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Den Online-Shop fudepens kennt ihr noch aus früheren Artikeln. Matthias von Fudepens hat nun eine ganze Reihe neuer Stifte in sein Sortiment aufgenommen, daher eine kurze Info, was neu im Shop ist:

  • Den Craft-Technology item 17 – den einzigen mir bekannten Holz-Bleistift mit einer Mine auf Polymerbasis. Diese ist nicht mit Keramik ausgebacken – der Herstellungsprozess für diesen Minentyp ist in 2 mm Breite deutlich aufwändiger, lässt den Stift aber ganz anders gleiten, außerdem halten die Minen länger.
  • Einen ganz großen Klassiker, den Tombow Mono 100.
  • den Kuru Toga Roulette (mit seiner rotierenden Mine) in der allerfeinsten Größe – 0,3 mm. Und dazu passende Nachfüllminen.
  • Den ふでえんぴつ 10 B (!) Bleistift – in lateinischen Schriftzeichen “fude-enpitsu“, was übersetzt soviel heißt wie „Schreibpinsel-Bleistift“. Das ist eine passende Beschreibung. Der 4 mm dicke Graphitkern (zweimal so stark wie ein normaler Bleistift) gleitet wie ein Pinsel über das Papier.
  • Bleistifte von Tajima [...]
  • den Pentel Graphgear 1000 – einen Druckbleistift mit lasergefrästem Retro-Space Design mit Vanishing Point Spitze und 15 Blatt fassender Superklammer

Für Liebhaber japanischer Schreibwaren ist sein Shop ein Muss.

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In オニオンノート/ダイニング篇 und einem zweiten Video wird das Onion Note beworben (Onion = Zwiebel). In beiden Videos fangen die Protagonisten an zu weinen, sobald sie in das Zwiebelnotizbuchschreiben. Sehr schräge Werbung. Mir ist aber nicht ganz klar, ob es das Notizbuch wirklich gibt, oder ob das irgendein Scherz ist. Ich gehe von einem Scherz aus …
Die Homepage onionnote.com wird von der Seite magnusferreus.com verlinkt, aber die beiden Links brachten mich bei einer Kurzrecherche auch nicht wirklich weiter. Vielleicht ist OnionNote nur eine Anlehnung an das digitale OneNote? Das Video auf der Seite magnusferreus.com scheint mir aber wirklich Comedy zu sein.

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meinnotizbuch.de kennt ihr natürlich schon aus dem Notizbuchblog. Nun hat Willie Brandl von meinnotizbuch.de seine Webseite komplett erneuert. Anlass war unter anderem die Erweiterung des Sortiments. Es sind Produkte aus Deutschland, Belgien, Japan und England dazugekommen. Als er mir dazu eine Mail schrieb, war ich natürlich besonders interessiert und habe mit die Seite angeschaut. Neben Notizbüchern und Kalendern gibt es auch Stifte, Grußkarten und spannende Accessoires, sowie Masking Tapes. Herr Brandl war so freundlich, mit eine Auswahl aus seinem Sortiment zukommen zu lassen (Bilder am Ende des Artikels).

Besonders angetan war ich von der Ticket List von Le Typograph. Und zwar doppelt. Zum einen habe ich die Leute von Le Typograph vor ein oder zwei Jahren auf der paperworld kennengelernt – und peinlicherweise bis heute nicht über die Letterpress-Fans aus Belgien berichtet. Zum anderen ist die kleine Ticketliste ein wunderschönes Accessoire. Man kann sie auffächern (Ich wohne in der “Fächerstadt” Karlsruhe), sie ist haptisch ein Genuss und die roten Zettel sind innen perforiert, so dass man sie heraustrennen kann. Sehr schön. Das Teil werde ich nicht verlosen, sondern behalten.
Dann gab es im Paket noch ein paar Karten. Den kleinen Frosch aus dem Set Grußkärtchen “Frosch” schaut beim Öffnen des kleinen Couverts dem Empfänger entgegen:

[…] Exklusiv aus Japan kommt dieses Kärtchenset mit Froschmotiv und braunen Kuverts. […]

Die Letterpress Karte thank you besticht mit Blumenprägungen:

[…] Sagen Sie danke, mit dieser kunstvoll und aufwendig gestalteten Grußkarte von odetteaussie*. Im gefragten Buchdruckverfahren wurden traumhaft schöne Blumenornamente und thank you in die Karte eingearbeitet. […]

Kenner werden die einfache Karte Sommerkornblume zu schätzen wissen. Man sieht ihr an, dass sie wertvoll ist. Das griffige Kuvert ist innen silber und verleiht der Karte eine edle Wertigkeit:

[…] Romantisch und verträumt wirken die Kornblumenranken auf dem grünen Untergrund. Besondere Gruß- und Geschenkkarte für schöne Gelegenheiten als Ergänzung zu Ihrem Geschenk. Speziell und einzigartig von Winged Wheel direkt aus Japan. […]

Aber natürlich waren auch zwei Bücher dabei, wenn auch keine klassischen Notizbücher. Aber von denen kennt ihr ja schon genug. Stattdessen gab es im Paket den Letterpress Kalender “Birthday Kalender” von Odetteaussi.com. Jedes Blatt ein Monat und auf jedem Blatt geprägte Zeilen für die Tage. So macht das Erinnern an Geburtstage Spaß. Das gelbe Band hält die Blätter und den Einband zusammen und erlaubt das “Umschlagen” der Seiten.
Und zum Schluss lag auch noch ein “drawing pad” von ito bei. Die ito drawing pads sehen auf den ersten Blick etwas ungelenk aus:

[…] Klare Linien, Verzicht auf jede Art von Dekoration, puristisches Design aus Japan: Die drawing pads der kleinen ITO Bindery aus Japan eignen sich perfekt zum Skizzieren spontaner Ideen, dem Festhalten von wichtigen Notizen und machen den Schreibtisch zum Kreativlabor. Ganz nach Umgebung und Vorliebe mit weißem grauem oder braunen Papier. […]

Diese Blöcke gibt es in Deutschland exklusiv bei meinnotizbuch.de. Ich habe ein sehr schönes A5 Exemplar mit grauem Papier. Der Buchblock ist sehr fein und präsize gearbeitet, das Papier ist sehr weich.

Ich kann jedem Papierwarenfan auf jeden Fall einen Blick in das neue Angebot von meinnotizbuch.de empfehlen. Zusammen mit den vielen anderen Online-Shops in Deutschland gibt es mittlerweile eine große Auswahl auch an seltenen Papieren, Schreibwaren, Notizbüchern. Ich bin wahrscheinlich nicht der Einzige, der sich öfter mal selbst vom Bestellen abhalten muss.

Den Birthday Kalender und das schöne Drawing Pad möchte ich an euch weitergeben. Die Karten werde ich selbst nutzen.

  • Die Verlosung startet 27. Juni 2014 und endet am 29. Juni 2014 um 18 h
  • Wer teilnehmen möchte, muss hier einen Kommentar mit einer gültigen E-Mail Adresse hinterlassen (wird nicht angezeigt und nur für die Verlosung verwendet)
  • Am Ende werden alle Kommentare durchnummeriert und die Gewinner per Zufallsgenerator ermittelt
  • Ich schreibe die Gewinner dann an und erfrage die Postanschrift
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

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Leser Thomas machte mich auf den Online-Shop von Nanami Paper – Fine Stationery from Japan aufmerksam. Neben Notizbüchern, gibt es auch Umschläge und Stifte gibt. Der Inhaber Dave hat seinen Shop nach seiner Tochter Nanami benannt. Er stellt scheinbar auch selbst Notizbücher her (bzw. lässt herstellen), wenn ich seine – in meinen Augen – unübersichtliche Seite richtig verstehe. Die Marke heißt Seven Seas.

Leser Thomas hat es besonders das Notizbuch Seven Seas “WRITER” Tomoe River Journal A5 angetan:

[…] Size A5, 210x148mm, 8.3×5.8 inches – 480 pages (240 leaves) with rounded corners and 7mm lines – Lay-flat thread binding – Flexible, tough, thin water-resistant coated-paper cover – Ivory-colored end sheets – Two bookmarks -Comes with one A5 blotter paper – Made in Japan […]

Im Shop kostet das Buch 32 USD. Dave verschickt seine Produkte auch nach Europa. Leser Thomas fragt nun, ob es auch Bezugsquellen in Deutschland bzw. Europa gibt. Hat jemand von euch einen Tipp? Oder vielleicht ein deutscher Shop Betreiber unter den Lesern, der die Bücher in sein Sortiment aufnehmen will?

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Leider werde ich erst diese Woche die Stifte an die Gewinner der letzten Verlosung schicken. Entschuldigt, aber ich habe es vorher nicht geschafft. Die neue Verlosung des Otho Graphic Liner und Sakura Pigma Micron ist ebenfalls schon beendet, aber ich habe die Gewinner eben erst ausgelost. Glückwunsch an diephotographin und volkertr. Aktuell läuft ja auch eine Verlosung von Angelika mit paperblanks Büchern und weitere Verlosungen sind wie immer schon in der Pipeline!

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Nach Schüttelminenstift, blauem Minenstift und einem Textmarker mit Sichtfenster stelle ich heute vier unscheinbare Stifte vor, die aber ganz besondere Qualitäten haben. Beide gibt es bei fudepens.com zu kaufen.

Als erstes Stelle ich euch zwei Exemplare des Sakura Pigma Micron vor. Zum einen den Sakura Pigma Micron 01 – 0.25 mm (Orange) und dazu passend den Sakura Pigma Micron 08 – 0.5 mm (Schwarz). Matthias von Fudepens schrieb mir zu diesen Stiften:

Die Sakura Pigma Micron (schwarz bzw. orange) sind meine liebsten Schreibstifte auf Pigmentbasis. Die Tinte ist archivecht, hält die nächsten 100 Jahre und greift das Papier in der Zeit auch nicht an – es gibt sie in allen möglichen Größen und im Gegensatz zu den Othos (auch Archive quality) auch in Farbe. Die Sakura Micron haben als Archivstifte eine ganze Menge Fans – das zum Beispiel ist ein Rundschreiben mit Handlungsanweisungen für die Objektbeschriftung in Museen in Oklahoma – und was wird empfohlen? Genau!

Beide Stifte lassen sich gut führen, wobei mir der orangene Stift mit der feineren Spitze etwas mehr zusagt. Sein Schriftbild ist sehr filigran, genau wie die Sptize. Wer lieber klarere Schrift liebt, sollte die dickere Variante nutzen. Für feine Anmerkungen und sehr kleine Schrift eignet sich die feine Spitze hervorragend. Hier ein Bild der Spitzen:

Im Vergleich zu den Otho Graphic Linern ist die Stiftführung allerdings kratziger, denn diese Stifte kommen mit einer Rollspitze, die extrem elegant übers Papier gleitet. Ich habe noch selten mit einem Stift geschrieben, der so einfach zu führen war und dennoch ein so klares Schriftbild hat wie der Ohto Graphic Liner – 0.3 mm (Schwarz). Matthias schreibt zu den Stiften:

[…] Die Otho Graphic Liner sind auch Archivqualität und unterscheiden sich von den Sakura (wie zu sehen) durch die Tatsache, dass sie einen Rollerball vorne haben [...]. Sie rollen super und es gibt sie auch in superfeinen Größen (005) – was die Rollierbarkeit etwas (aber nicht zu sehr) einschränkt.
Die Otho Graphic Liner und Sakura Pigma Micron sind übrigens beide in der Top 5 Liste vom Penaddict. Das ist ein Wort! […]

Im folgenden Bild seht ihr den Ohto Graphic Liner – 0.05 mm (Schwarz) und den Ohto Graphic Liner – 0.3 mm (Schwarz):

Zwei der vier Stifte möchte ich an euch weitergeben.

  • Die Verlosung startet 05. Mai 2014 und endet am 07. Mai 2014 um 18 h
  • Wer teilnehmen möchte, muss hier einen Kommentar mit einer gültigen E-Mail Adresse hinterlassen (wird nicht angezeigt und nur für die Verlosung verwendet)
  • Sagt mir im Kommentar, welchen Stift ihr gerne hättet und warum
  • Am Ende werden alle Kommentare durchnummeriert und die Gewinner per Zufallsgenerator ermittelt
  • Ich schreibe die Gewinner dann an und erfrage die Postanschrift
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

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Kategorie: Schreibgeräte  Tags: ,  32 Kommentare

Schon vor über einer Woche hatte ich die japanischen Stifte von Fudepens verlost. Hier nun noch die Bekanntgabe der Gewinner: Thomas und Christoph dürfen sich über Post vom Notizbuchblog freuen. Für alle anderen gilt wie immer: die nächste Verlosung steht bald an und neben Notizbüchern gibt es auch wieder Stifte von Fudepens zu gewinnen.

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Ostern ist erst ein paar Tage vorbei und ihr seid wahrscheinlich mit Schokoladenhasen und Eiern noch reichlich eingedeckt. Dennoch solltet ihr einen Blick auf die Chocolate Pencils werfen:

[…] Patissier Tsujiguchi Hironobu with his latest collaboration, reached the ultimate confectionary sophistication. Based on his impression of Nendo, he created a desert that comes with its own chocolate pencils and sharpener. […]

Dass das geschmackvolle Arrangement aus Japan kommt, wundert nicht. Auf der Homepage der Designfirma nendo findet ihr schöne Fotos der Bleistifte, die mit einem eigenen Spitzer kommen. Wenn man die Stifte spitzt, dann kann man den Spitzerabfall über einen Kuchen spitzen, so dass dieser mit leckeren Schokoladenraspeln versehen wird.

Bei nendo findet ihr übrigens auch eine interessante stationery collection.

(via trendland)

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Mit dem Kuretake 50 Million Years habe ich die Serie über Stifte von Fudepens.com eröffnet. Nachdem ich eine ganze Kiste voll Stifte erhalten hatte, möchte ich die nach und nach vorstellen.

In meiner ersten Mail an Matthias von Fudepens schrieb ich, dass mich der blaue Minenstift Pilot Color Eno farbiger Druckbleistift – 0.7 mm (Blau) sehr gut gefällt. Ich weiß, dass es im Shop spektakulärere Stifte gibt, aber ein blauer Minenstift – das schien mir sympathisch. Matthias schreibt:

[…] Farbige Druckbleistiftminen sind ein schwieriges Thema – entweder die Minen sind extrem anfällig und brechen leicht ab, die Farben sind nicht schön, oder sie lassen sich nicht radieren. Auf der langen Suche nach der perfekten farbigen Bleistiftmine habe ich viele blaue Druckbleistifte gefunden – aber kaum rote, orange, grüne und gelbe. […]

Es gibt Nachfüllminen für den Stift in verschiedenen Farben.

[…] Die verfügbaren Farben sind: Blau, Hellblau, Grün, Rot, Violett, Gelb, Grün und Orange […]

Der Stift lässt sich auch sehr gut radieren. Diesen Stift werde ich behalten, aber die folgenden beiden werde ich an euch verlosen.
Da wäre zum einen der Uni Alpha Gel HD Shaker – 0.5 mm. Das besondere dieses Minenbleistifts ist die Art und Weise, wie man die Mine weiterschiebt: nicht drehen, nicht drücken, sondern schütteln. Geschüttelt, nicht gedreht, würde James Bond wahrscheinlich sagen. Wobei man auch auf den Kopf drücken kann, um die Mine vorzuschieben, für Leute, die nicht gern schütteln. Der Begriff “Gel” im Namen kommt übrigens nicht vom Schreibmaterial, sondern vom weichen Gelkissen am Stiftkopf. Es reagiert sofort auf Druck der stifthaltenden Finger und gibt ganz elegant nach. Es verführt dazu, permanent damit zu spielen. Ein sehr schöner Stift, der nicht nur wegen seiner japanischsprachigen Aufkleber geheimnisvoll aussieht, sondern auch wegen seiner Dicke auf ein Geheimnis hinzudeuten scheint. Hier zwei Fotos der beiden Stifte:

Als letzten Stift stelle ich heute einen Textmarker vor, dessen Qualität man erst beim Markieren von Textstellen entdeckt, den uni promark. Ich habe einen grüne Variante, die wir die anderen Farbvarianten seine Besonderheit an der Spitze des Stiftes offenbart: ein Sichtfenster! Wenn man also den Text markiert, dann sieht man durch den Stift hindurch, was sich in Markierrichtung befindet (zumindest als Rechtshänder, wenn man mit der rechten Hand von links nach rechts über den Text streicht). Hier zwei Fotos:

Und nun zur Verlosung:

  • Die Verlosung startet 21. April 2014 und endet am 23. April 2014 um 18 h
  • Wer teilnehmen möchte, muss hier einen Kommentar mit einer gültigen E-Mail Adresse hinterlassen (wird nicht angezeigt und nur für die Verlosung verwendet). Sagt mir im Kommentar, was ihr zum zu verlosenden Schüttelminenstift und zum Sichtfenstermarker denkt.
  • Am Ende werden alle Kommentare durchnummeriert und die Gewinner per Zufallsgenerator ermittelt
  • Ich schreibe die Gewinner dann an und erfrage die Postanschrift
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen

Viel Glück euch allen! Und es werden noch einige weitere Stifte zur Verlosung kommen.

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Vor vielen Jahren war ich auf Hochzeitsreise in Japan, die wir als Studienreise ausgestaltet hatten. Auf dem Hinflug las ich Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt (Werbelink). Buch und Reise hatten sehr großen Einfluss auf mich. Nach der Lektüre des surrealen Romans war ich dem japanisch-amerikanischen Autor Haruki Murakami verfallen, von und über den ich alles auf Deutsch gelesen habe, was bisher erschienen ist. Japan selbst ist eine unvergessliche Erfahrung. Man glaubt, in einem bekannten Land zu sein, aber bei genauerem Hinsehen ist vieles anders ist als man es kennt. Von der Sprache mal ganz abgesehen.
Japanische Kunst und Kultur waren umfänglich in unser Programm integriert und irgendwann kamen wir unvermeidlich mit japanischen Schreibwaren und Papier in Verbindung. Ein Raum so groß wie ein Wohnzimmer nur für feinste Pinsel? Kein Problem. Regaleweise Stifte. Klar. Umfassende Papierauswahl? Gehört dazu. Gekauft habe ich damals keine Schreibwaren, sondern zwei echte Ukiyo-e.
Als Matthias mir von seinem neuen Online-Shop Fudepens.com erzählte, berichtete ich gleich darüber, und anscheinend habt ihr seinen Shop danach gestürmt. Das schöne Schriftzeichen auf der Verpackung von Fudepens heißt übrigens “Fude” – das ist das japanische Wort für Pinsel. Meine Warnung im Artikel hatte also keine Wirkung, was Matthias sehr gefreut hat. Und dann schickte mir Matthias eine ganze Kiste voller japanischer Stifte und ich war sprachlos. Viele der Stifte sind für Zeichner, Kalligraphen und Spezialisten, andere für den Alltagsgebrauch. Ich werde euch die Stifte in verschiedenen Artikeln vorstellen, da die vielen Infos und Fotos einen Artikel sprengen würden.

Zum ersten Stift, dem Kuretake 50 Million Years, schickte mir Matthias diese Info:

[…] der Kuretake 50 Million Years (in der Holzbox). Den habe ich gefunden auf der Suche nach der ultimativen (noch bezahlbaren) Pinselspitze. Der Pinselkopf beim Kuretake 50 Million Years ist aus echtem Zobelhaar gefertigt – und in der Spitze nur ein Haar fein. Ich habe ein Exemplar dieses Stifts beigelegt mit der Hoffnung, dass Sie vielleicht einen Zeichner oder Illustrator kennen (oder vielleicht sogar selber zeichnen) – um den Qualitäten des Stifts gerecht zu werden (außer Sie lernen noch meisterhaft Kanji zu schreiben). Ich hatte schon einige professionelle Comiczeichner, die in bei mir bestellt haben. Der Grund, dass ich ihn mitgeschickt habe ist, dass ich ich im Internet außerhalb Japans bis jetzt noch keine einzige Besprechung dieses Stifts gefunden habe – und das würde ich gerne ändern. […]

Offen gestanden habe ich mich fast nicht getraut, die Patrone einzulegen. Ich möchte den Stift gerne an einen Urban Sketcher weitergeben, zusammen mit einem Skizzenbuch. Als Geschenk. Den wertvollen Stift soll jemand bekommen, der ihn zu bedienen und wertzuschätzen weiß. Nach langem Zögern legte ich doch eine der drei beiliegenden Patronen ein und probierte ihn in einem neuen Leuchtturm1917 Skizzenbuch mit 180gsm Papier aus. Die feine Haarspitze gleitet unfühlbar über das Papier; man braucht etwas Übung, um die Strichstärke richtig zu steuern. Da ich zeichnerisch wie gesagt völlig unbegabt bin, habe ich mich an chinesischen Schriftzeichen versucht, die ich mal gelernt habe: Dé Guó (Tugend Land = Deutschland). Ich habe im Internet nach dem Stift gegoogelt und außer den im Shop verlinkten Infos keine nennenswert besseren Artikel gefunden. Hier die zugehörigen Bilder und ein Video, das den Stift im Einsatz zeigt. Das schöne Stück kostet bei Fudepens.com 60 EUR.

Auf dem Bild sind der Stift mit seiner feinen Spitze und die Patrone (unten) zu sehen.

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