In Schreibschrift – ja oder nein? hatten wir bereits 2011 im Blog über das Thema diskutiert. Nun habe ich bei der FAZ den Artikel Umstrittene Reform der Lehrpläne – Schreibschrift stirbt aus gelesen. Dabei wird argumentiert, dass mir der Schreibschrift eine Kulturtechnik verloren geht und dass die Schreibschrift eine flüssigere Niederschrift erlaubt. Interessant finde ich die Tatsache, dass Studien scheinbar die Vorteile von Schreibschrift benennen:

[…] In den Vereinigten Staaten und Kanada erbrachten mehrere Studien, dass Schüler, die eine Verbundschrift beherrschen, sich Texte besser merken und ihren Sinn besser erfassen können. So entdeckten Forscher der Universität Montreal bei Schreibschriftlern bessere feinmotorische Abläufe sowie größere Fähigkeiten in der Wort- und Text-Konstruktion. […]

Der Streit über die in der Grundschule zu lehrende und zu lernende Schrift wird schon länger geführt wie mein Artikel oben, aber auch der FAZ Artikel Druckschrift statt Schreibschrift – Politische Handschriften zeigt (2011).
Generell zur Handschrift, aber auch mit Fokus auf die Schreibschrift ist das ausführlichen Video France – Teaching Handwriting empfehlenswert, das ich zufällig über @rohdesign entdeckt habe.

Was meint ihr? Das letzte Mal wurde im Blog ausführlich diskutiert. Und wen die Meinungen der FAZ-Leser interessieren, dem empfehle ich die Lektüre der mehrere Seiten füllenden Kommentare zum Artikel Schreibschrift – ja oder nein?.

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5 Antworten
  1. Wolf sagt:

    m.E. stirbt die Handschrift nie aus, auch wenn es inwischen mehr Leute gibt, die eher eine PP-Präsentation per Mail schicken, als die gleiche Information per handschriftlicher Kurznotiz weiterzugeben. Schreibschrift halte ich in der Schule für sinnvoll und notwendig, aber wie diese aussieht, finde ich nicht relevant. Hauptsache lesbar. 😉

  2. Michael sagt:

    … nur gut, meine Handschrift ist ohnehin in keinem Zustand lesbar :)

    Aber ich persönlich finde die Handschrift und damit auch die Schreibschrift sehr wichtig … man macht auch neben iPad & Co einfach schneller mal eine Notiz mit der Hand, während alles andere teilweise doch recht umständlich ist.

    Was ich mir wünsche, wenn schon digital, wäre eine gute Erfassung der Handschrift nicht nur als OCR sondern mit der Möglichkeit diese auch in Maschinenschrift zu transformieren. Eine wirklich gute App bzw ein Gerät habe ich bis dato noch nicht gefunden.

  3. Daniel sagt:

    Ich fange gerade wieder an, meine Schriftschrift zu trainieren, nachdem ich sie vor vielen Jahren in der Schulzeit aufgegeben habe. Ich denke, da man die Blockschrift ohnehin irgendwann selber lernt, sollte Schreibschrift in der Schule gelehrt werden. Macht nicht mehr Arbeit und dafür hat man eine Technik mehr. Noch dazu eine sehr schöne Technik mit einem tollen Schreibgefühl.

  4. Devona sagt:

    Ich habe festgestellt, daß breitgefächertes Interesse an handschriftlichem Schreiben nicht wirklich da ist. Die von mir mal ins Leben gerufene „Handschreibzeit“ in meinem Blog ( jede Woche einmal 2 Minuten zu einem Stichwort etwas handschriftlich zu Papier bringen) schlief irgendwann ein, mittlerweile führe ich das als internes Forumsprojekt weiter und bin als regelmäßige Handschreiberin (fast) die Einzige. Hintergrund war wirklich das Wiederentdecken der eigenen Handschrift. Für wöchentliche 2 Minuten mal die Tastatur weg zu lassen, fand ich jetzt auch nicht wirklich to much…

    Ich empfinde meine Handschrift als sehr individuellen Teil meiner Persönlichkeit, den ich mir unbedingt bewahren möchte und von dem ich glaube, daß er auch ein wichtiges Kulturgut ist….was tun all die perfekten Tastenschreiber, wenn ihren Geräten der Saft entzogen wird…Rauchzeichen? Trommelsignale? Leute, die noch von Hand schreiben können, dürften dann relaxt bleiben ;-))

  5. Carola sagt:

    Um als Erwachsener eine irgendwie gestaltete Handschrift zu haben, brauche ich doch zumindest die Kenntnis, dass es eine Schreibschrift gibt. Natürlich schreibt fast keiner so, wie mal es noch in der Schule gelernt hat. Aber eine reine Druckschrift „funktioniert“ irgendwie nicht. Wie will ich denn Buchstaben verbinden? Wie kann ich denn den meditativen Tintenfluss betrachten?
    Und ja, natürlich brauche ich Handschrift heute nicht unbedingt. Aber ich habe festgestellt, dass es zwischen „Tippen am PC“ und Handschreiben bei mir Unterschiede im Denken gibt!
    Und irgendwie halte ich den Aspekt etwas zu schaffen für wichtig – einen Tagebucheintrag, ein selbstgeschriebener Brief oder auch nur die nette “ Was wollen wir kochen“ Info auf der Küchentafel :-)

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