Fotos schon ersichtlich wie die Bücher gefertigt wurden. Als recycelte Materialien werden beispielsweise Mousepads, alte Dosen, Eierkartons, Kassetten, Kreditkarten, Corneflakes-Schachteln, Nummernschilder und Plastiktüten verwendet. Am Ende sind noch einige Vorlagen für vorher vorgestellte Projekte enthalten, sowie ein kurzer Abriss über die einfachsten Fadenheftungen mit grafischer Unterstützung. Zum Schluss erfährt man noch über die einzelnen Designer der vorgestellten Büchlein ein bisschen was und das Buch endet mit dem Inhaltsverzeichnis.

Ich persönlich kenne schon einige Bücher zum Thema Buchbinden und darunter waren auch schon einige, die sich mit dem Thema Recycling, Wiederverwertung, Verfremdung beschäftigt haben. Wer nicht wirklich weiß, ob er ein Fan von selbstgemachten, sehr experimentellen Büchern ist, der sollte sich das Buch vorab lieber erstmal irgendwo ausleihen und vielleicht ein oder zwei Projekte davon ausprobieren. Bei weitem ist nicht alles, was darin vorgestellt wird, im Praxistest tatsächlich Alltagstauglich und zum Mitnehmen gedacht … es verbergen sich oftmals eher Kunstobjekte dahinter, die für ein bestimmtes Thema angefertigt werden und dann ausgestellt oder aufbewahrt werden. Aber so ist das ja oftmals mit diesen Beispielen. Zum Inspirierenlassen und immer mal wieder darin schmökern ist das Buch auf jeden Fall geeignet. Auch wenn ich nicht im Verborgenen lassen will, dass ich persönlich zu solchem Zweck auch immer wieder gerne andere Bücher zur Hand nehme. Beispielsweise das Buch “500 Handmade Books” ebenfalls von Lark Books. Da ist der Titel Programm. Es werden 500 Projekte vorgestellt, allerdings ohne Anleitungen. Für Leute die sich schon länger mit dem Buchbinden beschäftigen und einfach mal sehen wollen, was andere so machen. Anleitungen sind in dem Stadium dann ohnehin nicht von Nöten, man kennt die Techniken ja eh.

Fazit: Eco Books zeigt interessante Projekte, mit Anleitungen für Anfänger leicht nachzubasteln (sofern sie der englischen Sprache mächtig sind).
Für Fortgeschrittene Buchbinder oder gar Profis lohnt sich das Ausleihen auf alle Fälle, nicht aber unbedingt der Kauf.

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Michael Kieweg ist ein treuer Leser des Notizbuchblog und hat sich vor kurzem im dawanda Shop von tulibri (ebenfalls einer treuen Leserin) ein Notizbuch gekauft. Michael war so begeistert, dass er eine kleine Rezension geschrieben und mir ein paar Bilder geschickt hat, die ich heute im Rahmen einer Leserrezension vorstellen möchte. Hier also der Bericht von Michael:

Das Notizbuch aus der Lederhose

Schönen Dingen kann ich nur selten widerstehen. So habe ich mich zwar eine Zeit lang drumherum gedrückt, aber schlussendlich war klar: Ich werde mir ein handgebundenes Notizbuch von Tulibri anschaffen. Bloß welches? Letzten Endes wurde es dann das Wildlederhosenbuch in einem angenehmen Grünton mit den Seiten aus beigefarbenem, handgerissenen Papier. Bestellt und ein paar Tage später landete das Büchlein, sauber verpackt in meinem Briefkasten.


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© Michael Kieweg

Das Buch ist ca.13,5*18cm groß und ungefähr 2,0cm dick.
Es ist völlig flexibel und enthält ca. 60Blatt, etwa 120 Seiten aus einem sandfarbenen, stabilen, Papier.


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© Michael Kieweg

Das Notizbuch lässt sich tatsächlich völlig flach aufschlagen und beim Schreiben, Malen, Zeichnen oder Kritzeln wird die Hand nicht durch irgendeine Art von Wulst behindert. Durch das handgerissene Papier entsteht ein leicht unregelmäßiger, sogenannter beraufter Schnitt. Das passt in meinen Augen perfekt zur etwas rustikalen Anmutung des Wildledereinbandes. Dieser Einband ist innen mit demselben Papier kaschiert, das auch für die Seiten Verwendung fand.


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© Michael Kieweg


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© Michael Kieweg

Vernäht ist das Notizbuch mit einem senffarbenen Zwirn, dessen Farbe sich in der Kaschierung des Verschlußbandes wiederfindet.

Aber jetzt zum Wichtigsten: Wie schreibt es sich denn in dem Buch? Ich war sehr überrascht, wie gut das Papier mit den unterschiedlichsten Stiften zu beschreiben war.
Zum Testen habe ich mich auf die Stifte beschränkt, die aktuell auf meinem Schreibtisch wohnen.


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© Michael Kieweg

Das Papier ertrug jede Zumutung, Edding und Textmarker, klaglos. Lediglich der Edding führte zu merkbaren Durchblutungen auf der Rückseite.


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© Michael Kieweg

Noch ein Satz zum Thema „Stifthalter“. Das Büchlein verfügt nicht ausdrücklich über einen solchen, aber das Verschlußband ist lang und stabil genug um einen handelsübliche Kugelschreiber oder Füllfederhalter sicher zu halten.

Fazit

Das Notizbuch in der Lederhose ist sicher kein billiges Schreibheft.
In meinen Augen ist es jedoch jeden Cent wert gewesen und ich freue mich schon sehr darauf es im täglichen Gebrauch zu haben.
Es wird sicher nicht das letzte Notizbuch von tulibri gewesen sein, dass den Weg in meine Jackentasche finden wird. Die selbstgemachten Bücher gibt es bei dawanda zu kaufen. Oder man bestellt direkt bei Tulibri, die übrigens auch gerne auf Bestellung und nach Kundenwunsch exquisite Einzelstücke anfertigt.

Ein rundum zufriedener

Michael

Danke an Michael für den tollen Bericht! Wenn ihr auch eine Leserrezension oder eine andere Art Artikel beisteuern wollt, freue ich mich über eine Mail!

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Meine Schweizer Leserin Lu kennt ihr vielleicht noch von der Leserrezension zum LiveScribe, der ersten Leserrenzension im Notizbuchblog. Sie hat nun nach dem Livescribe noch den IRISnotes Stift ausprobiert und darüber eine weitere Rezension geschrieben. Hier ist also die zweite Leserrezension von Lu:

Iris Notes, klein aber oho.

Der Iris Notes Stift kommt mit 2 Sets à 2 Knopfbatterien, Empfänger, Kubelschreiber-Minen, USB-Verbindungskabel, Metallbox, 2 Starter-CDs.

Zum Stift
Der Stift ist sehr leicht, im Vergleich mit dem Live Scribe Pen sehr dünn und liegt angenehm in der Hand. Auch er lässt eine Fingerschonung vermissen. Außer einer Taste, die den Stift auch als Maustaste benutzbar macht, verfügt er über keinen technischen Schnickschnack, d.h. kein Display, etc. Der Stift ist aus Plastik, nicht extrem hochwertig, aber in der Verarbeitung ganz in Ordnung und sicher besser als normale Kulis. Mir gefällt auch, dass er mit Deckel kommt, dieser ist wesentlich praktischer als das Leder-Etui beim Livescribe Smart Pen.
Als erstes müssend die Batterien in den Stift, sowie die Mine in die Halterung geschoben werden, mit der Rückseite des Deckels kann die Mine problemlos wieder herausgezogen werden. Die Knopfbatterien sind handelsüblich, ein Ersatz sollte also kein Problem sein. Schöner –und auch umweltfreundlicher – wäre natürlich wenn diese aufladbar wären, wie beim Livescribe Stift. Die Kugelschreiber-Minen sind aus Metal, was den Ersatzkauf vermutlich etwas schwieriger macht. Tintenfluss und Liniendicke sind aber meines erachtens optimal für einen Kugelschreiber, auch schmiert er nicht. Obschon die Mine relativ einfach ins Gehäuse geschoben werden kann bleibt diese jedoch nie fest an ihrem Platz, sondern schnallt beim Schreiben vor und zurück, was das Schreiben nicht gerade einfach macht. Ein Handkrampf ist garantiert, spätestens nach 10 Minuten, vor allem wenn man nicht auf einer festen Unterlage schreibt.


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Der Empfänger
Der Stift funktioniert nur in Kombination mit dem Empfänger, der während des Schreibens am oberen Blattrand angebracht wird. Spezielles Papier wird nicht benötigt, was wiederum das Budget schont. Der Empfänger kann während des Schreibens bereits am Computer angebracht sein (über USB 2), funktioniert bei geladenem Akku aber auch ohne Anschluss. Der Empfänger muss vor Start mind. eine halbe Stunde bis 3.5 Stunden aufgeladen werden. Auch dieser Stift sei geeignet für Linkshänder. Beim erstmaligen Abgleich mit dem Computer, kann das Programm gleich so eingestellt werden, dass es die Schreibweise von Linkshändern erkennt. Der Empfänger muss mit den Klammern auf der Rückseite auf das Blatt geklemmt werden, was allerdings etwas umständlich ist, sind die Klammern doch nicht sehr elastisch. Wer unter Stress seine Notizen erstellt, wird hier sicher einige Male anecken. Bei fester Unterlage würde ich empfehlen den Stift nur aufs Blatt zu legen anstatt zu klemmen, das funktioniert optimal und spart Zeit.

Auch der Empfänger ist aus Plastik, verfügt aber über ein kleines Display, das anzeigt, wie viele Seiten man bereits geschrieben hat. Das Display ist nicht gerade umwerfend, aber auch hier ganz OK in der Verarbeitung – bis auf die Klammern.


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Erste Schritte.
Es existiert eine deutsche Installations- und Gebrauchsanleitung. Mit der ersten CD wird das Hauptprogramm installiert, dieses ist auch auf Deutsch vorhanden. Die Installation ist einfach und unkompliziert, der Stift wird auch gleich problemlos erkannt. Danach wird die Spracherkennung (als Basic Version, mit Upgrade Option für 35$) installiert. Leider befindet sich die Spracherkennung auf einer Mini-CD und ich arbeite auf einem auf Mac, der auf Windows umgestellt ist. Dieser kann Mini CDs leider nicht lesen, aus physikalischen Gründen. Also musste ich erst die CD über unseren IT Service auf eine Normale CD brennen lassen bevor es weiter ging. Allgemein ist der Stift zwar für beide Betriebssysteme nutzbar, die Spracherkennung existiert aber nur für Windows. Auch IrisNotes arbeitet mit der Spracherkennungssoftware MyScript, aber mit einer anderen Ausführung. Natürlich kann auch für den IrisNotes Pen die Spracherkennung auf die unterschiedlichsten Sprachen eingestellt werden, anders als MyScript für den LiveScribe stift, kann die Sprache aber problemlos bei jedem exportieren neu eingestellt werden. Auch muss hier angemerkt werden, dass obschon es sich um dieselben Schrifterkennungsprogramme handelt, scheint mir das von Iris Notes etwas besser, und intuitiver, vor allem aber stabiler zu sein. Auch mein etwas merkwürdiges Z wurde gleich vom Stift erkannt. (nur mein G scheint etwas zu wünschen übrig zu lassen… ). Per Klick kann der Text aus dem MyScribe Notes gleich in Word, Mail etc. exportiert werden, auch kann ich auf dem Computer mit der Maus, bzw. mit dem Stift weiter schreiben, denn dieser fungiert, wie bereits erwähnt auch als Maus.

Schreiben, schreiben, schreiben.
Nun gings ans schreiben und hier bin ich etwas an meine Grenzen gestossen, aber nicht weil Programm, Stift oder Receiver Probleme gemacht hätten, sondern weil ich selber zu Kompliziert bin. Das Iris Notes System ist so einfach, dass man nach Installation etc. keine zusätzlichen Knöpfe oder Übungen durchführen muss, sondern gleich loslegen kann. Und das wollte mir anfangs nicht in den Kopf. Und so hab ich sicher 10 Minuten damit vergeudet, auf die einzelnen Knöpfe zu drücken, um neue Seiten zu erstellen.
Denn wichtig für den Empfänger ist, dass man ihm jede neu begonnene Seite per Knopfdruck mitteilt, nur für die erste Seite muss er nicht gedrückt werden. In Kombination mit dem Umstecken des Receivers, unterbricht dieser Knopfdruck den Schreibfluss aber wesentlich.

Angenehm finde ich, dass obschon laut Anleitung der Stiftes nur auf A4 Blätter funktioniert ich problemlos auch auf A5 und kleineren Formaten schreiben konnte. Ich denke allerdings A3 wird Probleme bereiten, da die Reichweite des Empfängers nicht so gross ist.

Der Stift funktioniert vermutlich über Infarot, weshalb – für Papiersparer – auch mehrmals auf einem Blatt geschrieben werden kann, solange dem Stift mitgeteilt wird, das es zwei Blätter sind. Die Mausfunktionen und die Kombination von IrisNotes Pen mit Windows Vista konnte ich nicht ausprobieren, da wir bei uns mit XP arbeiten.

Fazit:
Der Stift ist sicher etwas für das kleinere Budget. Die Programme sind stabiler, aber auch einfacher aufgebaut, weniger Design dafür auch weniger Optionen, aber auch einfachere Handhabung. Vorallem für Studierende, denke ich ist der Stift optimal geeignet. Längeres Schreiben war für mich wegen der nicht fixierten Mine etwas anstrengend. Nach regelmässigem Gebrauch und mehreren Handkrämpfen hab ich mich aber mittlerweile daran gewöhnt. Wer aber mit einem Gadget Eindruck schinden will, sollte aber besser den Livescribe Smart Pen kaufen.


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Danke an Lu für den tollen Artikel!

Ich bin übrigens gerade dabei, Co-Autoren zu finden und habe womöglich schon zwei Kandidaten gefunden. Sie werden mir als Spezialisten bei Artikeln zur geplanten Reihe “Glossar” helfen. Es wird aber noch nicht verraten, wer es sein wird! Die neue Reihe soll im Dezember oder im Januar starten.

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Vor einigen Tagen, hatte ich in Knochenlamellen, Antimonit und Tracheen auf dem Notizbucheinband über die Notizbuchreihe Touch of Science berichtet. Da mich die Bücher wegen des wissenschaftlichen Anspruchs interessierten, forderte ich Ansichtsexemplare an, woraufhin sich auch prompt Frau Kramarz (Verlagsleitung des Verlag S. Kramarz in Berlin) bei mir meldete und versprach, mir die komplette Edition zukommen zu lassen. Frau Kramarz schrieb mir einiges zur Entstehung der Bücher. Hier ein Auszug aus Ihrer Mail:

Sie haben unser TOFs ja sehr aufwändig vorgestellt. Das finde ich sehr schön. Es gibt auch unendlich viel zu schreiben über die Motive. Der Eid des Hippokrates, geschrieben in altgriechischer Kalligraphie der römischen Kaiserzeit (denn in dieser Zeit ist der Eid das erste Mal nachgewiesen, frühere Quellen existieren nicht); der Nervenbaum mit Goldprägung – für diese Braunfärbung von Nervengewebe mit Silbernitrat hat Camillo Golgi im Jahr 1906 den Nobelpreis für Medizin bekommen (nein, nicht nur für die Braunfärbung, sondern für seine lebenslange, grundlegende und bahnbrechende Erforschung des Gehirns und des Nervengewebes). Die Motive sind nicht aus Agenturen gekauft, sondern von mir selbst (ich bin Ärztin) mit Sinn und Verstand ausgesucht. Den Eid habe ich selbst geschrieben, dafür hunderte von Seiten (Papier und Papyrus) mit verschiedenen Schreibgeräten beschrieben (darunter ein Calamos, ein gespaltenes Schilfrohr, das den antiken Schreibgeräten sehr nahe kommt), verschiedene Kalligraphie-Stile durchgearbeitet, bis ich fand, dass ich die richtige Stimmung gefunden habe. Zudem enthält diese goldene griechische Schrift noch einen Joke, aber der ist für extreme Insider. Sie können mich danach fragen, wenn Sie die Notizbücher haben.

Die Bücher sind kleiner als ich dachte, obwohl ich die Größe gelesen hatte. Das Papier ist angenehm fest. Jedem Buch liegt ein kleiner Zettel bei, auf dem noch einmal kurz auf das zugehörige Motiv eingegangen wird. Die Bucheinbände sind biegsam und glatt. Ganz hinten in jedem Buch steht noch einmal genau erläutert, was es mit dem Motiv auf sich hat.
Die Auflösung des Jokes, der oben erwähnt ist, habe ich mittlerweile von Frau Kramarz bekommen. Wenn ihr das passende Buch mit dem Eid des Hippokrates habt und an der Lösung interessiert seid, werde ich nachfragen, ob ich die Auflösung weitergeben darf.

Hier ein paar Fotos der Bücher. Das erste Foto zeigt die Einbände der Bücher im Größenvergleich mit einem DIN A4 Buch.


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Eine Nahaufnahme von den teilweise glänzenden Applikationen auf dem Einband.


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Die Buchrücken der Bücher. Aufgenommen bei versetzt stehenden Büchern:


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Vor einigen Tagen hat mich die deutsche Firma RedCypress angeschrieben. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich von diesem Notizbuchhersteller noch nichts gehört, was wohl auch daran liegt, dass RedCypress noch nicht direkt an Endkunden verkauft, sondern nur Großauflagen für Geschäftskunden produziert. Man bot mir an, die Bücher zu testen, was ich auch dankend annahm, um den nun folgenden Artikel zu ermöglichen.

Ich habe drei Notizbücher zur Ansicht erhalten:


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Ein goldenes Buch (blanko), ein rotes Buch in Krokolederlook (punktiert) und ein schwarzes Buch (punktiert). Alle Bücher haben ca. DIN A5 Format und sind gleich ausgestattet: runde Ecken, Lesebändchen, Gummihalteband und Froschtasche. Es gibt keine Seitenzahlen, aber ich schätze, dass es ca. 200 Seiten sind, wovon die hinteren Seiten perforiert sind, so dass man sie zur Weitergabe von Notizen heraustrennen kann. Das Lesebändchen erscheint mit etwas schmal und filigran; für meine Begriffe dürfte es etwas breiter ausfallen. Die Bücher sind fadengeheftet, aber ich finde es schade, dass das Kapitalband gespart wurde – in meinen Augen wertet ein Kapitalband ein Notizbuch auf. Alles in allem ist das Buch sauber verarbeitet – und “Made in Germany”.


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Besonders stolz ist man bei RedCypress auf die patentierte Froschtaschenhalterung, die ein wechselbares Gummiband verdeckt. Die Froschtasche wird mit kleinen Magneten am Buchdeckel gehalten und kann einfach weggeklappt werden. Damit wird die Halterung des Gummibandes freigelegt, das nun gewechselt werden kann.


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Im ersten Foto oben sind zwei Ersatzbänder zu sehen, die man einfach in alle Bücher einbauen kann. Wie das geht zeigt die folgende Zusammenstellung von Fotos: zuerst öffnet man den Verschluss des Bandes und entfernt es durch die mit Metallringen verstärkten Ösen. So kann man das Buch auch ohne Gummihalteband nutzen. Anschließend kann man ein neues Band einziehen und einfach verschließen. Froschtasche zurückgeklappt. Fertig. Pfiffige Idee, auch wenn ich lieber etwas breitere Gummibänder mag.


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RedCypress produziert aktuell ausschließlich in Großauflage für Geschäftskunden, aber man denkt auch über ein zukünftiges Endkundengeschäft nach. Für die Notizbuchdesigner unter euch gibt es auf der Seite einen Notizbuch Konfigurator, mit dem sich auch Geschäftskunden ihr Buch individuell zusammenstellen können. Der Konfigurator ist gut gemacht, aber weit entfernt von der Vielfalt des Brandbook Konfigurators. RedCypress bietet zum Beispiel nur eine Buchgröße an …

Fazit: sehr schöne Bücher “Made in Germany”. Die Bücher werden sicher auch bei Endkunden ihre Käufer finden. Die Idee mit dem wechselbaren Gummiband hat Potenzial – mir fallen da einige Ideen zu ein. Euch auch? Bin gespannt, ob es die Bücher auch für Endkunden geben wird.

Kennt einer von euch die Bücher von RedCypress und kann einen Erfahrungsbericht geben? Etwa zur Robustheit im Dauereinsatz?

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Obwohl ich hier eine Menge leerer Notizbücher liegen habe, sah ich mich gezwungen, mir ein weiteres zuzulegen. Ihr kennt den Zustand ja sicher auch. Auf der Suche nach meinem Sigel “conceptum” stieß ich mal wieder auf eine ganze Reihe von Leuchtturm 1917 Büchern. Und dieses Mal kaufte ich eines … mitsamt der passenden Stiftschlaufe. Verglichen mit dem conceptum bin ich nicht so sehr überzeugt, auch wenn es ein sehr schönes Buch ist. Aber wenn ich es schon in meiner Auflistung für die Umfrage “Welches Notizbuch nutzt ihr?” vergessen habe, kann ich hier wenigstens mal einen Bericht darüber schreiben.
Hier ein Bild des Buchs und der Stiftschlaufe – noch verpackt – von vorne:


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Und hier eines von hinten:


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Mein Buch ist grau und hat einen Stoffeinband, Format ca. DIN A6. Es ist genauso hoch wie das conceptum (15 cm), aber 1,5 cm weniger breit (ca. 9 cm, conceptum: 11,5 cm). Es macht deswegen auch einen etwas mickrigen Eindruck. Es ist gut verarbeitet, ist mit einem zum Einband passenden Lesebändchen und einer Froschtasche hinten ausgestattet. Die Seiten sind blanko und nummeriert. Vorne befindet sich ein Platz für die Adresse, gefolgt von einem Inhaltsverzeichnis, in das man Seitenzahlen und Themen eintragen kann. Die Ecken sind gerundet. Soweit also alles wie beim conceptum.
Es fehlt ein Kapitalband, das ein Notizbuch in meinen Augen wertvoller macht. Außerdem fehlt die passende Stiftschlaufe. Weiter enthalten sind Aufkleber, ein kleines Heft zur Geschichte der Bücher und ein kleines Stück Karton, auf dem sich die Geschäftsführer von Leuchtturm (drei Herren mit Nachnamen Stürken) mit ihren Unterschriften für den Kauf bedanken. Diese japanisch anmutende Aufmerksamkeit gibt dem Buch eine persönliche Note und macht es durchaus sympathisch – oder wann hat sich bei euch das letzte Mal der Hersteller eines Produktes für einen Kauf bedankt?


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Bei der Stiftschlaufe für 2,50 EUR war ich skeptisch, v.a. weil sie sehr dick aussieht, wenn man sie so in ihrer Verpackung betrachtet. Nach dem Auspacken sieht die Sache schon entspannter aus. Hier die Schlaufe im Höhenvergleich mit einem Faber Castell Design Bleistift.


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Ich zweifelte, ob ich die Schlaufe vorne oder hinten einklebe, auch wenn man sie normalerweise hinten anbringt. Die Zweifel kamen durch die Froschtasche: ich war nicht sicher, ob es Sinn macht, die Schlaufe dort anzukleben, entschied mich dann aber doch für diesen Weg. Wenn man den Schutz von der Klebefläche abzieht, muss man exakt aufkleben, da die Schlaufe sehr gut anklebt. Eingeklebt sieht das dann so aus:


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Ich werde nun versuchen, das Buch die nächsten Wochen produktiv zu nutzen. Bin gespannt, ob es so robust und widerstandsfähig ist wie das conceptum (ihr seht, ich komme nicht los vom conceptum). An das schmale Format muss ich mich zuerst gewöhnen …

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In Livescribe – analog schreiben, digital aufzeichnen hatte ich das erste Mal vom LiveScribe Stift berichtet, der Geschriebenes digital aufzeichnet. Meine Schweizer Leserin Lu hatte Gelegenheit, den Stift ausführlich zu testen und schrieb mir einen schönen Bericht darüber. Da ich den Bericht sehr interessant fand, stimmte sie zu, dass ich ihn hier veröffentliche. Der folgende Text und die Bilder sind also von Lu. Das ist somit die erste Leserrezension im Notizbuchblog. Vorhang auf für die Premiere:

Livescribe, ein Stift, der nicht immer hält was er verspricht.

Das Paket mit dem Livescribe-Stift kommt mit zwei A4 Ringbüchern, einem Paar Kopfhörern, zwei Zusatzminen (einer Bleistiftmine und einer blauen Kugelschreibermine), einem Ladegerät und einer ledernen Stifthülle. Ebenfalls enthalten ist ein kleines Leporello mit einer kurzen Anleitung.

Design
Der Stift ist aus einer metallenen Hülle, gut und sauber verarbeitet, allerdings ist er etwas groß und recht dick, lässt aber solche Eigenschaften wie Gummi zur Fingerschonung vermissen. Er verfügt über ein kleines Display mit Zeit und Datumsangaben, Anschluss für Kopfhörer, Lautsprecher und Mikrofon. Entgegen seiner Grösse ist er angenehm leicht, was mich sehr erstaunt. Dennoch bekommt man nach längeren Schreiben ein bisschen den Krampf, weil man sich das Umfassen eines solch dicken Stiftes nicht gewohnt ist. Der Tintenfluss ist sehr gut, besser als bei normalen Kullis, er schmiert dafür aber auch schneller. Die Schreiblinie ist allerdings etwas dünn für meinen Geschmack. Die mitgelieferten Kugelschreiber-Minen entsprechen normalen Minen mit der Ausnahme, dass die Livescribe-Minen kürzer sind. Wer Geld und Lieferzeit sparen möchte, kann sich also einfach normale Minen kaufen und diese auf 5 cm runterkürzen; was übrigens mehrere Livescribe Nutzer so empfehlen.


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Anmerkung: Der zweite Stift von unten ist ein IRISNotes Stift, der unterste Stift ist der Livescribe. IRISNotes ist ein Konkurrenzprodukt zu LiveScribe.

Menuführung und erste Schritte
Der Stift besitzt nur einen einzigen Knopf, der on/off-Knopf. Hält man den Knopf länger gedrückt, schaltet sich die Audio-Record-Funktion ein, und das Gerät kann als Diktiergerät genutzt werden. Die sonstige Steuerung funktioniert über die Zeichen, die im mitgelieferten Notizbuch, bzw. in der kleinen Anleitung aufgedruckt sind.

Mittels Tippen auf das “Menu” Zeichen, kann der Stift auf Links/Rechtshänder eingestellt werden (auch wenn der Stift aus meiner Sicht nicht wirklich für Linkshänder geeignet ist, rein von seiner Anatomie), und Datum, sowie Lautstärke, Aufnahmegeschwindigkeit etc. können programmiert werden. Die ersten zwei Seiten im Booklet sind als Übungsseiten gestaltet. Diese Übungen werden mit Hilfe der Mini-Anleitung bewältigt. Mit Tippen auf den Record-Knopf beginnt die Audioaufnahme, mit End oder Pause wird die Aufnahme gestoppt und unterbrochen. Auch kann der Stift für einfachere Taschenrechenaufgabe genutzt werden, dank der im Notizbuch enthaltenen Taschenrechnersticker. Auch hier werden die Rechenaufgaben mittels Tippen auf die Taschenrechnerknöpfe gelöst.

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Anfangs scheint dieses Tippen auf einzelne Stellen im Notizbuch etwas merkwürdig, digitales Papier kennt man sonst nur aus Science Fiction Filmen, nach kurzer Zeit geschieht das jedoch äußerst intuitiv. Sowohl das Booklet mit Minianleitung, als auch die ersten Probeseiten im Notizbuch sind sehr hilfreich. Sollte man dennoch Probleme mit dem Stift haben, bietet die Website von Livescribe eine wirklich umfassende Anleitung, ein Forum für Nutzer und ein schier unendliche Menge an FAQ. Aber Achtung: alle Anleitungen sind auf Englisch verfasst. Eine deutsche Seite, sowie deutsche Anleitungen etc. habe ich noch keine gefunden. Interessant ist auch, dass Notizen ähnlich wie in Evernote auf den Livescribe Server heraufgeladen werden können, diese somit von überall her zugänglich sind und mit anderen Personen geteilt werden können. Vom Upload von vertraulichen Informationen sollte aber sicherlich abgesehen werden.


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Anschluss an den Computer
Nach dem ersten Ausprobieren wie das Ding so schreibt und aufnimmt, geht’s ans Installieren der Software. Zunächst muss dazu ein Programm von der Livescribe Seite runtergeladen werden. Ein Internetanschluss ist also zwingend erforderlich, eine Installations-CD ist nicht im Paket enthalten. Mit 90 MB ist das Programm relativ gross. Die Installation ist jedoch einfach, allerdings musste ich meinen Computer mehrmals neu starten, bis er den Stift erkannte. Negativ angemerkt werden muss, dass der Stift nur auf einem Computer installiert werden kann. Nach der Installation und dem Neustarten kann der Stift über die mitgelieferte Dockingstation über USB 2 mit dem Programm verbunden werden. Problematisch ist hier, dass der Stift sich über einen Magneten mit der Dockingstation verbindet, aus der er aber leicht wieder herausrutscht. Einen fixen Platz für die Dockingstation ist also sehr empfehlenswert.

Bei Anschluss des Stifts an den Port werden automatisch die neuesten Dateien auf den Rechner geladen und gleich als ganze Seite dargestellt. Innerhalb der Seite kann nach bestimmten Wörtern gesucht werden und der zum Wort gehörige Ton kann, per Mausklick auf das einzelne Wort einfach abgespielt werden. Das Programm besitzt eine Audio-Ansicht (Sessions), in welcher nur die Audio-Files in chronologischer Reihenfolge dargestellt werden und eine Notizbuchansicht (Page View). In der Page View wird jedes Notizbuch dargestellt, das in Kontakt mit dem Stift kam, man kann sich durch die einzelnen Seiten problemlos durchblättern, die Seiten mit Text sehen aus wie eingescannt. Etwas nervig ist, dass zwar Audiofiles sehr einfach gelöscht werden können, das Löschen einzelner Notizseiten bzw. ganzer Notizbücher ist mir jedoch nicht gelungen, auch konnte ich keine anständige Anleitung zum Löschen von Notizbüchern oder einzelnen Seiten finden.

Leider ist das Livescribe-Programm nicht sehr intuitiv, und es dauert etwas bis man merkt, dass je nach Ansicht unter den verschiedenen Menupunkten unterschiedliche Unterpunkte zu finden sind. Als negativ empfand ich, dass ein kostenpflichtiges Programm (My Script, für rund 25$) nötig ist, um den Text digital nutzbar zu machen, ansonsten kann er lediglich als Bild exportiert und abgespeichert werden. Mit MyScript kann die Schrift in eine RTF Datei exportiert werden. Leider ist das Programm nicht sehr stabil, stürzt also leicht ab. Auch scheint es etwas merkwürdig, dass – obschon eine Wortsuche existiert – ein Zusatzprogramm benötigt wird, um die Worte etwa in einer Textverarbeitung nutzen zu können. Die Worterkennung ist alles in allem nicht schlecht, benötigt aber einige Anpassungen an der eigenen Schrift. In meiner Handschrift erkennt die Software R oftmals nicht und auch meine M’s machen ihr Mühe, weshalb anfangs sehr lustige Sätze entstehen. Wenn man sich aber darauf eingestellt hat, funktioniert dies nicht schlecht. Wichtig ist aber, dass MyScript auf die richtige Sprache eingestellt wird, eine deutsche Spracherkennung kann von der Seite heruntergeladen werden. Auch hier muss wieder angemerkt werden, dass die Menu-Führung sowohl von MyScript als auch des Livescribe Programms auf Englisch sind.


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Ringhefte und Notizbücher
Zum mitgelieferten Notizbuch ist folgendes zu sagen: Der Umschlag ist aus sehr dünnem Karton, macht es also anfällig auf Knicke und ist nicht gerade wassersicher. Die Notizbuchseiten sind sehr dünn und übersäht mit blauen Farbpunkten, an welchen sich der Stift orientiert. Die Seiten wirken daher etwas schmutzig. Die einzelnen Seiten können dank Punktelochung problemlos aus dem Notizbuch herausgetrennt werden. Das Buch würde ich in der Qualität eher als minderwertig bewerten. Dennoch findet man im Shop etwas schöner gebundene Bücher, die vom Bild her aussehen wie Moleskin. Auch besteht eine Zusammenarbeit mit dem Notizbuchhersteller Paperblanks(TM), eines seiner Notizbücher auch mit Dot-Paper anbietet. Die Preise entsprechen mehr oder weniger den üblichen Preisen von Moleskine(TM)/Paperblanks(TM), sie sind nur etwas teurer, die Einfuhrgebühr darf aber nicht vergessen werden (Achtung: gilt für Schweizer Preise). Das für die Schrifterkennung benötigte Dot-Paper kann auch ausgedruckt werden. Unter Page View/Tools kann man die Funktion Print Notepad anwählen. Unglücklicherweise kann man nur eine fixe Anzahl an Seiten ausdrucken (z.b. 25 oder 50 Seiten auf einmal). Der Druck funktioniert bei mir sehr gut, obschon ich keinen der empfohlenen Drucker habe.

Fazit
Abgesehen von einigen Software-Problemen und den versteckten Zusatzkosten eignet sich der Stift sicher für den täglichen Gebrauch und wird das Führen von Protokollen und Interviews um einiges einfacher machen. Wer aber auf gute Notizbücher Wert legt, sollte den Kauf von besser gebundenen Büchern in Erwägung ziehen.


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Falls ihr auch Erfahrungsberichte zu Produkten rund um Notizbücher habt, freue ich mich über eine Mail.

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Bisher habe ich zwei Dinge im Blog vernachlässigt: erstens echte Testberichte und zweitens Informationen zu Schreibmaterialien. Mit diesem Artikel möchte ich diesen Notstand etwas lindern und über mein bevorzugtes Schreibgerät berichten: den Bleistiftverlängerer “Der perfekte Bleistift” von Faber Castell.
Ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich von anderen Stiftarten auf Bleistifte umgestiegen bin, aber es muss schon sehr lange her sein. Bisher habe ich immer eine 2,95 EUR Plastiklösung von Faber Castell bevorzugt, die ganz in Schwarz gehalten war, aber vor einigen Tagen habe ich mir die etwa zehn Mal so teure Variante aus Metall geleistet, die zerlegt in folgendem Foto zu sehen ist:


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Der Bleistiftverlängerer ist aus Metall, hat einen Halteclip und einen Spitzer, den man aus dem Kopf ziehen kann. Der dazugehörige Stift gefällt mir nicht so, aber den kann man ja austauschen. Ich erhoffe mir von der Metallausführung etwas längere Haltbarkeit als vom Plastikexemplar, das hier im Vergleich zu sehen ist:


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Dort ist der obere Rand zerbröselt und der Clip ist längst abgebrochen – ist halt auch den ganzen Tag in Nutzung. Bis jetzt bin ich mit beiden Varianten sehr zufrieden, wobei ich die Hülle beim Schreiben nur dann auf den Stift stecke, wenn er wirklich sehr kurz ist. Ansonsten ist die Hebelwirkung durch das Gewicht am Ende des Stiftes zu groß und man muss spürbar Kraft aufwenden, um den Stift beim Schreiben stabil zu halten. Sehr schön: der Verlängerer wirkt prima als Verschlusskappe, wenn man den Stift transportiert. Und gut aussehen tut das auch.

Zum Stift: die mitgelieferten Stifte bei beiden Ausführungen sind nicht sehr schön, auch wenn sie gute Schreibqualität haben. Ich bin dann irgendann auf einen völlig schwarzen Stift umgestiegen, der die neue GRIP Technologie von Faber Castell hatte: der Stift hat eine Dreickform (gerundet) und besitzt eine Art sanfte Holznoppen, die eine sehr gute Griffigkeit herstellen. Das besondere an meiner Ausführung ist die edle Schwärze: Stift schwarz, Noppen schwarz und Holz (schwarz). Auf dem Bild oben mit der Plastikkappe ist der Rest eines solchen Stiftes zu sehen. Der Stift ist ein Blickfang und liegt sehr angenehm in der Hand. Ich kann mir zur Zeit kein anderes Schreibgerät vorstellen. Einen Radiergummi hat der Noppenstift nicht, aber kritzeln ist ja erlaubt.

Mein Problem: ich kann die schwarze Variante gerade nirgends auftreiben … hat einer von euch einen Tipp für mich?

Wer sich für die Geschichte des Bleistifts interessiert, sollte sich bei Faber Castell die Seiten Der Bleistift und berühmte Menschen anschauen oder einen Blick in das PDF Die Geschichte des Bleistifts werfen.

Was verwendet ihr als Schreibgerät?

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