Das neue Jahr steht vor der Tür und das nimmt man oft zum Anlass, sich Gedanken um die Zukunft zu machen – die nahe wie die ferne. Ein Notizbuch kann dabei gute Dienste leisten. Die einfache Aufgabenliste für das kommende Jahr oder die guten Vorsätze will ich heute nicht erwähnen, die schreibt ihr sowieso auf. Heute möchte ich die

Sonntagsidee 19: Zukunftsplanung

in einen etwas größeren Rahmen stellen und einen Tipp vorstellen, der immer mal wieder interessante Ergebnisse bringt.

  • Stellt euch vor, in 10, 20 oder 30 Jahren soll jemand eine Geburtstagsrede über euch halten. Was würdet ihr euch wünschen, was er über euch erzählt?
  • Schreibt diese Rede detailliert und sorgfältig auf. Ihr müsst sie nicht halten, also nicht ausformulieren, aber sie muss alle wichtigen Punkte enthalten, die ihr über euch hören wollt.
  • Seid ehrlich mit euch selbst
  • Der Inhalt der Rede sollte halbwegs realistisch sein
  • Je weiter ihr in die Zukunft geht, desto weitgefasster können die Ziele sein. Ich kenne die Methode sogar mit „schreibe deine Grabrede“ und umfasst damit das ganze Leben ab jetzt
  • Wenn ihr die Rede geschrieben habt, schaut euch an, was davon schon Realität ist und was noch nicht.
  • Für die Dinge, die heute schon Realität sind, überlegt ihr euch, ob ihr sie bewahren oder ausbauen wollt und notiert dann Maßnahmen dafür in euer Buch
  • Für Dinge, die noch nicht Realität sind, überlegt euch,wie ihr sie erreichen wollt. Vielleicht ergeben sie sich nicht von selbst und man muss selbst die Initiative ergreifen und vielleicht sogar neue Wege beschreiten, die man bisher aus Bequemlichkeit oder Angst nicht beschritten hat
  • Notiert die Schritte und Aufgaben auf dem Weg zur Umsetzung in euer Buch, die ihr konkret angehen wollt.
  • Je weiter ihr in der Zukunft seid, desto ambitionierter sind in der Regel die Ziele. Ihr müsst nicht alle Ziele und nicht jedes Ziel vollständig im nächsten Jahr erreichen. Hier gilt: „Der Weg ist das Ziel“. Aber anfangen hilft auf jeden Fall.
  • Wenn ihr im Laufe des kommenden Jahres etwas „die Orientierung verliert“, nehmt euch nochmal eure Rede und die notierten Gedanken dazu vor. Damit könnt ihr euch eure eigene Richtung noch einmal vor Augen führen
  • Ziele können sich ändern. Versucht also diese Planung mit der Rede jedes Jahr zu wiederholen bzw. zu verifizieren, dass sie sich nicht geändert haben und angepasst werden müssen.

Und nun viel Spaß mit der Zukunftsplanung.


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3 Antworten
  1. Zebrafell sagt:

    Ich finde Idee wirklich Klasse!

    Aber ich kenne sie bereits von diversen Produktivitätsblogs unter dem Namen „Der perfekte Tag (the perfect day)“. Dabei geht man genau vor, wie bei deiner Rede, allerdings notiert man hierbei einen Tag aus dem Leben der Person, die du sein möchtest.

    Ich habe jedenfalls bereits eine Seite in meinem Moleskine reserviert mit dieser Überschrift 😉

  2. Uta sagt:

    Ich mach etwas ähnliches seit Jahren immer zwischen Weihnachten und Neujahr. Ich setze mir Ziele, die ich im nächsten Jahr erreichen möchte, überlege, was ich besser machen kann und setze gewissen Schwerpunkte. Im Laufe des Jahres hake ich die Dinge dann ab oder errgänze bestimmtes….

  3. Christian sagt:

    @zebrafell: genau, das funktioniert so ähnlich. eigentlich geht es ja nur darum, sich mal über seine eigenen ziele gedanken zu machen

    @uta: das hört sich sehr pragmatisch an.

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