Bei Kickstarter läuft noch wenige Tage das Projekt The Heartless Machine Guide to Drawing: [fill in the blanks]. Die Idee: für diejenigen, die gern zeichnen oder zeichnen lernen wollen, finden sich darin halbfertige Zeichnungen, die man vervollständigen kann:
[…] When asked what was the most frightening thing he ever encountered, Ernest Hemingway answered: „A blank sheet of paper.“ Most artists, designers, writers, and students could agree. I’ve talked to a lot of artists, and we all seem to have a recurring pattern. I buy a new fresh sketchbook and agonize over starting it. I get a couple of pages in, and run out of ideas. I draw a few more pages and get bored. […] This sketchbook is designed to alleviate all of that anxiety. I’ve filled the book with just the beginnings of drawings, leaving lots of room for interpretation and creativity. Each page has something new on it, but it’s up to you to fill in the blanks. Artist’s block has no place in this book. […]
Das Projekt hat sein Ziel schon erreicht, aber vielleicht wollt ihr euch ja noch beteiligen.
E-Book Reader? Ihr fragt euch wahrscheinlich, was diese bösen Dinger im Notizbuchblog zu suchen haben. Aber sind die wirklich böse? Oder doch nicht? Und lohnt sich eine Anschaffung? Trägt man mit dem Kauf zum Untergang des Abendlandes bei? Diese und ähnliche Fragen stelle ich mir gerade in einer der seltenen Situationen, in denen ich ausnahmsweise mal Entscheidungsschwäche zeige.
Zu dieser Situation kam es so: ich war mal wieder auf der Suche nach den nächsten Büchern, die ich lesen möchte. Dazu habe ich meine lange Liste durchforstet und habe bei amazon die Beschreibungen und Preise angeschaut (natürlich nur, um anschließend in meiner Haus-und-Hof Buchhandlung, der Stephanusbuchhandlung, zu bestellen). Bei dieser Recherche fiel mir auf, dass viele deutsche, aber noch viel stärker englischsprachige Bücher auf dem Kindle deutlich günstiger sind. Ein Buch kostete statt 11,40 EUR als Taschenbuch nur 6,76 EUR auf dem Kindle (The Checklist Manifesto (Werbelink), Bericht im Blog folgt noch). Genauso dramatisch: Light Footprint Management (Werbelink) – statt 28,30 EUR (gebundene Ausgabe) kostet das Buch auf dem Kindle 18,17 EUR. Ich hätte also ca. 15 EUR gespart, wenn ich als Kindle Version gekauft hätte! Bei der Menge an Büchern, die ich im Jahr lese, würde sich der Anschaffungspreis schnell amortisieren. Ganz zu schweigen, von den vielen PDF, die ich besitze, auch E-Books z.B. von O’Reilly, die E-Books als PDF ohne DRM zu sehr guten Preisen verkaufen (Fachbücher only), und die ich auch auf dem Gerät lesen könnte.
Ich suchte als bei amazon die Kindle Seite auf und war als Informatiker von dem technischen „Gadget“ sehr angetan. Doch plötzlich schwebten die beiden Männlein über meinem Kopf und stritten. Das „Für E-Book-Reader Männlein“ sagte:
Tolle Technik, muss man haben, ist cool
Ist digital, aber man muss mit der Zeit gehen und verstehen, wo sich die Welt hinentwickelt (aus einem ähnlichen Grund nutze ich das in meinen Augen unsägliche Facebook)
Da spart man richtig Geld, wenn man alles auf dem Kindle kauft (eigene Recherche)
Ich kann nachts ohne Licht lesen (s. amazon Marketing)
Das Ding ist leicht und ich kann immer viele Bücher mit mir tragen (s. amazon Marketing)
du hast ein E-Book geschrieben und weigerst dich jetzt, einen E-Book-Reader zu kaufen? Das ist absurd.
Das „Gegen E-Book-Reader Männlein“ sagte:
es gibt nicht alle Bücher als E-Books für den Kindle und nachher hast du weniger Bücher drauf als gedacht (da habe ich auch ein paar Beispiele gefunden)
du wirst dich nicht mehr an der Haptik des Buches erfreuen können (klassiche Dagegen-Argumentation)
du kannst keine Lesezeichen mehr reinhängen und auch keine Anmerkungen mit Bleistift reinkritzeln können (mache ich tatsächlich häufig)
du unterstützt amazons Monopol
die Bücher gehören dir nicht physisch und amazon kann sie dir jederzeit „löschen“
wenn du digital kaufst, gehen die letzten schönen Buchhandlungen pleite, in denen du viel lieber stöberst als bei amazon
die Leser des Notizbuchblogs werden dich verachten, wenn du als Verfechter der analogen Papierwelt auf den digitalen „Feind“ setzt
So bin ich also unentschieden und dachte mir, ich frage einfach meine Leser, was die dazu sagen.
Also, was meint ihr? Habt ihr einen E-Book Reader? Ich freue mich über eure Teilnahme an der Umfrage. Vielleicht sehe ich dann klarer, wieviele Notizbuchfans einen E-Reader besitzen. Außerdem hat das den netten Nebeneffekt, dass ich sehen kann, wer von euch potenziell das Notizbuchblog E-Book liest. Ich freue mich auf jeden Fall auch über Kommentare zum Thema und eure Sicht auf die Welt. Gerne höre ich auch, welche E-Book Reader ihr nutzt und wie eure Erfahrungen damit sind. Habe gehört, dass der Kindle Paperwhite (Werbelink) super sein soll. Kann da jemand was dazu sagen?
Heute morgen habe ich über die Bullet Journal Notizbuchregeln berichtet. Leser Peter hatte mich gestern schon auf ein zweites System hingewiesen, für das es sogar spezielle Notizbücher gibt. Die sogenannten Word Notebooks aus den USA. Die Motivation zu den Büchern kommt mal wieder aus der Praxis:
[…] During a meeting earlier this year, we realized all of our notebooks happened to be filled with bullet points, strikethroughs and assorted combinations of numbers and letters we used in an effort to keep things orderly. They looked a mess. We wondered if we could standardize a system for all these lists and scribbles and pack it inside a good looking notebook? These are Word. Notebooks. […]
Die Notizbücher haben innen ein spezielles Erledigungszeichen vorgegeben, das – systematisch genutzt – direkte Auskunft über den Erledigungsstatus einer Aufgabe gibt:
[…] The unique bullet point system used in Word. Notebooks lets you organize your tasks efficiently. Simply fill in the bullet point when writing an item on that line. Trace the circle around it when it’s important and add a slash when you’ve started work on it. Once the task is complete, simply mark down an “X” and move on to the next item on your list. It’s an easy way to keep track of all your notes. […]
Ein 3-er Pack der kleinen Notizhefte kostet knapp 10 USD. Es gibt sie in einigen verschiedenen Einbänden, wobei alle Bücher die gleiche Spezifikation haben:
[…] 48 pages, lined – 3.5″ x 5.5″ – Made in the USA -Cover: Environment Desert Storm 120# smooth paper (100% post consumer recycled) – Interior: Lynx Opaque Ultra smooth white 60# text – Acid free paper (cover and interior) – Printed with Hostmann-Steinberg inks – Stitching wire comes from the Spiral Binding Company […]
Die Bücher sind sehr schön, aber ich denke, das könnt ihr auch mit eurem Notizbuch umsetzen, wenn ihr das System als Erledigungszeichen selbst zeichnet. Dann könnt ihr auch andere Lineaturen verwenden und eure Notizbücher auch für etwas anderes verwenden. Und ihr könnt dieses System gut mit meinen Notizbuchregeln kombinieren.
Leser Bastian schickte mir den tollen Link auf die Seite von Bullet Journal – an analog system for the digital age. Es handelt sich um eine sehr schöne Aufbereitung von Notizbuchregeln, ähnlich den meinigen. Im Großen und Ganzen geht es darum, auf clevere Art und Weise Checklisten zu führen und Aufgaben in einem Kalender vorzuplanen, um Notizen besonders schnell erfassen zu können:
[…] At the heart of of the Bullet Journal is a method called “Rapid Logging”. Rapid Logging allows you to quickly capture and parse all the different types of data we’re trying to digest on a daily basis. This technique provides insights that can help you identify what’s important and weed out the things that aren’t. Figuring that out will help focus your time and energy much more effectively. It’s the difference between being busy and being productive. […]
Die Regeln mit den verschiedenen Markierungen sind mir fast schon zu feingranular, aber ansonsten sind viele der Regeln gleich oder ähnlich wie bei mir (Thema in den Kopf der Seite, Erledigungszeichen, Seitenzahlen, Index). Die Webseite ist sehr schön gemacht, da alle Regeln visualisiert sind, und es gibt sogar ein Video. Besonders die Beispielseiten für die Regeln habt ihr auch schon oft für meine Notizbuchregeln und Aufgabenregeln gefordert. An dieser Seite kann ich mir dafür ein schönes Beispiel nehmen.
Die Regeln sind auch in einem Video veranschaulicht.
Seit gut 1,5 Monaten ist das Notizbuchblog E-Book in der Version 2 fertig und wird über diverse Kanäle zum Verkauf angeboten. Über 270 Mal wurde das Buch seitdem verkauft und ich war in den neobooks Verkaufscharts zeitweise auf Platz 31 aller über diese Plattform gehandelten Bücher (mittlerweile wieder irgendwo auf den 40er Plätzen). Danke an euch alle, dass ihr mich mit dem Kauf unterstützt! Ich dachte anfangs, dass die meisten das Buch als PDF kaufen würden, aber amazon ist mit Abstand die beliebteste Plattform, wie ihr hier sehen könnt:
Bei neobooks wurde das Buch über 1000 Mal angeklickt, was ein sehr guter Wert ist. Und bei amazon (Werbelink) habe ich drei Rezensionen bekommen. Wie wahrscheinlich jeder Autor wundere ich mich, dass ich nicht durchgängig fünf Sterne bekomme :-)
Mich würde auch eure Meinung interessieren, falls ihr das Buch gekauft habt. Entweder hier in den Kommentaren, gerne aber auch als Empfehlung bei neobooks oder als Rezension und mit Sternevergabe bei amazon. Danke euch!
Carsten von paperscreen hat großartige Neuigkeiten für euch. Schon vor einigen Wochen schrieb er mir davon, aber leider komme ich erst jetzt dazu, darüber zu schreiben. Bei paperscreen könnt ihr nun euer individuelles Notizbuch selbst zusammenstellen und online bestellen, die sogenannte BOOK EDITION ONE:
[…] Wir fertigen für dich dein eigenes BOOK aus stabilem 2400gsm Buchkarton, bezogen mit dem Bibliotheksleinen ‚English Buckram‘ – lichtecht, abwischbar und kratzfest. Diese Premium-Qualität kann man beim Zuklappen sogar hören. Der Buchblock wird im Lumback-Verfahren gebunden. Hält superfest und hat ein sehr schönes Aufschlagverhalten. Perfekt für Rechts- und Linkshänder. Du kannst verschiedene Merkmale deines BOOKs wählen. […] Das Besondere an unserer EDITION ONE ist, dass alle Schritte vom Buchbinder hier in Deutschland getätigt werden. Alles von hier, nix in Asien vorbereitet. Eben nachhaltig. […]
Carsten war so freundlich, mir ein Buch nach meinen Wünschen herstellen zu lassen, damit ich mir einen Eindruck von der Qualität machen kann. Und ich muss sagen, ich bin begeistert (Fotos unten). Ich habe mir ein PS*120×190 Buch bestellt (Größe eines Kindle Fire). Der Einband ist schwarz mit einer Namensprägung „Notizbuchblog.de“ (blind) auf dem hinteren Einband unten. Vor- und Nachsatz sind jeweils Orange, genauso wie das Gummiband. Das Kapitelband ist weiß und das Lesezeichen schwarz (hätte ich in Orange genommen, wenn die Farbe wählbar gewesen wäre). Das Papier habe ich mit Punktraster als Lineatur gewählt.
Der Einband macht einen sehr hochwertigen Eindruck und die Verarbeitung ist sehr gut. Vielleicht kennt ihr dieses Gefühl bei manchen Notizbüchern, die man liebsten sofort vollschreiben würde: so ein Buch ist das. Das griffige Format mit dem hervorstechenden Gummiband und dem Punktraster ist für mich der ideale Begleiter für unterwegs, wenn A5 zu groß ist und A6 zu klein.
Natürlich ist ein so individuelles Buch in dieser außergewöhnlichen Qualität nicht ganz billig und meine Ausführung dürfte um die 45 EUR kosten. Wenn ihr schöne Bücher mögt, dann geht einfach mal zum Konfigurator und stellt euch euer Buch zusammen.
Carsten hat mir netterweise noch ein paar andere Bücher mitgeschickt (s. letztes Foto), die ich gerne an euch verlosen möchte (drei Stück):
Die Verlosung startet 20. August 2013 und endet am 23. August 2013 um 18 h
Wer teilnehmen möchte, muss hier einen Kommentar mit einer gültigen E-Mail Adresse hinterlassen (wird nicht angezeigt und nur für die Verlosung verwendet)
Am Ende werden alle Kommentare durchnummeriert und die Gewinner per Zufallsgenerator ermittelt
Ich schreibe die Gewinner dann an und erfrage die Postanschrift.
Die Frage Bietet IKEA demnächst Schreibwaren an? kann ich nun definitiv mit „Ja“ beantworten. Obgleich ich kein IKEA Fan bin (mal von den 60er Billys abgesehen), musste ich heute aufgrund einer Verkettung unglücklicher Zustände einen Markt durchlaufen (Walldorf). Dort fand ich kurz vor dem Ende des Durchgangs mehrere Papierwarenregale mit verschiedenen Schreibwaren: neben Notizbüchern, Notizheften und Blöcken fanden sich dort auch schöne Anhänger (u.a. mit Zahlen und Motiven), Taschen und ich meine auch Lampenbausets gesehen zu haben.
Ich habe dann aus Analysegründen ein kleines DIN A6 Notizbuch gekauft, das „Made in China“ für 2,49 EUR verkauft wird.
Es ist besitzt einen glatten Einband mit einem floralen Muster und einer Eule darauf. Es wird mit einem grünen Haltegummi verschlossen und besitzt eine sehr einfache Klebebindung, die nicht besonders stabil aussieht, dafür aber einfach plan aufzuschlagen ist. Es hat weder Kapitalband, noch Lesezeichen und auch keine Froschtasche. Das Papier ist ein 80 g Papier, blanko mit spitzen Ecken – keine Seitenzahlen. Für 2,49 EUR kann man sich nicht beschweren, aber andere Bücher am Markt sind qualitativ sicher hochwertiger.
Hier ein paar Bilder der Auslagen und des Notizbuchs.
Michael Augsten und Magdalena Thur sind Designer in Wien und haben das Label less thingz für Papierprodukte gegründet. Unter diesem Namen haben sie einen ungewöhnlichen Kalender und ein passendes Notizbuch kreiert. Zum Kalender „dayz“ schrieb mir Michael:
[…] Wir wollten einen Papierkalender schaffen, der nicht nur schöne Materialien mit sauberem Design verbindet sondern auch neue Sichtweisen auf die eigene Zeit ermöglicht: Überblick als Schlüssel zu einem bewussteren Umgang mit de Zeit. Deshalb ist der Kalender so konstruiert, dass bei Bedarf mehrere Monate überblickt werden können. Kein doppeltes Eintragen, kein Blättern.
Die Materialien sind hochwertiges, elfenbeinfarbiges Volumenpapier, Naturkautschuk, 2-lagiger glatt Gestrichener und druchgefärbter Karton. Zwei Gummibänder dienen als Verschluss und Lesezeichen. Der Kalender passt in jede Tasche, kann als Tischkalender aufgestellt und sogar an die Wand gehängt werden – und dabei unterschiedliche Zeitspannen zeigen. Zusätzlich zum aktuellen Jahr beinhaltet jeder Kalender ein volles weiteres Jahr in kompakterem Layout, für die langfristige Planung.[…]
Der Vorbestellungspreis betrug 18 EUR. Wieviel der Kalender später kosten wird, wissen die beiden noch nicht. Der Kalender ist gefaltet wie ein Akkordeon (wie heißt der Fachbegriff dafür?) und beide Seiten können mit einem Gummiband gehalten werden. Der Kalender ist 163 x 100 mm groß, kann aber auf bis zu 1,5 m ausgeklappt werden, was einem Überblick eines Halbjahres entspricht.
Neben einem Kalender gibt es auch ein passendes Notizbuch, zu dem Michael schreibt:
[…] Im gleichen Geist haben wir ein Skizzenbuch gestaltet, das durch das spezielle Format die Ideen freier fließen lässt (wahlweise glatt oder mit Punkteraster).[…]
Das „notez“ Notizbuch ist analog gefaltet wie ein Akkordeon und ich muss sagen, dass es mir mit dem Punktraster sehr gut gefällt. less thingz findet ihr auch bei Facebook. Anbei ein paar Bilder, die Michael mir zur Verfügung gestellt hat:
Das folgende Zitat stammt aus dem Buch Schnelles Denken, langsames Denken (Werbelink). Das Buch ist sehr empfehlenswert, wenn ihr euer eigenes Handeln hinterfragen möchtet. Und u.a. steht darin auch, dass Algorithmen oft besser entscheiden als Menschen – vorausgesetzt, die Rechenanweisung ist halbwegs plausibel. Das wundert einen beim ersten Lesen, scheint aber in der Argumentation plausibel.
Bei galleycat (via @wiredprworks) fand ich den Link auf den Artikel Will social media kill writers’ diaries?.
Heutzutage schreibt ja jeder alles sofort öffentlich online. Egal, ob PRISM oder andere Datensammler aktiv sind, egal, ob es peinlich wird und Fremdschämen auslöst. Die Autorin selbst führt (noch) kein analoges Tagebuch, denn
[…] there’s something deeply satisfying about the instant feedback one can get from social media friends […]
Aber alles will sie dann doch noch mit den Menschen da draußen teilen:
[…] Yet part of me is intimidated by the idea of sharing all of myself with an audience. The privacy of a good old-fashioned diary for my unfiltered thoughts is incredibly appealing […]
Das Gefühl, nicht alles teilen zu wollen, eint aber viele Menschen, die schreiben – egal ob als Schriftsteller oder als private Aktivität. Tagebücher sind etwas sehr Intimes und sollten es auch bleiben. U.a. deshalb finde ich die Idee, online mit einem Cloud Dienst Tagebuch zu führen einfach absurd. Ich hätte zum einen große Verlustängste, dass das Geschriebene irgendwann weg sein könnte. Zum anderen möchte ich nicht, dass meine Gedanken einem Hacker zum Opfer fallen oder auf einem modernen Pranger erscheinen (irgendwelche XYZ-Plags oder ähnlich pseudo-Crowd-Wohltaten-Seiten).
Meine Tagebücher haben ihre eigene Form. Freie Assoziationen teilen sich eine Doppelseite mit Gedankensortierungen, klassische Tagebucheinträge (gibt es sowas?) treffen auf Ideenskizzen, Aufgabenlisten stehen neben Gedanken und Geschehnissen, an die ich mich später wieder erinnern will. All das und noch viel mehr möchte ich nur für mich – ohne Rücksicht auf Konsistenz, Analysierbarkeit oder Verwertbarkeit. Manchmal ist Schreiben einfach nur Selbstzweck; selten, kommt aber vor.
Ich glaube nicht, dass Social Media das Tagebuchschreiben obsolet machen. Und je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr Gründe fallen mir ein, warum jemand analog für sich schreiben sollte. Was ich von digitalen Tagebüchern halte, wisst ihr spätestens seit Facebook Timeline – Tagebuch der Moderne?.