Archiv für » 2009 «

Vor einigen Tagen berichtete ich über Notizbuchkunst im Ukiyo-e Stil. Ein berühmtes Ukiyo-e ist Die große Welle vor Kanagawa von Hokusai. Ein besonders schönes Exemplar, das von „der Welle“ inspiriert sein dürfte, ist Wave, das Mattias Mackler in seiner Seite „Moleskine Line Series“ veröffentlicht hat.


Zum Vergrößern bitte klicken
© Mattias Mackler

Ein anderes schönes Exemplar aus der „Moleskine Line Series“ ist das Bild „rain“


Zum Vergrößern bitte klicken
© Mattias Mackler

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Kategorie: Kunst  Tags: ,

Twitter ist eine nicht versiegende Quelle an Ideen und den Beweis dafür hat unlängst @moleskinny wieder angetreten, als er einen Link auf den Artikel pocket moleskine double pen holder verbreitet hat. David H. Numan beschreibt in diesem Artikel wie man sich einen Doppelstifthalter aus der Verpackung einer 20 kg Haferflockentüte basteln kann. Der Stifthalter wird über den Einband eines Notizbuchs gelegt. Witzige Idee und in sechs Schritten auch schnell erklärt.


Zum Vergrößern bitte klicken

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Kategorie: Hack  Tags: ,

Mit „Als wir noch in … wohnten, da …“ oder mit „Damals haben wir immer …“ oder ähnlichen Einleitungen fangen Menschen oft an, von der Vergangenheit zu erzählen. Man hört gerne zu und lässt sie von einer Zeit erzählen, die bald vergessen sein wird. Gerade in einer Zeit, in der jeder Moment mit einer Digitalkamera festgehalten wird, sind diese persönlichen Erzählungen als authentische Berichte sehr viel wert. Es geht dabei weniger um die Objektivität als vielmehr um den Kontext, in der die Person erzählt – den persönlichen Kontext. Spätestens wenn ein Mensch stirbt, fallen einem all die Fragen ein, die man ihm noch stellen wollte, und während der Lebenszeit kommt man oft nicht zum Fragen oder hält die Fragen für belanglos. Erst wenn man nicht mehr fragen kann, werden die Fragen und v.a. ihre Antworten wertvoll.
Die Sonntagsidee eines personalisierten Geschichtsbuches zielt drauf ab, das Authentische eines papiernen Notizbuchs mit dem Authentischen einer subjektiven persönlichen Erzählung zu verbinden.
Daher folgender Vorschlag:

  1. Man kaufe ein Notizbuch, gerne auch ein handgemachtes und keine Massenware – v.a. eines von hoher Qualität
  2. Dann erstelle man entweder im Buch oder auf einem gesonderten Blatt eine Liste von Themen und Fragen, über die man immer schon einmal mit einem bestimmten Menschen reden wollte und deren Antworten einem bewahrenswert erscheinen (Beispiele s.unten)
  3. Nun suche man einen geeigneten Stift und gebe beides der Person mit der Bitte, zwanglos, wann immer ihr Lust nach Schreiben ist, die Liste abzuarbeiten und das Buch mit Leben zu füllen.
  4. Auf diese Weise erhält man ein handschriftliches Geschichtsbuch, personalisiert für diese Person


Zum Vergrößern bitte klicken
Info: das Buch habe ich selbst so gefaltet, aber darüber werde ich ein anderes Mal berichten …

Hier noch ein kleines Brainstorming von Anmerkungen zur Idee

  • Welche Menschen könnte man befragen? Großeltern, Eltern, Verwandte aller Art, Nachbarn, Freunde, …
  • Was wären typische Inhalte / Fragen?
    • Die Person soll deine Lieblingsrezepte aufschreiben (wirkt prima bei Großeltern + Eltern)
    • Was hast du gemacht, als … passiert ist? (Mondlandung, Kriegsende, …)
    • Würdest du alles nochmal genauso machen?
    • Interessante Vorkommnisse. Vielleicht weiß man von früheren Erzählungen noch Geschichten, die die Person erzählt hatte. Jetzt kann man sie bitte, die Geschichten aufzuschreiben
    • Selbstgeschriebene Gedichte der Person oder selbstgemalte Bilder
    • Verwandtschaftsverhältnisse / Stammbaum
    • Was ist das älteste Erlebnis, an das du dich erinnerst?
    • Was möchtest du mir mit auf den Weg geben?
    • Spezialwissen der Person
  • eine nette Variante: wenn man nicht eine andere Person bittet, ein Buch zu füllen, sondern wenn man es aus sich heraus für eine andere Person tut und dieser dann schenkt.
  • Vielleicht gibt es eine Person, die man noch gar nicht kennt, von der man aber glaubt, dass sie interessantes zu erzählen hat: vielleicht mal fragen, ob diese Person so ein Buch ausfüllen würde?
  • ein Buch ausfüllen lassen, aber erst in 10 oder 20 Jahren öffnen

Fällt euch noch was ein, was im Buch drinstehen könnte? Was könnte man noch mit der Idee anfangen?

Bei Droemer Knaur gibt es eine Reihe, die übrigens genau diese Idee bedient, etwa mit dem Buch Mama, erzähl mal:

Unsere Eltern sind Hüter eines ganz persönlichen Erinnerungsschatzes, den wir gerne bewahren möchten. Diese beiden liebevoll gestalteten Geschenkbücher enthalten all die Fragen, die wir unseren Eltern immer schon mal stellen wollten – und viel Platz, um die Antworten aufzuschreiben. Alles über Kindheit, Liebe, Freizeit und Persönliches

Aber ihr wollt sicher ein selbstgestaltes Buch mit eigenen Fragen erstellen und nicht ein vorgefertigtes nehmen, oder?

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Kategorie: Sonntagsidee  Tags: ,

Dank eines Tipps von @iris30606 bin ich auf ein sehr ergiebiges Thema gestoßen: Journaling Prompts. Eine deutsche Übersetzung habe ich nicht gefunden. „to prompt“ heißt so viel wie „auffordern“ und „journaling“ würde ich mal mit „Schreiben (in ein Notizbuch)“ übersetzen. Journaling Prompts sind also Aufforderungen zum Schreiben.
Wer mit dem Schreiben anfängt und kreativ sein möchte, braucht oft eine Anregung, um in eine Assoziationskette zu geraten oder in Gedanken zu verfallen, die man für niederschreibenswert hält. Wer das zum ersten Mal macht, dem kann ein leeres blanko 200 Seiten Notizbuch durchaus Angst machen: „das kriege ich nie voll!“. Viele von euch haben natürlich so viele Ideen, dass sie damit überhaupt kein Problem haben, aber für alle anderen oder diejenigen, die Abwechslung im Schreiben wollen, eignen sich die „Journaling Prompts“.

Wir funktionieren diese „Aufforderungen zum Schreiben“?

Dazu schreibt hält man sich eine Liste von Kurzthemen, von denen man jeden Tag eines bearbeitet. Alternativ kann man in den Kopf jeder Seite eines leeren Notizbuches eine „Aufforderung“ schreiben – oder zufällig auf die Seiten verteilt, also nicht auf jeder Seite. Die Liste kann man auch außerhalb des Notizbuchs auf einem Zettel halten oder auf vielen kleinen Zetteln wie (etwas aufgebuntet (Achtung Neologismus)) hier:

Das Bild stammt von der Seite All About Me Journaling Prompts, auf der Sherrill Ghilardi Pierre beschreibt, wie sie sich ihre „Prompts“ selbst bastelt. Zudem enthält die Seite mehr als 400 (!) „prompts“ für den täglichen Bedarf. Hier ein paar Beispiele:

# Wer inspiriert dich?
# Im nächsten Jahr plane ich …
# Was ist dir das Wichtigste im Leben?
# Welche Dinge siehst du pessimistisch?
# Was war dein erstes Auto?
# Wie fühlst du dich, wenn du bei dir selbst bist?
# Ich schau auf zu …. , weil
# Wie sah dein erstes Fahrrad aus?
# Was bedeutet für dich Freiheit

Es ist klar, dass die Liste unendlich fortgesetzt werden kann. Wenn man sich ein „Prompt“ vornimmt, schreibt man auf, was einem dazu einfällt. Auf diese Weise bekommt man leicht Anregungen und gerät in den Schreibprozess. Letztlich ist es dann egal, was man schreibt – es gibt nicht die Antwort. Es geht nur darum, den Anstoss zum Schreiben zu bekommen, so wie wenn man einen Ball anstößt, damit er losläuft. Jede „Aufforderung“ ist dann ein neues Anschubsen.

Mehr Journaling Prompts gibt es auf der etwas „antik“ gestalteten Seite journalingprompts.com (mit der Maus über die knallbunten Sternchen fahren) oder bei Writing Prompts/Journal Topics. Die Idee der „Aufforderungen“ gibt es auch beim „kreativen Schreiben“. Beispiele bei creativewritingprompts.com (mit der Maus über die Zahlen fahren) oder bei writersdigest.com.


Zum Vergrößern bitte klicken

Ich finde die Idee der „Prompts“ wirklich klasse, auch wenn ich selbst noch nie Probleme hatte, irgendetwas zu schreiben oder mit dem Schreiben anzufangen – ich schreibe nur, wenn es was zu schreiben gibt. Aber lasst uns doch mal etwas Crowdsourcing betreiben. Ich schlage folgendes vor:

  • Wenn jemand eine schöne „Aufforderung zum Schreiben“ findet, dann schickt er die bei Twitter als Tweet mit dem Hashtag #journalingprompt. Bis jetzt hat scheinbar noch nie jemand diesen Hashtag verwendet! Jedenfalls kann ich ihn nirgends finden.
  • Jeder, der eine „Aufforderung“ sucht, muss dann nur über die Twitter Suche nach #journalingprompt suchen
  • Die Sprache des Prompt ist egal, Englisch sogar ab und an willkommen. Vielleicht können wir ja bei Twitter eine #journalingprompt Welle mit der großen englischsprachigen Notizbuch Community lostreten. Das wäre doch mal was.

Auf geht’s!

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Kategorie: Fundstücke  Tags: , ,

Beim Stöbern in Jessicas Blog war ich verblüfft, im Artikel Handmade Books Notizbücher mit Keramikeinband zu finden:


Zum Vergrößern bitte klicken

Hergestellt wurden die Bücher von einem Mitglied der Santa Fe Book Arts Group. Auf der Webseite finden sich dutzende Bilder von künstlerisch gestalten Büchern, wie dieses Buch Leaves von C Williams


Zum Vergrößern bitte klicken

Oder dieses Buch von untitled altered book #30 von S. C. Thayer:


Zum Vergrößern bitte klicken

Webseite besucht, sollte sich etwas Zeit nehmen und den Finger am Scrollrad der Maus lassen: alle Kunstwerke sind auf einer Seite dargestellt, auf der man unendlich nach unten scrollen muss. Ein Augenschmaß für den Samstagnachmittag.

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Kategorie: Kunst  Tags: ,

Jacky hat mich auf weekdate.com aufmerksam gemacht (Twitter: @weekdate). Sie hatte bereits in ihrem Artikel Der Zeitplan – Zeitmanagement Teil 6 darüber berichtet. Die besondere Funktion des Kalenders ist die Idee des „Write it once“ für regelmäßige Termine, die monatlich oder wöchentlich stattfinden. Im oberen Teil des Kalenders werden monatlich regelmäßig stattfindende Termine eingetragen, um unteren Teil die Termine pro Woche. In der Mitte kommen dann die tagesspezifischen Termine. Wenn man diese nun weiterblättert, bleibt der obere und der untere Teil stehen, so dass man die regelmäßigen Termine immer noch parat hat. Man schreibt sie halt nur einmal – „write it once“.
Wie das ungefähr aussieht, kann auf diesem Bild aus dem Shop sehen:


Zum Vergrößern bitte klicken
© weekdate.com

Ein Kalender ist natürlich kein Notizbuch; ich fand die Idee trotzdem interessant, denn diese Kalenderidee ist prädestiniert für einen Notizbuchhack. Falls sich jemand ans Werk macht, freue ich mich über Bilder des Ergebnisses. Ich könnte mir auch vorstellen, dass man den Hack noch um eine jährliche Lasche erweitert, die etwa an Aktionen zu fixen Terminen wie Weihnachten oder Hochzeitstagen Aktionen festhält.

Das folgende Video zeigt, wie der Kalender funktioniert (am besten auf Vollbildansicht einstellen).

Danke nochmal an Jacqueline für den Tipp. Wenn ihr auch Tipps habt, was im Notizbuchblog sehenswert ist, freue ich mich über eine Mail. Bei uservoice (s. „Feedback“ Knopf am linken Rand) hat auch schon jemand vorgeschlagen, dass ich die Leser über den nächsten Beitrag abstimmen lasse. Freue mich also über Vorschläge.

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Kategorie: Fundstücke  Tags:

Bei flickr habe ich sehr schöne Notizbuchkunst gefunden. Susan Rudat publiziert dort ihre Notizbuchkunst, die mich an Ukiyo-e erinnert. Ukiyo-e sind japanische Farbholzschnitte, die großen Einfluss auf die westliche Kunstszene hatten. Die Bilder sind ein echter Geheimtipp; unbedingt reinschauen.


Zum Vergrößern bitte klicken
© susanrudat


Zum Vergrößern bitte klicken
© susanrudat

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Kategorie: Kunst  Tags: ,

@friendsofn2 pries in einem Tweet die ecosystem (TM) Notizbücher als grüne Alternative zu Moleskine an. Da habe ich gleich einen Blick auf die Seite geworfen.

The ecosystem Story – ecosystem books have a unique past, present and future: The book’s past is the various parts made of 100% post-consumer recycled paper, its present is your thoughts and ideas recorded on the pages, and the future is your next step: save the book, or recycle it.

In der Story kann man auch den ökonomischen Aspekt nachlesen, der etwa so übersetzt werden kann: „wir stellen ein Notizbuch in Amerika für Amerikaner her und unterstützt damit unsere Wirtschaft, die in den letzten Jahren durch Auslagerung von Arbeitsplätzen geschädigt wurde“.


Zum Vergrößern bitte klicken

Wie es sich für Ökothemen gehört, wird auch hier der ökologische Fußabdruck detailliert dargestellt. Man gibt sich viel Mühe, die Herstellung des Papiers etc. zu dokumentieren.

Neben dem Ökocharakter hat die Seite des Herstellers, aber noch schöne Zusatzfunktionen:

  • Jedes Buch trägt auf der Rückseite eine einmalige Nummer, mit der man Details zu seinem Buch direkt auf der Seite abfragen kann
  • Es gibt einen kleinen Konfigurator, um sich ein eigenes Buch zusammenzustellen, Kosten < 10 US $
  • Man kann sich mit seinem Buch registrieren und dann auch …
  • eine Suchmeldung in der Community absetzen
  • Zuguterletzt gibt es auch noch einen Store Locator, allerdings nur für die USA

Alles in allem eine sehr ansprechende Seite – ob das Buch Kult wird, wage ich mal zu bezweifeln. Dafür ist mir die Ökostory zu durchschaubar. Zum Thema Ökonotizbücher s. auch meinen früheren Artikel Moleco – ökologisch korrekte Notizbücher aus Brasilien.


Zum Vergrößern bitte klicken
© ecosystem (TM)

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Kategorie: ecosystem  Tags: ,

Die Seite officesupplygeek.com berichtet in Picopad Wallet Notes – Tiny Notebook vom PicoPad (R), einem Mininotizbuch der Firma everyday innovations.


Zum Vergrößern bitte klicken

Das PicoPad (R) ist so groß wie eine Kreditkarte und nur unwesentlich dicker. Es enthält sogar einen Stift! Man kann es angeblich bequem in die Geldbörse stecken (eben wie eine Kreditkarte) und hat so stets ein Notizbuch mit Stift parat. Der Begriff „Buch“ ist an dieser Stelle wohl etwas übertrieben, aber das Konzept ist wirklich witzig. Die Hülle gibt es im Shop in verschiedenen Farben und den Inhaltfür verschiedene Zwecke, etwa als Weinjournal. Für den Preis von < 3 US $ könnte man so ein Notizencontainer durchaus mal ausprobieren.
Details zum PicoPad (R) findet ihr auf der Homepage: PicoPad® Wallet Notes®

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:

    Keine ähnlichen Artikel gefunden


Kategorie: Picopad

Mit meinen 15 Ideen zur Nutzung von Notizbüchern bin ich in die Endrunde der My Moleskine 2.0 Competition gekommen; wo ich allerdings keinen Preis gewonnen habe. Da aber die Ideen offensichtlich nicht so abwegig sind, möchte ich sie hier nach und nach im Detail vorstellen.

Heute: Notizbuchregel 12 – Jedes Notizbuch sollte nummeriert sein

Jedes Notizbuch sollte nummeriert sein – das hilft später beim Auffinden eines Buches. Sehr hilfreich ist dazu ein Eintrag unter der Nummer, der das Datum des ersten und das Datum des letzten Eintrages zeigt. Die Nummer mit den Daten sollte direkt auf der Rückseite des Buchdeckels stehen, zusammen mit der Adresse. Alternativ kann man die Nummer und ggf. den Datumsbereich der Eintragungen auch außen auf den Rand des Buchblocks schreiben.
Ich nutze bei meinen Büchern zudem eine Art Kurzverschlagwortung: bevor das Buch ins Regal wandert, schreibe ich unter das Datum ein paar kurze Stichworte zu den Themen, die im Buch vorkommen oder zu Ereignissen, die in den Zeitraum des Buches fallen.


Zum Vergrößern bitte klicken

Bisher erschienen:

Ähnliche Artikel in der gleichen Kategorie:


Kategorie: Tipps  Tags: