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@OliverLukesch gab mir den Tipp, mir das Blog ahio polloi anzuschauen. Dort bloggt ein Karikaturist viele Fotos seiner Karikaturen, die alle in Notizbüchern gezeichnet werden. Die Blogsprache ist Deutsch. Sogar die Blogroll ist mit Icons für die einzelnen Blogs gezeichnet. Sehr schön. Screenshot von ahio polloi:


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Kategorie: Webseiten  Tags: ,

Leserin µ schickte mir schon vor Wochen interessante Fotos mit einer Beschreibung ihres Beitrages zum brandbook Design Wettbewerb. Leider war die Mail in meinem Posteingang etwas versandet. µ (zu lesen „Mü“) hat einen Kombinationseinband erfunden, in dem sich drei Notizhefte unterbringen lassen. Sie beschreibt ihr Projekt „trio“ so:

mein entwurf („trio“) dient dazu, drei unterschiedliche, jederzeit austauschbare, notizbücher zu einem zu bündeln – kalender, skizzenbuch, adressbuch, tagebuch etc. ganz ohne metallteile oder irgend etwas, das extra angefertigt werden muß. das prinzip ist ähnlich wie bei heftschutzumschlägen wie man sie aus der schule kennt: der einband wird in taschen gesteckt. auch der schnitt selbst ist unkompliziert und besteht insgesamt aus nur 4 teilen + leseband, gummiband und stiftschlaufe. für meine muster hab ich filz (das große mit grün) und imprägniertes leinen benutzt, die bücher im innenleben sind von nanu nana und waren sehr sehr günstig ;) aber gerade die größeren hefte finde ich sehr schön. natürlich kann man das ganze auch auf moleskin zuschneiden

Sehr viele Bilder zum Entwurf findet ihr bei flickr. Hier ein paar zur Auswahl


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Mit freundlicher Genehmigung, © µ


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Mit freundlicher Genehmigung, © µ


Mit freundlicher Genehmigung, © µ

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Kategorie: Einband, Hack  Tags:

Wer ein Regal mit variabler Buchstütze sucht, sollte einen Blick auf den Regalentwurf Holdon tight von Colleen & Eric werfen (via swissmiss).

Your books are no longer in danger of toppling over. Over-sized wing-nut allows bookend to slide into place and be secured wherever it’s needed. Offered in Beech, Walnut and Oak. Water based stain and all natural Shellac finish. Aluminum cube and wingnut powdercoated

Das Regal hat einen überdimensionale Schraube, die an jeder Position entlang des Regals festgeschraubt werden kann, so dass die Bücher bis zu dieser Position nicht umkippen. Nette Idee, allerdings braucht mal unter dem Regal immer Platz zum Positionieren der Schraube …


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Kategorie: Regale  Tags: ,

Durch eine kurze Unterhaltung mit @stlist auf Twitter wurde ich auf das Berufsbild des Papieringenieurs aufmerksam. Doch was genau ein Papieringenier tut, war mir nicht klar. Also suchte ich etwas im Netz. Wikipedia hält einige Infos dazu bereit. Außerdem gibt es eine spezielle Seite, die über das Berufsbild informiert: papering.de:

[…] Die Ingenieure in der Papierfabrik sind für die ständige Optimierung des Produktionsprozesses verantwortlich. Zur Sicherung einer nach Sorten und Qualität marktgerechten Papierproduktion müssen sie eng mit Fachleuten des Maschinenbaus, der Chemie, der Physik sowie der Steuer- und Regelungstechnik zusammenarbeiten […] Die Leitung der Produktion verlangt von Papieringenieuren die Auswahl der Faserstoffe (Holzstoff, Zellstoff, Altpapier) oder deren Herstellung, die Überwachung ihrer Verarbeitung sowie die Herstellung und Veredelung von Papier, Karton und Pappe. Zum Teil hat der Papieringenieur auch die Aufsicht über die maschinelle Ausstattung und die Werkstätten des Unternehmens […]

Ist einer von euch Papieringenieur und kann uns Details erzählen?


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Kategorie: Allgemein  Tags:

journalingarts berichtet über das New 2010 Moleskine Limited Edition Notebooks: Pac Man and Peanuts:

Moleskine will be releasing two new limited-edition notebooks this fall. Iconic American favorites, Pac Man and Peanuts, will be available in classic ruled and plain notebook styles. Both styles will include customized packaging, cover art, interior illustrations and stickers. […]

Screenshot des Artikels bei journalingarts:


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Kategorie: Moleskine  Tags:

swissmiss ist sehr vielseitig und das merkt man u.a. an Artikeln wie dem, der auf ein Interview mit Jim Coudal aufmerksam macht. Wem der Name nichts sagt: er ist der Gründer / Macher von Coudal Partners, deren Logo euch vielleicht schon einmal begegnet ist, nämlich als Aufkleber der Field Notes Bücher aus den USA. Field Notes ist eine Marke von Coudal.
Im Artikel beschreibt Jim Coudal, wie sich seine Firma von einer Designagentur zu einem Hersteller von Designprodukten entwickelt hat:

[…] “Well, we have this audience that comes to our Coudal.com site all the time, and they must be like us, if they read the things we put up. If we can find a way make, create, sell things that we need, then this audience might need it too.” […]

Im ingesamt sehr inspirierenden Interview geht er auch auf die Entstehung der Marke „Field Notes“ ein:

[…] Then we built Field Notes. Our friend Aaron Draplin in Portland had a goofy idea for this little notebook. We thought it was less than goofy, and we made a deal together and created the notebook. Now it’s in a hundred stores and we sell hundreds of orders every day online. The thing that’s cool about Field Notes is it appeals to a rifle-toting budweiser-drinking mammal killer, AND a coffee-swilling fedora-wearing pretentious Brooklyn hipster. It has a totally universal appeal. […]

Fazit: lesenswertes Interview mit einem Macher. Unglaublich, mit was sich Coudal Partners alles beschäftigt. Das haben auch die Interviewer erkannt:

[…] Coudal really does seem to do everything. You have the ad model, you have physical products, you have a consultancy… […]

Hier ein Screenshot der Seite Design Glut, die das Interview mit Jim Coudal geführt hat.


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Kategorie: Field Notes, Interview  Tags: ,

Bei behance stellt Irina Vinnik Fotos ihres Skizzenbuchs vor. Die russische Künstlerin hat auch einiges in Farbe in ihrem behance Portfolio.


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Kategorie: Kunst  Tags:

Bei Bookshelf lese ich den Artikel Rope bridge bookshelf. Dort wird ein Regal vorgestellt, das man im Prinzip wie eine Hängebrücke konstruiert. Die Anleitung zur Konstruktion findet man bei instructables.com:

The rope bridge bookshelf lets books have a relaxed home when they’re not being read. It can be rough being opened and left in all sorts of locations during the reading process and the books have earned a nice break.

Der Erfinder heißt Ed Lewis und stellt auf seiner Homepage noch ein anderes Regal vor: das inverted bookshelf: „Instead of holding the books on top, the inverted bookshelf holds them all to the underside. „. Die Anleitung dazu gibt es ebenfalls bei instructables.com.

Foto des Rope bridge bookshelf


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Foto des Inverted Bookshelf


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Kategorie: Regale  Tags: ,

stilsucht berichtet über das Save Bookmark, ein Lesezeichen, das im Kopf ein Disketten-Icon und den Schriftzug „Save“ trägt. Simple und effektiv. Das kann man sicher auch selbst herstellen – und warum nicht den Aufdruck variieren und damit verschiedene Arten von Inhalten kennzeichen? Schöne Anregung …


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Kategorie: Kurzmeldungen  Tags:

Martine ist eine Leserin, die mir auch ab und an mal eine E-Mail schreibt. Mein Aufruf in Schreiben macht Schweigen zu Gold hat es ihr besonders angetan, da sie sich schon seit Jahren mit dem Thema Schreibpsychologie beschäftigt. Ihre Heimat ist der Textloft, ein Projekt, mit dem sie ihr Geld verdient. In Ihrem Blog berichtet sie über ihre Arbeit und sich.
Für das Notizbuchblog hat sie einen Leserbeitrag verfasst, der sich mit dem Thema „Schreiben“ befasst, und in dem sie über ihre Erfahrungen mit dem Thema „Schreiben“ berichtet. Da ich in Zukunft gerne öfter über das Thema „Schreibpsychologie“ und verwandte Themen berichten möchte, habe ich eine eigene Kategorie Schreiben dafür eingerichtet. Hier nun der Text von Martine:

Ganze Bibliotheken ließen sich mit Büchern zu diesem Thema füllen. Die Frage nach dem Gegensatz zwischen analogem und digitalem Notizbuch ist nicht nur eine praktische Frage, sondern auch eine neuropsychologische Frage, die das Schreiben und die Entstehung von Schriftgut überhaupt betrifft.

Damit keine Missverständnisse entstehen: Es geht bei der Schreibpsychologie der allgemein verbreiteten Meinung entgegen nicht um die psychotherapeutische Wirkung des Schreibens – hier würde untersucht, welchen Gewinn oder gesundheitlichen Nutzen jemand durch die Entwicklung schreibkreativer Techniken haben kann; das ist hier irrelevant -, sondern um die Entdeckung dessen, was in einem grundsätzlich (also beruflich) schreibenden Menschen passiert, welche Mechanismen im Gehirn aktiv sind und wie sie sich auswirken.

Vorab: Hier hat die digitale Welt keine Gegensätze geschaffen, die nicht schon zu Zeiten der mechanischen Schreibmaschine bestanden hätten: Die Anzahl der Autoren, die ihre Werke erst handschriftlich verfassen und dann abschreiben, ist nur unwesentlich gesunken. Ob man sich also für das analoge Notizbuch oder für das digitale entscheidet, ist eher mit dem eigenen Schreibprozess verbunden. Dabei spielt auch die Art des Schriftstücks (Belletristik, journalistische Texte oder private Notizen) keine Rolle.

Das handschriftliche Schreiben ist für das Gehirn komplizierter. Auch für einen Menschen, der etwa sehr schlecht tippen kann, ist es – auch wenn der Einzelne es nicht bewusst merkt – einfacher zu tippen, weil die Vorgänge, die mit der Formung der Buchstaben mit dem Stift zusammenhängen, wesentlich größere Teile des Gehirns mobilisieren. Aktiv sind da die Feinmotorik und der Denkprozess. Deshalb können Menschen nach einem Schlaganfall schneller wieder lernen, mittels einer Tastatur zu kommunizieren, als dass sie das handschriftliche Schreiben wieder beherrschen.

Durch diese Komplexität wird das handschriftliche Schreiben von unserer Psyche auch zugleich ernster genommen: Belangloses und Beleidigungen (es gab eine Studie dazu Mitte der 80er Jahre, die ich leider nicht mehr finde) tippt man eher, als das man sie mit der Hand schriebe, denn die Hemmschwelle ist beim Handschreiben höher. Durch die Mobilisierung der Motorik bedingt wird das Handschreiben auch als sinnlicher empfunden und spricht tatsächlich Teile des Gehirns an, die bei anderen sinnlichen Genüssen reagieren (angenehmer Geschmack, Sex, schöne Landschaften). Beim Tippen wiederum wird keine emotionale Komponente gemessen. Das Schreiben kann zwar genauso kreativ sein, aber es ist distanzierter – auf stilistischer Ebene sagt man dazu „journalistischer“ (auch wenn der geschriebene Text zu einem Roman gehört). Wissenschaftler vermuten, dass neben der hohen nötigen Hirnleistung auch die Erkennung der eigenen Handschrift zur Personalisierung des Geschriebenen erheblich beiträgt. Die Identifizierung mit der eigenen Handschrift wird als unausweichlich empfunden, während Schreibmaschinen-Buchstaben oder Texte am Bildschirm von jedem geschrieben worden sein könnten.

In der Unterrichtssituation – und hier spreche ich aus eigener Erfahrung (ich bin zwar mittlerweile Freie Texterin, bin aber eigentlich von Haus aus promovierte Textwissenschaftlerin und Dozentin für Stilistik und Textpsychologie) – bestätigen sich diese Erkenntnisse: Studenten fangen schneller an, den ersten Satz zu schreiben, wenn sie tippen; die Hemmung und die Zweifel an der Qualität des eigenen Schreibens sind größer, wenn sie mit der Hand schreiben. Der Umgang mit der Tastatur ist eher spielerisch (man tippt einfach drauf los und guckt am Ende, was für einen Text man da geschrieben hat), so dass hier die berühmte „Angst vor dem leeren Blatt“ gar nicht erst entsteht. Das Tippen ist sogar eine gute Empfehlung gegen eine Schreibblockade, weil es als unverbindliche Spielerei enthemmt.

Qualitativ lässt sich sagen, dass Studenten, die mit der Hand schreiben, stilistisch bessere Texte hervorbringen – wahrscheinlich, weil sie langsamer und bedachter schreiben.

Bei Brainstormig-Übungen wiederum ist das Handschreiben ein besseres Werkzeug, denn die Positionierung auf dem Blatt, der Entwurf-Charakter und die Nichtnotwendigkeit einer grafischen Ordnung unterstützen die Freiheit des Denkprozesses.

Kleines Fazit von einer, die seit über 30 Jahren schreibt und ihr Geld damit verdient: Privat schreibe ich nur handschriftlich, und es würde mir im Traum nicht einfallen, meinen Papier-Terminkalender durch ein digitales Schedule-Irgendwas zu ersetzen. Mit Freunden korrespondiere ich viel lieber mit der Schneckenpost. Beruflich schreibe ich meistens an der Tastatur, weil der Zeitdruck einfach zu groß ist. Wenn ich aber das Glückhabe, für einen bestimmten Auftrag meine Zeit frei einteilen zu können, schreibe ich mit der Hand vor. Das Abtippen ist auch eine gute Möglichkeit des Korrekturlesens.

Danke an Martine für den hochinteressanten Text! Martine hat mir zum Text noch ein paar Links geschickt, über die ich aber ein anderes Mal berichten werde.

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