Tag-Archiv für » Notizbuchregel «

In meinen Zugriffsstatistiken ist mir aufgefallen, dass mich die Seite dingegeregeltkriegen.de verlinkt hat, speziell das Forum unter Notizbuchregeln. In der dortigen Diskussion macht einer der Teilnehmer auf das Cornell Note System aufmerksam:

The Cornell note-taking system is a widely-used notetaking system devised in the 1950s by Walter Pauk, an education professor at Cornell University [...]

Quelle: Wikipedia. Auf Deutsch gibt es Infos bei schatenseite.de:

Grundlage des Systems ist die Aufteilung des Blattes auf dem die Notizen gemacht werden. Es besteht neben dem eigentlichen Notizbereich aus einem Stichwortfeld und einem Bereich für die Zusammenfassung.

Auf Englisch findet ihr sogar eine eigene Webseite zum Thema: cornell-notes.com, wo ihr euch die Vorlage für das System als PDF generieren lassen könnt. Und wer lieber eine Word Datei möchte, der wird auch fündig.
Doch was steckt hinter diesem System? Es sind zwei Dinge: erstens eine bestimmte Aufteilung der Seite in eine Art “Aufgabenbereiche” und zweitens fünf Regeln zum richtigen Umgang mit diesen Bereichen. Die Seite sollte wie folgt aufgeteilt werden:

Wenn man derart Notizen macht, dann muss man diese fünf “R” Regeln anwenden, um sie sich erfolgreich einzuprägen:

  1. Record – so viel wie möglich aufzeichnen (im “Notizen” Bereich); vorzugsweise die wichtigen Dinge
  2. Reduce – im Nachgang werden die Notizen im “Stichworte” Bereich und im “Zusammenfassung”-Bereich prägnant zusammengefasst
  3. Recite – dann wird ein Teil der Seite abgedeckt undman versucht sich an so viel wie möglich zu erinnern
  4. Reflect – nun denkt man über das Erinnerte nach und versucht es so gedanklich mit Leben zu füllen
  5. Review – die Schritte ab 3 werden reglmäßig wiederholt

Interessante Methode. Wendet die jemand von euch an?
Bei manufactum gibt es Cornell Einlagen für das atoma System und sogar speziell vorbedruckte Notizbücher nach obigem Schema.

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Die Notizbuchregel 24 lautete Mehrere Ideen parallel erfassen. Die heutige Notizbuchregel ergab sich aus Überlegungen, wie man ein X17 Notizbuchsystem geschickt nutzt. Das X17 ist durch seine Konstruktion in verschiedene Abschnitte unterteilt (Einlegebücher), die ein fortlaufendes Schreiben wie in einem konventionell gebundenen Buch zumindest in Frage stellen. Man kommt unwillkürlich auf die Idee, die einzelnen Einlagebücher organisatorisch zu verwenden und verschieden zu nutzen. So ergibt sich die

Notizbuchregel 25 – Notizbücher segmentieren

Viele GTD Hacks für Notizbücher versuchen ebenfalls ein fortlaufendes, konventionelles Buch zu unterteilen und damit eine Organisationsidee zu unterstützen. Die Segmentierung hat einige Vorteile, aber auch einige Nachteile; diese seien hier in einer Art Gedankensammlung aufgezählt:

Mögliche Einsatzgebiete

  • Mögliche Segmentierung privat “Allgemein” / “Tagebuch” / “Aufgaben” – “Aufgaben” enthält dann fortlaufend alle Aufgaben, die man den GTD Regeln aus Notizbuchregel 3 markiert; “Tagebuch” enthält Prosatexte des Tagebuches; “Allgemein” enthält Ideen, Protokolle und sonstige Notizen
  • Mögliche Segmentierung geschäftlich “Aufgaben”, “Ideen”, “Protokolle”, “Sonstiges”
  • wenn jemand mehrere Ideen gleichzeitig verfolgt (s. auch Notizbuchregel …), könnte er pro Idee ein Segment nutzen
  • bei einer hälftigen Teilung könnte der hinterer Teil Zeichnungen dienen und der vordere Teil praktischen bzw. textuellen Dingen wie Aufgabenlisten etc.

Vorteile der Segmentierung

  • Ordnung nicht nur über Chronologie, sondern über Themenblöcke.
  • Suche wird erleichtert
  • Ähnliche bzw. zusammengehörige Infos stehen auch seitentechnisch nahe beeinander
  • das Überfliegen thematisch zusammengehöriger Informationen ist einfacher
  • Bei Systemen wie X17 oder auch Roterfaden kann man die Segmentierung nutzen, Bücher mit verschiedenen Lineaturen (auch etwa Noten) zu nutzen oder Kalender einzulegen oder schneller Segmente zu wechseln, wenn sie vollgeschrieben sind.

Nachteile der Segmentierung

  • es gibt in der Regel nur ein Lesezeichen pro Buch (wenn überhaupt) und die aktuellen Positionen in den verschiedenen Segmenten kann nicht richtig markiert werden. Da müsste man sich Hilfsmitteln bedienen, wie etwa den BookDarts oder etwa Büroklammern
  • wenn die Segmente unterschiedlich schnell vollgeschrieben sind, muss man möglicherweise ein halbleeres Buch wechseln
  • Verweise auf Seiten / Segmente über Bücher hinweg wird schwieriger
  • wenn sich während der Nutzung zeigt, dass sich ein neues Segment ergibt, das viel Platz braucht, ist das Buch ggf. schon soweit gefüllt, dass eine Umsegmentierung nicht möglich ist. Dann muss man ein neues Buch anfangen bzw. mehrere Bücher nutzen.

Falls euch diese Notizbuchregel gefallen hat, schaut euch doch auch die vorigen 24 Notizbuchregeln an.


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Notizbuchregel 23 – Notizbuch quer nutzen erschien ca. Mitte November. Heute kommt eine Regel, die vorangegangene Regeln kombiniert.

Notizbuchregel 24 – Mehrere Ideen parallel erfassen

Worum geht es? Meist hat man mehrere Ideen, die man mit sich herumträgt und von denen man nicht genau weiß, mit welcher man als erstes starten soll. Dann sammelt man im Notizbuch Stichworte dazu. Da es aber mehrere sind, muss man das im Buch irgendwie koordinieren. Wie macht man das?

Und jetzt viel Spaß beim Ideensammeln!


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Notizbuchregel 22 – Perforierte Notizbuchseiten war der letzte Artikel aus der Reihe. Aktuell teste ich ein Leuchtturm 1917 mit passender Stiftschlaufe im DIN A6 Format. Das Buch ist zwar sehr handlich, ist mir aber einfach zu schmal; ein oder anderthalb Zentimeter breiter wäre super. So habe ich vor kurzem zum ersten Mal versucht, das Buch quer zu nutzen, um mehr Fläche zu bekommen. Das hat wahre Wunder gewirkt und führt damit zu

Notizbuchregel 23 – Notizbuch quer nutzen

Wie funktioniert das? Man nehme eine leere Doppelseite drehe das Buch im Uhrzeigersinn und fange oben an zu schreiben. Die Seitenzahlen (sofern vorhanden und unten am Fuß der Seite) müssten sich dann auf der linken Seite befinden. Man gewinnt tatsächlich viel Platz und ein völlig neues Schreibgefühl. Nach ein paar Seiten wird auch das Blättern interessant. Man blättert ja nicht mehr von rechts nach links (von vorne nach hinten), sondern von unten nach oben (aber immer noch von vorne nach hinten!).
Für breite Texte ist das Querformat wirklich ideal und bringt außerdem visuelle Abwechslung ins Buch. Wer also mal spontan größe Fläche in seinem kleinen Buch braucht, der sollte es drehen!
Nun fragt ihr euch sicher: warum kauft der Mensch sich nicht ein größeres Buch?! Antwort: weil ich gerne mit einem DIN A6 Format mobil bin. Zusätzlich habe ich noch ein DIN A4 im Einsatz.

Habt ihr euer Buch schon einmal quer genutzt?


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Die Notizbuchregel 21 – Wie man ein Buch wechselt liegt schon einige Zeit zurück. Heute möchte ich mich mit …

Notizbuchregel 22 – Perforierte Notizbuchseiten

… den perforierten Notizbuchseiten widmen, die einige Hersteller im hinteren Teil ihrer Notizbücher vorhalten, etwa Sigel mit dem “conceptum” oder Leuchtturm 1917.
Was kann man alles mit den perforierten Seiten machen?

  • man kann die Perforation ignorieren und die Seiten wie alle anderen Seiten auch verwenden. Das kann aber auch ins Auge gehen, wenn die Seiten abreißen und dann rumfliegen
  • man kann die Seiten als Einkaufszettel verwenden. Dazu empfiehlt es sich, von hinten nach vorne vorzugehen, d.h. man nimmt sich die letzte perforierte leere Seite vor. Dort notiert man die Woche über, was man am Wochenende einkaufen muss. Am Wochenende kann man die Seite dann einfach raustrennen und mit zum Einkauf nehmen – dann muss man nicht das ganze Buch mitnehmen und die Gefahr eingehen, es zu verlieren.
  • einfach mal für schnelle Notizen, die man jemandem hinterlassen oder jemandem mitgeben möchte.
  • als schnelle Lesezeichen, wenn man mal keine zur Hand hat: einfach Seite heraustrennen und als Lesezeichen verwenden

Was macht ihr mit diesen perforierten Seiten oderwürdet damit tun, wenn ihr welche hättet?


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Wie man Ideen erfasst, wisst ihr seit Notizbuchregel 20. Jedes Notizbuch wird mal gewechselt, aber auch wechseln will gelernt sein. Ich bin gerade mit einem Buchwechsel befasst, wie ihr vor ein paar Tagen lesen konntet. Daher heute

Notizbuchregel 21 – Wie man ein Buch wechselt

Die ersten Schritte waren Bestandteil der ersten 15 Notizbuchregeln. Notizbuchregel 8 – Werfe nie ein Notizbuch weg ist ein absolutes Muss. Seid versichert: ihr werdet in ein paar Monaten oder gar Jahren gerne in alten Notizen und Erinnerungen stöbern. Natürlich muss dann gemäß Notizbuchregel 12 – Jedes Notizbuch sollte nummeriert sein erst einmal eine Nummer für das neue Buch vergeben werden, u.a. um richtig auf das alte Buch zu “verlinken”. Und dann nicht vergessen: Notizbuchregel 13 – Adresse eintragen.

Wenn man ein Buch wechselt, muss man also zuerst das alte abschließen und dann das neue präparieren. Zur Präparation des neuen Buches gehört auch die Übernahme der offenen Aufgaben aus dem alten Buch. Dazu geht man das alte Buch durch und übernimmt die Punkte, die mit offenen Erledigungszeichen markiert sind. Die übernommen Punkte werden dann im alten Buch als erledigt markiert.
Als letzten Schritt prüft man noch einmal die Froschtasche auf eventuell zu übernehmende Inhalte wie etwa Adresslisten. Zudem sollte man stichwortartig Ideen aus dem alten Buch übernehmen, die man im neuen weiterspinnen möchte.


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Die letzte Regel lautete Eselsohren sind erlaubt. Heute möchte ich eine Regel einführen, die nicht nur für Notizbücher wichtig ist und die man gerne mal umgeht, wenn man eine stabile Unterlage für ein Glas oder eine Tasse braucht und gerade ein Notizbuch herumliegt:

Regel 19: Keine Tassen auf dem Buch abstellen

Es sieht richtig hässlich aus, wenn man einen Kaffeekranz auf einem Notizbucheinband hat. Wenn der Einband nicht abwischbar ist und zusätzlich gar aus Stoff besteht, dann bleibt ganz schnell ein Kranz zurück, wenn man eine Tasse oder ein Glas darauf abstellt, deren Boden feucht ist. Man kann das auch systematisch nutzen und Kunst daraus machen, aber die meisten werden es eher als lästig empfinden. Ein Notizbuch enthält oft persönliche Inhalte und erfährt im allgemeinen vom Notizbuchfan auch eine gewisse Wertschätzung. Diese Wertschätzung sollte man dann auch der Hülle – sprich: dem Einband – zukommen lassen.

Natürlich kann das Thema “Tasse und Notizbuch” auch künstlerisch bearbeitet werden:


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© anhdres!

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Letzte Woche stellte ich Notizbuchregel 17 – Abkürzungen verwenden vor.

Heute kommt Regel 18: Eselsohren sind erlaubt

Vor ein paar Tagen habe ich dargelegt, dass Eselsohren zu Unrecht gemieden werden. Heute möchte ich es positiv formulieren: sie sind erlaubt – und sogar sehr nützlich. Man kann es als Lesezeichen und als Markierung verwenden. Und wenn mal eines durch den Transport entsteht, kann man es einfach wieder entfernen. Eselsohren sind die einzigen Lesezeichen, die immer unbegrenzt pro Seite verfügbar sind und die nicht aus dem Buch fallen können.

Details zur Regel bzw. zum Einsatz von Eselsohren findet ihr in besagtem Artikel.


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Letzte Woche stellte ich Notizbuchregel 16 – Marker setzen vor.

Heute: Notizbuchregel 17 – Abkürzungen verwenden

Besonders bei langen Wörtern, die man häufig verwendet, macht es Sinn, sich Abkürzungen zum schnellen Erfassen von Notizen zu überlegen. Dabei sollte die Abkürzung so gewählt werden, dass sie direkt mit einem eigenen Schema interpretiert werden kann. Ich verwende häufig Großbuchstaben für die Anfangsbuchstaben der Wortbestandteile; Beispiel: in meinem Notizbuch kürze ich das Wort “Notizbuchblog” mit dem Kürzel “NBB” ab. Zusätzlich verwende ich Einzelbuchstaben, um etwa Aufgaben (“A”) zu kennzeichnen. Die folgenden Buchstaben könnten als Grundstock für schnelle Erfassung von Notizen dienen, sind aber auch in Kalendern sehr nützlich, wenn man sie einem Eintrag voranstellt (etwa “A:Protokoll”):

  • A – Aufgabe – zur Markierung von Einträgen als Aufgabe
  • I – Idee – hiermit werden unausgegorene spontane Einfälle gekennzeichnet.
  • S – Status – damit werden Aufgaben gekennzeichnet, die ein Nachfassen in einer bestimmten Sache erfordern
  • B – Buch – damit markiere ich manchmal Titel von Büchern, die ich mir merken will. Meist erfasse ich aber tatsächlich ein oder mehr Bücher pro Seite

Wahlweise kann man einzelne Buchstaben einkringeln, umspäter gezielt beim Blättern danach suchen zu können. Dazu muss man sich auf jeden Fall einen eigenen Mechanismus zum Erzeugen eigener Abkürzungen überlegen. Wenn man alte Bücher durchblättert, sind einem alte Abkürzungen vielleicht nicht mehr vertraut – sie erschließen sich dann nur aus dem Kontext oder weil man weiß, wie sie gebildet wurden.
Wer Anregungen dazu sucht, der sollte einen Blick in abkuerzungen.org werfen, wo eine unglaubliche Menge an Abkürzungen alphabetisch geordnet durchstöbert werden können.


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Die Notizbuchregeln stelle ich seit nunmehr 15 Wochen vor. Meine ursprüngliche Liste von 15 Ideen zur Nutzung von Notizbüchern ist damit publiziert. Ab heute werde ich also in eher loser Folge neue Regeln vorstellen.

Heute: Notizbuchregel 16 – Marker setzen

In Regel 3 hatte ich die sog. Erledigungszeichen / GTD signs vorgestellt, mit denen man nach und nach seine Aufgaben abhaken kann. Dazu muss man regelmäßig im Buch zurückblättern, aber nur bis zum letzten Minuszeichen. Um die Seite mit dem letzten Minuszeichen und damit mit der chronologisch letzten unerledigten Aufgabe zu finden, bieten sich Marker an. Das Lesebändchen bietet sich aufgrund Notizbuchregel 14 – Position des Lesebändchens nicht an. Als Alternative bieten sich folgende Marker an:

  • ein wiederverwendbarer Klebezettel – vielleicht auch mehrere in verschiedenen Farben
  • eine Büroklammer
  • ein Paperschnipsel
  • eine umgefaltete Seitenecke
  • ein konventionelles Lesezeichen eines Buches
  • ein mit der Scheere gespaltetes Lesebändchen (Achtung: Auflösegefahr)

Der Marker wird so gesetzt, dass man alle Seiten vor dem Marker (wenn man das Buch von hinten nach vorne durchsucht) vergessen kann. Dazu muss der Marker natürlich auch stetig weitergeführt werden. Das hat auch einen positiven psychologischen Effekt, denn der wandernde Marker zeigt zusätzlich zu den Pluszeichen (Erledigungszeichen) an, dass man mit den eigenen Aufgaben vorankommt.
Marker können aber nicht nur für die GTD Themen verwendet werden, sondern auch zur Markierung von Einträgen, die man häufig braucht oder zu denen man demnächst schnellen Zugriff braucht, etwa in einer anstehenden Besprechung.


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