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Viele Notizbuchfreunde sind auch Freunde des Analogen und ich vermute mal, dass die meisten auch gerne Bücher lesen – vorzugsweise aus Papier und nicht im digitalen Lesegerät. Die heutige Sonntagsidee zur Verwendung von Notizbüchern möchte die Idee der „Leseprotokolle“ vorstellen. Ein paar Gedanken zum Thema:

  • in einem Leseprotokoll hält man während des Lesens eines Artikels, eines Buches, einer Zeitung, eines Magazines wichtige Stellen fest
  • wichtige Stellen sind nicht definiert, sondern sehr subjektiv:
    • Sätze, die einem gut gefallen
    • Sinnzusammenhänge, die man zu erkennen glaubt
    • Hinweise auf andere Bücher
    • Anmerkungen zu handelnden Charakteren
    • Assoziationen und Empfindungen, plötzliche Gefühlsausbrüche
  • Wenn man nicht viel Zeit zum Lesen hat und nur ab und an ganz kurz in ein Buch schauen kann, helfen Notizen zum bisher Gelesenen, sich schneller zu orientieren.
  • wenn man etwas im Protokoll festhält, immer eine Seitenzahl dazuschreiben
  • ggf. im Buch ganz hinten (idealerweise immer an der gleichen Stelle zum einfacheren Wiederfinden) einen Link auf das Notizbuch festhalten, in dem sich das zugehörige Leseprotokoll befindet
  • eine Leseprotokoll hilft beim Strukturieren der eigenen Gedanken; es deckt auch wechselndes Verständnis und Widersprüche im Laufe der Lektüre auf
  • ein Protokoll kann als Basis einer Renzension dienen

Leseprotokolle oder zumindest Anmerkungen zu Gelesenem machen einen großen Anteil meiner Notizbucheinträge aus. Ich habe bisher auch gute Erfahrungen damit gemacht, z.B. wenn ich mir einen guten Artikel in einer Zeitung notiert habe, ihn mit Stichworten versehen habe und später nach diesen suchen konnte, um ihn schnell wiederzufinden.

Bei lifehack.org habe ich die Tage einen Artikel gelesen, der die gleiche oder zumindest eine ähnliche Idee wie diese Sonntagsidee beschreibt: Back to School: Keep an Academic Reading Journal.


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Kategorie: Sonntagsidee  Tags: , , ,

Stephan Dürr beschreibt in seinem Blog phantomspeisung wie ein Gummiband an einem Notizbuch als Stifthalter eingesetzt werden kann.
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Der Gummizug der Moleskine-Notizbücher kann ganz einfach als Stifthalter verwendet werden. Dazu wird der Gummi wie abgebildet um das obere und untere Stiftende geschlungen – hält!

Außerdem hat er noch einen Minitipp für diejenigen parat, die keinen Bleistiftspitzer mitschleppen möchten:

Tipp: Ein kleiner Bogen Sandpapier in der hinteren Falttasche des Moleskine deponiert dient als Bleistiftspitzer für unterwegs

© für das Foto und Quelle der Zitate: Stephan Dürr

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Kategorie: Hack  Tags: ,

Nach den Artikel zu paperium und IRISnotes bekam ich einige Hinweise auf einen ähnlichen Stift namens livescribe. Auf der livescribe Homepage gibt es einige Videos, die die Funktionen des Stiftes erklären.


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Screenshot der livescribe Seite – © livescribe

Der Stift besitzt eine Kamera, die das geschriebene aufzeichnet. Was mich unmittelbar stört ist das eingebaute Mikrofon, das auch noch den Ton aufzeichnet. Redet ihr, wenn ihr schreibt? Ich habe Schreiben und Sprechen immer als Alternativen, nicht aber als gleichzeitige Tätigkeiten genutzt. Ist auch sicher als Diktiergerät gedacht und nicht als Aufzeichnung des Lautlesens beim Schreiben … Wie auch immer: das Geschriebene und Gesprochene kann dann per USB Dockingstation an den PV übertragen werden, wo man sich die Seiten digital anschauen kann. Auf mich machen Sie den Eindruck, als seien sie eingescannt. Offensichtlich gibt es auch eine Art OCR Schrifterkennung – jedenfalls schließe ich das aus einem der Videos.
Wenn ich den Shopinhalt richtig interpretiere, braucht man auch für diesen Stift ein spezielles Papier.

Weitere Infos findet ihr im ausführlichen Bericht Der cleverste Stift aller Zeiten und bei notebookstories im Artikel Paper + Electronic: The Livescribe Pulse Pen & Journal.

Hat einer von euch schon Erfahrungen mit diesem Stift gesammelt?

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Kategorie: Schreibgeräte  Tags: ,

@moleskinny und andere twittern heute Abend einen Link auf das makezine. Dort schreibt Sean Michael Ragan, dass sein thermochromischer Notizbucheinband in Hong Kong auf der My Moleskine 2.0 Exhibition ausgestellt wurde: Thermochromic Moleskine.
Unter Thermochromismus versteht man die Fähigkeit eines Stoffes, seine Farbe temperaturabhängig zu ändern (s. auch Wikipedia Thermochromism). Hier ist ein Bild des Buches:


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© Sean Michael Ragan und makezine.com

Was man zur Herstellung eines solchen Buches braucht, steht im Artikel Make: Projects – Thermochromic Maker’s Notebook:

Buy some thermochromic liquid crystal (LC) film and attach it to the cover! Originally I bought LC film from US suppliers and tried gluing it on. I tested three different adhesives (3M Super77, DAP Weldwood Contact Cement, and Elmer’s Craft Glue) and ruined one notebook and several pieces of film before discovering this self-adhesive LC film available from MUTR in the United Kingdom. (The 30x45cm size is necessary.)

Wie das Material wirkt, kann man in diesem YouTube Film sehen

Falls jemand von euch so ein Experiment nachmacht, will ich unbedingt Fotos haben.

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Cynthia von @journalingarts tweetete (gibt es das Wort im Imperfekt?) ein umwerfendes Beispiel für den Einsatz eines Notizbuchs als Reisetagebuch. Das ganze ist in einem YouTube Video festgehalten. Im Film blättert Stefano Faravelli durch sein künstlerisch gestaltes Notizbuch zum Thema „Istanbul“. Das Video am besten in vergrößerter Form anschauen …

Ist zwar schon etwas älter, aber doch sehr sehenswert.

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Kategorie: Kunst  Tags: ,

Bisher habe ich zwei Dinge im Blog vernachlässigt: erstens echte Testberichte und zweitens Informationen zu Schreibmaterialien. Mit diesem Artikel möchte ich diesen Notstand etwas lindern und über mein bevorzugtes Schreibgerät berichten: den Bleistiftverlängerer „Der perfekte Bleistift“ von Faber Castell.
Ich weiß schon gar nicht mehr, wann ich von anderen Stiftarten auf Bleistifte umgestiegen bin, aber es muss schon sehr lange her sein. Bisher habe ich immer eine 2,95 EUR Plastiklösung von Faber Castell bevorzugt, die ganz in Schwarz gehalten war, aber vor einigen Tagen habe ich mir die etwa zehn Mal so teure Variante aus Metall geleistet, die zerlegt in folgendem Foto zu sehen ist:


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Der Bleistiftverlängerer ist aus Metall, hat einen Halteclip und einen Spitzer, den man aus dem Kopf ziehen kann. Der dazugehörige Stift gefällt mir nicht so, aber den kann man ja austauschen. Ich erhoffe mir von der Metallausführung etwas längere Haltbarkeit als vom Plastikexemplar, das hier im Vergleich zu sehen ist:


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Dort ist der obere Rand zerbröselt und der Clip ist längst abgebrochen – ist halt auch den ganzen Tag in Nutzung. Bis jetzt bin ich mit beiden Varianten sehr zufrieden, wobei ich die Hülle beim Schreiben nur dann auf den Stift stecke, wenn er wirklich sehr kurz ist. Ansonsten ist die Hebelwirkung durch das Gewicht am Ende des Stiftes zu groß und man muss spürbar Kraft aufwenden, um den Stift beim Schreiben stabil zu halten. Sehr schön: der Verlängerer wirkt prima als Verschlusskappe, wenn man den Stift transportiert. Und gut aussehen tut das auch.

Zum Stift: die mitgelieferten Stifte bei beiden Ausführungen sind nicht sehr schön, auch wenn sie gute Schreibqualität haben. Ich bin dann irgendann auf einen völlig schwarzen Stift umgestiegen, der die neue GRIP Technologie von Faber Castell hatte: der Stift hat eine Dreickform (gerundet) und besitzt eine Art sanfte Holznoppen, die eine sehr gute Griffigkeit herstellen. Das besondere an meiner Ausführung ist die edle Schwärze: Stift schwarz, Noppen schwarz und Holz (schwarz). Auf dem Bild oben mit der Plastikkappe ist der Rest eines solchen Stiftes zu sehen. Der Stift ist ein Blickfang und liegt sehr angenehm in der Hand. Ich kann mir zur Zeit kein anderes Schreibgerät vorstellen. Einen Radiergummi hat der Noppenstift nicht, aber kritzeln ist ja erlaubt.

Mein Problem: ich kann die schwarze Variante gerade nirgends auftreiben … hat einer von euch einen Tipp für mich?

Wer sich für die Geschichte des Bleistifts interessiert, sollte sich bei Faber Castell die Seiten Der Bleistift und berühmte Menschen anschauen oder einen Blick in das PDF Die Geschichte des Bleistifts werfen.

Was verwendet ihr als Schreibgerät?

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Kategorie: Test  Tags: , ,

Betsy Bauer studiert „animation“ und zeichnet u.a. gerne in ihr Notizbuch. In ihrem Blog hat sie unlängst ein paar schöne Zeichnungen veröffentlicht. Irgendwie hat es mir ihre Arbeit angetan, als ich folgendes Bild sah, das farblich so schön in das Theme des Notizbuchblog passt.


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Kategorie: Kunst

Den ersten Artikel des Notizbuchblog schrieb ich am 18. Mai 2009, vor genau 100 Tagen. Was dann geschah, habe ich ehrlich gesagt nie erwartet: ich wurde förmlich überrannt und die Zugriffe stiegen täglich. Ich hatte wohl einen Nev getroffen und eine sog. „Marktlücke“ entdeckt. Was in den USA und im englischsprachigen Webkosmos eine große Community hat, war im deutschsprachigen Blograum deutlich unterrepräsentiert bis gar nicht vorhanden: Notizbücher. Hier die Zugriffe der ersten 100 Tage in der Monatsansicht:

Im Mai passierte nichts, im Juni schon etwas mehr und im Juli überraschten mich dann Artikel bei Field Notes und bei imgriff.com, die mir bleibend neue Leser bescherten. So schaffte ich es auf über 12.000 Views im Blog im Juli. Im August sind es nun fast 10.000 und der Monat ist noch nicht vorbei …

Die Statistik: 130 Artikel, 115 Kommentare, 27 Kategorien und 207 Tags. Dazu nur 154 geblockte Spam Kommentare. Zusätzlich: viele Mails von euch, Tweets und sogar Telefonate und eine sehr inspirierende Einladung zu brandbook.de.

Ich möchte mich bei allen bedanken, die regelmäßig das Blog besuchen, mir Tipps schicken, Anregungen abgeben; ich möchte allen danken, die Kommentare hinterlassen und allen, die meinen RSS Feed abonniert haben. Dank an alle, die mich verlinken und weiterempfehlen, und dank an alle, die der Meinung sind, dass dieses Blog Sinn macht. Das Blog kostet einiges an Zeit und es ist schön, wenn man dafür so viel positive Rückmeldungen erhält.

Damit ihr alle auch in Zukunft auf dem Laufenden bleibt, empfehle ich meinen neuen Feedburner RSS Feed. Falls ihr den bisherigen Feed abonniert habt, könnt ihr den natürlich beibehalten. Für Analysezwecke wäre es aber prima, wenn ihr auf den Feedburner Feed umschwenken würdet. Natürlich findet ihr mich auch bei Twitter unter @notizbuchblog. Vielleicht ist dem ein oder anderen aufgefallen, dass ich die Artikel auch bei @literatur verteile, eines meiner vielen anderen Twitter Konten.
Über Rückmeldungen jedweder Art freue ich mich per Mail, per Kommentar im Blog, per Twitter oder per Uservoice.

Und jetzt weiter viel Spaß im Blog. Bin gespannt, was ich zum 1. Geburtstag berichten kann …

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Kategorie: Allgemein  Tags:

@ZhiQ twittert vor wenigen Minuten einen Link, der mich zu behance führt, wo Anna Rusakova aus Kiew ihre Notizbuchkunst präsentiert: Mehrere Bildschirmseiten Fotos ihres Notizbuches – wunderbar, sich in all den Details zu verlieren (alternativ bei posterous):


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Kategorie: Kunst

Mit meinen 15 Ideen zur Nutzung von Notizbüchern bin ich in die Endrunde der My Moleskine 2.0 Competition gekommen; wo ich allerdings keinen Preis gewonnen habe. Da aber die Ideen offensichtlich nicht so abwegig sind, möchte ich sie hier nach und nach im Detail vorstellen.

Heute (die zugegebener Maßen scheinbar unspektakuläre Regel): Notizbuchregel 13 – Adresse eintragen

Adresse eintragen – immer vollständige Adresse, E-Mail und Telefonnummer vorne ins Buch schreiben. Wenn es verloren geht, kann es ein ehrlicher Finder zurückschicken oder sich melden.

Man kann die Adressangabe aber auch mal für was ganz anderes benutzen: warum nicht ein Buch mit Absicht irgendwo ablegen, ganz vorne die eigene Adresse eintragen und eine Bitte an den Finder, doch irgendetwas im Buch zu hinterlassen und es dann zurückschicken (vielleicht zusammen mit dem entsprechenden Rückporto, damit sich die Wahrscheinlichkeit für den Rückversand erhöht). Diesen Vorgang kann man dann mehrfach wiederholen und erhält mit etwas Glück eine hochgradig randomisierte Liste von Einträgen. Vielleicht ist ja ein Künstler darunter? Oder ein Dichter? Oder einfach nur ein kreativer Kopf, der ein paar nette Worte und eine kleine Zeichnung hinterlässt. Einen Versuch wäre es Wert, oder?

Kritisch ist natürlich das Eintragen wichtiger Daten wie Pincodes, Bankverbindungen etc. in irgendwelchen Einträgen im Buch. Zusammen mit der Adresse kann da ein unehrlicher Finder ziemlichen Schindluder treiben.


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