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Ich bin seit langem begeisterter Leser des Blogs karrierebibel.de und dieser Tage erschien ein Artikel, den ihr als kreative Notizbuchfans sicher interessant finden werdet: SCAMPER – Kreativer werden durch sieben Fragen. Es geht um eine Kreativitätstechnik namens SCAMPER – ein Akronym, dessen Namenselemente für sieben Variationen stehen, die man auf ein Thema anwenden kann, um es kreativ zu transformieren:

  • Substitute = Ersetzen – gibt es ein Element in meinem Thema, das ich ersetzen kann?
  • Combine = Kombinieren – gibt es ein Element in meinem Thema, das ich anders kombinieren kann? Oder kann ich das Thema selbst mit einem anderen Thema kombinieren?
  • Adapt = Anpassen / Ergänzen – kann ich etwas im Thema ergänzen oder austauschen?
  • Modify = Ändern / Modifizieren – kann ich etwas im Thema abändern?
  • Put to other purposes = einem anderen Zweck zuführen / „zweckentfremden“ – was kann ich noch mit meinem Thema machen?
  • Eliminate = entfernen – kann ich etwas entfernen?
  • Reverse = umkehren – kann ich die Reihenfolge / Richtung von etwas ändern?


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Die Freemind Mindmap gibt es zum Download. Wer sich eine Erinnerungseinlage (DIN A6) für sein Notizbuch ausdrucken will, für den habe ich ein kleines PDF erstellt.

Jochen Mai macht im Artikel auch ein kurzes Beispiel, wie man die Regeln anwenden kann. Find ich eine prima Idee und wende „ADAPT“ an, um auch hier eine praktische Anwendung dafür zu geben. Ich wende nun SCAMPER exemplarisch auf das Thema „Notizbuch“ an:

  • Substitute = Ersetzen – Stiftschlaufe durch eine alternative Halterung ersetzen; Einband ersetzen;
  • Combine = Kombinieren – Notizbücher und Kunst kombinieren;
  • Adapt = Anpassen / Ergänzen – zusätzlichen Einband; Lesezeichen in der Mitte durchschneiden und damit ein zweites Lesezeichen gewinnen
  • Modify = Ändern / Modifizieren – Haltegummi auf einer Seite durchschneiden und als zusätzliches Lesezeichen verwenden; Notizbuch durchschneiden und damit zwei Notizbücher „erzeugen“
  • Put to other purposes = einem anderen Zweck zuführen – Stapel von Notizbüchern als Kunst;
  • Eliminate = entfernen – Haltegummi entfernen;
  • Reverse = umkehren – Buch von vorne nach hinten führen (quasi auf dem Kopf halten und von hinten nach vorne blättern: könnte eine ganz eigene Dynamik im Sinne der Kreativität erzeugen);

Natürlich sind auch Verkettungen dieser Anweisungen möglich. Was fällt euch spontan ein?

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Kategorie: Tipps  Tags: ,

Meine Kollegin Heike hat mich auf den Blog mit dem fremdartigen Namen xkcd aufmerksam gemacht, auf dem Randall Munroe selbstgezeichnete Minicomics veröffentlicht. Teilweise malt er sie direkt in sein Notizbuch (kariert), wie diese Zeichnung belegt. Auch eine Variante von Notizbuchkunst …


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Kategorie: Fundstücke  Tags:

Bei anabubula.com hat Stefanos Karagos schon vor einiger Zeit sehr schöne Vorlagen veröffentlicht, die einem beim persönlichen GTDen im eigenen Notitzbuch helfen sollen.


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Kategorie: Hack  Tags: , ,

Im Blog von Belen Islas finden sich sehr schöne bunte Werke aus dem Bereich der Notizbuchkunst. Die Künstlerin hat es damit sogar auf die Moleskine Homepage geschafft, wo jeder in der MyMoleskine COmmunity seine Notizbuchkunst veröffentlichen kann. Zwei Beispiele ihrer Kunst unten. Am besten surft ihr durch die Kategorie Moleskine auf ihrer Seite.


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© Belen Islas


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© Belen Islas

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Kategorie: Kunst  Tags:

Vor einiger Zeit hatte ich einen Mailwechsel mit Michael Kieweg, der einen ganz bestimmten Bleistift sucht. Er hat das Modell zu Hause, kann es aber nirgendwo im Internet finden, um ein zweites Exemplar zu kaufen. Michael beschreibt den Stift so

Direkt zum Notizbuch gehört jetzt aber ein Druckbleistift “BFH Totiens” mit 2mm Mine in 2B und integriertem Spitzer. Das Teil sieht edel aus, schwarz mit silbernem Metallvorderteil, Metallclip und einem Schieber mit dem man die aktuell verwendete Mine anzeigen kann. Einen Radiergummi gibt es nicht. […] Das Teil war eine Prämie bei einem Zeitschriftenabo. Einziger Hinweis den ich noch habe, ist, das auf dem Clip “Italy” steht.

Für sachdienliche Hinweise zum Auffinden freuen sich Michael und ich über einen Kommentar in der Seite.

Hier ein paar Fotos zum Stift, die mir Michael zur Verfügung gestellt hat.


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Kategorie: Allgemein  Tags: ,

Mit meinen 15 Ideen zur Nutzung von Notizbüchern bin ich in die Endrunde der My Moleskine 2.0 Competition gekommen; wo ich allerdings keinen Preis gewonnen habe. Da aber die Ideen offensichtlich nicht so abwegig sind, möchte ich sie hier nach und nach im Detail vorstellen.

Heute: Notizbuchregel 15 – Hersteller variieren

Hersteller variieren – es lohnt sich, ab und an den Notizbuchhersteller zu variieren. Man kommt so auf neue Ideen und findet auf diese Weise irgendwann den eigenen Favoriten. Notizbücher wurden in den letzten Jahren in erster Linie durch die Marke Moleskine der Firma Modo&Modo aus Italien bekannt. Auch wenn deren Geschichte nicht ganz wahr ist, hatte der Hersteller einen riesigen Erfolg damit und zog viele Nachahmer nach sich.
Heute bekommt man in den meisten Schreibwarengeschäften mindestens die Moleskine Bücher, ansonsten vielleicht noch Herlitz, Semikolon, V-Book, conceptum oder die Paperblanks. Ich wage nicht zu schätzen, wieviele Marken man alleine in Deutschland bekommt.
Ich habe bisher mind. sechs oder sieben Hersteller ausprobiert und meine Empfehlung lautet: variiert alle paar Monate. Und v.a.: variiert auch die Größe DIN A6, A5, A4 – alles geht. Man merkt sehr schnell, ob einem die Haptik liegt, die Seiten sich gut beschreiben lassen, das Buch stabil ist und der Einband lange hält.

Ein Bild gibt es heute keines. Den Tipp, das Buch zu variieren, konnte ich natürlich den Moleskine Leuten nicht schicken – und somit fand die Regel keinen Eingang in den Wettbewerb und befindet sich folglich auch nicht im Buch, dessen Fotografien ich hier immer gezeigt habe. Dort habe ich eine andere Variante gewählt. Das wird dann das nächste Mal die Regel Nr. 16.

Bisher erschienen:

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Kategorie: Tipps  Tags: ,

Garden Journals sind eine eigene Kategorie im Blog von journalcraft.co.uk. Die meisten Einträge in diesem Blog zielen eher auf die künstlerischen Aspekte ab. Man kann aber auch eine Gartendokumentation führen, wenn man zeichnerisch nicht so aktiv ist. Hier ein kleines Brainstorming mit Anregungen:

  • wenn man die Gartendokumentation als Zusatz in das täglich genutzte Notizbuch ergänzt, macht es vielleicht Sinn, einen grünen Stift zu verwenden, um dadurch die Zugehörigkeit des Eintrags zum Thema zu verdeutlichen (oder einfach nur die Seite grün einrahmen etc)
  • wenn man jährlich den eigenen Garten / Balkon neu bepflanzt, muss man sich immer überlegen, was man in welcher Menge braucht. Es empfiehlt sich, die Mengen und die Bezugsquelle zu dokumentieren, damit man nicht jedes Jahr von vorne anfängt.
  • oft hat man noch Dinge im Keller, die man gebrauchen könnte: Töpfe, Reste von Blumenerde, etc. – einfach mal eine Bestandsaufnahme mit kleinen Bildern in das Notizbuch machen
  • für Erwachsene und für Kinder ist es spektakulär, wenn aus ausgestreutem Samen dann tatsächlich was wächst. Im Notizbuch kann man den Wachstumsfortschritt festhalten. Jeden Tag die Höhe messen und in einem Diagramm eintragen => bringt Abwechslung in das Layout des Notizbuchs
  • Interessant sind dabei auch die Lage bzw. der Standort der Pflanzen und die Gießfrequenz
  • ebenfalls für die Kleinen und die Großen: selbst gepflanzte Blumen in das Buch einkleben und trocknen.
  • bei der Planung kann Bilder von Pflanzen im Notizbuch einlegen oder einkleben und so eine Art Wunschliste erstellen

Als Anregung ein schönes Beispiel mit Notizbuchkunst zum Thema:


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© Mistress of Longears

Der Sommer ist nun zwar vorbei, aber der nächste kommt bestimmt. Bis dahin kann man sich entsprechend vorbereiten,z.B. mit diesen Webseiten:

  • gardensandcrafts.com – hier gibt es viele PDF Vorlagen zum Ausdrucken (englisch), die man zum Ausfüllen ins eigene Notizbuch kleben kann: „Everyone who gardens should really try to keep a garden journal“
  • wer die Sache noch professioneller angehen möchte, sollte einen Blick in agardenersjournal.com werfen. Laut Eigenwerbung: „This is the ONLY GARDENING JOURNAL YOU WILL EVER NEED …… because you can continue adding to it – forever! A Gardener’s Journal is the best journaling product on the market— we used input from real gardeners in our design and packaged it for total functionality and user convenience. “ – hier findet man aber auch eine Vielzahl von Anregungen, um ein eigenes Buch zu führen
  • Ein Blog zum Thema (in Englisch) findet sich bei A Gardener’s NOtebook – was dort digital festgehalten wird, könntet ihr auch analog festhalten
  • ein fertiges Gartenjournal in Deutsch gibt es auch: GartenJournal

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Kategorie: Sonntagsidee  Tags: ,

Bob Carey zeichnete während eines kurzen Aufenthalts in Mainz ein paar Skizzen in sein Notizbuch, die er bei Urban Sketchers zeigt:


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© Bob Carey

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Heute bin ich die paar Minuten von meiner Wohnung zum ZKM – Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe geradelt, um mir die Miniausstellung Libelli – Papierobjekte aus Printmedien von Gerhild Rother anzuschauen. Der Eintritt ist kostenlos und die Werke sehr schön. Es lohnt sich deswegen zwar nicht, extra nach Karlsruhe zu kommen (v.a. weil aktuell das Medienmuseum geschlossen ist), aber wer gerade in der Nähe ist, kann sich die Papierobjekte in der Medialounge des ZKM anschauen (Treppe im Foyer hoch, dann rechts durch die Tür zur Bibliothek). Hier das Foto eines der Objekte:


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Hier weitere Objekte. Im Hintergrund die sehr schöne Rieseninstallation Hyperion_fragmente – hunderte Plastikeimer, die mit zufälligen Mustern in vielen Farben von hinten beleuchtet werden.


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Fürdie Kunstwerke wurden – soweit ich das beurteilen kann – den Büchern der EInband entfernt. Dann wurden alle Seiten aufwendig einzeln gefaltet, so dass sich beim Umbiegen zu einem Kreis die schönen Muster ergeben. Teilweise hängen die Objekte als Installationen an der Decke bzw. von der Decke herunter. Manche stehen auf Spiegeln, um eine weitere Dimension hinzuzufügen, die das Objekt im Spiegel erweitert.

Der Stoff, aus dem die Träume sind, heißt Papier, von der ägyptischen Pflanze Papyrus, die schon im Altertum als Rohstoff für die Herstellung von Papier verwendet wurde. Gerhild Rother betreibt also eine Art Archäologie des Papiers und damit des Buches. Das Medium Papier ist als Speichermedium Träger aller Art von Äußerungen und Informationen. Als tektonisches Konstruktionsmedium ist es nicht so bekannt, obwohl ideal, nämlich leicht und stabil zugleich

Der Besuch war – wie immer im ZKM – sehr inspirierend. Die Objekte könnte man auch aus Notizbüchern machen, gerade aus vollgeschriebenen. Falls sich jemand an einem solchen Werk versucht, freue ich mich über ein Foto.

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Kategorie: Kunst  Tags: ,

Dass Notizbuchkunst ein Geheimtipp ist, wissen die Leser des Notizbuchblogs seit langem – oder spätestens seit dem Interview mit @frauenfuss gestern. Was man aber bei Limeshot aus Sidney in 50+ Examples of Moleskin art that will make you gasp sehen kann, lässt einen wirklich „nach Luft schnappen“ (engl. gasp). Ich weiß, das Notizbuch ist nur ein Kunstmedium unter vielen; aber die Tatsache, dass man auf Basis eines gebundenen Stapels leerer Seiten – vulgo Notizbuch – künstlerisch so vielfältig arbeiten kann, macht es zusätzlich zu seiner sonstigen Bedeutung zu etwas Besonderem:


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Hinweis: der Ausschnitt zeigt Ausschnitte von Bildern. Klickt im Artikel bitte die Bilder an, um das volle Kunstwerk zu genießen.

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Kategorie: Kunst