@moleskinny und andere twittern heute Abend einen Link auf das makezine. Dort schreibt Sean Michael Ragan, dass sein thermochromischer Notizbucheinband in Hong Kong auf der My Moleskine 2.0 Exhibition ausgestellt wurde: Thermochromic Moleskine.
Unter Thermochromismus versteht man die Fähigkeit eines Stoffes, seine Farbe temperaturabhängig zu ändern (s. auch Wikipedia Thermochromism). Hier ist ein Bild des Buches:


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© Sean Michael Ragan und makezine.com

Was man zur Herstellung eines solchen Buches braucht, steht im Artikel Make: Projects – Thermochromic Maker’s Notebook:

Buy some thermochromic liquid crystal (LC) film and attach it to the cover! Originally I bought LC film from US suppliers and tried gluing it on. I tested three different adhesives (3M Super77, DAP Weldwood Contact Cement, and Elmer’s Craft Glue) and ruined one notebook and several pieces of film before discovering this self-adhesive LC film available from MUTR in the United Kingdom. (The 30x45cm size is necessary.)

Wie das Material wirkt, kann man in diesem YouTube Film sehen

Falls jemand von euch so ein Experiment nachmacht, will ich unbedingt Fotos haben.

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Cynthia von @journalingarts tweetete (gibt es das Wort im Imperfekt?) ein umwerfendes Beispiel für den Einsatz eines Notizbuchs als Reisetagebuch. Das ganze ist in einem YouTube Video festgehalten. Im Film blättert Stefano Faravelli durch sein künstlerisch gestaltes Notizbuch zum Thema „Istanbul“. Das Video am besten in vergrößerter Form anschauen …

Ist zwar schon etwas älter, aber doch sehr sehenswert.

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Kategorie: Kunst  Tags: ,

Bisher habe ich zwei Dinge im Blog vernachlässigt: erstens echte Testberichte und zweitens Informationen zu Schreibmaterialien. Mit diesem Artikel möchte ich diesen Notstand etwas lindern und über mein bevorzugtes Schreibgerät berichten: den Bleistiftverlängerer „Der perfekte Bleistift“ von Faber Castell.
Ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich von anderen Stiftarten auf Bleistifte umgestiegen bin, aber es muss schon sehr lange her sein. Bisher habe ich immer eine 2,95 EUR Plastiklösung von Faber Castell bevorzugt, die ganz in Schwarz gehalten war, aber vor einigen Tagen habe ich mir die etwa zehn Mal so teure Variante aus Metall geleistet, die zerlegt in folgendem Foto zu sehen ist:


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Der Bleistiftverlängerer ist aus Metall, hat einen Halteclip und einen Spitzer, den man aus dem Kopf ziehen kann. Der dazugehörige Stift gefällt mir nicht so, aber den kann man ja austauschen. Ich erhoffe mir von der Metallausführung etwas längere Haltbarkeit als vom Plastikexemplar, das hier im Vergleich zu sehen ist:


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Dort ist der obere Rand zerbröselt und der Clip ist längst abgebrochen – ist halt auch den ganzen Tag in Nutzung. Bis jetzt bin ich mit beiden Varianten sehr zufrieden, wobei ich die Hülle beim Schreiben nur dann auf den Stift stecke, wenn er wirklich sehr kurz ist. Ansonsten ist die Hebelwirkung durch das Gewicht am Ende des Stiftes zu groß und man muss spürbar Kraft aufwenden, um den Stift beim Schreiben stabil zu halten. Sehr schön: der Verlängerer wirkt prima als Verschlusskappe, wenn man den Stift transportiert. Und gut aussehen tut das auch.

Zum Stift: die mitgelieferten Stifte bei beiden Ausführungen sind nicht sehr schön, auch wenn sie gute Schreibqualität haben. Ich bin dann irgendann auf einen völlig schwarzen Stift umgestiegen, der die neue GRIP Technologie von Faber Castell hatte: der Stift hat eine Dreickform (gerundet) und besitzt eine Art sanfte Holznoppen, die eine sehr gute Griffigkeit herstellen. Das besondere an meiner Ausführung ist die edle Schwärze: Stift schwarz, Noppen schwarz und Holz (schwarz). Auf dem Bild oben mit der Plastikkappe ist der Rest eines solchen Stiftes zu sehen. Der Stift ist ein Blickfang und liegt sehr angenehm in der Hand. Ich kann mir zur Zeit kein anderes Schreibgerät vorstellen. Einen Radiergummi hat der Noppenstift nicht, aber kritzeln ist ja erlaubt.

Mein Problem: ich kann die schwarze Variante gerade nirgends auftreiben … hat einer von euch einen Tipp für mich?

Wer sich für die Geschichte des Bleistifts interessiert, sollte sich bei Faber Castell die Seiten Der Bleistift und berühmte Menschen anschauen oder einen Blick in das PDF Die Geschichte des Bleistifts werfen.

Was verwendet ihr als Schreibgerät?

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Kategorie: Test  Tags: , ,

Betsy Bauer studiert „animation“ und zeichnet u.a. gerne in ihr Notizbuch. In ihrem Blog hat sie unlängst ein paar schöne Zeichnungen veröffentlicht. Irgendwie hat es mir ihre Arbeit angetan, als ich folgendes Bild sah, das farblich so schön in das Theme des Notizbuchblog passt.


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Kategorie: Kunst

Den ersten Artikel des Notizbuchblog schrieb ich am 18. Mai 2009, vor genau 100 Tagen. Was dann geschah, habe ich ehrlich gesagt nie erwartet: ich wurde förmlich überrannt und die Zugriffe stiegen täglich. Ich hatte wohl einen Nev getroffen und eine sog. „Marktlücke“ entdeckt. Was in den USA und im englischsprachigen Webkosmos eine große Community hat, war im deutschsprachigen Blograum deutlich unterrepräsentiert bis gar nicht vorhanden: Notizbücher. Hier die Zugriffe der ersten 100 Tage in der Monatsansicht:

Im Mai passierte nichts, im Juni schon etwas mehr und im Juli überraschten mich dann Artikel bei Field Notes und bei imgriff.com, die mir bleibend neue Leser bescherten. So schaffte ich es auf über 12.000 Views im Blog im Juli. Im August sind es nun fast 10.000 und der Monat ist noch nicht vorbei …

Die Statistik: 130 Artikel, 115 Kommentare, 27 Kategorien und 207 Tags. Dazu nur 154 geblockte Spam Kommentare. Zusätzlich: viele Mails von euch, Tweets und sogar Telefonate und eine sehr inspirierende Einladung zu brandbook.de.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die regelmäßig das Blog besuchen, mir Tipps schicken, Anregungen abgeben; ich möchte allen danken, die Kommentare hinterlassen und allen, die meinen RSS Feed abonniert haben. Dank an alle, die mich verlinken und weiterempfehlen, und dank an alle, die der Meinung sind, dass dieses Blog Sinn macht. Das Blog kostet einiges an Zeit und es ist schön, wenn man dafür so viel positive Rückmeldungen erhält.

Damit ihr alle auch in Zukunft auf dem Laufenden bleibt, empfehle ich meinen neuen Feedburner RSS Feed. Falls ihr den bisherigen Feed abonniert habt, könnt ihr den natürlich beibehalten. Für Analysezwecke wäre es aber prima, wenn ihr auf den Feedburner Feed umschwenken würdet. Natürlich findet ihr mich auch bei Twitter unter @notizbuchblog. Vielleicht ist dem ein oder anderen aufgefallen, dass ich die Artikel auch bei @literatur verteile, eines meiner vielen anderen Twitter Konten.
Über Rückmeldungen jedweder Art freue ich mich per Mail, per Kommentar im Blog, per Twitter oder per Uservoice.

Und jetzt weiter viel Spaß im Blog. Bin gespannt, was ich zum 1. Geburtstag berichten kann …

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Kategorie: Allgemein  Tags:

@ZhiQ twittert vor wenigen Minuten einen Link, der mich zu behance führt, wo Anna Rusakova aus Kiew ihre Notizbuchkunst präsentiert: Mehrere Bildschirmseiten Fotos ihres Notizbuches – wunderbar, sich in all den Details zu verlieren (alternativ bei posterous):


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Kategorie: Kunst

Mit meinen 15 Ideen zur Nutzung von Notizbüchern bin ich in die Endrunde der My Moleskine 2.0 Competition gekommen; wo ich allerdings keinen Preis gewonnen habe. Da aber die Ideen offensichtlich nicht so abwegig sind, möchte ich sie hier nach und nach im Detail vorstellen.

Heute (die zugegebener Maßen scheinbar unspektakuläre Regel): Notizbuchregel 13 – Adresse eintragen

Adresse eintragen – immer vollständige Adresse, E-Mail und Telefonnummer vorne ins Buch schreiben. Wenn es verloren geht, kann es ein ehrlicher Finder zurückschicken oder sich melden.

Man kann die Adressangabe aber auch mal für was ganz anderes benutzen: warum nicht ein Buch mit Absicht irgendwo ablegen, ganz vorne die eigene Adresse eintragen und eine Bitte an den Finder, doch irgendetwas im Buch zu hinterlassen und es dann zurückschicken (vielleicht zusammen mit dem entsprechenden Rückporto, damit sich die Wahrscheinlichkeit für den Rückversand erhöht). Diesen Vorgang kann man dann mehrfach wiederholen und erhält mit etwas Glück eine hochgradig randomisierte Liste von Einträgen. Vielleicht ist ja ein Künstler darunter? Oder ein Dichter? Oder einfach nur ein kreativer Kopf, der ein paar nette Worte und eine kleine Zeichnung hinterlässt. Einen Versuch wäre es Wert, oder?

Kritisch ist natürlich das Eintragen wichtiger Daten wie Pincodes, Bankverbindungen etc. in irgendwelchen Einträgen im Buch. Zusammen mit der Adresse kann da ein unehrlicher Finder ziemlichen Schindluder treiben.


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Bisher erschienen:

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Kategorie: Tipps  Tags: , ,

Vor einigen Tagen berichtete ich über Notizbuchkunst im Ukiyo-e Stil. Ein berühmtes Ukiyo-e ist Die große Welle vor Kanagawa von Hokusai. Ein besonders schönes Exemplar, das von „der Welle“ inspiriert sein dürfte, ist Wave, das Mattias Mackler in seiner Seite „Moleskine Line Series“ veröffentlicht hat.


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© Mattias Mackler

Ein anderes schönes Exemplar aus der „Moleskine Line Series“ ist das Bild „rain“


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© Mattias Mackler

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Kategorie: Kunst  Tags: ,

Twitter ist eine nicht versiegende Quelle an Ideen und den Beweis dafür hat unlängst @moleskinny wieder angetreten, als er einen Link auf den Artikel pocket moleskine double pen holder verbreitet hat. David H. Numan beschreibt in diesem Artikel wie man sich einen Doppelstifthalter aus der Verpackung einer 20 kg Haferflockentüte basteln kann. Der Stifthalter wird über den Einband eines Notizbuchs gelegt. Witzige Idee und in sechs Schritten auch schnell erklärt.


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Kategorie: Hack  Tags: ,

Mit „Als wir noch in … wohnten, da …“ oder mit „Damals haben wir immer …“ oder ähnlichen Einleitungen fangen Menschen oft an, von der Vergangenheit zu erzählen. Man hört gerne zu und lässt sie von einer Zeit erzählen, die bald vergessen sein wird. Gerade in einer Zeit, in der jeder Moment mit einer Digitalkamera festgehalten wird, sind diese persönlichen Erzählungen als authentische Berichte sehr viel wert. Es geht dabei weniger um die Objektivität als vielmehr um den Kontext, in der die Person erzählt – den persönlichen Kontext. Spätestens wenn ein Mensch stirbt, fallen einem all die Fragen ein, die man ihm noch stellen wollte, und während der Lebenszeit kommt man oft nicht zum Fragen oder hält die Fragen für belanglos. Erst wenn man nicht mehr fragen kann, werden die Fragen und v.a. ihre Antworten wertvoll.
Die Sonntagsidee eines personalisierten Geschichtsbuches zielt drauf ab, das Authentische eines papiernen Notizbuchs mit dem Authentischen einer subjektiven persönlichen Erzählung zu verbinden.
Daher folgender Vorschlag:

  1. Man kaufe ein Notizbuch, gerne auch ein handgemachtes und keine Massenware – v.a. eines von hoher Qualität
  2. Dann erstelle man entweder im Buch oder auf einem gesonderten Blatt eine Liste von Themen und Fragen, über die man immer schon einmal mit einem bestimmten Menschen reden wollte und deren Antworten einem bewahrenswert erscheinen (Beispiele s.unten)
  3. Nun suche man einen geeigneten Stift und gebe beides der Person mit der Bitte, zwanglos, wann immer ihr Lust nach Schreiben ist, die Liste abzuarbeiten und das Buch mit Leben zu füllen.
  4. Auf diese Weise erhält man ein handschriftliches Geschichtsbuch, personalisiert für diese Person


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Info: das Buch habe ich selbst so gefaltet, aber darüber werde ich ein anderes Mal berichten …

Hier noch ein kleines Brainstorming von Anmerkungen zur Idee

  • Welche Menschen könnte man befragen? Großeltern, Eltern, Verwandte aller Art, Nachbarn, Freunde, …
  • Was wären typische Inhalte / Fragen?
    • Die Person soll deine Lieblingsrezepte aufschreiben (wirkt prima bei Großeltern + Eltern)
    • Was hast du gemacht, als … passiert ist? (Mondlandung, Kriegsende, …)
    • Würdest du alles nochmal genauso machen?
    • Interessante Vorkommnisse. Vielleicht weiß man von früheren Erzählungen noch Geschichten, die die Person erzählt hatte. Jetzt kann man sie bitte, die Geschichten aufzuschreiben
    • Selbstgeschriebene Gedichte der Person oder selbstgemalte Bilder
    • Verwandtschaftsverhältnisse / Stammbaum
    • Was ist das älteste Erlebnis, an das du dich erinnerst?
    • Was möchtest du mir mit auf den Weg geben?
    • Spezialwissen der Person
  • eine nette Variante: wenn man nicht eine andere Person bittet, ein Buch zu füllen, sondern wenn man es aus sich heraus für eine andere Person tut und dieser dann schenkt.
  • Vielleicht gibt es eine Person, die man noch gar nicht kennt, von der man aber glaubt, dass sie interessantes zu erzählen hat: vielleicht mal fragen, ob diese Person so ein Buch ausfüllen würde?
  • ein Buch ausfüllen lassen, aber erst in 10 oder 20 Jahren öffnen

Fällt euch noch was ein, was im Buch drinstehen könnte? Was könnte man noch mit der Idee anfangen?

Bei Droemer Knaur gibt es eine Reihe, die übrigens genau diese Idee bedient, etwa mit dem Buch Mama, erzähl mal:

Unsere Eltern sind Hüter eines ganz persönlichen Erinnerungsschatzes, den wir gerne bewahren möchten. Diese beiden liebevoll gestalteten Geschenkbücher enthalten all die Fragen, die wir unseren Eltern immer schon mal stellen wollten – und viel Platz, um die Antworten aufzuschreiben. Alles über Kindheit, Liebe, Freizeit und Persönliches

Aber ihr wollt sicher ein selbstgestaltes Buch mit eigenen Fragen erstellen und nicht ein vorgefertigtes nehmen, oder?

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