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Im ZEIT Magazin las ich vom Suhrkamp Notizbuch, auf das mich auch @PicaPGK aufmerksam machte:

[…] Die wunderschöne, edle Ausstattung der Bibliothek Suhrkamp, gebunden und mit Lesebändchen, lädt dazu ein, eigene erlesene Themen zu skizzieren. – 112 Seiten […]

Bei amazon (Werbelink) kostet das Buch knapp 8 EUR – ihr könnt das Buch vorbestellen, denn es soll erst ab September erscheinen. Seltsamerweise ist die Farbe des Strichs auf dem Einband im Bild der ZEIT rot und bei amazon (Werbelink) sowie auf der Suhrkamp Seite blau. Bin mir nicht sicher, ob es das Buch in verschiedenen Ausfertigungen geben wird.
Mit diesem Notizbuch macht Suhrkamp sich sein markantes Einbandlayout zunutze, um damit ein leeres Buch au den Markt zu bringen. Einen ähnlichen Ansatz verfolgte schon der Reclam Verlag mit seinem kleinen gelben Notizbuch und dem Reclam Kalender.


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Einen Tag zu spät für den Tagebuchdienstag, aber dennoch eine interessante Geschichte, ist der Aufruf von Nadine und Ella Carina:

liebe leute,

nach über einem jahr erfolgreicher „diary slams“ (http://www.diaryslam.de) werden wir ein buch aus der sache machen – einen sammelband mit schönen, lustigen oder auch ganz pathetischen, völlig banalen oder auch abgefahrenen tagebuch-einträgen aus jugendzeiten.
dabei soll es weniger um totale „peinlichkeiten“ gehen – vielmehr wollen wir tagebücher als eine eigene, oft sehr witzige, überraschende, weil entwaffnend ehrliche textform mit all ihren absurditäten, ihrer alltagspoesie präsentieren. und jetzt seid ihr dran: einsendungen hierfür sind herzlich willkommen!!

wir würden uns freuen, wenn ihr uns einen oder mehrere auszüge aus euren „frühwerken“ zusenden könntet, aus denen wir die passenden beiträge auswählen. zwischen 3 zeilen und mehreren seiten sind alle textlängen erlaubt (lieber erstmal etwas länger belassen, wir würden dann selber kürzen).
neben tagebüchern sind auch gedichte, geheime liebesbriefe, liedtexte, to-do-listen oder was auch immer möglich – aber ihr dürft beim verfassen höchstens 20j. alt gewesen sein. ihr könnt die passagen gern mit einem pseudonym (vor- und nachnamen) unterzeichnen und auch im text namen und orte verfremden. und natürlich auch sätze rauskürzen – nur nichts hinzudichten oder inhaltlich verändern.
super wäre es, wenn ihr uns die einträge abgetippt per mail zuschickt oder eingescannt per mail. Wenn ihr lust habt, mitzumachen, wäre es toll, wenn ihr uns dies möglichst bald mitteilt.

Einsendetermin ist der 30. Juli 2012.

wir freuen uns auf die texte und bedanken uns schon mal im voraus!!

und: wäre toll, denn ihr diesen Aufruf an mögliche interessierte weiterleitet!

Eure Rückmeldungen an die beiden sendet ihr bitte an info@diaryslam.de

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(Via notcot) – Salon Alpin hat einen schönen Kurzfilm bei vimeo veröffentlicht, in dem ein Lesezeichen in einem Buch zum Surfer wird, dessen Seiten die Wellen sind. Der Film heißt Much better now

[…] A bookmark is stuck in a forgotten book that is one day knocked over by wind. It experiences its environment by surfing the pages that turn in to ocean-waves, enjoying the ride of its life. As the book cover closes light reveals new challenges. […]

Der Film hat sogar einen eigene Homepage Much Better Now und das Making Of des Films gibt es auch bei vimeo. Im wahrsten Sinne des Wortes ein verrücktes Lesezeichen.

Much Better Now from Salon Alpin on Vimeo.

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Bei coolhunting fand ich den Hinweis auf das Buch Bookshelf (Werbelink), das es für ca. 15 EUR bei amazon gibt. Der Autor könnte dem ein oder anderen von euch bekannt sein, da ich mich ab und an von seinem Blog „Bookshelf“ inspirieren ließ. Bei amazon (Werbelink) heißt es:

[…] „Bookshelf“ presents over 200 inventive and experimental shelving designs in more than 400 colour illustrations that are sure to covet and inspire. Individual specification details are provided for each bookcase, including materials and documentation, and the accompanying texts by Alex Johnson, author and editor of „The Blog on the Bookshelf“, provide a fun and informative look at the history of the bookcase, as well as reflecting on how a new generation of designers have re-imagined a classic. […]

Kennt einer von euch das Buch?


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Der Schriftsteller Feridun Zaimoglu gewinnt in diesem Jahr den „Preis der Literaturhäuser 2012“. Bei der Preisverleihung in Hamburg im April las er aus seinem Logbuch vor: „Weiter im Text: ein Tagebuch mit Bildern“, September 2011, (amazon Werbelink).

Vor der Lesung erzählt er, wie er es mit dem Tagebuchschreiben hält, nämlich gar nicht. „Ich stehe nicht auf Nachsinnen“, sagt er, und muss sich erst bei seinen Freunden erkundigen, wie sie das machen mit dem Tagebuchführen. „Gefühle aufschreiben, ist nicht mein Ding.“ Also wird es kein Tagebuch sondern eine Art Logbuch. „Von Ende März bis Pfingsten 2011 schreibt und zeichnet sich FERIDUN ZAIMOGLU buchstäblich die Seele aus dem Leib. Es entsteht ein Tagebuch, in dem der Autor sein Leben auf des Messers Schneide offenbart. Höhenflug oder Absturz immer im Blick“ (Klappentext).

Das mit Zeichnungen des Autors und Künstlers versehene Werk ist sehr persönlich aufgemacht: Skizzen, Schreibmaschinenschrift mit handschriftlichen Verbesserungen und Kommentaren, Gartenzwergfotos aus eigener Sammlung. Die Texte wirken wie ein Film: schnelle Schnitte, alltägliche Szenen und Begebenheiten, skurrile Figuren, besorgte Beschäftigung mit schmerzenden Zehen, mit schwer verträglichen Nahrungsmitteln und ihrer Wirkung auf den Körper. Eigentlich muss ich nicht unbedingt wissen, wie Feridun Z. den Karfreitag zu Hause in Kiel „ausharren“ will, doch die Art und Weise, wie er vermag, das Ausharren in Worte zu trümmern und sich vom bösen Summen der Wespe ins Assoziieren wegtragen zu lassen, das ist beeindruckend:

„Habe eine quasipolitische Anwandlung. Die Herrschaft, die preßt. Die Herrschaft, die drückt einem die Luft aus den Lungen. Da will man doch, daß ein Wind aufkommt, daß der Wind mit Kraft die Dächer reißt und fortträgt, und die versonnenen verponnenen Bürger himmelwärts glotzen. Mürrisch, wie sie sind, würden sie dem Himmelsgott die Faust entgegen recken. Das Dunkle verhüllt, im Dunkeln verhüllt. Zuviel Metaphysik in der Rübe.“

Hätte ich die Sprachmacht (und die Bekanntheit) eines Feridun Zaimoglu würde ich glatt überlegen, ob ich meine Tagebücher, – es sind inzwischen sehr viele -, auch aufrüsche und für 29,80 Euro das Stück auf den Markt bringe …

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Irgendwo hatte ich über das Buch Weiße Magie: Die Epoche des Papiers (Werbelink) von Lothar Müller (Hanser Verlag) gelesen und konnte nicht widerstehen.

Ein Kollege fragte mich während der Lektüre im Zug, ob das Buch spannend sei. Ich sagte, es sei nicht spannend. Es ist auch keine leichte Kost, aber es war so fesselnd, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen und dauern etwas unterstreichen oder am Rand notieren wollte.
Man lernt Vieles über die Geschichte des Papiers von den Chinesen bis heute. Vielleicht kennt ihr das Gefühl, wenn geschichtliche Ereignisse plötzlich als logische Abfolge erscheinen und so ging es mir bei diesem Buch, das die Entstehung von Spielkarten, Zeitungen und persönlichem Briefwesen in einen größeren Kontext einbettet, der als Zusammenhang Sinn macht. Ein paar Aspekte und Gedanken, die ich während des Lesens hatte, möchte ich euch beschreiben.

Weißes Papier regt nicht nur Notizbuchfans zum Schreiben an, sondern auch Autoren, und sogar den großen Goethe (S. 128) beim „Faust“:

[…] Ich habe nun auch das ganze Manuskript des zweiten Teiles heute heftenlassen, damit es mir als eine sinnliche Masse vor Augen sei. Die Stelle des fehlenden vierten Aktes habe ich mit weißem Papier ausgefüllt, und es ist keine Frage, dass das Fertige anlocket und reizet,um das zu vollenden, was noch zu tun ist […]

Das weiße Papier wird als „Signalfarbe der Produktion“ bezeichnet und als Sinnbild des modernen Autors (S. 131):

[…] Im Reichtum der Optionen, die es bereithält, in der Füllbarkeit seines Mangels, in den guten Beziehungen, die es zum gebundenen, bedruckten Papier unterhält, in der Bereitwilligkeit, mit der es dem Autor folgt, wohin er auch geht, wird das weiße Blatt zum Spiegel, in dem sich die Umrisse der Figur des modernen Autors abzeichnen. […]

Das klingt wie eine Ode an das Notizbuch – und zwar an das analoge Notizbuch. Dass das Materielle / Analoge bzw. Nicht-Digitale durchaus eine Rolle spielt bestätigt auch die Untersuchung zur Brieftheorie (s. 157)

[…] Den neueren Brieftheorien kommt es daraf aus, „dass der Empfänger etwas in die Hand bekommt, nicht nur, dass er etwas liest“. Sie begreifen den Brief statt nur als Schriftträger zugleich als physisches Objekt, dessen Zirkulation eine Fülle außersprachlicher Botschaften zu transportieren vermag. […]

Das gilt wahrscheinlich nicht nur für Briefe. All die Menschen, die als Vorteil des gedruckten Buches oder des Notizbuches die Haptik aufrufen, werden eine Ahnung davon haben (auch wenn der Autor S. 352 schreibt, dass dem Digitalen die Haptik nicht fehlt, das „Wischen“ sei Ersatz). Auch das „Sich mit sich selbst beschäftigen“ beim Schreiben ist ein Thema bei Briefen (S. 159)

[…] Ebensosehr aus der Distanz selbst wie aus der Funktion ihrer Überbrückung gewinnt daher der empfindsame Brief seine Intensität und die Spannung zwischen seinen Polen: Mitteilungsform und Medium der Selbstreflexion seiner Verfasser zu sein. […]

S. 295 schreibt der Autor über Autographen. Diese Handschriften haben eine „elementarste Bestimmung: Original zu sein, Unikat“. Ich hatte den Gedanken, dass auch Handschriftliches in Notizbüchern den Schreibenden das Gefühl gibt, authentisch zu sein, ein „Original“ zu haben – und eben nicht einen digitalen Text, gleichrangig mit allen anderen digitalen Texten in einem Gerät.
S. 299 tritt das Papier als Luxus in Erscheinung, als schöne Papiere, als Dekoration; und „Scrapbooks“ werden S. 300 unten angedeutet, wo ein Kinderbuchautor 1790 dafür eintritt, sein Kinderbuch von Kindern bekleben und umgestalten zu lassen.

Am Ende stellt der Autor fest, dass die digitale Welt schon viele Funktionen der analogen Welt kopiert hat. In beiden Welten „lesen und schreiben“ wir. Ein Epochenwandel findet statt, aber:

[…] Wir leben, bis auf weiteres, immer noch in der Epoche des Papiers […]

Das Buch kostet bei amazon (Werbelink) knapp 25 EUR.


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© amazon.de, mit freundlicher Genehmigung im Rahmen des Partnerprogramms

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@wortmeer twitterte mir den Link auf den Artikel Ein Buch über Skizzenbücher. Darin geht es um das Buch An Illustrated Life: Drawing Inspiration from the Private Sketchbooks of Artists, Illustrators and Designers (Werbelink), in dem Skizzen aus Notizbüchern gesammelt wurden:

[…] An artist’s journal is packed with sketches and captions; some rough, some polished. The margins sometimes spill over with hurriedly scrawled shopping lists and phone numbers. The cover may be travel-worn and the pages warped from watercolors. Open the book, and raw creativity seeps from each color and line. The intimacy and freedom on its pages are almost like being inside the artist’s mind: You get a direct window into risks, lessons, mistakes, and dreams. […]

Das erinnet mich an manche Ausstellung, die es schon zu Skizzenbüchern gab. Bei amazon (Werbelink) könnt ihr auch einen Blick ins Buch werfen.


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Habe ich schon mal von brainpickings.org geschwärmt? Ganz sicher. Die Seite ist sehr empfehlenswert, auch unabhängig vom Thema Papier. Schaut rein! Dort fand ich auch den Artikel Inside the Sketchbooks of the World’s Greatest Type Designers, in dem über das Buch Typography Sketchbooks (Werbelink) berichtet wird, das bei amazon knapp 26 EUR kostet. Im Buch gibt es Portraits von Typographie Designern und es bietet einen Blick in deren Skizzenbücher.


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Bei thefancy.com fand ich Wikipedia the Book by Rob Matthews. Unglaublich dickes Buch. Stellt euch das mal als Notizbuch vor …


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Wer gern in den Tagebüchern anderer Menschen schmökert, kann sich dieser Neigung hemmungslos hingeben und zwar in einem Buch, das man durchschmökert oder häppchenweise bzw. tageweise zu sich nehmen kann wie das Kalenderblatt oder Bibelverse für den Tag: Das Buch der Tagebücher: Ausgewählt von Rainer Wieland (Werbelink). Gebundene Ausgabe mit 704 Seiten vom Piper Verlag.

So viel Tagebuch war selten. Man kann mitlachen und mitbangen, als wären die in diesem Buch versammelten Diaristen nicht nur berühmte Zeitgenossen der letzten 500 Jahre, sondern Personen, deren mehr oder weniger intime Aufzeichnungen sie zu guten Bekannten, manche sogar zu Freunden machen. 365 Tage lang jeden Tag eine Handvoll Tagebuchauszüge in unterschiedlicher Länge von unterschiedlichen Diaristen aus unterschiedlichen Epochen! Mhm, lecker!
Ich amüsierte mich z.B. über Richard Burton, der am 8. Oktober 1966 in sein Tagebuch schrieb: „Der Pickel auf meiner Backe ist heute Morgen aufgegangen und ich habe ½ Stunde zugebracht, ihn mit kochendheißem Wasser zu behandeln und ihn auszudrücken … Mangelhafte Hygiene kann es nicht sein – das ist mein Fetisch. Ich mache Freiübungen. Na schön. Denk saubere Gedanken, Richard, Nimm deine Vitamine und denke nur reine Gedanken.“
Und ich hätte fast geweint, als ich den Eintrag von Robert F. Scott vom 29. März 1912, las: Antarktis, Südpol: „Es ist ein Jammer, aber ich glaube nicht, dass ich noch weiter schreiben kann. R. Scott. Letzter Eintrag: Um Gottes willen – sorgt für unsere Hinterbliebenen!“

Bei amazon (Werbelink) kostet das Buch knapp 40 EUR. Heute ist wieder #Tagebuchdienstag!

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